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Das Problem um "sein" Kind..

29. November 2017 um 11:22

Liebe Mitglieder, ich habe ein Anliegen und hoffe jemanden zu finden, der mich versteht. Mein Partner und ich sind seit 1,5 Jahren fest zusammen, ich bin im 4. Monat schwanger, seit 2 Wochen sind wir verlobt. 
Vorerst möchte ich verschiedenes erklären, um dann zu meinen Problemen zu kommen.

Als wir uns kennenlernten, wusste ich, er hat ein Kind und war von Anfang an voll dabei, für die Kleine da, auch wenn ich bis heute keine Gefühle für sie haben kann. Vor ca. einem Monat eröffnete er mir, dass das Kind nicht seins ist, sondern seine damalige Frau ihn betrogen hat und er auf Drängen seiner Familie hin ("es ist deine Pflicht!" trotzdem versucht hat, die Vaterrolle zu übernehmen. Er hat sich an sie gewöhnt, aber er liebt sie nicht und hat auch nie Vatergefühle gehabt. Er ist sogar stets genervt von dem Mädel. Jetzt wusste ich wenigstens, woher sein Verhalten kommt. Ich hatte schon Angst, er kann nicht mit Kindern oder das ist seine Art zu lieben. 

Mutter und Kind sind in einer Sekte, was dazu führt, dass das Kind z.B. durchdreht, wenn es regnet, weil sie Angst hat, es sind die Plagen, die wieder kommen, weil wir keine Bibel gelesen haben.... Gott macht die Ampeln grün... Gott macht hat du das spiel verlierst...Ihr seid alle teuflich...Zauberkästen sind böse...Ihr müsst beten, Gott will das... usw.. 
Der Höhepunkt war: Als ich schwanger wurde sagte mir das Kind, ich müsse mein Baby Samuel nennen als Dankbarkeit, dass Gott mir nicht den Schoß verwehrt hat, obwohl ich die zweite Frau bin. (Ja, das waren wirklich die Worte einer 6-jährigen). Trotz Anwalt, Jugendamt, Pfarrer kommen wir da nicht weiter und müssen das wohl akzeptieren, wurde uns von allen Seiten gesagt.

Mein Verlobter und ich führen eine Fernbeziehung, 2 Autostunden voneinander entfernt. Da er den Scheidungskrieg damals aufgegeben hat, hat er noch mächtig viele Schulden, dazu die Kosten fürs Kind (Unterhalt, Kleidung+Spielsachen, weil die Mutter nichts oder nur kaputtes oder zu kleines mitschickt, Essen und später noch 200€ monatlich Spritkosten), er muss also ab seinem bestimmten Verdienst eine Arbeit finden, damit wir uns das zusammenziehen leisten können. Mein Bafög fällt dann nämlich weg.

Ich seh ihn 8 Tage im Monat, die Hälfte davon ist das Kind da.. so wie es ist.. ich bin schwanger, habe wirklich Probleme mit meiner Schwangerschaft und hab dann keine Nerven, mich um dieses Problemkind, das übrigens ebenso wenig für uns empfindet (nennt ihn nicht Papa, sagt es ist ihm egal ob es kommt, wenn wir nichts unternehmen, will nie mit uns spielen, sagt wir nerven und sind "kaka", schlägt um sich, macht absichtlich unsere Dinge kaputt, pinkelt im Bad immer im Stehen auf den Boden und lacht uns dann aus etc.).


Nun meine Probleme:

1. sehe ich ihn kaum, ich brauche aber als Schwangere, Verlobte Anfang 20, die sowieso mit allem komplett überfordert ist und unheimliche Schmerzen hat (Arzt sagt, es sind Wachstumsschmerzen), auch meine Aufmerksamkeit, Zuneigung, Hilfe.. bis das Kind da ist wären es 15 Tage, die wir für uns haben..

2. Hab ich nach 1,5 Jahren nun weder Nerven für das "Jesus-erleuchtet-uns-alle" und "Dein-Gott-ist-ein-Dämon", noch für das unanständige Verhalten, jedoch können wir mit 4 Tagen im Monat nicht viel an ihr ändern, was die letzten 1,5 Jahre ernsthafte, harte Bemühung zeigt.

3. Können wir uns durch die zusätzliche finanzielle Last nicht mal das Baby leisten, das unterwegs ist, geschweige denn heiraten und zusammenziehen.

4. An den Wochenende, an denen sie da ist, sind wir beide nur geladen und streiten uns. Das letzte mal hab ich bei meinen Eltern geschlafen, um dem allem aus dem Weg zu gehen, woraufhin er richtig wütend wurde.


Ich habe mit ihm darüber gesprochen, das Kind entweder anzunehmen und zu behandeln wie sein eigenes oder es ganz zu lassen, weil hiervon keiner profitiert. Seine Antwort war nur "ja bisschen lieb ich sie ja schon vielleicht. kannst du mir helfen, gefühle zu entwickeln?" und ansonsten geht er nicht weiter darauf ein, beendet das Gespräch stets. Das, was ich hier schreibe hab ich ihm so nie gesagt, damit wir nicht streiten und ich mich sowieso schon so elendig fühle, weil ich das Kind nur als lästig empfinde... und das tut mir unendlich leid, denn jedes Kind hat doch nur das Beste verdient.. ich weiß einfach nicht was ich tun soll. Kann mich jemand verstehen? Oder mir Tipps geben?
 

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29. November 2017 um 11:25

um nicht zu verwirren: Ich habe den Beitrag noch einmal ähnlich verfasst und veröffentlicht, weil mir beim ersten die Fehlermeldung "an error occured" angezeigt wurde und ich davon ausging, dass die Veröffentlichung nicht stattfand!

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