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Das leidige Thema Unterhalt

19. Januar 2004 um 22:45

Ich bin alleinerziehende Mutter einer 7jährigen Tochter. Um das Thema Unterhalt gab es immer wieder Probleme, aber es hielt sich in Grenzen. Aber nun ist folgendes passiert: Der Vater meiner Tochter ist unbekannt verzogen und zahlt nicht mehr. Den Arbeitgeber hat er auch gewechselt. Er ist so richtig schön verschwunden. Natürlich in ich zum Jugendamt gegangen, aber irgendwie halten sich deren Aktivitäten sehr in Grenzen. Hat jemand eine Idee, was ich unternehmen kann, um z.B. den neuen Arbeitgeber ausfindig zu machen oder was mir sonst so helfen könnte?

Ich danke für jeden Hinweis.
zauberlilie

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20. Januar 2004 um 0:50

...
- Einwohnermeldeamt (ich glaub, bei denen ist das ziemlich vom Sachbearbeiter abhängig, ob die Auskunft geben oder nicht)
- Anwalt (der wird da bestimmt mehr Druck machen können)
- Detektiv (die mit Schlapphut und Mantel )
- seinen Freunden /Familie ins GEwissen reden
- Krankenkasse (wenn er irgendwo wieder arbeitet, muß der Arbeitgeber ihn wieder bei der Krankenvers. melden)

...das war's fürs erste mit meinen Ideen

Avyan

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20. Januar 2004 um 12:33
In Antwort auf sol_12650281

...
- Einwohnermeldeamt (ich glaub, bei denen ist das ziemlich vom Sachbearbeiter abhängig, ob die Auskunft geben oder nicht)
- Anwalt (der wird da bestimmt mehr Druck machen können)
- Detektiv (die mit Schlapphut und Mantel )
- seinen Freunden /Familie ins GEwissen reden
- Krankenkasse (wenn er irgendwo wieder arbeitet, muß der Arbeitgeber ihn wieder bei der Krankenvers. melden)

...das war's fürs erste mit meinen Ideen

Avyan

Keinen Unterhalt zu zahlen ist strafbar
Daher kannst du zur Polizei gehen und Strafanzeige erstatten.

Die Polizei wird ihn finden

Viel Glück

Angie

die auch seit 9 Jahren vom Vater ihrer Tochter keinen Unterhalt bekommt...

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21. Januar 2004 um 8:10

Unterhaltsvorschuß
habe ich schon am 20.Dezember beantragt. Am 12 Januar hat die Bearbeiterin eine Anfrage beim Einwohnermeldeamt gehalten. Was für eine Geschwindigkeit. Da ist natürlich auch noch keine Antwort da. Einen Anwalt parallel zu beauftragen, wäre schon nicht schlecht, aber da beißt sich die Maus in den Schwanz, ich habe momentan kein Geld für einen. Ich kratze gerade jeden Cent zusammen, weil ich mich selbständig mache, sonst habe ich eingentlich immer Rücklagen.
Jedenfalls herzlichen Dank, liebe Nenja, Du meinst also, Unterhaltsvorschuß müßte bewilligt werden, da hatte ich inzwischen schon meine Zweifel.
Zauberlilie

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21. Januar 2004 um 8:13
In Antwort auf sol_12650281

...
- Einwohnermeldeamt (ich glaub, bei denen ist das ziemlich vom Sachbearbeiter abhängig, ob die Auskunft geben oder nicht)
- Anwalt (der wird da bestimmt mehr Druck machen können)
- Detektiv (die mit Schlapphut und Mantel )
- seinen Freunden /Familie ins GEwissen reden
- Krankenkasse (wenn er irgendwo wieder arbeitet, muß der Arbeitgeber ihn wieder bei der Krankenvers. melden)

...das war's fürs erste mit meinen Ideen

Avyan

Die Krankenkasse
gibt Auskünfte an Privatpersonen? Verstößt das nicht gegen den Datenschutz? Gibt es eine Vereinigung der Krankenkassen, wo ich anfragen könnte? Denn die Anzahl der frei zugänglichen Kassen ist ja enorm geworden.
Dankeschön für Deine Tipps zauberlilie

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21. Januar 2004 um 8:18
In Antwort auf indy_11882345

Keinen Unterhalt zu zahlen ist strafbar
Daher kannst du zur Polizei gehen und Strafanzeige erstatten.

