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Das ist stark!

5. November 2003 um 10:30


Genauso war das !

Wenn du nach 1978 geboren wurdest, hat das hier nichts mit dir zu tun...


Kinder von heute werden in Watte gepackt .......... weiterlesen.

Wenn du als Kind in den 50er, 60er oder 70 Jahren lebtest, ist es zurückblickend kaum zu glauben, daß wir so lange überleben konnten!

Als Kinder saßen wir in Autos ohne Sicherheitsgurte und ohne Airbags.

Unsere Bettchen waren angemalt in strahlenden Farben voller Blei und Cadmium.

Die Fläschchen aus der Apotheke konnten wir ohne Schwierigkeiten öffnen, genauso wie die Flasche mit Bleichmittel.

Türen und Schränke waren eine ständige Bedrohung für unsere Fingerchen.

Auf dem Fahrrad trugen wir nie einen Helm.

Wir tranken Wasser aus Wasserhähnen und nicht aus Flaschen.

Wir bauten Wagen aus Seifenkisten und entdeckten während der ersten Fahrt den Hang hinunter, daß wir die Bremsen vergessen hatten. Damit kamen wir nach einigen Unfällen klar.

Wir verließen morgens das Haus zum Spielen. Wir blieben den ganzen Tag weg und mußten erst zu Hause sein, wenn die Straßenlaternen angingen. Niemand wußte, wo wir waren und wir hatten nicht mal ein Handy dabei!

Wir haben uns geschnitten, brachen Knochen und Zähne und niemand wurde deswegen verklagt. Es waren eben Unfälle. Niemand hatte Schuld außer wir selbst. Keiner fragte nach "Aufsichtspflicht" . Kannst du dich noch an "Unfälle" erinnern? Wir kämpften und schlugen einander manchmal bunt und blau. Damit mussten wir leben, denn es interessierte den Erwachsenen nicht.

Wir aßen Kekse, Brot mit dick Butter, tranken sehr viel und wurden trotzdem nicht zu dick.

Wir tranken mit unseren Freunden aus einer Flasche und niemand starb an den Folgen.

Wir hatten nicht: Playstation, Nintendo 64, X-Box, Videospiele, 64 Fernsehkanäle, Filme auf Video, Surround Sound, eigene Fernseher, Computer, Internet-Chat-Rooms.

Wir hatten Freunde.

Wir gingen einfach raus und trafen sie auf der Straße.
Oder wir marschierten einfach zu deren Heim und klingelten. Manchmal brauchten wir gar nicht klingeln und gingen einfach hinein. Ohne Termin und ohne Wissen unserer gegenseitigen Eltern. Keiner brachte uns und keiner holte uns... Wie war das nur möglich?

Wir dachten uns Spiele aus mit Holzstöcken und Tennisbällen. Außerdem aßen wir Würmer. Und die Prophezeiungen trafen nicht ein: Die Würmer lebten
nicht in unseren Mägen für immer weiter und mit den Stöcken stachen wir nicht besonders viele Augen aus.

Beim Straßenfußball durfte nur mitmachen, wer gut war.
Wer nicht gut war, mußte lernen, mit Enttäuschungen klarzukommen.

Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere. Sie rasselten durch Prüfungen und wiederholten Klassen. Das führte nicht zu emotionalen Elternabenden oder gar zur Änderung der Leistungsbewertung.

Unsere Taten hatten manchmal Konsequenzen. Das war klar und keiner konnte sich verstecken. Wenn einer von uns gegen das Gesetz verstoßen hat, war klar, daß die Eltern ihn nicht aus dem Schlamassel heraushauen.
Im Gegenteil: Sie waren der gleichen Meinung wie die Polizei! So etwas!

Unsere Generation hat eine Fülle von innovativen Problemlösern und Erfindern mit Risikobereitschaft hervorgebracht. Wir hatten Freiheit, Mißerfolg, Erfolg und Verantwortung. Mit alldem wußten wir umzugehen

Und du gehörst auch dazu.
Herzlichen Glückwunsch!

