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Das Problem um "sein" Kind..

29. November 2017 um 10:56

Mein Verlobter und Vater meines noch ungeborenen Kindes war bereits schon einmal verheiratet. In dieser Ehe wurde seine Frau von einem anderen schwanger. Er zog aus - seine Eltern drängten ihn dazu, die Vaterrolle im Leben des Kindes zu übernehmen und vor dem Mädel heile Welt zu spielen. So ging das einige Jahre, mal mehr und mal weniger, das Mädchen ist mittlerweile 6 Jahre alt. Als ich ihn kennenlernte, war mir bewusst, dass da ein Kind ist und es in jedem Fall zu ihm gehört. Ich bemühte mich, die Kleine auch wie mein Kind zu behandeln, bis zu dem Zeitpunkt dachte ich, es wäre seins.. Vor ca. einem Monat eröffnete er mir dann die Wahrheit und gestand unter Tränen, dass er für dieses Kind nie richtige Gefühle entwickeln konnte, aber er von allen Seiten unter Druck gesetzt wurde und sich nun verpflichtet fühlt da zu sein und Mitleid mit diesem Kind hat. Er wüsste nicht, was er tun soll. Natürlich verhält er sich dementsprechend nicht väterlich ihr gegenüber, sondern ist schnell genervt und brachte sogar schon Sätze wie "du bist genauso behindert wie deine Mutter", wo ich dann eingriff und ihn rausschmiss, weil mir die Kleine so unendlich leid tut..
Nun die andere Seite:
Die Mutter ist mit Kind in einer Sekte, was sich so auswirkt, dass das Mädchen Anfälle bekommt, wenn es regnet, denn es könnten ja wieder die Plagen sein, als Strafe dafür, dass wir abends keine Bibel gelesen haben.. Als ich schwanger wurde, meinte die Kleine ich müsse das Kind Samuel nennen, als Dankbarkeit Gott gegenüber, weil er mir nicht den Schoß verwehrt, obwohl ich die zweite Frau bin (Ja, kein Kinderwortschatz, wer weiß, ob sie überhaupt versteht, was sie da sagt). Trotz Gespräche mit Mutter, Anwalt, Pfarrer, Bischof, .. sind wir nicht weiter gekommen und es scheint auch keine Lösung zu geben.

Das war die Geschichte zu meinen Problemen.
1. Egal wie sehr ich es die letzten 1,5 Jahre versucht habe, ich schaffe es nicht, eine Bindung zu dem Kind aufzubauen. Ich bin schwanger und Studentin und habe nicht mehr die Zeit und Nerven, mich da reinzustressen.
2. Führen mein Verlobter und ich noch eine Fernbeziehung wegen meinem Studium, er hat bisher noch keine Arbeit hier gefunden. D.h. wir sehen uns nur Samstag und den halben Sonntag. Wenn die Kleine da ist nur jedes zweite Wochenende, bzw. wenn wir uns sehen sind wir beide nur durchgehend genervt von der Kleinen. Bis unser Kind da ist, brauch ich noch ein bisschen Zeit mit ihm.. Ausgerechnet sind das 20 Tage die wir für uns haben, wenn alles gut läuft.... Eher weniger, weil meine Prüfungen auf die letzten Wochen fallen. Aber ich möchte in der SS nicht immer alleine sein, das bin ich so schon die meiste Zeit.. ich will Zeit mit meinem Partner, etwas unternehmen, dass er für mich da ist...
3. Hat er durch seine Scheidung immernoch sehr viele Schulden und sind zusätzlich jeden Monat im Minus. Unterhalt, Kleidung, Spielsachen (beides schickt die Mutter nicht oder nur stinkend und kaputt mit), Essen, später wenn er zu mir zieht monatlich noch 200 € Spritkosten um sie zu holen/bringen. Da bleibt für unser Baby kein Cent mehr übrig. Arbeit hat er auch nur noch keine, weil er ab einem bestimmten Verdienst suchen muss, weil wir uns ansonsten das Zusammenziehen nicht leisten können. Mir ist es neben dem Jura Studium leider zeitlich nicht möglich, zu arbeiten.
4. Dieses Mädchen hat keinen Anstand, macht alles kaputt, was sie in die Hände nimmt, kann nicht mal beim pinkeln sitzen bleiben und jedesmal steht sie dabei auf, sodass der ganze Boden voll wird, meine Schwester in ihrem Alter will nicht mehr mit ihr spielen, weil sie sagt, das Mädel ist immer so fies (Lass das, du kannst das eh nicht. Tut mir leid, dass ich alles besser kann als du), ... und dann dieses ewige "Ihr kommt alle in die Hölle, Gott will nicht, dass ihr so seid"...