Die Polizei wird ihn finden

Viel Glück

Angie

die auch seit 9 Jahren vom Vater ihrer Tochter keinen Unterhalt bekommt...

Polizei
ist eine tolle Idee. Ich werde mir jetzt noch eine Frißt setzen und wenn in dieser Zeit nichts durch das Jugendamt geschieht, werde ich Strafanzeige erstatten.
Warum bekommst Du keinen Unterhalt schon seit so langer Zeit? Irgendwie habe ich den Eindruck, daß es fast nie problemlos läuft.
Ich werde berichten
zauberlilie

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21. Januar 2004 um 14:10
In Antwort auf jayla_12726731

Die Krankenkasse
gibt Auskünfte an Privatpersonen? Verstößt das nicht gegen den Datenschutz? Gibt es eine Vereinigung der Krankenkassen, wo ich anfragen könnte? Denn die Anzahl der frei zugänglichen Kassen ist ja enorm geworden.
Dankeschön für Deine Tipps zauberlilie

Krankenkasse
Wenn du bei der Krankenkasse anrufst und sagst: "Ich würde gerne wissen, wo mein Mann jetzt arbeitet, weil der Depp keinen Unterhalt zahlt." werden sie das bestimmt nicht machen. Datenschutz.

Aber es gibt bestimmt ein paar nette Ausreden, mit denen man arbeiten kann. Und vielleicht nützt es ja auch was, persönlich vorbeizugehen und eine ältere Sachbearbeiterin zu sprechen. Möglicherweise hat die Verständnis (*Vorurteilsmodus* )

ICh sag nicht, daß das klappt, aber das ist eben eine STelle, die solche Daten erfaßt.

Avyan

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21. Januar 2004 um 23:06

Hast Du
dem Jugendamt die Möglichkeit abgesprochen, Deine Tochter zu vertreten?

Manche Leute machen das ja, weil sie meinen, sonst kontrolliert zu werden.

Ich hab auch eine uneheliche Tochter und ich hab die Wahrnehmung ihrer Interessen bis heute beim Jugendamt belassen.
Ist nämlich viel einfacher so...

Mein Ex hat erst 4 Jahre prozessiert, bis ein Vollstreckungsbescheid gegen ihn vorlag und dann war er auch kurzfristig nirgends gemeldet.

Das Jugendamt hat mir aber gesagt, das sei alles kein Problem.
Die Idee mit der Krankenversicherung, die hier jemand aufbrachte, ist nämlich gar nicht so schlecht! Die hat mir das Jugendamt seinerzeit selbst unterbreitet!

Das Jugendamt vertritt die Interessen Deines Kindes - auch vor Gericht - und ist mit dem Vollstreckungsbescheid berechtigt, Einsicht zu verlangen. Da hört der Datenschutz nämlich auf!

Ein Vater, der nicht zahlt, macht sich strafbar und darf auf diesem Wege ausfindig gemacht werden.

Falls Dein zuständiger Sachbearbeiter nicht von allein auf die Idee kommt, würde ich ihn an Deiner Stelle mal drauf hinweisen.

Und selbstverständlich hast Du in der Zwischenzeit ein Anrecht darauf, daß das Jugendamt erstmal den Mindestunterhalt für Dein Kind übernimmt. Da mach Dir mal keine Sorgen!

Der einzige Fall, in dem die das nicht machen, ist, wenn Du inzwischen geheiratet hast. Dann wird leider automatisch davon ausgegangen, daß Dein neuer Partner das Kind mitfinanziert.

Liebe Grüße, harter Kern

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22. Januar 2004 um 10:20
In Antwort auf megan_12750002

Hast Du
dem Jugendamt die Möglichkeit abgesprochen, Deine Tochter zu vertreten?

Manche Leute machen das ja, weil sie meinen, sonst kontrolliert zu werden.

Ich hab auch eine uneheliche Tochter und ich hab die Wahrnehmung ihrer Interessen bis heute beim Jugendamt belassen.
Ist nämlich viel einfacher so...

Mein Ex hat erst 4 Jahre prozessiert, bis ein Vollstreckungsbescheid gegen ihn vorlag und dann war er auch kurzfristig nirgends gemeldet.

