Forum / Meine Familie

das Drama mit dem Erben...

20. Januar um 18:29 Letzte Antwort: 8. Februar um 13:37

Liebes Forum,

hätte gerne eure Meinung dazu:

Ich habe einen jüngeren Bruder, welcher 35 ist und (noch immer) bei unseren Eltern lebt. Ich selbst bin 2 Jahre älter und mit 18 von zu Hause ausgezogen. Meine Eltern haben ein Einfamilienhaus in Stadtnähe. Es war quasi immer schon klar, dass mein Bruder irgendwann das Haus übernehmen wird, was für mich vollkommen in Ordnung ist, da ich eher der Wohnungstyp bin und auch die Gegend nicht so ganz das ist, was ich mir vorstelle. Nun ist mein Bruder seit ein paar Jahren mit seiner Freundin zusammen und möchte nun quasi "Nestbau" betreiben. Meine Eltern möchten ihm das Haus überschreiben und er und seine Freundin werden dann umbauen. Dies wurde im letzten Jahr schon detailgetreu geplant und Angebote wurden eingeholt. Bezüglich der Abfindung mit mir gab es immer wieder vages Gerede, ich habe mich jederzeit bereiterklärt für ein Informationsgespräch beim Notar.

Nun hatten wir das Informationsgespräch und wurden um unsere Rechte aufgeklärt, ich habe erfahren, dass mir, da wir 2 Kinder sind, zumindest ein Viertel des Hauswertes zusteht, quasi mein Pflichtteil. Das Haus wurde auf 400.000 Euro Verkehrswert geschätzt. Meine Eltern möchten sich in die Diskussion zwischen uns Kindern nicht weiter einbringen. Ich habe angeboten, für 75.000 € den Pflichtteilsverzicht zu unterzeichnen, mein Bruder war von diesem Angebot, dass ich selbst eigentlich als sehr entgegenkommend empfinde, entsetzt und hat mich wüst beschimpft. Seitdem ist Funkstille. Er meint durch meine riesen Forderung können sich er und seine Freundin den geplanten Umbau nun nicht mehr leisten und drückt dabei auch gegenüber meinen Eltern mächtig auf die Tränendrüse. Was man dazu noch festhalten muss ist, dass ich in der Vergangenheit nie finanzielle Unterstützung meiner Eltern erhalten habe, ich habe auch nie welche gebraucht. Meine Familie spricht seit der Auseinandersetzung nicht mehr mit mir und ich frage mich langsam wirklich, ob mit mir irgendetwas nicht stimmt weil ich es einfach mehr als angemessen finde, was ich gefordert habe... hat jemand vl eine ähnliche Situation erlebt? Wir hatten zuvor ein ganz normales Verhältnis zueinander. 

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20. Januar um 19:27

Hm, also, ich finde deine Forderung durchaus angemessen. Wobei du schauen solltest, dass sich der Pflichtteilsverzicht nur und ausschließlich auf die Immobilie bezieht.
Barvermögen, Hausrat etc. kann ja schließlich beim späteren Ableben deiner Eltern auch noch verhanden sein, entsprechende Vermögenswerte sollte man nicht unterschätzen.

Was ich nicht verstehe, dass deine Eltern meinen, sich da rauszuhalten.
Im Grunde ist so ein Pflichtteilsvezicht ja kein Vertrg zwischen dir und deinem Bruder, sondern wäre zwischen dir und deinen Eltern, als künftige Erben/Pflichtteilsberechtigtem und Erblasser zu schließen.

Was viellecht eine Möglichkeit wäre - dass dein Bruder das Haus erhält, und ein weiterer Passus dir Barvermögen zugesteht. 

Vielleicht wären auch entsprechende Schenkungen - Haus (anteil) an Bruder, Geld an dich machbar.

Ich würde hier an deiner Stelle jedenfalls nicht einfach so auf den Erbanteil verzichten.

 

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20. Januar um 19:45
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Liebes Forum,

hätte gerne eure Meinung dazu:

Ich habe einen jüngeren Bruder, welcher 35 ist und (noch immer) bei unseren Eltern lebt. Ich selbst bin 2 Jahre älter und mit 18 von zu Hause ausgezogen. Meine Eltern haben ein Einfamilienhaus in Stadtnähe. Es war quasi immer schon klar, dass mein Bruder irgendwann das Haus übernehmen wird, was für mich vollkommen in Ordnung ist, da ich eher der Wohnungstyp bin und auch die Gegend nicht so ganz das ist, was ich mir vorstelle. Nun ist mein Bruder seit ein paar Jahren mit seiner Freundin zusammen und möchte nun quasi "Nestbau" betreiben. Meine Eltern möchten ihm das Haus überschreiben und er und seine Freundin werden dann umbauen. Dies wurde im letzten Jahr schon detailgetreu geplant und Angebote wurden eingeholt. Bezüglich der Abfindung mit mir gab es immer wieder vages Gerede, ich habe mich jederzeit bereiterklärt für ein Informationsgespräch beim Notar.

Nun hatten wir das Informationsgespräch und wurden um unsere Rechte aufgeklärt, ich habe erfahren, dass mir, da wir 2 Kinder sind, zumindest ein Viertel des Hauswertes zusteht, quasi mein Pflichtteil. Das Haus wurde auf 400.000 Euro Verkehrswert geschätzt. Meine Eltern möchten sich in die Diskussion zwischen uns Kindern nicht weiter einbringen. Ich habe angeboten, für 75.000 € den Pflichtteilsverzicht zu unterzeichnen, mein Bruder war von diesem Angebot, dass ich selbst eigentlich als sehr entgegenkommend empfinde, entsetzt und hat mich wüst beschimpft. Seitdem ist Funkstille. Er meint durch meine riesen Forderung können sich er und seine Freundin den geplanten Umbau nun nicht mehr leisten und drückt dabei auch gegenüber meinen Eltern mächtig auf die Tränendrüse. Was man dazu noch festhalten muss ist, dass ich in der Vergangenheit nie finanzielle Unterstützung meiner Eltern erhalten habe, ich habe auch nie welche gebraucht. Meine Familie spricht seit der Auseinandersetzung nicht mehr mit mir und ich frage mich langsam wirklich, ob mit mir irgendetwas nicht stimmt weil ich es einfach mehr als angemessen finde, was ich gefordert habe... hat jemand vl eine ähnliche Situation erlebt? Wir hatten zuvor ein ganz normales Verhältnis zueinander. 

Frech ist dein Bruder! Das würde ich mir niemals bieten lassen! Niemals! Geh keinen Cent runter. Frech auch dass deine Eltern so Partei ergreifen und dich damit mobben.  Unfein. 

Dir steht das zu. Dein Bruder hat es nie geschafft selbstständig zu werden, hat Geld bei Seite und will jetzt noch mehr Reibach machen? 

Bloß nicht. Sei nicht dumm! Kalte Schulter. Bleib hart. So zahlst du es auch deinen parteiischen Eltern heim

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20. Januar um 19:45
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Liebes Forum,

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Ich habe einen jüngeren Bruder, welcher 35 ist und (noch immer) bei unseren Eltern lebt. Ich selbst bin 2 Jahre älter und mit 18 von zu Hause ausgezogen. Meine Eltern haben ein Einfamilienhaus in Stadtnähe. Es war quasi immer schon klar, dass mein Bruder irgendwann das Haus übernehmen wird, was für mich vollkommen in Ordnung ist, da ich eher der Wohnungstyp bin und auch die Gegend nicht so ganz das ist, was ich mir vorstelle. Nun ist mein Bruder seit ein paar Jahren mit seiner Freundin zusammen und möchte nun quasi "Nestbau" betreiben. Meine Eltern möchten ihm das Haus überschreiben und er und seine Freundin werden dann umbauen. Dies wurde im letzten Jahr schon detailgetreu geplant und Angebote wurden eingeholt. Bezüglich der Abfindung mit mir gab es immer wieder vages Gerede, ich habe mich jederzeit bereiterklärt für ein Informationsgespräch beim Notar.

Nun hatten wir das Informationsgespräch und wurden um unsere Rechte aufgeklärt, ich habe erfahren, dass mir, da wir 2 Kinder sind, zumindest ein Viertel des Hauswertes zusteht, quasi mein Pflichtteil. Das Haus wurde auf 400.000 Euro Verkehrswert geschätzt. Meine Eltern möchten sich in die Diskussion zwischen uns Kindern nicht weiter einbringen. Ich habe angeboten, für 75.000 € den Pflichtteilsverzicht zu unterzeichnen, mein Bruder war von diesem Angebot, dass ich selbst eigentlich als sehr entgegenkommend empfinde, entsetzt und hat mich wüst beschimpft. Seitdem ist Funkstille. Er meint durch meine riesen Forderung können sich er und seine Freundin den geplanten Umbau nun nicht mehr leisten und drückt dabei auch gegenüber meinen Eltern mächtig auf die Tränendrüse. Was man dazu noch festhalten muss ist, dass ich in der Vergangenheit nie finanzielle Unterstützung meiner Eltern erhalten habe, ich habe auch nie welche gebraucht. Meine Familie spricht seit der Auseinandersetzung nicht mehr mit mir und ich frage mich langsam wirklich, ob mit mir irgendetwas nicht stimmt weil ich es einfach mehr als angemessen finde, was ich gefordert habe... hat jemand vl eine ähnliche Situation erlebt? Wir hatten zuvor ein ganz normales Verhältnis zueinander. 

