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Das dritte Kind meines Freundes

2. Januar 2012 um 15:48

Hallo liebes Pachtworkforum, ich habe ein Problem was mich ziemlich fertig macht.
Ich lebe mit meinen beiden Söhnen( jetzt 10 und 13Jahre) seit Anfang 2008 in Bayern.

Ich fang mal von vorne an zu erzählen,...
Oktober 2007 lernte ich übers Internet einen Mann kennen, es paßte alles Perfekt. Er hat drei Kinder und ist allein. Seine Frau hat ihm Haus und Kinder sozusagen verkauft. Er stand auf einmal allein da. Er hatte dann noch eine Beziehung mit einer anderen Frau die auch drei Kinder hatte, auch das ging schief.
Unsere Kinder verstanden sich auf anhieb super. Seine Kinder waren 15, 12, und die kleine damals gerade7.
Der älteste war in einem Internat untergebracht und kam nur am Wochenende mal vorbei. Wohnte sonst auch bei seiner Oma Mütterlicherseits.

Ich zog zu ihm mit den Kindern und alles schien toll zu sein, doch allmählich entstanden immer mehr Probleme. Seine Kinder behaupteten wie schlecht der Vater zu ihnen wäre und es gab viel ärger. Seine Kinder ohne Mutter aufgewachsen und zu 85% von den Großeltern aufgezogen, suchten immer mehr den Kontakt zu mir, vor allem wenn es Probleme gab.
Ich wurde immer zum Mittelpunkt. Bald schon hatte ich die ganze Verantwortung für alles. Kinder, Haus, Garten. Allmählig zerbrach ich, hatte keine liebe mehr für den Partner und kaum noch zeit für mich. Ich verfiehl dem Alkohol. Eine flasche Wein am Tag war gar nichts. Ich hab nix geschafft war komplett überfordert und vom Freund hatte ich wenig Unterstützung. Er strafte seine Kinder auf seine Art, wenn es irgendwelchen Kummer gab. Ich konnte damit nicht umgehen.
Dezember 2009 nach einem 9wöchigem Kuraufenthalt mit meinen Kindern, zog ich aus dem Haus aus.
Ich wohne jetzt in der nächsten Stadt. Nur 5km entfernt.
Im April 2010 kamen wir wieder zusammen. Ich behielt meine Whg. und wohne hier auch noch.
Sein zweiter Sohn kam wegen der Fam.probleme mit dem Vater in ein Betreutes Wohnen vom Jugendamt. Er macht sich ganz gut ist mittlerweile 16 Jahre. Hat seine Schule beendet und wohnt in einer Pflegefamilie.
Jetzt lebt nur noch die Kleine bei ihm.

Das ist das Problem. Sie tyrannisiert ihren Vater wo sie nur kann.
Dazu muß ich sagen das wir nochmal eine Trennung hatten.
Jetzt sind wir wieder zusammen, aber wir sehen uns kaum.
Seine Tochter arbeitet mit Fleiß daran ihn fertig zu machen.
mein Freund kann nicht mehr. Er hat keine Kraft und er hat Angst die Kleine auch noch zu verlieren.
Er bekommt auch viel ärger von den Großeltern, er kuscht vor ihnen. Sie darf alles und er packt sie in Watte, möchte kein streß mit ihr und seinen Eltern.
Sie ist frech und trifft ihn genau immer da wo es ihm am meisten weh tut. Sie sagt dann:"Schick mich doch ins Heim und du hast mich gar nicht mehr lieb" und und und.
Sie erpresst ihn indem sie droht Oma und Opa anzurufen ect.
Meine Jungs bekommen davon nicht viel mit. Sie sind alle 14 Tage am Wochenende bei ihrem Dad. Und ich möchte auch nicht das sie das so mitbekommen. Sie wissen aber schon das ich mit meinem Freund wieder zusammen bin.

Ich habe alle 14 Tage das Wochenende für mein Freund eingeplant und die Kleine arbeitet gegen uns. Ich mische mich nicht mehr in die Erziehung der kleinen, denn würde sie es mitbekommen dann, würde sie noch mehr ärger meinem Freund machen.
Ich muß immer zurück stecken und verzichten um ihm nicht auch noch Kummer zu machen. Es ist zum Verzweifeln.

Entschuldigt den langen Text aber kann mir irgendjemand ein Tipp geben wie es anders werden kann??? Habe schon soviel versucht, aber mein Freund hat auch keine Reserven mehr.
lg Permel76

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17. Januar 2012 um 15:12

Sehr schwierig
Hallo, einen Rat kann ich Dir leider nicht geben, die ganze Situation ist sehr schwierig. Irgendwie sehen wir das aber alles auch immer durch unsere Erwachsenen-Augen, die Kinder hatten doch bestimmt unter der Trennung von ihrer Mutter, dann von Dir und den anderen Kindern. Ich glaube sie macht das nicht aus Böswilligkeit, sondern weil sie ganz große Probleme hat und Angst, den Vater zu verlieren. Überlege mal: wir als Erwachsene sind so schon durcheinander, was soll ein Kind denken? Am besten wird wirklich sein, ihr führt eine Wochenendbeziehung und Du mischst Dich dort in deren Erziehung nicht ein. Betrachte das bisschen mit Distanz, lass Dir aber nicht die gemeinsamen Stunden verderben. Ich glaube, wenn die Tochter merkt, dass von Dir "keine Gefahr" ausgeht und jetzt eine halbweg stabile Situation bleibt, dann gibt sich das wieder.

Viele Grüße und alles Gute für Dich!
Petra

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