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Darf man mit 16 alles selbst entscheiden?

27. Mai 2016 um 23:00

Hallo,
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Meine Tochter ist jetzt fast 17 und es ist einfach ätzend mit ihr. Sie geht nicht zur Schule, sie betrachtet alle Dinge im Haus als ihr persönliches Eigentum und das Wort Rücksicht scheint sie gar nicht zu kennen. Ich liege dem Jugendamt seit Monaten in den Ohren, die Tipps, die ich dort bekomme, sind weltfremd und falsch. So riet man mir zum Beispiel, das Kind mit der Polizei in der Wohnung ihres Freundes abholen zu lassen, wenn sie abend nicht nach Hause käme. Die Polizei hat mich deswegen fast ausgelacht, weil kein Straftatbestand vorliege. Oder, wenn sie nicht zur Schule geht, solle ich das Ordnungsamt anrufen, damit sie abgeholt würde. Das Ordnungsamt meinte allerdings, sie könnten ohne Beschluss niemanden aus dem Haus zerren, das müsse von der Schule ausgehen. Als nächstes kam der Tipp, sie im betreuten Wohnen anzumelden, was sie ablehnte mit den Worten, sie käme doch nicht jeden Abend um 10 nach Hause, sie würde doch ihre Jugend nicht verschwenden. Dann riet man mir, sie in einer Notaufnahmestelle abzugeben, wenn es zuhause nicht mehr ging. Auch dort schüttelte man den Kopf, man wäre nicht dafür ausgelegt, Jugendliche gegen ihren Willen festzuhalten. Danach hat das Jugendamt sich nicht mehr bei mir gemeldet, nicht ohne mir Wüste Vorwürfe zu machen, ich sei nicht konsequent.

Ich habe sogar in der Kinderpsychiatrie angerufen, weil ich glaube, dass sie Hilfe braucht, aber auch dort wieder: Ab 16 nicht mehr gegen den Willen des Kindes.

Vor kurzem begann sie, mich zu beklaue
n, und zwar so dreist und so oft, dass ihr gesagt habe, so könne ich nicht mehr mit ihr zusammen wohnen. Sie packte darauf hin ein paar Sachen, drückte mir ihren Schlüssel in die Hand und verschwand.

Sie haust jetzt bei irgendwem, ich weiß nicht, wo sie ist.
Die Schule meckert mich dauernd aus und ich kann nichts tun.
Das Kind ist 16, ich bin für alles verantwortlich, habe aber überhaupt keine Handhabe, irgend etwas durchzusetzen? Oder ist die junge Dame vom Jugendamt einfach nur überfordert? Ich bin es auf jeden Fall.
Was würdet ihr machen?
Liebe grüße,
Mia

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30. Mai 2016 um 9:39

Huhu
nein natürlich darf man 16 nicht alles selbst entscheiden. Sie ist Minderjährig und da hast Du das Sagen. Du schreibst das Du im Moment nicht genau weißt wo sie ist, da kannst Du dann aber die Polizei einschalten und sie als vermisst melden. Ich würde das machen. Seit wann ist sie denn so " rebellisch"? Hattet ihr schon länger ein schwieriges Verhältnis oder ist ein Scheidungskind? So ein krasses Verhalten hat nichts mehr mit der Pubertät zu tun und abgesehen davon müsste die jetzt ja auch wieder vorbei sein. Rein theoretisch könntest Du sogar wegen Diebstahl anzeigen, ich nehme mal an das sie Dir Geld geklaut hat? Soll jetzt keine Aufforderung sein sondern nur so nebenbei angemerkt. Beim Geld klauen würde ich mir die Frage stellen wofür das ist. Evtl. Alkohol oder illegale Drogen? Sowas kann das Verhalten mächtig beeinflussen . Wäre das der Fall dann könnte man sie in die geschlossenen Psychiatrie einweisen lassen dann wäre auch das machbar. Ich würd da mal nachforschen ob sie Drogen nimmt ,nicht das sie da noch weiter abstürzt.
Wünsche Dir ganz viel Kraft und gute Nerven

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30. Mai 2016 um 11:22

Ich
finde wenn eine Minderjährige Drogen zu sich nimmt dann gefährdet sie sich selbst, oder nicht? Oh das Pubertät wusste ich echt nicht . Dachte die beginnt so mit 12 und endet so mit 16/17

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4. Juni 2016 um 7:52

Deine Tochter darf natürlich nicth alles selbst
entscheiden - du bist die Erziehungsberechtigte und im Rahmen von Rechten welche sie haben, vergessen Pubertierende gerne ihre Pflichten .

Ich kenne solche Hürden von Freundinnen, die solches mit den Kindern durch haben .
Da wurde dann vom Jugendamt auch nur verlangt, dass das arme Kind ein eigenes Zimmer bekommt und das Gör ließ sich ständig etwas Neues einfallen . Das Jugendamt meinte dann das Mädchen hätte Ausgang bis 1 Uhr Morgens - die Frage, wie das gute Kind am nächsten Tag die Schule schaffen soll, darauf bekam sie keine entsprechende Antwort .