Frech ist dein Bruder! Das würde ich mir niemals bieten lassen! Niemals! Geh keinen Cent runter. Frech auch dass deine Eltern so Partei ergreifen und dich damit mobben.  Unfein. 

Dir steht das zu. Dein Bruder hat es nie geschafft selbstständig zu werden, hat Geld bei Seite und will jetzt noch mehr Reibach machen? 

Bloß nicht. Sei nicht dumm! Kalte Schulter. Bleib hart. So zahlst du es auch deinen parteiischen Eltern heim

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20. Januar um 19:59

Danke für eure Rückmeldung, ich dachte ernsthaft schon, mit mir stimmt was nicht.

Ich habe meine Eltern gefragt was sie davon halten und sie meinten nur das ist schon sehr viel Geld, dass ich da fordere und immerhin müsse mein Bruder ja dann auch später vermehrt da sein wenn sie nicht mehr ganz so mobil sind. Und wenn ich weiterhin so auf diese Summe beharre zerstöre ich quasi den Familienfrieden. 

Ich kann das ja grundsätzlich verstehen, mein Bruder kümmert sicht jetzt schon mehr um meine Eltern, eben weil er einfach dort wohnt. Ich hab mir ja auch selbst ausgesucht, dass ich so bald von zu Hause weg bin und beschwere mich auch nicht, dass mein Bruder nie einen Cent Miete bezahlt hat an meine Eltern... aber trotzdem werde ich wüst beschimpft, weil ich meinen Pflichtanteil haben will... 

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20. Januar um 21:04
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Danke für eure Rückmeldung, ich dachte ernsthaft schon, mit mir stimmt was nicht.

Ich habe meine Eltern gefragt was sie davon halten und sie meinten nur das ist schon sehr viel Geld, dass ich da fordere und immerhin müsse mein Bruder ja dann auch später vermehrt da sein wenn sie nicht mehr ganz so mobil sind. Und wenn ich weiterhin so auf diese Summe beharre zerstöre ich quasi den Familienfrieden. 

Ich kann das ja grundsätzlich verstehen, mein Bruder kümmert sicht jetzt schon mehr um meine Eltern, eben weil er einfach dort wohnt. Ich hab mir ja auch selbst ausgesucht, dass ich so bald von zu Hause weg bin und beschwere mich auch nicht, dass mein Bruder nie einen Cent Miete bezahlt hat an meine Eltern... aber trotzdem werde ich wüst beschimpft, weil ich meinen Pflichtanteil haben will... 

Lass das mit dem Pflichtteilsverzicht. Unterschreib einfach erst mal gar nichts.
Und mach vielleicht mal ein Erst-Beratungsgespräch bei einem Fachanwalt für Erbrecht.

Unterm Strich bist du in einer blöden Situation.
Ich weiß nicht wie alt deine Eltern sind, aber wenn sie das Haus deinem Bruder jetzt einfach schenken würden und dann noch mehr als 10 Jahre leben, dann gehst du unter Umständen komplett leer aus.
Aus dem Grund würde ich mich erst mal zurückziehen und mich anwaltlich beraten lassen wenn ich du wäre, welche Vorgehensweise am günstigsten wäre.

Hast du deine Eltern mal gefragt, warum Dein Bruder quasi alles kriegen soll und du mehr oder weniger "enterbt" werden sollst? Solche Unterschiede zwischen den Kindern zu machen ist ja schon merkwürdig.
Was schwebt Eltern und Bruder denn so als "Ablöse"Summe vor?

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20. Januar um 21:13

Ja, ich habe gefragt warum meine Eltern das so wollen, da kam als Antwort nur es is halt eben so und ein Haus kann man halt nicht in der Mitte auseinanderschneiden. 

Ihnen würde 40.000 vorschweben, maximal 50.000 ... und ich zerstöre quasi den Familienfrieden mit meiner wahnsinnigen Forderungen... 

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20. Januar um 21:28
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Ja, ich habe gefragt warum meine Eltern das so wollen, da kam als Antwort nur es is halt eben so und ein Haus kann man halt nicht in der Mitte auseinanderschneiden. 

Ihnen würde 40.000 vorschweben, maximal 50.000 ... und ich zerstöre quasi den Familienfrieden mit meiner wahnsinnigen Forderungen... 

Sorry für die Wortwahl aber die haben alle ne Schraube locker! Dein Bruder hat es 35 Jahre nicht geschafft erwachsen zu werden. Ein Mann zu sein. Er zahlt keine Miete. Da wird er sehr wohl seine Schwester auszahlen können. Du hast auch ein leben und ein recht. Dann kann er eben das Haus nicht umbauen wie er möchte. Muss seine Frau mehr tun oder mal verzichten.  Warum soll ab dir eingespart werden?sehr mies
lass dich nicht darauf ein!

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20. Januar um 21:28
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Ja, ich habe gefragt warum meine Eltern das so wollen, da kam als Antwort nur es is halt eben so und ein Haus kann man halt nicht in der Mitte auseinanderschneiden. 

Ihnen würde 40.000 vorschweben, maximal 50.000 ... und ich zerstöre quasi den Familienfrieden mit meiner wahnsinnigen Forderungen... 

Sorry für die Wortwahl aber die haben alle ne Schraube locker! Dein Bruder hat es 35 Jahre nicht geschafft erwachsen zu werden. Ein Mann zu sein. Er zahlt keine Miete. Da wird er sehr wohl seine Schwester auszahlen können. Du hast auch ein leben und ein recht. Dann kann er eben das Haus nicht umbauen wie er möchte. Muss seine Frau mehr tun oder mal verzichten.  Warum soll ab dir eingespart werden?sehr mies
lass dich nicht darauf ein!

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20. Januar um 21:34

Ich kann ehrlich gesagt auch dem nichts abgewinnen, dass mir meine Eltern erklärt haben, falls ich mal Haus baue bekomme ich auch noch Bargeld, denn meine Eltern haben vor 3 Jahren fast ihr gesamtes aufgebautes Vermögen in die Renovierung des Hauses gesteckt... 
und nochmal, nein - wir hatten niemals Streit oder sonst was, ihrer Meinung nach war das bei ihnen in der Familie auch so und sowas ist niemals gerecht...

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20. Januar um 21:43
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Ja, ich habe gefragt warum meine Eltern das so wollen, da kam als Antwort nur es is halt eben so und ein Haus kann man halt nicht in der Mitte auseinanderschneiden. 

Ihnen würde 40.000 vorschweben, maximal 50.000 ... und ich zerstöre quasi den Familienfrieden mit meiner wahnsinnigen Forderungen... 

In der Mitte auseinanderschneiden kann man ein Haus nicht, das stimmt. Aber trotzdem kann man sein Vermögen gerecht unter den Kindern teilen. Wie ich oben schrieeb - das Haus an ein Kind, Barvermögn etc. an das andere.

Oder das Haus wird eben zu gleichen Teilen an beide Kinder vererbt, das eine Kind kriegt Lebenslanges Wohnrecht eingeräumt, das andere dafür das Recht auf eine monatliche "Miet"zahlung, gedeckelt bis zum Umfang des Erbteils (Pflichtteils).
Müßte dein Bruder für eine "normale" Wohnung Miete zahlen, ist er in 15/20 Jahren auch den Wert deines Erbanteils los - und hätte dafür keinen Gegenwert.

Wäre ich du, würde ich meinen Eltern klipp und klar sagen, dass ich enttäuscht von ihnen bin und offenbar in ihren Augen weniger wert und wenig geliebt als der Bruder.
Und dass nicht ich den Familienfrieden störe sondern ihre Vorzugsbehandlung für den Bruder.

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20. Januar um 23:13

Meine Eltern möchten ihm das Haus überschreiben und er und seine Freundin werden dann umbauen.

Und was, wenn er danach eure Eltern "rausschmeisst"?

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21. Januar um 1:36
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Liebes Forum,

hätte gerne eure Meinung dazu:

Ich habe einen jüngeren Bruder, welcher 35 ist und (noch immer) bei unseren Eltern lebt. Ich selbst bin 2 Jahre älter und mit 18 von zu Hause ausgezogen. Meine Eltern haben ein Einfamilienhaus in Stadtnähe. Es war quasi immer schon klar, dass mein Bruder irgendwann das Haus übernehmen wird, was für mich vollkommen in Ordnung ist, da ich eher der Wohnungstyp bin und auch die Gegend nicht so ganz das ist, was ich mir vorstelle. Nun ist mein Bruder seit ein paar Jahren mit seiner Freundin zusammen und möchte nun quasi "Nestbau" betreiben. Meine Eltern möchten ihm das Haus überschreiben und er und seine Freundin werden dann umbauen. Dies wurde im letzten Jahr schon detailgetreu geplant und Angebote wurden eingeholt. Bezüglich der Abfindung mit mir gab es immer wieder vages Gerede, ich habe mich jederzeit bereiterklärt für ein Informationsgespräch beim Notar.

