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Das-Lehrer-Hasser-Buch

15. Februar 2006 um 22:35 Letzte Antwort: 11. April 2010 um 21:06

Hallo!

Was haltet ihr von dem Lehrer-Hasser-Buch. Ich habe eine Tochter, die in diesem Sommer eingeschult wird und bin schon sehr gespannt, wie sie mit den Lehrern zurecht kommen wird.
Ich habe insgesamt 5 verschiedene Schulen besucht und dabei natürlich jede Menge Lehrer kennen gelernt. Dabei waren viele gute, manche, die nur ihren Stoff durchgezogen haben und einige wenige, die ihren Beruf vollkommen verfehlt haben.
Mich würde mal sehr interessieren, welche Erfahrungen ihr so gemacht habt entweder durch eure Kinder oder eben selbst als Schüler/in.

Viele Grüße
awjg

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15. Februar 2006 um 23:28

Ich hab das Buch gelesen und finde es nicht schlecht
Klar, es ist manchmal polemisch. Aber das erwartet man auch bei dem Titel.

Sie spricht jedoch einige Probleme an, die ich durchaus nachvollziehen kann:

1) Ein Schulsystem, das die Eltern als Hilfslehrer selbstverständlich vereinnahmt, ist zutiefst ungerecht. Manche Schüler haben Eltern, die perfekte Hilfslehrer sein können und wollen, und andere eben nicht.

2) Warum haben die Grundschulkinder jetzt Spiel- und Kuschelecken? Schulkinder wollen groß sein! Die Lehrer sollen den Vormittag für effektiven Unterricht nutzen und den kleinen Kindern nur maßvoll Hausaufgaben geben, dann können sie zu Hause spielen und kuscheln.

3)Lehrer haben sehr viel Macht über die Kinder. Und es ist fast unmöglich, die wenigen wirklich unfähigen Lehrer aus dem Schuldienst zu entfernen. Das kann sehr vielen Kindern das Leben sehr schwer machen.

4) Was im Buch leider nicht erwähnt wird:
Es ist auch nicht möglich, wirklich unmögliche Kinder aus der Klasse zu entfernen. So können Kinder andere Kinder terrorisieren, den Unterricht stören und sie kommen damit durch. Was dann natürlich ein tolles Vorbild ist. Irgendwann gibt es dann eine Clique Jugendlicher, die ihre Jugend dazu genutzt hat, cool zu sein und zu testen, ob sie es schaffen, dem Lehrer das Leben zur Hölle zu machen. Nach Jahren gehen sie ohne Abschluß von der Schule ab, die Gesellschaft läßt sie fallen, wie eine heiße Kartoffel. Die Lehrer sind noch ein Stück zünischer. Und der Rest der Klasse hat zwei Jahre lang nichts gelernt.

Aber, das möchte ich auch sagen:
Ich hatte auch tolle Lehrer, meine Mathelehrer haben mir wirklich viel für's Leben mitgegeben.


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15. Februar 2006 um 23:58

Hallo awjg
du bist schon sehr gespannt, wie deine tochter mit den lehrern zurechtkommen wird?

das versteh ich nicht ganz, kannst du das näher erklären?

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16. Februar 2006 um 23:30
In Antwort auf an0N_1195420599z

Hallo awjg
du bist schon sehr gespannt, wie deine tochter mit den lehrern zurechtkommen wird?

das versteh ich nicht ganz, kannst du das näher erklären?

Was ich damit meine ist,
dass ich schon sehr gespannt bin, wie sie mit den Lehrern zurecht kommt. Ich verstehe nicht, was daran missverständlich sein kann. Es gibt halt so viele verschiedene Typen von Lehrern und man muss sich auch als Schülerin auf sie einlassen können, um in der Schule zurecht zu kommen. Ich wünsche ihr halt, dass sie nette und gute Lehrer bekommt, die ihr den Spass an der Schule nicht nehmen, weiß aber auch, dass dazwischen sicherlich der eine oder andere sein wird, der nicht so nett ist. Dmit muss sie dann halt irgendwie zurechtkommen. Ich verstehe deine Frage aber trotzdem nicht, vielleicht kannst du sie mir ja mal erklären.

awjg

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17. Februar 2006 um 15:56

Hallo!
Also gleich mal vorne weg:
Ich versteh was du meinst mit "Mit den Lehrern zurecht kommen". Wir haben zwar noch 3 Jarhe Zeit, aber ich denke schon heute manchmal darüber nach, wie es wohl mit den Lehrern wird wenn unsere zwei mal in die Schule gehen...?
Aber egal - jetzt zu dem Buch:

Ich habe das Buch nicht gelesen und ich werde es auch sicherlich NIEMAL lesen! Ich finde es absolut unmöglich ein Buch mit diesem Titel auf den Markt zu bringen. Wie der eine in SternTV am Mittwoch gesagt hat:
Wenn jemand ein Politiker-, Pfarrer-, oder sonst irgendein Hasserbuch auf den Markt bringen würde, dann würde da gerichtlich gegen vorgegangen und was weiss ich was alles. Ich finde dass is eine absolute pauschalisierung und da werden einfach alle Lehrer über einen Kamm gescheert. Und das finde ich echt unterste Schublade!
Oder wie würdet ihr reagieren wenn jamand ein Hausfrauen- und Mütter-Hasser-Buch rausbringen würde?