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5. November 2003 um 11:19

Genauso wars doch
Super klasse, kann nur zustimmen


Grüssle Speedy 72

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5. November 2003 um 12:02

Hmm... du hast Recht!
Es stimmt, dass jetzt weniger das zählt, was im Leben wichtig ist! So liegt es uns Eltern wwie unsere Kinder erzogen werden! Und es nicht alles aus unserer heutigen Zeit schlecht... theoretisch kann man das Leben der Kinder noch positiver gestalten, wenn viele Erwachsene ihren Hintern hoch bekämen und ihren Kindern vermitteln, was wichtig im Leben ist... und das sind keine technischen Geräte, kein Spielzeug dieser Welt, keine Markenklamotten und auch keine Drogen, über die du auch noch einen Text schreiben könntest! Sondern etwas, was mit Geld nicht zu kaufen ist.

Sicherheitsgurte sind wichtig, sicherlich sind dadurch auch mehrere Kinder gestorben...
Blei und Cadmium müssen auch nciht sein, beeinflusst das psychische Wohlbefinden eher negativ würde ich sagen...
Medikamente und Geschirreiniger mochten die Kinder von früher sicherlich auch nicht mehr als heute...
Türen und Schränke sind auch heute noch für mein Kind eine Bedrohung für ihre Finger...
Mit Helm wird sie auch nicht rumfahren...
Jeder weiss, dass Wasser aus der Leitung weniger verunreinigt ist als Mineralwasser...
Unfälle wird meine Tochter auch genug haben...
Leider ist unsere Zeit gefährlicher geworden, mit 13 sollte sie schon jemanden zur Hilfe rufen können...
Kinder sollen ihre Reibereien unter sich aus machen, auch meine Meinung, ohne Verklagen, so ein Blödsinn, sind schließlich Kinder...
Wenn Kinder sich viel kreativ betätigen an der frischen Luft werden sie nicht zu dick...
Hier zu Hause trinken auch alle aus einem Glas oder aus der Flasche oder essen von einem Teller...
Computer und sinnvolles Fernsehen können den Horizont erweitern...
Freunde, ich glaube das ist der wichtigste Punkt, sind heute glaube ich Mangelware, obwohl so viele Menschen einsam sind, ich hoffe da mit wird sie kein Problem haben...
Ich hoffe, dass meine Tochter ebenfalls dieses Glück geniessen kann...
Würmer essen und angeln und sich mit Dreck beschmieren darf sie sich auch...
Vom Fussball habe ich keine Ahnung, aber ich denke, dass sie mit Enttäuschungen klar kommen muss...
Elternabenden sind schon wichtig, denn ich möchte sie schon unterstützen...
Ich finde es auch schrecklich, dass nicht genügend Respekt vor der Polizei oder vor alten Menschen mehr vorhanden ist, ich habe Respekt und ich glaube, dass ich das auch vermitteln kann...
Und wie gesagt, aus den heutigen Kindern kann auch was werden, also nicht lamentieren oder phlegmatisch dem gegenüber stehen...

Wird schon werden, und da Eltern die klügeren der Kinder sind und sich verantwortungsbewusst gegenüber ihren Kindern verhalten sollten, machen sie sich über all das ihre Gedanken...

Viele liebe Grüsse Ayleen

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5. November 2003 um 12:34

Hallo
ich habe in einem anderen Forum einen interessanten Beitrag zu diesem Thema gelesen, den ich gerne mal hiereinkopieren.

"Die heutigen Kinder werden viel zu wenig "in Ruhe gelassen".

Unsereins hatte - wenns hochkam - ein Hobby. Fußball. Oder Ballett. Oder ein Musikinstrument. Oder vielleicht auch garnichts in der Art. Heutzutage geraten die lieben Kleinen, noch bevor sie überhaupt in der Schule sind, bereits unter Termindruck. Turnen hier, musikalische Früherziehung da, dann noch Gardetanz, Ballett, Bastelkurs und was weiß ich noch alles. Es geht soweit, daß kein einziger Tag in der Woche mal nicht auf Monate hinaus verplant ist.

Dazu kommt die überfürsorgliche Art mancher Eltern. Eine Bekannte von mir läßt ihren 10-jährigen Sohn nicht mal eine halbe Stunde allein zuhause (und der ist wirklich ein braver Junge - kein Brandstifter oder so). Wenn sie also Abends weg will, und ihr Mann kommt später von der Arbeit (selbst wenn er schon vom Auto aus angerufen, daß er auf dem Weg ist) geht sie nicht weg, bevor er da ist. Und verspätet sich bei ihrer Verabredung.
Eine andere setzt ihrem Kind im Haus einen Fahrradhelm auf - damit er sich nicht wehtut, wenn er sich den Kopf stößt (dazu sag ich nichts weiter)....