Nun hatten wir das Informationsgespräch und wurden um unsere Rechte aufgeklärt, ich habe erfahren, dass mir, da wir 2 Kinder sind, zumindest ein Viertel des Hauswertes zusteht, quasi mein Pflichtteil. Das Haus wurde auf 400.000 Euro Verkehrswert geschätzt. Meine Eltern möchten sich in die Diskussion zwischen uns Kindern nicht weiter einbringen. Ich habe angeboten, für 75.000 € den Pflichtteilsverzicht zu unterzeichnen, mein Bruder war von diesem Angebot, dass ich selbst eigentlich als sehr entgegenkommend empfinde, entsetzt und hat mich wüst beschimpft. Seitdem ist Funkstille. Er meint durch meine riesen Forderung können sich er und seine Freundin den geplanten Umbau nun nicht mehr leisten und drückt dabei auch gegenüber meinen Eltern mächtig auf die Tränendrüse. Was man dazu noch festhalten muss ist, dass ich in der Vergangenheit nie finanzielle Unterstützung meiner Eltern erhalten habe, ich habe auch nie welche gebraucht. Meine Familie spricht seit der Auseinandersetzung nicht mehr mit mir und ich frage mich langsam wirklich, ob mit mir irgendetwas nicht stimmt weil ich es einfach mehr als angemessen finde, was ich gefordert habe... hat jemand vl eine ähnliche Situation erlebt? Wir hatten zuvor ein ganz normales Verhältnis zueinander. 

"Er meint durch meine riesen Forderung können sich er und seine Freundin den geplanten Umbau nun nicht mehr leisten "

Das ist keine riesen Forderung sondern was dir zusteht, ausgezahlt zu werden ist üblich und gesetzlich so vorgesehen in Deutschland.

Mein Opa der nun leider kürzlich verstarb hat das clever gelöst, das umliegende Land und ein großes stück Garten als Bauland verkauft und dieses Geld den Zwei Kindern gegeben die das Haus nicht erben werden. Das alles natürlich beim Notar so im Testament festgelegt. Damit ist die Auszahlung durch meine Eltern weg gefallen, die anderen beiden Erben wurden quasi vorab ausgezahlt.

Deine Eltern müssen das also regeln, nicht du und dein Bruder. Ich bin kein Mensch der extrem auf Geld aus ist aber was dir zusteht steht dir zu, das sind auch deine Eltern.
 

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21. Januar um 1:40
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Danke für eure Rückmeldung, ich dachte ernsthaft schon, mit mir stimmt was nicht.

Ich habe meine Eltern gefragt was sie davon halten und sie meinten nur das ist schon sehr viel Geld, dass ich da fordere und immerhin müsse mein Bruder ja dann auch später vermehrt da sein wenn sie nicht mehr ganz so mobil sind. Und wenn ich weiterhin so auf diese Summe beharre zerstöre ich quasi den Familienfrieden. 

Ich kann das ja grundsätzlich verstehen, mein Bruder kümmert sicht jetzt schon mehr um meine Eltern, eben weil er einfach dort wohnt. Ich hab mir ja auch selbst ausgesucht, dass ich so bald von zu Hause weg bin und beschwere mich auch nicht, dass mein Bruder nie einen Cent Miete bezahlt hat an meine Eltern... aber trotzdem werde ich wüst beschimpft, weil ich meinen Pflichtanteil haben will... 

Ich würde hier denke ich zu einem Veratungsgespräch beim Anwalt raten. 

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21. Januar um 1:40
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Ich würde hier denke ich zu einem Veratungsgespräch beim Anwalt raten. 

*Beratungs 

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21. Januar um 9:07

Unabhängig davon, dass ich es moralisch auch verwerflich finde, dass du bzgl. des Hauses irgendwie ziemlich benachteiligt wirst, ist es aber rechtlich nunmal ganz klar so, dass Personen zu Lebzeiten mit ihrem Vermögen tun und lassen können, was sie wollen.

Wenn deine Eltern sich also entschließen würden, deinem Bruder ihre Immobilie zu schenken und dich dafür finanziell nicht ausgleichen wollen bzw. an deinen Bruder diese Auflage nicht stellen, dann ist das ihr gutes Recht und du kannst rein rechtlich überhaupt nichts dagegen unternehmen!

Deswegen verstehe ich auch nicht, weshalb dir hier so oft geraten wird, dich anwaltlich oder erbrechtlich beraten zu lassen.

Wir haben hier ja überhaupt noch keinen Erbfall.

Also nochmal: Deine Eltern können mit ihrem Vermögen zu Lebzeiten machen, was sie wollen. Natürlich ist es ärgerlich, wenn ein Kind weniger oder keine Berücksichtigung findet, aber zu Lebzeiten deiner Eltern wirst du dagegen nichts unternehmen können.

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21. Januar um 9:11
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"Er meint durch meine riesen Forderung können sich er und seine Freundin den geplanten Umbau nun nicht mehr leisten "

Das ist keine riesen Forderung sondern was dir zusteht, ausgezahlt zu werden ist üblich und gesetzlich so vorgesehen in Deutschland.

Mein Opa der nun leider kürzlich verstarb hat das clever gelöst, das umliegende Land und ein großes stück Garten als Bauland verkauft und dieses Geld den Zwei Kindern gegeben die das Haus nicht erben werden. Das alles natürlich beim Notar so im Testament festgelegt. Damit ist die Auszahlung durch meine Eltern weg gefallen, die anderen beiden Erben wurden quasi vorab ausgezahlt.

Deine Eltern müssen das also regeln, nicht du und dein Bruder. Ich bin kein Mensch der extrem auf Geld aus ist aber was dir zusteht steht dir zu, das sind auch deine Eltern.
 

Zu Lebzeiten ihrer Eltern steht ihr erstmal überhaupt nichts zu! Ihre Eltern können mit ihrem Vermögen tun und lassen, was sie wollen!
Wenn die Eltern nun auf die Idee kommen, morgen alles an einen Kirchenverband zu verschenken, um als Minimalisten auf ner einsamen Insel zu leben, dann kann der Nachwuchs hiergegen auch herzlich wenig tun.
Menschen müssen zu Lebzeiten doch nicht ihr Vermögen zusammenhalten, um später mal was an den Nachwuchs zu vererben zu haben. Genausowenig müssen sie es zu Lebzeiten schon zu halten, alles gerecht aufzuteilen.
Wenn sie dies tun, dann freiwillig, aber nicht, weils gesetzlich so vorgeschrieben ist!

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21. Januar um 9:36
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Unabhängig davon, dass ich es moralisch auch verwerflich finde, dass du bzgl. des Hauses irgendwie ziemlich benachteiligt wirst, ist es aber rechtlich nunmal ganz klar so, dass Personen zu Lebzeiten mit ihrem Vermögen tun und lassen können, was sie wollen.

Wenn deine Eltern sich also entschließen würden, deinem Bruder ihre Immobilie zu schenken und dich dafür finanziell nicht ausgleichen wollen bzw. an deinen Bruder diese Auflage nicht stellen, dann ist das ihr gutes Recht und du kannst rein rechtlich überhaupt nichts dagegen unternehmen!

Deswegen verstehe ich auch nicht, weshalb dir hier so oft geraten wird, dich anwaltlich oder erbrechtlich beraten zu lassen.

Wir haben hier ja überhaupt noch keinen Erbfall.

Also nochmal: Deine Eltern können mit ihrem Vermögen zu Lebzeiten machen, was sie wollen. Natürlich ist es ärgerlich, wenn ein Kind weniger oder keine Berücksichtigung findet, aber zu Lebzeiten deiner Eltern wirst du dagegen nichts unternehmen können.

>>>Deswegen verstehe ich auch nicht, weshalb dir hier so oft geraten wird, dich anwaltlich oder erbrechtlich beraten zu lassen.<<<

Weil Eltern und Bruder sie hier zum Notar geschleppt haben und sie drängen, einen Pflichtteilsverzicht zu unterschreiben.
So ein Verzicht hat erbrechtliche Relevanz bzw. kann eine solche entfalten.
Und bevor man so einen Vertrag unterzeichnet, mit dem man möglicherweise auf zehntausende Euro verzichtet, sollte man sich entsprechend beraten werden.

Zudem ist es zwar richtig, dass die Eltern mit ihrem Vermögen zu Lebzeiten tun und lassen können, was sie wollen. Tritt allerdings innerhalb bestimmter Zeiträume nach etwaigen Schenkungen ein Erbfall ein, kann auch das Auswirkenen auf das Erbe bzw. den Pflichtteil der TE haben. Der kann sich dann nämlich um gewisse Schenkungsanteile erhöhen.
Auch das könnte man sich - bevor man Unterschriften vor einem Notar leistet - vielleicht mal von einem - selbst beauftragten - Erbrechtsanwalt aufklären lassen.

