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Das Mutter Problem (sehr lang!!!)

28. Februar 2009 um 21:44 Letzte Antwort: 6. März 2009 um 10:38

Hallo, ich würde gerne Eure Meinungen und Ratschläge hören.

Ich bin 37, weiblich, Einzelkind und habe so einige Probleme mit meiner Mutter.

An meine jüngste Kindheit kann ich mich leider nicht mehr so genau erinnern, ich weiß nur das ich immer totale Angst hatte etwas falsch zu machen und die Konsequenzen zu spüren.
(Ich kann mich jedoch nicht erinnern, dass meine Mutter mich geschlagen hätte. Vielleicht habe ich einiges auch nur verdrängt.) Außerdem bin ich viel bei meiner Oma gewesen, die mit im Haus wohnte. Oma hat mich auch immer total verwöhnt.

Meine Eltern mussten wegen mir heiraten. Getrennt haben Sie sich als ich ca. 13 Jahre alt war. Ich habe dann bis zu meinem 18. Lebensjahr bei meiner Mutter gelebt, mich jedoch nie richtig mit ihr verstanden (mit meinem Vater aber schon unser Verhältnis wurde mit der Zeit immer besser und er hat mir oft mit Tipps geholfen.)

Was ich an positiven über sie weiß ist, das sie das Kindergeld was sie für mich bekam nie verbrauchte, sondern für mich für meine Aussteuer sparte, was ich ihr auch sagte. Leider brauchte ich dann 1994 dringend ein Auto um zur Ausbildung zu kommen, und habe es von dem gesparten Geld gekauft, worüber Sie sich heute noch aufregt, es sollte ja schließlich für Bettwäsche usw. sein.

Sie nahm mich auch jedes Jahr mit in den Urlaub (obwohl ich das eigentlich für selbstverständlich erachte, dass man sein Kind mitnimmt).

Sie begann auch eine Münzsammlung für mich, die ich eigentlich nie wollte, ich sagte ihr auch sie müsse sich die Mühe nicht machen. Um es abzukürzen war sie dann sauer, dass ich das nicht würdigte.


Von meiner Kindheit weiß ich noch, dass meine Mutter immer meinte ich sei ungewollt und sie hätte schon einen Termin in einer Klinik gehabt um mich abtreiben zu lassen. Und dass ihr Leben ohne mich besser verlaufen wäre.

Sie musste auch einmal in die Klinik, wegen einer Stimmband-Knoten-Operation, an der natürlich auch mal wieder ich schuld war.

Ich durfte nie auf Parties (ich hätte ja schwanger werden können) und nach Kurstreffen wurde ich auch immer Punktum abgeholt.

Meine Mutter erhielt immer Unterhalt von meinem Vater für mich. Eines Tages gab es mal wieder einen Streit zwischen uns und sie meinte ich sollte zu meinem Vater ziehen.

Ich packte also meine Sachen und machte es wahr (nicht zuletzt ermutigt durch meinen Vater). Da meinte meine Mutter ich sollte doch bei ihr bleiben sie hätte doch sonst kein Geld mehr!. Dann bin ich richtig hellhörig geworden.

Ein gutes Wort hat sie nie an meinem Vater gelassen, da er laut ihr ja immer untreu und verlogen war. Umso mehr hat sie es geärgert, dass ich dann bei ihm wohnte und sie mehr oder weniger unregelmäßig besuchte.

Seitdem geht es eigentlich nur abwärts.

Zu meinem Schulabschluss kam sie nicht, es war ja mein Vater da und sie verlangte (obwohl ich bei ihm wohnte) dass er nicht kommen sollte.

Als ich mit 23 Jahren meinen damaligen Freund heiraten wollte war die erste Frage na, schwanger? (Dem war aber nicht so).

Obwohl eingeladen, tauchte sie nicht zu meiner Hochzeit auf (mein Vater war ja da).

Als meine beiden Kinder getauft wurden war es dasselbe Spiel.

Als mein Mann und ich 2002 auseinander gingen und ich dringend ein Auto benötigte, lieh sie mir das Geld um kurz darauf zu fragen, wann sie es denn endlich wiederbekäme.

Die Kinder bekamen selten mal was Süßes von ihr: Die sollen ja mal nicht so (fett) aussehen wie du.

2002 nahm sie mich mit in den Urlaub (den ich selbst bezahlte), meine Kinder sollte ich aber zuhause lassen. Dies wollte ich jedoch nicht, dann wollte ich auch nicht fahren. So bezahlte dann meine liebe Oma die Reise der beiden. Wofür ich mich auch herzlich bei ihr bedankte. Sowie für alles was meine Oma für mich tat.

In diesem Urlaub sagte sie zu mir, dass ich sowieso keinen Mann mehr fände bei meinem Aussehen (leider habe ich Übergewicht).

Dieses konnte ich widerlegen und heiratete 2005 meinen jetzigen Mann. Leider verstarb am selben Tag mein geliebter Vater.

Auch hier kam sie selbstverständlich weder zur Hochzeit noch gratulierte sie.

Letztens wollte sie sich mit meinem fast 11 jährigen einen Katastrophenfilm ansehen und meiner 12 jährigen Tochter erzählte sie, dass ich genauso wie mein Vater sei. Jeder 2. Satz sei eine Lüge und ich wäre auf deutsch gesagt eine (Charakter ...

Sie versucht auch immer wieder Beziehungen auseinander zu bringen (ich und mein Vater, ich und meine Oma, .)

Leider weiß ich nicht, wie ich mich verhalten soll.

Vielleicht sind mir aber auch nur die vielen negativen Erinnerungen geblieben und von positiven nicht viel.

Sie möchte nun von mir ewige Dankbarkeit, wegen der Münzen, der Aussteuer, des Urlaubes und des Leih-Geldes für mein Auto.

Bin ich zu undankbar?

Ich bin gespannt auf eure Antworten.

Viele Grüße

schnurzenpurz

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6. März 2009 um 10:38

Du wirst sie nicht ändern und ihre Einstellung und ihren Groll auch nicht,
es ist ihr Film, ihr Drehbuch. Nabel dich ab, setz Grenzen. Sie hat vieles gut gemacht und aus ihrer Sicht gut gemeint.
Lebe dein Leben, so gut es geht unabhängig . Lass dich nicht beschimpfen und dir Vorhaltungen machen. Das darf deine Mutter einfach nicht. Und wenn sie es dennoch tut, verbiete es dir. Dreh dich weg und geh.
Gruß Melike

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