Habe gestern mit meinem Freund über die Gefühle die er zu ihr hat gesprochen und dass es so nicht geht... entweder er liebt und behandelt sie wie sein eigenes oder er lässt es.. seine Antwort war "Ja ich versuchs, bisschen lieb ich sie ja vielleicht", ansonsten spricht er nicht mit mir darüber

Es ist anstrengend, nervenaufreibend und ich bin fix und fertig. Ich hoffe, ihr verurteilt mich nicht gleich, vielleicht gibt es sogar jemanden, der mich versteht oder mir Tipps geben kann, wie ich mich verhalten oder was ich tun soll.

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29. November 2017 um 11:25
In Antwort auf ambr123

Mein Verlobter und Vater meines noch ungeborenen Kindes war bereits schon einmal verheiratet. In dieser Ehe wurde seine Frau von einem anderen schwanger. Er zog aus - seine Eltern drängten ihn dazu, die Vaterrolle im Leben des Kindes zu übernehmen und vor dem Mädel heile Welt zu spielen. So ging das einige Jahre, mal mehr und mal weniger, das Mädchen ist mittlerweile 6 Jahre alt. Als ich ihn kennenlernte, war mir bewusst, dass da ein Kind ist und es in jedem Fall zu ihm gehört. Ich bemühte mich, die Kleine auch wie mein Kind zu behandeln, bis zu dem Zeitpunkt dachte ich, es wäre seins.. Vor ca. einem Monat eröffnete er mir dann die Wahrheit und gestand unter Tränen, dass er für dieses Kind nie richtige Gefühle entwickeln konnte, aber er von allen Seiten unter Druck gesetzt wurde und sich nun verpflichtet fühlt da zu sein und Mitleid mit diesem Kind hat. Er wüsste nicht, was er tun soll. Natürlich verhält er sich dementsprechend nicht väterlich ihr gegenüber, sondern ist schnell genervt und brachte sogar schon Sätze wie "du bist genauso behindert wie deine Mutter", wo ich dann eingriff und ihn rausschmiss, weil mir die Kleine so unendlich leid tut.. 
Nun die andere Seite:
Die Mutter ist mit Kind in einer Sekte, was sich so auswirkt, dass das Mädchen Anfälle bekommt, wenn es regnet, denn es könnten ja wieder die Plagen sein, als Strafe dafür, dass wir abends keine Bibel gelesen haben.. Als ich schwanger wurde, meinte die Kleine ich müsse das Kind Samuel nennen, als Dankbarkeit Gott gegenüber, weil er mir nicht den Schoß verwehrt, obwohl ich die zweite Frau bin (Ja, kein Kinderwortschatz, wer weiß, ob sie überhaupt versteht, was sie da sagt). Trotz Gespräche mit Mutter, Anwalt, Pfarrer, Bischof, .. sind wir nicht weiter gekommen und es scheint auch keine Lösung zu geben.