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21. Januar um 9:37

Ich muss vl noch nachfolgendes zur Erklärung hinzufügen:
Ich weiß, dass ist ein deutsches Forum, ich komme aus Österreich und die Rechtslage in Österreich ist etwas anders als die in Deutschland. 
Der Pflichtteilsanspruch bei einer Schenkung an ein Kind zu Lebzeiten verjährt niemals, auch nicht nach zehn Jahren. Soll heißen, wenn ich jetzt keinen Pflichtteilsverzicht unterzeichne, kann ich, sobald meine Eltern nicht mehr leben, meinen Pflichtteil bezüglich der Schenkung des Hauses bei meinem Bruder einklagen. 

Ja, meine Eltern können natürlich mit ihrem Vermögen machen was sie wollen, aber ich darf nicht weniger als den Pflichtanteil erhalten, das ist gesetzlich nicht möglich. Es ist also definitiv etwas, das mir zusteht (habe mich diesbezüglich bei einem Anwalt sehr ausführlich informiert). Was bleibt mir also übrig? Schweigen für den Familienfrieden und die 40.000 € nehmen oder auf meinen Anteil bestehen (der sowieso schon massiv benachteiligend ist) und dafür halt Streit?

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21. Januar um 9:44
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>>>Deswegen verstehe ich auch nicht, weshalb dir hier so oft geraten wird, dich anwaltlich oder erbrechtlich beraten zu lassen.<<<

Weil Eltern und Bruder sie hier zum Notar geschleppt haben und sie drängen, einen Pflichtteilsverzicht zu unterschreiben.
So ein Verzicht hat erbrechtliche Relevanz bzw. kann eine solche entfalten.
Und bevor man so einen Vertrag unterzeichnet, mit dem man möglicherweise auf zehntausende Euro verzichtet, sollte man sich entsprechend beraten werden.

Zudem ist es zwar richtig, dass die Eltern mit ihrem Vermögen zu Lebzeiten tun und lassen können, was sie wollen. Tritt allerdings innerhalb bestimmter Zeiträume nach etwaigen Schenkungen ein Erbfall ein, kann auch das Auswirkenen auf das Erbe bzw. den Pflichtteil der TE haben. Der kann sich dann nämlich um gewisse Schenkungsanteile erhöhen.
Auch das könnte man sich - bevor man Unterschriften vor einem Notar leistet - vielleicht mal von einem - selbst beauftragten - Erbrechtsanwalt aufklären lassen.

Das weiß ich alles. Ich arbeite in dieser Berufsbranche!

Vielleicht habe ich etwas vorschnell gelesen, aber dass die Familie drauf drängt, dass sie einen entsprechenden Pflichtteilsverzicht unterzeichnet, ist natürlich dann wieder ein anderer Schuh. Dazu muss sie sich natürlich nicht belatschen lassen und es hätte in dieseer Höhe (lediglich 40.000,00 € als "Gegenleistung" selbstverständlich erbrechtliche Nachteile für sie.

Ich wollte nur einmal grundsätzlich zu dem ganzen Thema erwähnen, dass Lebende sich nunmal nicht so verhalten müssen, dass sie bei ihrem Ableben mal was zu vererben haben...

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21. Januar um 9:46

Ich bin auch wirklich kein Geldfixierter Mensch, wenn meine Eltern ihr Geld zum Fenster rauswerfen, ist das ihre Sache und ihr gutes Recht, aber wenn uns Kindern etwas vermacht wird und es obliegt ihrer Meinung nach uns, dieses aufzuteilen, finde ich mein Angebot wirklich mehr als fair und kann nicht verstehen, warum mir hier so feindlich begegnet wird. 

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21. Januar um 9:46

Okay, dann sind meine Ausführungen hinfällig.
Hier (Deutschland) gilt nämlich Verjährung bzw. bei Schenkungen zu Lebzeiten eine 10-Jahres-Frist.

Ich würde derzeit gar nichts machen. Punkt.
Zwingwn kann man dich nicht. Und auf Eltern/Bruder, die sich mir gegenübr derart abweisend, lieblos und fast schon nötigend verhalten, hätte ich persönlich keine Lust.

Ich würde ihnen einfach noch mal auseinandersetzen, dass dein Bruder sehr viel schlechter wegkäme, müsste er Miete zahlen oder auch einen Kredit aufnehmen, um selbst zu bauen. Da ist deine Forderung nicht unangemessen.
Vielleicht kannst du vorschlagen, dass er dir die Summe in monatlichen Raten bezahlen kann. Und setzt diese entsprechend niedrig an.
Dann zahlt er halt 15 Jahre, wäre aber nicht auf einmal übermäßig belastet.
 

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21. Januar um 9:55

Ich habe ihm auch gesagt, ich habe keinen akuten Geldbedarf und er kann mir das Geld auch in ein paar Jahren geben. Da meinte er, dieses Geld hat er auch in Zukunft nicht für mich...

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21. Januar um 10:00
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Okay, dann sind meine Ausführungen hinfällig.
Hier (Deutschland) gilt nämlich Verjährung bzw. bei Schenkungen zu Lebzeiten eine 10-Jahres-Frist.

Ich würde derzeit gar nichts machen. Punkt.
Zwingwn kann man dich nicht. Und auf Eltern/Bruder, die sich mir gegenübr derart abweisend, lieblos und fast schon nötigend verhalten, hätte ich persönlich keine Lust.

Ich würde ihnen einfach noch mal auseinandersetzen, dass dein Bruder sehr viel schlechter wegkäme, müsste er Miete zahlen oder auch einen Kredit aufnehmen, um selbst zu bauen. Da ist deine Forderung nicht unangemessen.
Vielleicht kannst du vorschlagen, dass er dir die Summe in monatlichen Raten bezahlen kann. Und setzt diese entsprechend niedrig an.
Dann zahlt er halt 15 Jahre, wäre aber nicht auf einmal übermäßig belastet.
 

Genau und wenn es bei euch in Österreich tatsächlich nicht eine solche Regelung wie bei uns in Deutschland gibt (10-Jahres-Frist), dann bist du doch sowieso auf der sicheren Seite, sprich, nach dem Ableben deiner Eltern könntest du neben deinem Pflichtteil auch einen entsprechenden Pflichtteilsergänzungsanspruch bzgl. der geschenkten Immobilie gegenüber deinem Bruder gerichtlich durchsetzen und hast spätestens dann das, was dir gesetzlich zusteht.

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21. Januar um 10:09

Am schlimmsten an dem Ganzen trifft mich die Einstellung meiner Eltern... ich verstehe ja, dass ich früh ausgezogen bin und natürlich meim Bruder für sie quasi das "gute" Kind ist, das immer da war, aber ganz zurück bleiben kann ich deswegen doch auch nicht? Es ist doch nur der Pflichtanteil, und es ist ja nicht mal der, da ja lt. Gutachten das Haus eh 400.000 € wert ist...

Und dann kommen Argument wie ich plane ja keinen Hausbau... es ist doch egal, was ich mit meinem Anteil irgendwann mal machen will, oder?

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21. Januar um 10:15
In Antwort auf

Ich habe ihm auch gesagt, ich habe keinen akuten Geldbedarf und er kann mir das Geld auch in ein paar Jahren geben. Da meinte er, dieses Geld hat er auch in Zukunft nicht für mich...

Na dann - mach gar nichts. Bei solchen Ansagen - nee danke, dann soll er halt später sehe, wo er mit seinem Haus bleibt.

Würde mein Bruder sich so mir gegenüber äußern und so gar kein Entgegenkommen zeigen, hätte ich keine Probleme, später mein Recht einzuforden.
Ich weiß nicht, wie das bei euch so läuft, aber sowas wie Zwangsversteigerungen /Teilungsversteigerungen wird es mit Sicherheit auch bei Euch geben.
Mach gar nichts und wenn dann mal tatsächlich der Erbfall eingetreten ist, dann verlang deinen Pflichtteil. Dyann soll dein Bruder halt zusehen, wie er da<s dann finanziert

Und - DU störst hier den Familienfrieden ganz bestimmt nicht. Deine Familie verhält sich einfach unmöglich.

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21. Januar um 10:22
In Antwort auf

Am schlimmsten an dem Ganzen trifft mich die Einstellung meiner Eltern... ich verstehe ja, dass ich früh ausgezogen bin und natürlich meim Bruder für sie quasi das "gute" Kind ist, das immer da war, aber ganz zurück bleiben kann ich deswegen doch auch nicht? Es ist doch nur der Pflichtanteil, und es ist ja nicht mal der, da ja lt. Gutachten das Haus eh 400.000 € wert ist...

Und dann kommen Argument wie ich plane ja keinen Hausbau... es ist doch egal, was ich mit meinem Anteil irgendwann mal machen will, oder?

Darf ich fragen, wie der Umgang mit Eltern und Bruder bisher war? Gab es engen Kontakt oder verlief sich das Ganze doch eher?
Weil es dich sehr zu beschäftigen scheint, dass man dir die Störung des Familienfriedens vorwirft.
Falls der Kontakt eh nur noch sehr sporadisch war, belass es doch einfach dabei. Dann wäre mir das Gerde egal.
Deine Eltern scheinen da eine sehr verquere Einstellung zu haben, die wirst du nicht ändern können.
Wenn da keine Einsicht kommt, dann geh ihnen aus dem Weg, leb dein Leben. Das scheint doch bislang auch gut für dich geklappt zu haben.