Das Jugendamt hat mir aber gesagt, das sei alles kein Problem.
Die Idee mit der Krankenversicherung, die hier jemand aufbrachte, ist nämlich gar nicht so schlecht! Die hat mir das Jugendamt seinerzeit selbst unterbreitet!

Das Jugendamt vertritt die Interessen Deines Kindes - auch vor Gericht - und ist mit dem Vollstreckungsbescheid berechtigt, Einsicht zu verlangen. Da hört der Datenschutz nämlich auf!

Ein Vater, der nicht zahlt, macht sich strafbar und darf auf diesem Wege ausfindig gemacht werden.

Falls Dein zuständiger Sachbearbeiter nicht von allein auf die Idee kommt, würde ich ihn an Deiner Stelle mal drauf hinweisen.

Und selbstverständlich hast Du in der Zwischenzeit ein Anrecht darauf, daß das Jugendamt erstmal den Mindestunterhalt für Dein Kind übernimmt. Da mach Dir mal keine Sorgen!

Der einzige Fall, in dem die das nicht machen, ist, wenn Du inzwischen geheiratet hast. Dann wird leider automatisch davon ausgegangen, daß Dein neuer Partner das Kind mitfinanziert.

Liebe Grüße, harter Kern

Meine Ungeduld
ist wohl das, was mir am meisten im Wege steht. Herzlichen Dank für Deine aufmunternden Worte, die beruhigen mich doch sehr, auch wenn Du von einem Vierjahresprozeß berichtest. Das mit dem Jugendamt verhält sich so: Ich habe endlich eine Beistandschaft eingerichtet, die ich wohl auch nie wieder aufgeben werde. Das wollte ich eigentlich schon im Dezember machen, aber die Sachbearbeiterin sagte, sie hätte keinen Termin mehr frei, so bekam ich einen Termin im Januar. Nun im Januar erzählt sie mir, sie könnte für den Dezember nicht mehr für mich tätig werden, da ich ja erst im Januar erschienen bin. Das fand ich überhaupt nicht mehr putzig. Auch hat sie keine Lust, in Sachen Unterhaltsrückstand tätig zu werden. So kommen mir Zweifel, ob das da überhaupt jemals was werden kann. Ich sollte mich wirklich mehr in Geduld üben, denn die Ansprüche gehen mir ja nicht verloren. Bloß ist es so, daß ich jetzt das Geld so dringend brauche und ich genau weiß, was mein Ex nicht gleich bezahlt, ist später auch nicht mehr zu holen, weil schlicht und ergreifend alles ausgegeben ist.
Auf jeden Fall kann ich wohl mit dem Unterhaltsvorschuß rechnen, der irgendwann bewilligt wird, denn geheiratet habe ich nicht.
Liebe Grüße Zauberlilie

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29. Januar 2004 um 9:34

Endlich Unterhaltsvorschuß
besser gesagt, bekam ich eben einen Vorschuß auf den Unterhaltsvorschuß vom Sozialamt. Toll. Da die Bewilligung sich hinzog habe ich wiedermal angefragt, ob nicht vorläufig ein Bescheid erstellt werden kann und da gab es dann gleich die Möglichkeit, daß das Sozialamt in Vorleistung tritt.
Auch die Dame, die mich in der Beistandsschaft vertritt, ist plötzlich zu neuem Leben erwacht und hat den Unterhalt doch schon ab Dezember nachgefordert und ist nun auch bereit, den Unterhaltsrückstand einzufordern. Ich freue mich richtig und werde ihr gleich eine detaillierte Aufstellung zusenden.
zauberlilie

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2. August 2004 um 11:33

Kein UH und UHV läuft aus
den neuen Arbietgeber muss das JA ausfindig machen, die haben die Möglichkeit dies zu tun.
Ich hatte dieses Problem auch, drohte mit untätigkeitsklage, wurde als unverschämt betitelt, doch der Arbeitgeber wurde innerhalb von 10 Tagen ausfindig gemacht.
Das JA kann sich an das Einwohnermeldeamt wende, das Arbeitsamt, die Rentenversicherungsanstalt usw.
<Einfach höflich aber bestimmt Druck machen und drohen eine Untätigkeitsklage einzureichen.
Viel Erfolg.

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