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Das Kind meines Freundes - was sonst

5. Mai 2012 um 19:06 Letzte Antwort: 6. Mai 2012 um 10:18

Hallo liebe Leidensgenossinnen,

ich habe schon lange im Forum mitgelesen. Zu wissen, das ich nicht die Einzige bin, die Probleme in der neuen Patchworkfamilie hat, tröstet mich. Nun kurz zu meiner Sitation.
Nach 2 Jahren Fernbeziehungen bin ich im Februar zu meinem Lebensgefährten gezogen. Er hat einen 15jährigen Sohn, der ihn alle 2 Wochenenden sowie die Hälfte der Ferien besucht. Dieses Kind ist das unselbständigste, das ich je in meinem Leben gesehen habe. Er macht nicht und heißt wirklich nichts. Zur Schule gehe er schon seit über 3 Jahren nur noch unregelmäßig. Seine einzigen Interessen sind Computerspiele und essen. Phantastisch! Seine Mutter ist extrem dominant und fördert seine Unselbständigkeit und Abhängigkeit von ihr. Seine Vater, mein Partner, hat nicht die Kraft, auch einmal Forderungen durchzusetzen.
Vor einer Woche hatte mein Partner eine Bein-OP. Jetzt humpelt er mit einem Gipps durch Wohnung, nur um seinen trägen Sohn zu verhätscheln. Von Seiten des Kindes kommt gar nichts, sofern man ihn nicht ausdrücklich bittet. Und auch dann denke ich mir: oh mein Gott, ist er 5 oder 15?
Hab mich jetzt mit einem Glas Wein auf die Couch zurückgezogen und lasse die beiden machen, bzw. den einen. Könnte nur noch k.....!
Warum müssen Männer, die sonst eigentlich keine Waschlappen sind, wenn es um ihr Kinder geht solche Weicheier sein? Manchmal kommt er mir vor wie ein Zombie und ich will ihn nur noch schütteln!


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6. Mai 2012 um 10:18

Faulheit
Hey,

Ich hab mich mal ein paar gedanken gemacht und ich denke, es ist auch faulheit und zwar auf seiten der väter... Sicherlich auch noch andere faktoren: schlechtes gewissen, angst vor zitückweisung etc., aber die sind ja bekannt!

Also wir haben zb eine 3 jährige tochter! Die kindergärtnerin sagt, die kinder sollen üben sich selber anzuziehen.... Ich denk im ersten moment: das ist ja überhaupt kein problem.....und DANN dauerts ewig, das baby schreit, die kleine zwischen frust und ergeiz.... Was soll ich sagen: es ist anstrengen, VIEL anstrengender als wie wenn ich sie schnell anzieh.... Und so ist es mit allem, selbständigkeit muss gefördert und unterstütz werden. Es reicht nicht einfach zu sagen: bitte deck den tisch, man muss im zweifel jeden schritt leiten, dranbleiben, nicht locker lassen..... Und das alles während nebenbei das essen kocht....

Aber es lohnt sich

Manchmal denke ich auch, den vätern fehlt der austausch: ich sehe die anderen mütter, was können deren kinder, die machen sie dieses oder jenes.... Männer machen das (denk ich zimind.) Nicht so.... Sie orientieren sich nicht an anderen und sie haben auch weniger imput von außen (kiga, schule etc)

Sind nur überlegungen

Und dranbleiben, leiten, helfen .... Gilt auch in der patchworkbeziehing

Viel glück

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