Belaste dich nicht mit der Geschichte, warte einfach ab. Du kommst zu deinem Recht.

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21. Januar um 10:28

Ich würde sagen, der Kontakt war normal. Mit meinem Bruder habe ich freundschaftlichen Kontakt gepflegt, mit meinen Eltern ganz normal, regelmäßige Telefonate und Besuche. Bin jetzt aber auch kein Mensch, der hier übertrieben engen Kontakt sucht. Ich habe mir mein eigenes Leben aufgebaut und nie etwas verlangt oder bekommen. Ich hätte auch nie gewollt, dass ich etwas bekomme und mein Bruder nicht. 

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21. Januar um 14:08
In Antwort auf

Ja, ich habe gefragt warum meine Eltern das so wollen, da kam als Antwort nur es is halt eben so und ein Haus kann man halt nicht in der Mitte auseinanderschneiden. 

Ihnen würde 40.000 vorschweben, maximal 50.000 ... und ich zerstöre quasi den Familienfrieden mit meiner wahnsinnigen Forderungen... 

Also ich glaube auch du mit deinem Angebot deinem Bruder sehr entgegen bist.
Wer sagt eigentlich das dir nur der Pflichtteil zusteht? Nur weil du da nicht wohnst?

Du schenkst ihm eigentlich 125.000€ und er ist beleidigt.
Ich würde zum Anwalt gehen und mich beraten lassen, auf keinen Fall was unterschreiben weil auf die Tränendrüse gedrückt wird.
50.000€ sind lächerlich, deine Eltern sollten schämen.
Man kann ein Haus übrigens sehr gut durchschneiden. Geht nach dem ableben der Eltern zum Makler, er verkaut das Haus, der Erlös wird geteilt...is gar nicht so schwer, oder?

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22. Januar um 14:15

Deine Eltern sind da sehr konfliktscheu und fühlen sich wohl von Deinem Bruder abhängig (zukünftige Betreuung etc) und scheuen es, neutral Stellung zu beziehen und ihn zu verärgern.
Leider ist das Thema Vermögen, Schenkung und Erbregelung mit das heikelste und ein echter Test für die Beziehungsqualität in der Familie.
Die Frage ist ja, sichern sich Deine Eltern denn auch ab, denn dass Dein Bruder sehr selbstsüchtig und bequem ist kann man ja den Schilderungen entnehmen. Es wäre aber nicht das erste Mal dass nach einer Übertragung ohne Verpflichtungen auch für die Schenker ein rauherer Wind weht.
Sieh es so, den Familienfrieden gefährdet Dein Bruder nicht Du, Deine Eltern sind nur "Geiseln"

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23. Januar um 19:59
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Am schlimmsten an dem Ganzen trifft mich die Einstellung meiner Eltern... ich verstehe ja, dass ich früh ausgezogen bin und natürlich meim Bruder für sie quasi das "gute" Kind ist, das immer da war, aber ganz zurück bleiben kann ich deswegen doch auch nicht? Es ist doch nur der Pflichtanteil, und es ist ja nicht mal der, da ja lt. Gutachten das Haus eh 400.000 € wert ist...

Und dann kommen Argument wie ich plane ja keinen Hausbau... es ist doch egal, was ich mit meinem Anteil irgendwann mal machen will, oder?

Also ich muss ja schon sagen. Ich bin entsetzt! Wie kann man eines seiner Kinder nur so benachteiligen? Darf man wissen was dein Bruder getan hat das die Bank ihm heute oder in zehn Jahren, keinen Kredit über 75-100tsd geben würde? Das ist einfach lächerlich! Wenn er ein Haus selbst bauen oder kaufen würden wäre das imens teurer als Renovierung/Umbau und eine wirklich verdammt Großzügige Abfindung an seine Schwester. Vorallem kann ja gar nicht soooo viel zu machen sein, wenn du sagst deine Eltern haben vor ein paar Jahren erst eine gewisse Geldsumme in die Renovierung gesteckt. Klar ist es eine Sache, dass deine Eltern noch bei ihm Wohnen und er sich kümmert aber das rechtfertigt noch lange nicht das sie deine dir Zustehende Summe nochmal mehr als halbieren wollen. Lass dir nicht einreden du würdest die Familie zerstören!
Ich würde meinen Eltern nochmal ganz klar sagen wie sehr ihr Verhalten mich verletzt wenn sie dich so sehr benachteiligen wollen. Es ist eher das gierige selbstsüchtige Verhalten deines Bruders das dazu führt das der Hausherren schief hängt. Ich würde gar nichts unterschreiben. Wenn Sie mal wieder ankommen und wissen wollen wann Du deinen Verzicht unterschreibst und dein Bruder rum zickt würde ich ganz ruhig sagen, da mein mehr als Großzügiges Angebot abgelehnt wurde bin ich nicht mehr zu Kompromissen bereit, ich warte den Erbfall ab und nehme dann meinen vollen Pflichtteil. Bei so einem Egoistischen Benehmen deines Bruders ist auch gar nicht gesagt ob er deinen Eltern wenn es ihm zu viel wird nicht einfach raus schmeißt oder ins Heim abschieben. Und wenn er letzteres macht kann von dir auch noch verlangt werden als zweites Kind die Hälfte der Pflegekosten mitzuteilen. Dann bist du die doppelt Angesch***!
Nochmal: ich rate dir DRINGEND davon ab dich so benachteiligen zu lassen und dich als Spielball benutzen zu lassen und dir unnötig ein schlechtes Gewissen einreden zu lassen!

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25. Januar um 16:09

Du unterschreibst bitte auf gar keinen Fall einen Pflichtteilsverzicht, da wärst du ganz schön blöd! Wenn das Haus 400000 Euro wert ist und dir ein Viertel davon als Pflichtteil zusteht, dann sind das 100000 Euro. Die solltest du auch bekommen! Wenn dein Bruder das Haus bekommt, kann er darauf ja eine Hypothek aufnehmen, um dich auszahlen zu können.

So läuft das nunmal beim Erben. Deine Eltern können natürlich auch ein Testament machen und deinen Bruder als Alleinerben einsetzen, das steht ihnen jederzeit frei. Aber der Pflichtteil gebührt dir trotzdem. Das ist eigens vom Gesetz her so vorgesehen, damit nicht einer alles bekommt und alle anderen leer ausgehen.

Da kann dein Bruder ruhig sauer sein und deine Eltern ebenso, kann dir egal sein. Enterben können sie dich ja ohnehin nicht, da musst du dir schon ein schweres Vergehen gegenüber deinen Eltern geleistet haben und dass du sagt, du verzichtest nicht auf deinen Pflichtteil, ist kein solches Vergehen. 

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25. Januar um 16:12
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Danke für eure Rückmeldung, ich dachte ernsthaft schon, mit mir stimmt was nicht.

Ich habe meine Eltern gefragt was sie davon halten und sie meinten nur das ist schon sehr viel Geld, dass ich da fordere und immerhin müsse mein Bruder ja dann auch später vermehrt da sein wenn sie nicht mehr ganz so mobil sind. Und wenn ich weiterhin so auf diese Summe beharre zerstöre ich quasi den Familienfrieden. 

Ich kann das ja grundsätzlich verstehen, mein Bruder kümmert sicht jetzt schon mehr um meine Eltern, eben weil er einfach dort wohnt. Ich hab mir ja auch selbst ausgesucht, dass ich so bald von zu Hause weg bin und beschwere mich auch nicht, dass mein Bruder nie einen Cent Miete bezahlt hat an meine Eltern... aber trotzdem werde ich wüst beschimpft, weil ich meinen Pflichtanteil haben will... 

Nun, deshalb  bekommt dein Bruder ja auch das Haus und du nicht. Das ist Abgeltung genug. Der Pflichtteil ist im Erbrecht verankert und das ist auch gut so. Dir diesen nicht zuzugestehen würde bedeuten, dass man dich über den Tisch zieht und das solltest du dir auf gar keinen Fall gefallen lassen.

Deinen Eltern würde ich raten, ein Testament zu erstellen in dem ausdrücklich lebenlanges Wohnrecht in ihrem Haus vereinbart wird bzw. auch, dass dein Bruder die Pflicht hat, sich um die Pflege eurer Eltern zu kümmern. Steht das nämlich nirgends (schriftlich!) kann dein Bruder die Eltern aus dem Haus werfen, sobald es einmal ihm gehört. 

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25. Januar um 16:14
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Ja, ich habe gefragt warum meine Eltern das so wollen, da kam als Antwort nur es is halt eben so und ein Haus kann man halt nicht in der Mitte auseinanderschneiden. 

Ihnen würde 40.000 vorschweben, maximal 50.000 ... und ich zerstöre quasi den Familienfrieden mit meiner wahnsinnigen Forderungen... 