Das war die Geschichte zu meinen Problemen.
1. Egal wie sehr ich es die letzten 1,5 Jahre versucht habe, ich schaffe es nicht, eine Bindung zu dem Kind aufzubauen. Ich bin schwanger und Studentin und habe nicht mehr die Zeit und Nerven, mich da reinzustressen.
2. Führen mein Verlobter und ich noch eine Fernbeziehung wegen meinem Studium, er hat bisher noch keine Arbeit hier gefunden. D.h. wir sehen uns nur Samstag und den halben Sonntag. Wenn die Kleine da ist nur jedes zweite Wochenende, bzw. wenn wir uns sehen sind wir beide nur durchgehend genervt von der Kleinen. Bis unser Kind da ist, brauch ich noch ein bisschen Zeit mit ihm.. Ausgerechnet sind das 20 Tage die wir für uns haben, wenn alles gut läuft.... Eher weniger, weil meine Prüfungen auf die letzten Wochen fallen. Aber ich möchte in der SS nicht immer alleine sein, das bin ich so schon die meiste Zeit.. ich will Zeit mit meinem Partner, etwas unternehmen, dass er für mich da ist...
3. Hat er durch seine Scheidung immernoch sehr viele Schulden und sind zusätzlich jeden Monat im Minus. Unterhalt, Kleidung, Spielsachen (beides schickt die Mutter nicht oder nur stinkend und kaputt mit), Essen, später wenn er zu mir zieht monatlich noch 200 € Spritkosten um sie zu holen/bringen. Da bleibt für unser Baby kein Cent mehr übrig. Arbeit hat er auch nur noch keine, weil er ab einem bestimmten Verdienst suchen muss, weil wir uns ansonsten das Zusammenziehen nicht leisten können. Mir ist es neben dem Jura Studium leider zeitlich nicht möglich, zu arbeiten.
4. Dieses Mädchen hat keinen Anstand, macht alles kaputt, was sie in die Hände nimmt, kann nicht mal beim pinkeln sitzen bleiben und jedesmal steht sie dabei auf, sodass der ganze Boden voll wird, meine Schwester in ihrem Alter will nicht mehr mit ihr spielen, weil sie sagt, das Mädel ist immer so fies (Lass das, du kannst das eh nicht. Tut mir leid, dass ich alles besser kann als du), ... und dann dieses ewige "Ihr kommt alle in die Hölle, Gott will nicht, dass ihr so seid"...

Habe gestern mit meinem Freund über die Gefühle die er zu ihr hat gesprochen und dass es so nicht geht... entweder er liebt und behandelt sie wie sein eigenes oder er lässt es.. seine Antwort war "Ja ich versuchs, bisschen lieb ich sie ja vielleicht", ansonsten spricht er nicht mit mir darüber

Es ist anstrengend, nervenaufreibend und ich bin fix und fertig. Ich hoffe, ihr verurteilt mich nicht gleich, vielleicht gibt es sogar jemanden, der mich versteht oder mir Tipps geben kann, wie ich mich verhalten oder was ich tun soll.

um nicht zu verwirren: Ich habe den Beitrag noch einmal ähnlich verfasst und veröffentlicht, weil mir beim ersten die Fehlermeldung "an error occured" angezeigt wurde und ich davon ausging, dass die Veröffentlichung nicht stattfand!
 

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29. November 2017 um 13:24

owaja
also dein partner ist nicht der leibliche vater des mädchens aber hat die vaterrolle aus zwnang angenommen?
warum zahlt er unterhalt?
es ist nicht seine tochter ?
oder steht er in der geburtsurkunde?
warum zahlt der richtige erzeuger denn nicht?
denkt die kleine dein partner ist der richtige papa ?

was für n kind des würde mich auch nerven
kann mitfühlen wie anstrengend des sein muss du hast eh genug stress mit studium und ss und dann sowas ... aber wieso habt ihr denn überhaupt beschlossen in der situation ein kind zu bekommen ? oder hab ich wa süberlesen und es war ungeplant?