Ok. Ich bin wahrscheinlich sehr parteisch, weil mein Papa Lehrer is. Aber er is halt wirklich ein Lehrer, dem noch was an seinen Beruf liegt. Er erzählt oft Geschichten über Lehrerkollegen, wo manches vielleicht zutreffen würde. Aber nur weil diese eine Frau negative Erfahrungen gemacht hat hat sie noch lange nicht das Recht soetwas auf den Markt zu bringen.
Mein Papa sitzt mittags noch stundenlange - teilweise sogar noch bis spät in die Nacht - in seinem Arbeitszimmer, stellt Arbeitsblätter zusammen, korrigiert - ja - und plant auch Klassenaktivitäten. Ich möchte manche Eltern mal hören, wenn die Lehrer nur noch mit ihren Schülern im Klassenzimmer sitzen würden und Unterricht machen würden. Dann würde nämlich auch wieder gemotzt werden!

Nur so am Rand: Mein Papa musste schonmal eine Elternversammlung einberufen, weil sich die Eltern beschwert haben er würde zu viele Arbeiten schreiben und zu viel von den Kindern erwarten!

Und nochmal wegen SternTV:
Der Lehrer der da als "Vorzeigelehrer" da war, den fand ich auch sehr komisch. Er kann doch nicht wirklich davon ausgehen, dass alle Lehrer ihren Unterricht so machen wie es an seiner Schule is. Das war auch engstirnig. Er hat dafür ein TÜV-Zertifikat bekommen. Wenn alle Schulen so wären hätte er es nicht bekommen, oder?

So. Genug ausgelassen.

Ich finde das Buch einfach unterste Schublade und finde es traurig genug, dass soetwas überhaupt gedruckt werden darf.

Viele Grüße
Mausi

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19. Februar 2006 um 12:22
In Antwort auf lesedi_12667366

Ich hab das Buch gelesen und finde es nicht schlecht
Klar, es ist manchmal polemisch. Aber das erwartet man auch bei dem Titel.

Sie spricht jedoch einige Probleme an, die ich durchaus nachvollziehen kann:

1) Ein Schulsystem, das die Eltern als Hilfslehrer selbstverständlich vereinnahmt, ist zutiefst ungerecht. Manche Schüler haben Eltern, die perfekte Hilfslehrer sein können und wollen, und andere eben nicht.

2) Warum haben die Grundschulkinder jetzt Spiel- und Kuschelecken? Schulkinder wollen groß sein! Die Lehrer sollen den Vormittag für effektiven Unterricht nutzen und den kleinen Kindern nur maßvoll Hausaufgaben geben, dann können sie zu Hause spielen und kuscheln.

3)Lehrer haben sehr viel Macht über die Kinder. Und es ist fast unmöglich, die wenigen wirklich unfähigen Lehrer aus dem Schuldienst zu entfernen. Das kann sehr vielen Kindern das Leben sehr schwer machen.

4) Was im Buch leider nicht erwähnt wird:
Es ist auch nicht möglich, wirklich unmögliche Kinder aus der Klasse zu entfernen. So können Kinder andere Kinder terrorisieren, den Unterricht stören und sie kommen damit durch. Was dann natürlich ein tolles Vorbild ist. Irgendwann gibt es dann eine Clique Jugendlicher, die ihre Jugend dazu genutzt hat, cool zu sein und zu testen, ob sie es schaffen, dem Lehrer das Leben zur Hölle zu machen. Nach Jahren gehen sie ohne Abschluß von der Schule ab, die Gesellschaft läßt sie fallen, wie eine heiße Kartoffel. Die Lehrer sind noch ein Stück zünischer. Und der Rest der Klasse hat zwei Jahre lang nichts gelernt.

Aber, das möchte ich auch sagen:
Ich hatte auch tolle Lehrer, meine Mathelehrer haben mir wirklich viel für's Leben mitgegeben.