Eine andere Bekannte schleppt ihre 3,5-jährige Tochter jeden Tag zu einem anderen Event. Und auch am Wochenende muß immer was los sein. Da kann man nicht mal einen Sonntag einfach zuhause verbringen, die ganze Familie nur unter sich. Die Kleine ist inzwischen ziemlich oft krank - vielleicht hat sie gemerkt, daß sie dann mal in Ruhe im Bett liegen darf....

Ich glaube, was sowas angeht, waren unsere Eltern doch noch etwas "normaler" und wir hatten mehr Möglichkeiten, Spaß zu haben. Und auch mal unsere Ruhe.

Diese heutigen reizüberforderten Vorschüler sind bei Anlässen, wo es mal gemütlich sein soll, nicht in der Lager, Ruhe zu halten. Die haben offenbar bereits einen implantierten "Horror Vacui" und ertragen es nicht, mal eine Minute nichts zu machen oder zu sagen. Gerade gestern war ich auf einem (Erwachsenen-)Geburtstag, wo eine 6-jährige ununterbrochen über eine Stunde lang völlig sinn- und zusammenhanglos laut herumgeplappert hat und dabei die ganze Zeit laut stampfend durchs Zimmer marschiert ist. Die Eltern haben das einfach ignoriert (und hier liegt vermutlich die Ursache) und alle anderen Gäste waren genervt.

Zwei Bekannte habe ich auch, die ihre Kinder noch "normal" erziehen (jede hat 2). Nicht zuviel, nicht zu wenig, mit Ruhe, Konsequenz und Regeln die auch eingehalten und durchgesetzt werden. Und siehe da - deren Kinder (im Alter zwischen 2 und 10) können sich wunderbar selbst beschäftigen, können auch mal die Klappe halten und einfach dasitzen. Wie erholsam.

Versteht mich bitte nicht falsch: ich habe nichts gegen Kinder. Ich habe eher was gegen (manche) Eltern...."


Ich habe den eindruch als wenn die Erziehung heute zwischen zwei Extremen schwankt, einerseits gibt es zuviele Eltern , die ihr Kind vernachlässigen, andererseits auch viele , die ihr Kind überbetüdeln.

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6. November 2003 um 17:12

Uuuund:
wir hatten keine Cerealien und haben trotzdem überlebt

heute ist das Zeug lebenswichtig...

Ich weiß noch, wie oft ich mit Schrammen an den Knien nach Haus gekommen bin; oder den Tag auf der Straße mit Freunden verbracht hab.

Ich weiß sogar noch, wie eine echte lebendige Grille aussieht, die hab ich früher gefangen (keine Sorge, auch wieder frei gelassen!!)

Avyan

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6. November 2003 um 17:57

War eine schöne Jugend!
Der Beitrag ist klasse, fühle mich auch angesprochen, bin Jahrgang '64. Was hatten wir für eine tolle Jugend, haben nur Mist gebaut, hatten Spass und fühlten uns sauwohl. Heute beschäftigen sich die Teenies nur noch mit Handy, Computer, MTV und Viva. Ist doch Scheiße, aber man kann da kaum mehr was dran ändern, leider.

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7. November 2003 um 6:07

Naja
Hallo,
meine Mutter ist Jahrgang 60, lebte in der DDR und fand ihre Jugend bzw. Kindheit nicht so toll. Sie hat noch 6 Geschwister. Mußten morgens früh auf dem Feld arbeiten, gingen dann in die Schule, wo es Schläge gab, und mußten sofort danach wieder aufs Feld bis in die Nacht. Hausaufgaben hat man mitten in der Nacht gemacht, sowie das Lernen für Klausuren. Ich bin eigentlich froh, jetzt zu leben. Und ich habe es auch OHNE Handy, Spielkonsole.................. ausgehalten. Wir hatten einen Ball und einen Roller zum Spielen und Spiele, die man ohne Spielzeug spielen konnte. Die Türen brauchte man nicht abzuschließen, Tagsüber standen sie weit auf, in der Schule hatte noch der Lehrer das Sagen. Auf der Straße wurde sich noch gegrüßt............... Ich bin Jahrgang 80 bin aufgewachsen in der DDR
Madi