Das entspricht aber nicht dem Pflichtteil, wenn das Haus 400000 Euro wert ist. Ich glaube, das ist deinen Eltern nicht so ganz klar. Der Pflichtteil heißt ja nicht umsonst so, der heißt so, weil er die Summe darstellt, die ein Erbe verpflichtend bekommen muss. 

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25. Januar um 16:16
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Ich muss vl noch nachfolgendes zur Erklärung hinzufügen:
Ich weiß, dass ist ein deutsches Forum, ich komme aus Österreich und die Rechtslage in Österreich ist etwas anders als die in Deutschland. 
Der Pflichtteilsanspruch bei einer Schenkung an ein Kind zu Lebzeiten verjährt niemals, auch nicht nach zehn Jahren. Soll heißen, wenn ich jetzt keinen Pflichtteilsverzicht unterzeichne, kann ich, sobald meine Eltern nicht mehr leben, meinen Pflichtteil bezüglich der Schenkung des Hauses bei meinem Bruder einklagen. 

Ja, meine Eltern können natürlich mit ihrem Vermögen machen was sie wollen, aber ich darf nicht weniger als den Pflichtanteil erhalten, das ist gesetzlich nicht möglich. Es ist also definitiv etwas, das mir zusteht (habe mich diesbezüglich bei einem Anwalt sehr ausführlich informiert). Was bleibt mir also übrig? Schweigen für den Familienfrieden und die 40.000 € nehmen oder auf meinen Anteil bestehen (der sowieso schon massiv benachteiligend ist) und dafür halt Streit?

Ganz ehrlich? Ich würde das Geld nehmen und den Streit dafür in Kauf nehmen. Weder deine Eltern noch dein Bruder lieben dich anscheinend wirklich, denn sonst würden sie ja nicht versuchen, dich so über den Tisch zu ziehen. 

Unterschreibe nichts, und schalte auf Durchzug. Sie werden sich wieder beruhigen und wenn nicht, dann machst du dich nicht schuldig, wenn es keinen Kontakt mehr gibt. Ruf sie zu Weihnachten und zum Geburtstag an und wenn sie dann nichts mit dir zu tun haben wollen, kann man dir zumindest nicht vorwerfen, dass du es nicht versucht hättest.

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25. Januar um 16:23
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Ich habe ihm auch gesagt, ich habe keinen akuten Geldbedarf und er kann mir das Geld auch in ein paar Jahren geben. Da meinte er, dieses Geld hat er auch in Zukunft nicht für mich...

Dann muss er sein Haus eben belehnen. Pech gehabt.

Ich habe mir das jetzt mal durchgelesen:

https://www.oesterreich.gv.at/themen/dokumente_und_recht/erben_und_vererben/1/2/Seite.792041.html#Pflichtteilsrecht

Ich würde mich da noch erkundigen, wie hoch der Pflichtteil wirklich ist. Wenn nämlich im Endeffekt nur mehr du und dein Bruder übrig seid, weil deine Eltern beide verstorben sind, dann beträgt dein Pflichtteil die Hälfte der gesetzlichen Erbquote und das kannst du auch einklagen. Also auf gar keinen Fall einen Pflichtteilsverzicht unterschreiben, ganz egal, wie sehr dein Bruder auf die Tränendrüse drückt. Wie er den bezahlt, ist sein Problem.

Was auch wichtig ist:

Frist zur Geltendmachung
Der Pflichtteilsanspruch verjährt innerhalb von 3 Jahren ab Kenntnis der für das Bestehen des Anspruches maßgeblichen Tatsachen, sofern der Pflichtteilsberechtigte gegen ein Testament bzw. den letzten Willen des Erblassers vorgehen muss. Der Pflichtteil verjährt grundsätzlich innerhalb von 3 Jahren nach Kenntnis des Anspruches. Unabhängig von der Kenntnis des Anspruches verjährt der Pflichtteilsanspruch nach Ablauf von 30 Jahren.
Der Anspruch des Pflichtteilsberechtigten wird sofort mit dem Tod des Erblassers erworben. Der Geldpflichtteil kann erst ein Jahr nach dem Tod des Verstorbenen gefordert werden

 

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25. Januar um 16:26

Lies dir bitte das auch noch durch:
https://www.oesterreich.gv.at/themen/dokumente_und_recht/erben_und_vererben/1/1/Seite.792032.html

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25. Januar um 16:34
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Unabhängig davon, dass ich es moralisch auch verwerflich finde, dass du bzgl. des Hauses irgendwie ziemlich benachteiligt wirst, ist es aber rechtlich nunmal ganz klar so, dass Personen zu Lebzeiten mit ihrem Vermögen tun und lassen können, was sie wollen.

Wenn deine Eltern sich also entschließen würden, deinem Bruder ihre Immobilie zu schenken und dich dafür finanziell nicht ausgleichen wollen bzw. an deinen Bruder diese Auflage nicht stellen, dann ist das ihr gutes Recht und du kannst rein rechtlich überhaupt nichts dagegen unternehmen!

Deswegen verstehe ich auch nicht, weshalb dir hier so oft geraten wird, dich anwaltlich oder erbrechtlich beraten zu lassen.

Wir haben hier ja überhaupt noch keinen Erbfall.

Also nochmal: Deine Eltern können mit ihrem Vermögen zu Lebzeiten machen, was sie wollen. Natürlich ist es ärgerlich, wenn ein Kind weniger oder keine Berücksichtigung findet, aber zu Lebzeiten deiner Eltern wirst du dagegen nichts unternehmen können.

Das stimmt nicht. Das Gesetz sieht das Pflichtteilsrecht vor und das kann sie von ihrem Bruder nach dem Tod der Eltern einfordern. Schenkungen werden nämlich mit in die Verlassenschaft einbezogen. Auch wenn der Bruder zu Lebzeiten der Eltern das Haus bekommt, entbindet ihn das nicht von der Zahlung des Pflichtteils an seine Schwester, wenn die Eltern dann irgendwann verstorben sind bzw. schon wenn ein Elternteil stirbt, wenn das Haus beiden gehört hat. Dann zahlt der Bruder eben zweimal, einmal beim Tod des Vaters den Pflichtteil vom Anteil des Vaters am Haus berechnet und dann nochmals, wenn die Mutter verstirbt. 

Das kann sie einklagen und ich würde das auch tun, wenn sich meine Familie mir gegenüber so benehmen würde. Sie kann zu Lebzeiten der Eltern schon was unternehmen: den Pflichtteilsverzicht nicht unterschreiben. Dann muss nach dem Tod der Eltern der Bruder nämlich den gesamten Pflichtteil auszahlen.

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25. Januar um 16:37
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Zu Lebzeiten ihrer Eltern steht ihr erstmal überhaupt nichts zu! Ihre Eltern können mit ihrem Vermögen tun und lassen, was sie wollen!
Wenn die Eltern nun auf die Idee kommen, morgen alles an einen Kirchenverband zu verschenken, um als Minimalisten auf ner einsamen Insel zu leben, dann kann der Nachwuchs hiergegen auch herzlich wenig tun.
Menschen müssen zu Lebzeiten doch nicht ihr Vermögen zusammenhalten, um später mal was an den Nachwuchs zu vererben zu haben. Genausowenig müssen sie es zu Lebzeiten schon zu halten, alles gerecht aufzuteilen.
Wenn sie dies tun, dann freiwillig, aber nicht, weils gesetzlich so vorgeschrieben ist!

Das ist die gute Frage, ob der Kirchenverband dann nicht doch den Pflichtteil an die Kinder auszahlen muss, nachdem die Eltern verstorben sind. Schenkungen werden ja in das Erbrecht mit einbezogen. 

Zu Lebzeiten müssen sie gar nichts aufteilen, aber was nach dem Tod an Vermögen da ist, muss gerecht verteilt werden. Und genau deshalb soll sie nichts unterschreiben, sondern einfach auf ihren Pflichtteil bestehen. Den Eltern kann das dann egal sein, sie leben dann ja nicht mehr.

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25. Januar um 21:40

Für mich ist der Fall eigentlich auch klar. 
Du hast fast 20 Jahre lang Miete gezahlt.
Dein Bruder nicht.
Deine Eltern haben viel Geld in die Renovierung des Hauses gesteckt.
An Barem zur Unterstützung für dich kann da fast nichts mehr übrig sein.
Dein Bruder wohnt in einem renovierten Haus und will gleich nochmal viel Geld in die Renovierung stecken, dich auszuzahlen kann bzw will er sich nicht leisten. Sogar das absolute Minimum, nämlich den Pflichtteil, wollen dir deine Eltern und dein Bruder nicht gönnen und machen dir noch ein schlechtes Gewissen. 
Für mich sieht Familiensinn anders aus. Da würde ich gar nichts machen oder unterschreiben und die Zeit für mich arbeiten lassen. Wenn denn irgendwann mal der Erbfall eintritt, muss das Haus halt mal versteigert werden, wenn es dein Bruder nicht anders hinbekommt. Spätestens dann wird er merken wie einfach und billig er es bis dahin hatte. Wenn er es sich nicht leisten kann, dann muss er halt seine Ansprüche runterschrauben. Ist doch nicht dein Problem, wenn er über seine finanziellen Möglichkeiten lebt. 

