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Depressionen wegen Vater

4. Januar um 1:51

Hallo erstmal,

ich lebe zusammen mit meiner Mutter, meinem Stiefvater (nenne ihn aber immer Papa da er mich quasi seit dem ich drei bin großgezogen hat) und meinen zwei jüngeren Geschwistern zusammen. Ich bin 16 jahre alt und es war schon immer so, dass mein Vater jeden Tag gekifft hat und bei der Geburt meiner Schwester sich immernoch nicht ganz an die Vaterrolle gewöhnen konnte und somit einen großen Freiheitsdrang hatte. Er rastete oft aus sodass meine Kindheit und Jugend oft durch Aggressionsausbrüchen, Alkohol und geschrei zwischen meinen Eltern geprägt wurde.Meine Mutter leider sehr darunter, sie kümmert sich alleine um uns drei, sie kocht, putzt, arbeitet und kümmert sich um die ganzen Rechnungen und Papiere. Mein Vater hingegen ist fünf Tage die Woche auf der Arbeit und wenn er Freitag Abend nach Hause kommt heißt es direkt „erstmal einen joint rauchen“ und trinken. Zwar trinkt er nicht in großen Maßen aber wenn es mal zu einer großen Feier kommt, wo man mal mehr trinkt kann er sich nie beherrschen. Er hat bis zu diesem Sommer aber nie mich oder meine Geschwister körperlich verletzt. Diesen Sommer waren wir in der Türkei und er konnte logischer weise kein Gras mit dorthin transportieren wodurch er anfing sich von morgens bis Abends zu besaufen. Ich hielt nie viel von ihm aber besonders im Urlaub hab ich vieeel Abstand von ihm gesucht und genau so auch der rest der Familie. Er begann deshalb meine Mutter und mich als Huren zu beleidigen und als ich mich dagegen wehrte schlug er vor allen Hotelgästen auf mich ein. Seit diesem Tag an HASSE ich diesen Mann zu mehr als 100%. Meine Mutter hat Angst vor ihm und tut deshalb so als wäre nie etwas vorgefallen und sie labern immer etwas vor vonwegen „es wird alles besser werden“ aber nein es wird gar nix besser. Ich muss mitansehen wie meine Geschwister vor Angst weinen und sich hinter mir verstecken. Ich wurde oft schon von meinem Vater bedroht und gefühlt tagtäglich zum weinen gebracht. Mir fehlt einfach die konzentration in der Schule und ich würde am liebsten ihm meine Meinung in sein Gesicht sagen aber ich wurde sehr streng erzogen und würde mir deshalb wie so etwas erlauben. Ich will es außerdem meiner Mutter nicht noch schwerer machen und tue deshalb so als wäre unsere Familie „perfekt“ aber ich fresse so alles in mich hinein und weine nur noch. Die einzige Person der ich mich anvertraue ich mein Freund. Das Problem ist dass er weiter weg wohnt und ich deshalb meistens auf mich allein gestellt bin. Ich hab tag für tag schlaflose nächte und wünschte ich könnte von meinem Zu Hause verschwinden. Klar gibt es Tage wo er ganz okay ist und mich nicht beachtet aber WENN es mal dazu kommt dass er trinkt oder nicht an sein Gras kommt ist man ihm hilflos ausgeliefert. Er zerstört unsere komplette Familie damit und mir tun meine Geschwister unendlich leid weil ich mich selber bis heute noch an Dinge von vor 6/7 Jahren erinnere. Er gibt monatlich so viel Geld für sein drecks Gras aus und wundert sich dann warum es manchmal mit dem geld etwas knapper beo uns ist. Ich weiß wirklich nicht weiter wenn ich mit meiner Mutter redet sagt sie immer wieder dass alles besser wird bla bla bla und mein Freund und seine eltern können ja eigentlich auch nicht viel dagegen machen. Unsere familien sind befreundet daher verstehen seine eltern gut wie mein Vater ist aber wie gesagt viel machen können sie da auch nicht.

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5. Januar um 11:05

Ich lese heraus, dass deine Geschwister noch jünger sind als du? An deiner Stelle würde ich mich and Jugendamt wenden. Gibt es bei euch in der Stadt etwas wie aufsuchende Jugendarbeit? Die sind meistens sehr nett und kennen sich mit sowas sehr gut aus und würden eventuell mit dir mitgehen. Ich denke allein wegen der Drogen in eurem Haushalt herrscht sofortiger Handlungsbedarf. Zur Not könntet ihr erstmal wo anders unterkommen, vielleicht findet deine Mutter dann mal den Mut deinen Vater zu verlassen, vor Allem weil ihr das die Augen öffnen wird, dass es nicht harmlos ist. Ich kann soetwas nicht nachvollziehen, warum sie sich nicht schon längst getrennt hat und ihre Familie lieber in Angst leben lässt. Auch wenn du es ihr anders vorspielst, sie ist deine Mutter und weiß, wenn du Angst hast. Aber letztlich raucht sie vielleicht einen Schubs in die richtige Richtung. Wahrscheinlich hat sie das ganze schon viel zu lange verharmlost und schön geredet.

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