 

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29. November 2017 um 18:49

Das Jugendamt meinte nur, wir können entweder versuchen das Sorgerecht zu bekommen um mehr Einfluss auf die Sektengeschichte zu bekommen, oder es ist halt einfacht so. Da könnten sie auch nichts tun.
Das Kind war nicht geplant, im Gegenteil. Es hieß ich könnte gar keine Kinder bekommen, dazu wäre eine OP notwendig. Der Termin war auch fix.. haben natürlich trotzdem verhütet, aber anscheinend sollte es so sein. Haben uns aber für das Kind entschieden, weil ich zu den Abtreibungsgegnern gehöre

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29. November 2017 um 18:53
In Antwort auf miya1997

owaja
also dein partner ist nicht der leibliche vater des mädchens aber hat die vaterrolle aus zwnang angenommen?
warum zahlt er unterhalt?
es ist nicht seine tochter ?
oder steht er in der geburtsurkunde?
warum zahlt der richtige erzeuger denn nicht?
denkt die kleine dein partner ist der richtige papa ?

was für n kind des würde mich auch nerven
kann mitfühlen wie anstrengend des sein muss du hast eh genug stress mit studium und ss und dann sowas ... aber wieso habt ihr denn überhaupt beschlossen in der situation ein kind zu bekommen ? oder hab ich wa süberlesen und es war ungeplant?

 

Er ist nur der gesetzliche Vater, weil die beiden zu dem Zeitpunkt als das Kind geboren wurde verheiratet waren. Die kleine nennt ihm mal Papa, mal beim Vornamen, was sie genau denkt wissen wir nicht.. Wir wissen auch nicht, wer der Erzeuger ist..
Das Kind war nicht geplant, aber nach Eintritt der SS haben wir uns dafür entschieden. Ausführlicher hab ich es weiter unten erklärt

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30. November 2017 um 7:07
In Antwort auf ambr123

Er ist nur der gesetzliche Vater, weil die beiden zu dem Zeitpunkt als das Kind geboren wurde verheiratet waren. Die kleine nennt ihm mal Papa, mal beim Vornamen, was sie genau denkt wissen wir nicht.. Wir wissen auch nicht, wer der Erzeuger ist..
Das Kind war nicht geplant, aber nach Eintritt der SS haben wir uns dafür entschieden. Ausführlicher hab ich es weiter unten erklärt

ja aber die Mutter ...und dein Partner kann ein Vaterschaftstest anordnen und dann sollte er nicht der Erzeuger sein (was er ja laut eurer meinung nach nicht ist) braucht er auch keinen Unterhalt mehr zahlen, ist ja nicht euer problem von wem die Ex dann das Geld bekommt... mit dem umgang wirds dann so dass er keine Rechte mehr hat er darf nicht bestimmen wann er die Kleine bekommt ... fals er sie weiterhin haben will...
aber ich gebe diesbezüglich @lana föllig recht wenn man ein Kind nicht annehmen kann sollte man den Kontakt meiden... "zum wohle der Kleinen" ...

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2. Dezember 2017 um 18:54
In Antwort auf miya1997

ja aber die Mutter ...und dein Partner kann ein Vaterschaftstest anordnen und dann sollte er nicht der Erzeuger sein (was er ja laut eurer meinung nach nicht ist) braucht er auch keinen Unterhalt mehr zahlen, ist ja nicht euer problem von wem die Ex dann das Geld bekommt... mit dem umgang wirds dann so dass er keine Rechte mehr hat er darf nicht bestimmen wann er die Kleine bekommt ... fals er sie weiterhin haben will...
aber ich gebe diesbezüglich @lana föllig recht wenn man ein Kind nicht annehmen kann sollte man den Kontakt meiden... "zum wohle der Kleinen" ...

Falsch! So einfach ist das nicht. Aus der nummer kommt er nur raus, wenn der leibliche vater gefunden wird. Er kann die vaterschaft nicht einfach ablegen, selbst wenn die ex sagt, dass er nicht der leibliche vater ist, denn der rechtliche vater ist er. 

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