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26. Januar um 2:22
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Zu Lebzeiten ihrer Eltern steht ihr erstmal überhaupt nichts zu! Ihre Eltern können mit ihrem Vermögen tun und lassen, was sie wollen!
Wenn die Eltern nun auf die Idee kommen, morgen alles an einen Kirchenverband zu verschenken, um als Minimalisten auf ner einsamen Insel zu leben, dann kann der Nachwuchs hiergegen auch herzlich wenig tun.
Menschen müssen zu Lebzeiten doch nicht ihr Vermögen zusammenhalten, um später mal was an den Nachwuchs zu vererben zu haben. Genausowenig müssen sie es zu Lebzeiten schon zu halten, alles gerecht aufzuteilen.
Wenn sie dies tun, dann freiwillig, aber nicht, weils gesetzlich so vorgeschrieben ist!

Da brauchst du mir nun nicht mit x "!" Kommen, richtig lesen würde helfen. Natürlich ist es die Aufgabe der Eltern ihr Testament anständig zu verfassen wenn ihnen der Familienfrieden am Herzen liegt, das was dort passiert ist über alle Maßen unfair. Und die Rede ist von ERBE, erben tust du natürlich nicht vor dem Tod - Das mit der Auszahlung in meiner Familie und warum das so gemacht wurde hatte ich aber in meinem Text erklärt ...

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26. Januar um 8:17
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Liebes Forum,

hätte gerne eure Meinung dazu:

Ich habe einen jüngeren Bruder, welcher 35 ist und (noch immer) bei unseren Eltern lebt. Ich selbst bin 2 Jahre älter und mit 18 von zu Hause ausgezogen. Meine Eltern haben ein Einfamilienhaus in Stadtnähe. Es war quasi immer schon klar, dass mein Bruder irgendwann das Haus übernehmen wird, was für mich vollkommen in Ordnung ist, da ich eher der Wohnungstyp bin und auch die Gegend nicht so ganz das ist, was ich mir vorstelle. Nun ist mein Bruder seit ein paar Jahren mit seiner Freundin zusammen und möchte nun quasi "Nestbau" betreiben. Meine Eltern möchten ihm das Haus überschreiben und er und seine Freundin werden dann umbauen. Dies wurde im letzten Jahr schon detailgetreu geplant und Angebote wurden eingeholt. Bezüglich der Abfindung mit mir gab es immer wieder vages Gerede, ich habe mich jederzeit bereiterklärt für ein Informationsgespräch beim Notar.

Nun hatten wir das Informationsgespräch und wurden um unsere Rechte aufgeklärt, ich habe erfahren, dass mir, da wir 2 Kinder sind, zumindest ein Viertel des Hauswertes zusteht, quasi mein Pflichtteil. Das Haus wurde auf 400.000 Euro Verkehrswert geschätzt. Meine Eltern möchten sich in die Diskussion zwischen uns Kindern nicht weiter einbringen. Ich habe angeboten, für 75.000 € den Pflichtteilsverzicht zu unterzeichnen, mein Bruder war von diesem Angebot, dass ich selbst eigentlich als sehr entgegenkommend empfinde, entsetzt und hat mich wüst beschimpft. Seitdem ist Funkstille. Er meint durch meine riesen Forderung können sich er und seine Freundin den geplanten Umbau nun nicht mehr leisten und drückt dabei auch gegenüber meinen Eltern mächtig auf die Tränendrüse. Was man dazu noch festhalten muss ist, dass ich in der Vergangenheit nie finanzielle Unterstützung meiner Eltern erhalten habe, ich habe auch nie welche gebraucht. Meine Familie spricht seit der Auseinandersetzung nicht mehr mit mir und ich frage mich langsam wirklich, ob mit mir irgendetwas nicht stimmt weil ich es einfach mehr als angemessen finde, was ich gefordert habe... hat jemand vl eine ähnliche Situation erlebt? Wir hatten zuvor ein ganz normales Verhältnis zueinander. 

Hallo liebe luna12345!

Ich kann dir gerne davon berichten, wie das bei uns vor kurzem ablief. Wir haben die Hofübergabe vor ein paar Wochen unterschrieben, eben gerade deshalb, damit alles geklärt ist und nach dem Tod meiner Eltern kein Erbstreit ausbricht.
Bei uns wars  jedoch ein bisschen anders, meine Eltern haben einen Bauernhof und ein bisschen Land dazu und ich habe noch zwei ältere Brüder. Bei uns war von Anfang an "ausgemacht", dass mein Bruder (der Mittlere von uns, ich bin die Jüngste) den Hof mal bekommen wird, auch wenn er mit der Milchwirtschaft nicht mehr weitermacht.
Wir sind kein Erbhof, das trägt dazu bei, dass wir als Weichende schonmal schlechter ausgestiegen sind, für meinen Bruder wars natürlich besser, weil er viel weniger auszahlen hätte müssen. Naja es war dann so, mir und meinem weichneden Bruder hätte laut Notar zwischen 40.-50.000,- Euro zugestanden. Bekommen habe ich dann letztenendes 15.000,- Euro (das war auch mein Vorschlag), weil ich es für okay empfinde und ich nicht auf das Geld aus gewesen bin und ich andere Geschichten kenne, bei denen Höfe übergeben wurden, wo die Weichnenden noch viel weniger bekommen haben und das für mich Ausschlaggebende: Die ganze Familie jetzt zerstritten ist. Mein älterer Bruder, ebenfalls einer der Weichenden, hat 10.000,- Euro bekommen, wohnt aber seit ich denken kann zuhause (mit Ausnahme als er in Wien studierte, jedoch wurde seine Wohnung zuhause trotzdem für ihn und seine Frau freigehalten), hat teilweise nicht mal Betriebskosten bezahlt und hätte meiner Meinung nach eigentlich gar nichts mehr bekommen sollen, wenn man von einer Gleichbehandlung ausgeht (ich bin jetzt 26 Jahre alt und wohne seit 2 Jahren nicht mehr zuhause; ebenfalls rechnete uns der Notar vor, was mein Bruder bis heute gespart hat, nur weil er immer zuhause wohnen durfte, mein Bruder ist jetzt 37 Jahre alt, ich glaube der Notar kam damals auf ca. 200.000,- Euro). Jedenfalls haben meine Eltern uns Kinder dann ausbezahlt, weil auch bei unserem Bauernhaus einige Sachen gemacht werden müssen in den nächsten Jahren, welche meinem Bruder, der alles bekommt, auch nicht billig kommen werden. Meine Eltern sparten von Anfang an dafür, dass sie uns mal auszahlen können. Ich fand es ehrlich gesagt auch nicht wirklich in Ordnung, dass meine Eltern das für meinen Bruder zahlen, da ich finde, er hätte es zahlen müssen, aber meine Eltern wollten es einfach so. Meine Eltern haben in ihrem Leben bereits 2 Häuser gebaut, das neue ist jetzt 10 Jahre alt, das alte ca. 30 Jahre - beide also ziemlich neuwertig, beide bekommt somit mein erbender Bruder (da Bauernhaus und Zuhaus nicht getrennt werden können).
Wenn meine Eltern mal sterben, dann wird der Rest unter allen Kindern noch aufgeteilt wie Bargeld, Auto usw.
Bei uns wars dann wirklich so, dass mein älterer, nicht erbender Bruder vor die Tatsache gestellt wurde, dass er mit seiner Familie (Frau+1 Kind derzeit) mal ausziehen muss (wurde vom Notar gesagt, da man kein Wohnrecht auf Lebenszeit mehr erhält, wie früher noch so oft), da dann natürlich alles meinem anderen Bruder gehört. Dies entwickelte sich dann zu einem handfesten Streit, da mein Bruder dachte, er kann für immer zuhause bleiben und billig leben. Meine Eltern haben sich davon noch immer nicht ganz erholt und man merkt, dass meine Eltern das wirklich sehr verletzt hat, da er immer alles bekommen hat, sei es Unterstützung oder Hilfe, egal wobei. Auch wenn wir zusammensitzen merkt man immer noch einen bitteren Beigeschmack, dass meine Eltern einfach extrem enttäuscht sind, weil es irgendwo klar ist, dass man als Weichender nicht ewig zuhause wohnen bleiben kann.