EHRLICH GESAGT ICCH FINDS GUT!!!!
Und das meine ich auch so!!! Denn so wie heut zutage das Schulsystem ist, kann es nicht mehr fúnktionieren. Aber nicht nur die Lehrer können etwas dafür!
Ehrlich gesagt ich hasse die Lehrer an meinem Sohn seiner alten Schule auch. Dort habe ich mein Kind fast 3 Jahre gehabt, und habe gelernt wenn ein Kind da nicht in denen ihr System passt fliegt es.
Kinder werden fallen gelassen weill ihnen nichts richtig erklärt wird. Viele Kinder an dieser Schule, so habe ich die Erfahrung gemacht, sollen zum Psychologen weil angeblich mit ihnen etwas nicht stimmt. Meine Freundin ihre Tochter geht auch an diese Schule, sie hatte auf diesem Zeugniss nur 2 und eine 3. Die Lehrer finden das nicht gut genug und meine Freundin soll doch mit ihrer Tochter zur Psychologin um ein Konzentrationstraining zu machen!
Bei meinem Sohn war es gleich so das er die Schule verlassen sollte um an eine Schule für lernbehinderte Kinder zu gehen. Nur weil die Lehrer nicht im stande waren mein Kind zu fördern, ihm wenn er etwas nicht verstanden hatte, es zu erklären. Stattdessen hat die Lehrerin mein Kind fallen lassen und mit ihm keinen Unterricht gemacht. Ich habe mich nur noch mit den Lehrern an der Schule gestritten, bis ich zum Schulamt hin bin. Nun wird geprüft ob in dieser Schule nicht alles richtig läuft, da pro Schuljahr in etwa 10 Schüler die Schule verlassen müssen um zur Lernbehinderten Schule zu gehen. Und die Klassen stärken werden nu8n überprüft da mir die Lehrerin selber sagte sie habe nicht die Zeit sich um die Kinder individuell zu kümmern, sie müsse den Schulstoff ja schaffen. Wie kann es dann aber sein das sie 1 Monat vor Schuljahresende mit dem Stoff der 2.Klasse fertig istund dann mit dem Stoff der 3. Kl. anfängt?? Anstatt für alle Kinder den Stoff der 2 Klasse nochmal durch zunehmen und zu festigen!! Nein das geht ja nicht.

Jedenfalls habe ich meinen Sohn nun mitten im Schuljahr aus der Schule herausgenommen, die Schule wechseln lassen, war zum Glück ohne Probleme und ging innerhalb von 1 Woche da mir auch meine Psychologin bestättigte das mein Kind mit einem IQ von 112 Nicht an eine Förderschule gehört.
Nun lernt mein Kind ganz toll, da sich die Lehrer noch Zeit nehmen um den Kindern etwas beizubringen.
Ich würde mein Kind nie wieder in eine MontesourriSchule einschulen.
Wie man sieht ich habe auch sehr schlechte Erfahrungen mit Lehrern, Rektor und Schulsystem gemacht.
Wiederum auch an seiner neuen Schule endlich Lehrer gefunden die auch intensiv mit Kindern und den Eltern zusammen arbeiten und so sollte das auch sein!

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20. Februar 2006 um 9:03

Hallo
ich kann dieses buch nur befürworten und es gibt ja heute schon alle mögliche hassbücher das sagt kein mensch was dazu.was ich in meiner kindheit mit lehrern schon erlebt habe ist genau das was sie in dem buch geschrieben hat.mir kommt es auch so vor das manche nur lehramt studieren weil man grad soviel plätze frei hat kenne einige studenten die das machen.klar es gibt auch lehrer die nicht so sind doch ich persöhnlich habe noch nicht soviel davon kenengelernt.

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23. Februar 2006 um 15:30

Du sprichst mir aus der Seele!!!
Die von vielen Seiten aus betriebene Demontage des Lehrer-Images ist sooo nervig und oberflächlich!
Eine Freundin von mir (Lehrerin) hatte übrigens mal einen Kollegen, der als Seiteneinsteiger aus der freien Wirtschaft kam. Der hatte sich gedacht, dass er als Lehrer eine interessantere und weniger anstrengende Arbeit haben würde. Nach sechs Monaten Schule war er froh, wieder an seine alte Stelle zurückgehen zu können! Scheint ja wohl doch nicht so ein Luschi-Job zu sein...!
Außerdem sollte man auch nicht alle Lehrer über einen Kamm scheren. Ein Grundschullehrer hat sicherlich viel zu tun, aber doch noch ein vergleichsweise entspannteres Leben als z.B. ein Sek. I/II-Lehrer mit zwei Korrekturfächern (z.B. Englich + Deutsch). Ich kenne einige Lehrer mit dieser Kombination, die trotz Stundenreduzierung eine 50-Stunden -Woche haben... aber für eine 30- oder 35-Stunden-Woche bezahlt werden!

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11. April 2010 um 21:06

Später Kommentar
Ich bin 4 Jahre zu spät auf das Thema gestossen. Ich kenne auch das Buch nicht, muss ich auch nicht, habe aber davon im TV gehört und der Autorin zugehört.

Sicher mag der Beruf des Lehrers ein Harter sein, den ich nicht haben möchte. Aber vieles machen die Lehrer von sich aus auch schlimmer, als es sein müsste.
Ich habe einschlägige Erfahrungen mit Lehrern gemacht und habe Lügen aufgetan mit denen die sich schützen wollten und Äusserungen mit denen die Kinder zu Mobbingopfern machten.
Es gibt engagierte Lehrer, es gibt aber auch leider viel zu viele, die den Beruf nur machen, weil die nichts "bessres" studiert haben.
Und aufgrund meiner Erfahrungen, könnte ich jeder Zeit mit gutem Gewissen auch ein Lehrerhasserbuch schreiben.
Und zieht sich nur der Lehrer den Schuh an, der ihm passt.
Wer gut ist, muss sich nicht verteidigen..das merken Eltern und Kinder auch so

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