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7. November 2003 um 12:51

Du hast was vergessen!!
-Kaulquappen sammeln (für die Städter unter uns: das sind so kleine Dinger, braun, haben eine ähnliche Form wie Spermien und wollen mal Frösche werden)
-Im Sommer Wasser aus Flüssen trinken, ohne 1 Woche mit Salmonellen auf Toilette zu sitzen
-Äpfel klauen, ohne daß direkt nach grün-weiß gebrüllt wird
-Schlitten fahren


Schade, daß meine Kinder nie in so einer supergeilen Zeit großwerden können, wo sogar kleine Mädchen Abends im Dunkeln draußen sein und spielen konnten ohne daß sie vor so vielen kranken Hirnen wie heutzutage Angst haben mußten.

Sind wir echt schon so alt???????

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11. November 2003 um 21:34

Ja ja *erinner*
stimmt, genauso war's und es war klasse!!!
irgendwie haben wir damals doch einiges mehr erlebt und gelernt.
doch doch..... cerealien gab es auch bei uns schon, nur hatten die den primitiven namen GETREIDE *lach*. warum man heutzutage die kinder dermaßen in watte packt? keine ahnung! man sollte lieber reisszwecken in die ach so weiche windel stecken, damit die kiddies schneller trocken werden (wir haben uns auch den hintern wund gescheuert und leben noch) und das kabel vom compi kappen und ein buch hinlegen. tut dem lesen und der rechtschreibung auch recht gut. obwohl rechtschreibung??? gibts sowas noch? man kann doch eh alles kritzeln wie man will.....sieht alles scheisse aus und ist alles trotzdem richtig *zwinker*

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12. November 2003 um 16:13

Hmm...
also, obwohl ichs nicht durfte, hab ich trotzdem weitergelesen *schäm* bin nämlich von 1985. aber ich muss sagen, dass mir einiges was in der liste steht, doch ziemlich bekannt vorkommt. als ich noch ein kind war (so lang ists her *g*) war das meiste bei mir auch so. ich war total oft draußen, mit freunden, hab mir auch alles mögliche aufgeschlagen und angehauen beim rumtoben und aus wasserhähnen hab ich auch getrunken *g*
diese sache mit den high-tech-geräten, ich gebe zu, dass ich mittlerweile einen eigenen pc und fernseher habe, dazu einen cd-player von keine-ahnung-wann. aber ich hab alles durch geburtstags-, weihnachts- und taschengeld, bzw. mein selbstverdientes (nebenjob) geld finanziert.

von daher, sooo verhätschelt sind wir auch nicht

liebe grüße, sunseeker

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10. Juni 2007 um 10:23

Danke für die Erinnerungen ))
Baujahr 1975 - weiblich ))
Es ist schön, wenn jemand MEINE Kindheitserinnerungen erzählt - weil er/sie sie auch erlebt hat.
Aber ehrlich Leute - damals waren die Eltern zwar strenger - viel strenger in der Bestrafung, aber dafür hat man sie wirklich nicht allzu lange am Tag zu Gesicht bekommen, weil man mit seiner Freizeit beschäftigt war. Und den Eltern war es ganz recht!!
Tatsache ist aber auch, dass wir damals mehr Möglichkeiten hatten, uns auszutoben: Es gab nicht soviele Autos wie heute, die Verkehrssicherheit war höher als heute, es gab genug Spielplätze - man musste nicht "km-weit" laufen, bis man mal `ne Schaukel zu Gesicht bekam, es gab nicht so viele Entführungsfälle (zumindest keine Meldungen) von Kindern, wie es sie heute gibt!! (obwohl ja sogar MEINE Schwester als Kind entführt wurde - mit glücklichem Ausgang).
Damals haben Eheleute Kinder bekommen, weil es "sich so gehört", egal, ob man bereit dazu war oder nicht. Heute plant man das mit dem Partner sehr genau, sodass das damalige selbstverständliche Kind heutzutage ein Luxus geworden ist. Nicht jeder kann es sich leisten, ein Kind/er zu kriegen. Daher passt man umso mehr auf das (mittlerweile scheinbar wirklich!!!) Kostbarste der Welt auf.
Aber schön, dass ich mal in meine Kindheit zurückgeworfen wurde. Auch wenn viele Momente in meinem Leben nicht zu den Lebensabschnitten gehören, die ich gerne nochmals erleben wollen würde.

Ciao, Gruss

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