Ich wollte dir damit nur mal erzählen wie es bei uns war. Mir war bzw ist es von Anfang an wichtiger gewesen, dass der Hof im Familienbesitz bleibt, als das ich jetzt da gut Geld abkesche und zum Schluss mal alles verkauft werden muss. Und das eben kein Familienstreit ausbricht, was dann leider doch ein bisschen der Fall war. Ich bin aber natürlich auch in der glücklichen Lage, bei meinem Freund zu wohnen, wo wir dafür dann mal das Haus erben und da wird es ebenfalls nicht so viel sein, was wir auszahlen müssen (wohnen auch noch die Eltern und Großeltern von meinem Freund drinnen, altes Haus usw. fließt alles mit ein beim Auszahlen). Hier müssen wir ebenfalls nur Betriebskosten bezahlen. Das ist ja bei dir zB. auch nicht der Fall, du "musstest" früh auf eigenen Beinen stehen und alles selbst bezahlen und konntest vielleicht nichtmal viel sparen.
Jedoch beschäftigt es mich wirklich, dass mein Bruder mit meinen Eltern jetzt so zerstritten ist, vorne rum passt zwar alles, aber wenn meine Eltern Hilfe brauchen oder etwas ist, dann kommen sie zuerst lieber zu mir oder meinem "mittleren" Bruder und wollen meinen anderen Bruder gar nicht mehr fragen, weil sie wirklich gekränkt sind. Würde jetzt den Rahmen sprengen, alles haargenau zu erzählen was dann war.

Meine Eltern haben uns Kinder dafür aber auch immer unterstützt, sie haben mir zB. auch mein Auto bezahlt, meinen älteren Bruder eben immer daheim wohnen lassen usw. Mein erbender Bruder musste dafür immer und überall mithelfen zuhause, sei es Heu fahren, Hausbau usw. Wir anderen halfen zwar auch mit, aber von uns wurde es nicht verlangt und wenn wir zB. zum See fahren wollten, dann waren wir halt einfach nicht da.

Wie ich es in deinem Fall machen würde, weiß ich nicht so genau, ich finde so Erbsachen immer ganz ganz schwer, vor allem kommts auf die Familie an, wie eng ihr alle miteinander seit. Wenn du auf das Geld bestehst, dann würde ich auch einfach nichts unterzeichnen und warten, jedoch musst du dann damit rechnen, dass dein Bruder es sich nicht leisten kann, dich auszuzahlen. Dann wird euer Wohnhaus wahrscheinlich verkauft werden (wäre für mich allein schon keine Option, da ich einfach an den Erinnerungen an zuhause hänge usw.). Und umso mehr Renovierungen gemacht werden, umso mehr wird das Haus wert, dass muss deinem Bruder ebenfalls klar sein. Sollte er also jetzt groß umbauen und dich vorab nicht auszahlen, könnte ihm das teuer kommen, da der Schätzwert des Hauses dann natürlich ebenfalls steigt.
Du bist deinem Bruder zB. auch schon entgegengekommen damit, dass du 25.000 Euro weniger verlangst, als dir überhaupt zusteht, finde ich ja auch schon sehr nett von dir, dich daraufhin zu beschimpfen ist auch keine feine Sache. Du sagst, dein Bruder wohnt seit jeher zuhause, dann hatte er wohl genug Zeit, sich ein gewisses Polster anzusparen. Dir ein schlechtes Gewissen damit einzureden, dass er nicht zahlen kann ist frech. Wer sagt denn zB. das er dir alles auf einmal ausbezahlen muss, wenn du das Geld nicht auf der Stelle dringend brauchst. Kenne genug Fälle, da wurde der Betrag gesplittet und jährlich wurde immer ein Teil bezahlt auf ein paar Jahre verteilt. Damit waren die Weichenden auch zufrieden (wäre ich auch gewesen, habe ich ebenfalls angeboten). Was ich ebenfalls weiß ist leider, dass wenn der/die Erbende bereits eine Frau/Freundin oder Mann/Freund hat, dann wird sich seeehr gerne vom Partner eingemischt. Wir 3 Geschwister haben unsere Partner alle bewusst nicht an der Übergabe teilnehmen lassen, weil wir gesagt haben, dass uns das einfach alleine als Familie betrifft und wir eben Fälle kennen, wo das deswegen total in die Hose gegangen ist.

Ich hoffe ich konnte dir mit meiner Sichtweise vielleicht auch ein paar Denkanstöße geben, solltest du noch was wissen wollen, kannst du dich gerne bei mir melden Denke aber, ich habe jetzt genug geschrieben.

Liebe Grüße aus Österreich und gutes Gelingen!

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27. Januar um 8:58
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Das stimmt nicht. Das Gesetz sieht das Pflichtteilsrecht vor und das kann sie von ihrem Bruder nach dem Tod der Eltern einfordern. Schenkungen werden nämlich mit in die Verlassenschaft einbezogen. Auch wenn der Bruder zu Lebzeiten der Eltern das Haus bekommt, entbindet ihn das nicht von der Zahlung des Pflichtteils an seine Schwester, wenn die Eltern dann irgendwann verstorben sind bzw. schon wenn ein Elternteil stirbt, wenn das Haus beiden gehört hat. Dann zahlt der Bruder eben zweimal, einmal beim Tod des Vaters den Pflichtteil vom Anteil des Vaters am Haus berechnet und dann nochmals, wenn die Mutter verstirbt. 

Das kann sie einklagen und ich würde das auch tun, wenn sich meine Familie mir gegenüber so benehmen würde. Sie kann zu Lebzeiten der Eltern schon was unternehmen: den Pflichtteilsverzicht nicht unterschreiben. Dann muss nach dem Tod der Eltern der Bruder nämlich den gesamten Pflichtteil auszahlen.

Aber nur, wenn zwischen Schenkung und Tod weniger als 10 Jahre liegen und auch dann verringert sich der Pflichtteilsergänzungsanspruch der Schwester um eine gewisse Prozentzahl pro Jahr (nach deutschem Recht; bzgl. Österreich kenne ich mich nicht aus)!

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28. Januar um 1:26
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Aber nur, wenn zwischen Schenkung und Tod weniger als 10 Jahre liegen und auch dann verringert sich der Pflichtteilsergänzungsanspruch der Schwester um eine gewisse Prozentzahl pro Jahr (nach deutschem Recht; bzgl. Österreich kenne ich mich nicht aus)!

Dann hättest du vielleicht das österreichische Erbrecht erst einmal googeln sollen, denn da verjährt das Pflichtteil in diesem Fall nicht, da der Bruder auch ein Pflichtteilsberechtigter ist.

https://www.wko.at/service/wirtschaftsrecht-gewerberecht/Erb-und-Pflichtteilsrecht-NEU.html

Schenkungen an pflichtteilsberechtigte Personen werden unbefristet angerechnet; solche  an nicht Pflichtteilsberechtige nur, wenn die Schenkung innerhalb der letzten zwei Jahre vor dem Tod des Verstorbenen gemacht wurde. ​

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28. Januar um 8:48
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Aber nur, wenn zwischen Schenkung und Tod weniger als 10 Jahre liegen und auch dann verringert sich der Pflichtteilsergänzungsanspruch der Schwester um eine gewisse Prozentzahl pro Jahr (nach deutschem Recht; bzgl. Österreich kenne ich mich nicht aus)!

Wie ich in meinem Beitrag erwähnte, war meine Antwort ja auch auf DEUTSCHES Recht bezogen!!!
 

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28. Januar um 9:25
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Wie ich in meinem Beitrag erwähnte, war meine Antwort ja auch auf DEUTSCHES Recht bezogen!!!
 

Vielleicht kann man sich darauf verständigen, Ausführungen zum deutschen Recht einfach sein zu lassen.

Die TE hat schon vor zig Beiträgen erklärt, dass sie aus Österreich kommt, und das hast du doch auch registriert. Was da jetzt Verbesserungen und Erklärungen zur deutschen Rechtslage helfen sollen, ist mir nicht ganz klar.

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29. Januar um 22:47

Deine Eltern haben ihr Geld in den Umbau des Hauses gesteckt und dein Bruder will schon wieder umbauen? Warum?

Und warum steht dir nur ein Viertel zu? Wenn deine Eltern mal nicht mehr unter uns sind, gehört dir doch die Hälfte?

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31. Januar um 0:01
In Antwort auf

Vielleicht kann man sich darauf verständigen, Ausführungen zum deutschen Recht einfach sein zu lassen.

Die TE hat schon vor zig Beiträgen erklärt, dass sie aus Österreich kommt, und das hast du doch auch registriert. Was da jetzt Verbesserungen und Erklärungen zur deutschen Rechtslage helfen sollen, ist mir nicht ganz klar.

Kann ich auch nicht nachvollziehen, was soll der Userin das bringen, wenn sie weiß, wie es in Deutschland wäre, wenn sie da gar nicht lebt?

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31. Januar um 0:01
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Wie ich in meinem Beitrag erwähnte, war meine Antwort ja auch auf DEUTSCHES Recht bezogen!!!
 

Und inwiefern hilft das der Userin?

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1. Februar um 14:17

Was bringt es der TE, dass du jetzt auch noch mit zwei weiteren Beiträgen neben dem von hermes darauf rumhacken musst, Eisbrecher? Das ist total OT. Habs doch jetzt begriffen oder. Dann lasst es doch gut sein, ihr zwei Besserwisser. Meine Güte...

By the way, die TE hat in einem DEUTSCHEM forum gefragt, dann gehe ich natürlich erstmal von deutschem recht aus. Vielleicht lesen hier ja auch andere Betroffene aus D mit, die das deutsche Recht hierzu vielleicht auch interessiert.

So, und jetzt solls auch gut sein. Wenn euch langweilig ist, stänkert woanders! 

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