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Dauerbespaßung

26. Mai 2014 um 15:03

Ich habe eine 1,5jährige Nichte. Die Kleine ist wirklich süß und fit und derzeit der Sonnenschein der ganzen Familie. Vor allem ihre Mutter ist mächtig stolz und tut alles für sie.

Ich habe nur das Gefühl, dass es ein bisschen zuviel des Guten wird. Wirklich jeder Pups, den die Kleine macht, wird beklatscht und jeder lacht und betätschelt sie. Dabei fordert sie das nicht ein, sondern die Familie macht das schon automatisch.

Mir ist natürlich klar, dass kleine Kinder ein positives Umfeld mit viel Bestätigung brauchen. Aber ist es normal, dass man im Gespräch keine zwei Sätze mehr zu Ende bringen kann? Ich würde mich so gern mal wieder normal unterhalten können. Die Mutter meint, ich würde mich später mal bei meinen eigenen Kindern ganz genauso benehmen. Kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen.

Ich habe absolut keine Ahnung von kleinen Kindern und kann daher auch überhaupt nicht einschätzen, ob mein Eindruck richtig ist. Ich habe nur die Befürchtung, dass sie irgendwann durch die Dauerbespaßung kein richtiges Verhältnis mehr zum Loben und auch zu Belohnungen hat, wenn sie für nahezu alles bejubelt wird und nicht in der Lage sein wird, sich mal ein paar Minuten ohne ständige Aufmerksamkeit seitens der Mutter oder der Großeltern zu beschäftigen.

Ist ein solches Verhalten noch normal und angebracht? Erwarte ich in dem Alter vielleicht schon zu viel?

Bitter urteilt nicht schlecht über mich oder unterstellt mir Eifersucht. Ich habe nur überhaupt keine Orientierungsmöglichkeiten und in der Familie möchte ich das Thema nicht aufbringen.

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28. Mai 2014 um 0:58

Ach was
nur weil ein kleines Kind oft Bestätigung bekommt , ist es noch lange nicht verhätschelt .Über unseren Sohn würden viele ( die uns nicht gut genug kennen) sagen : Mein Gott , der bekommt ja alles. Zugegeben , ja er hat viel, bekommt auch viel. Er hat quasi ein Legoland im Kinderzimmer. Na, und?? Er ist aber sehr sozial und fleißig für einen 7 Jährigen. Und Kinder merken schon was ein echtes Lob ist, sobald sie älter sind/werden. Und die Mutter hat Recht, wenn Du wirklich eigene Kinder hast ( gerade beim ersten) wirst Du genauso sein. Wollte ich damals auch nicht wahr haben. Ist aber echt so. Und mit jedem Lebensalter(des Kindes) wächst Du als Elternteil und alles ist für Dich genauso neu wie für das eigene Kind und darüber wirst Du dich austauschen wollen, sogar unbewusst, es geschieht einfach.

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30. Mai 2014 um 16:04

Hmmm
Ich denke, das kann ganz schön nach hinten losgehen. Aufmerksamkeit und Beachtung ist ja gut, aber ständiges Lob, für alles? Ein Lob iist haltimmer wertend und kommt sozusagen von oben herab. Außerdem machen Kinder , die ständig gelobt werden die Dinge oft nur noch , um ein Lob zu bekommen, nicht weil sie es gerne machen. Z.b. wenn Kind ein Bild malt, halte ich es für verkehrt zu sagen "oh das siehr ja toll aus! " stattdessen ist es besser sich das Bild gemeinsam anzusehen, wirkliches Interesse zu zeigen " ah, und das hier ust wohl die Sonne? Mir gefallen die gelben Strahlen" ist das der Papa? Ja, er hat imer so eine rote Jacke an, das hab ich erkannt" verstehst du , was ich meine? Einfach nur zu loben, weil das Kind einen Entwicklungsschritt macht, halte ich für verkehrt. Sich mit dem Kind freuen, ja aber Lob nein. Ich g laube, viele meinen ihrem Kind etwas gutes zu tun und es zu stärken, indem sie es loben, aber ich denke, dass das nicht funktioniert. Ein Kind kann nur von innen heraus stark werden, man kann es nicht eintrichtern. Und was ist., wenn das Kind mal etwas falsch macht? Was tun die Eltern dann? Oftmals wird bei Kindern Traurigkeit, Wut, Angst abgeleht, sie dürfen diese Gefühle nicht ausleben, sondern sollen schnell wieder fröhlich sein, nicht mehr wütend und keine Angst haben. Was werden das für Erwachsene? Erwachsene, die mit einem Großteil ihrer Gefühle nie umzugehen gelernt haben, die versuchen, immer nett zu sein, sich anzupassen, um Lob und Anerkennung zu bekommen.

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31. Mai 2014 um 17:40

In einem Punkt
Gebe ich dir recht, zuviel Lob ist nicht gut. So ist die 'normale' Welt nicht aufgebaut.
Jedoch muss ich meiner Vorrednerin Recht geben, du wirst auch mal so sein. Als ich keine Kinder hatte sah ich das auch GANZ ANDERS. Wenn man aber eins hat dann möchte man nun mal nur das Beste und dass es ihm gut geht.
Sicher sind nicht alle Eltern gleich. Aber die Sichtweise wird sich auf jeden Fall ändern, wirst du sehen!

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3. Juni 2014 um 10:11

Naja
In vielen Fällen ist dieses Verhalten total normal. Nur ob es so gut ist,sei mal dahin gestellt.

Ich für meinen Teil,halte davon nicht sooo viel. Mein Sohn ist ebenfalls 1,5 und ja er hat viiiele viele Spielsachen,Bücher und eigtl alles was ein Kinderherz diesbezüglich begehrt. Er ist eben das erste Enkelkind,erster Neffe usw.
Aber er hat schon sehr früh gelernt,dass Mama und Papa zwar immer da sind,aber dass wir eben nicht immer Zeit zum Spielen haben. Ich hab hier den Haushalt, muss viel für die Uni machen etc.
Aber - oh Wunder - es macht ihm überhaupt nichts aus. Er kann sich "stundenlang" hinsetzen und malen,bzw. guckt sich seine Bilderbücher an oder spielt. Natürlich will er zwischendurch mit uns spielen,mit uns malen oder Bücher angucken. Aber das ist normal und vollkommen in Ordnung. Ich denke extreme sind nie gut. Egal ob man jetzt Dauerbespaßund,Dauerlob oder gar kein lob und verwahrlosung,bzw komplettes Desinteresse betrachtet.
Das Leben ist zwar ab und zu extrem,aber meistens besteht der Alltag aus einem zwischending. Aufmerksamkeit durch Eltern, Freunde etc, lob,aber manchmal eben auch nicht . Kinder sollten lernen mit dem normalen Leben klar zu kommen.
Das ist meine Meinung. Aber viele machen es anders und das ist auch okay. Die Kinder tragen deshalb keine schwer wiegenden Schäden davon ( Ausnahme natürlich das extrem der verwahrlosung etc.)
Jedes Elternteil wird iwann Kritik für seinen Erziehungsstil kassieren und zwar piepegal was man macht. Jeder weiß es besser und weiß auch auf jeden Fall ganz genau bescheid.
Deshalb lass sie einfach machen und wenn du das kritisch siehst,mach es bei deinen Kids vllt ein bisschen weniger extrem
LG

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