In diesem Fall war das Kind kein Scheidungs- und Trennungskind . Es stellte Ansprüche und die Eltern haben alles durch . Heute ist sie vollkommen normal, geht arbeiten und hat eine Wohnung .

In einem anderen Fall, das Mädchen schwänzte die Schule - Mutter brachte sie hin - Mädchen vorne rein zur Türe und hinten wieder raus . Da hat es nicht mal etwas gebracht, dass sie dort abgestellt wurde .

Dann kam sie zieht ins Kids (bei uns eine Einrichtung wo Jugendliche sich hinwenden können und übernachten, wenn Probleme in der Schule, oder zu Hause rausgeflogen). Mutter wurde zu einem Gespräch geladen - natürlich war alles ihre Schuld . Sie nahm die Tochter wieder mit . Später dann wieder und der Anruf kam, mit Vorwürfen von der Einrichtung - Mutter sagte klipp und klar, entweder das Mädchen steht in 10 Minuten zu Hause auf der Matte, oder sie können sie behalten . Das Mädchen kam zurück .

Mein Sohn ist selbst 16. Jahre und autsch wir haben schon was durch - die Pubertät ist kein Zuckerschlecken . Ich bin ehrlich gesagt aber auch dann nicht mehr erträglich, wenn ständiges Fehlverhalten von seiner Seite kommt ...
Er hat sich an die Grenzen zu halten und mich interessiert nicht, ob das Jugendschutzgesetz ihm erlaubt bis tief in die Nacht draußen zu sein ... Ich habe ihm nie erlaubt alles tun zu dürfen . Wir haben Regeln und die hat er sich zu halten .
Auch wenn es oft schier unmöglich schien, er hält sich an die wichtigsten Punkte und ich lasse mich nicht beklauen .

Natürlich will deine Tochter nicht in eine WG dort ist alles sehr streng - 10 Uhr Licht aus - Handyabgabe usw. Selber kochen, waschen, aufräumen - da spielt es eine andere Liga ...

Sie will selbst bestimmen und hat damit, dass du ihr gesagt hast - dass sie dich mehrfach beklaut hat - den für sie angenehmsten Weg gewählt und ist auf gut Deutsch ausgezogen . Es lag an der Formulierung . Das Mädchen hat nur darauf gewartet - alles andere hat sie ja verweigert - so weit lasse ich es nicht kommen und wenn ich meinem Sohn sagen würde, er kann bei mir nicht mehr wohnen - weil ... Dann würde ich in die Wege leiten, dass er ein betreutes Wohnen bekommt, wo er um 22 Uhr das Licht ausmachen muss und und und ....
Schon alleine deshalb, weil ich denke, dass es weder deinem Kind - noch meinem schlecht geht zu Hause und den anderen die ich aufgezählt habe auch nicht . Allerdings überschreiten sie gerne mal die Grenzen .

Du hast ihr deine Hilflosigkeit signalisiert und das hat sie ausgenützt .

Ich würde die Polizei einschalten und sie suchen lassen ... und danach ein Gespräch beim Jugendamt suchen - das Kind kommt in eine betreute Wohngruppe .

Du hast immer noch die Verantwortung für sie - dann übernimm sie auch !

LG

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4. Juni 2016 um 10:07
In Antwort auf xgusx

Deine Tochter darf natürlich nicth alles selbst
entscheiden - du bist die Erziehungsberechtigte und im Rahmen von Rechten welche sie haben, vergessen Pubertierende gerne ihre Pflichten .

Ich kenne solche Hürden von Freundinnen, die solches mit den Kindern durch haben .
Da wurde dann vom Jugendamt auch nur verlangt, dass das arme Kind ein eigenes Zimmer bekommt und das Gör ließ sich ständig etwas Neues einfallen . Das Jugendamt meinte dann das Mädchen hätte Ausgang bis 1 Uhr Morgens - die Frage, wie das gute Kind am nächsten Tag die Schule schaffen soll, darauf bekam sie keine entsprechende Antwort .

In diesem Fall war das Kind kein Scheidungs- und Trennungskind . Es stellte Ansprüche und die Eltern haben alles durch . Heute ist sie vollkommen normal, geht arbeiten und hat eine Wohnung .

In einem anderen Fall, das Mädchen schwänzte die Schule - Mutter brachte sie hin - Mädchen vorne rein zur Türe und hinten wieder raus . Da hat es nicht mal etwas gebracht, dass sie dort abgestellt wurde .

Dann kam sie zieht ins Kids (bei uns eine Einrichtung wo Jugendliche sich hinwenden können und übernachten, wenn Probleme in der Schule, oder zu Hause rausgeflogen). Mutter wurde zu einem Gespräch geladen - natürlich war alles ihre Schuld . Sie nahm die Tochter wieder mit . Später dann wieder und der Anruf kam, mit Vorwürfen von der Einrichtung - Mutter sagte klipp und klar, entweder das Mädchen steht in 10 Minuten zu Hause auf der Matte, oder sie können sie behalten . Das Mädchen kam zurück .

Mein Sohn ist selbst 16. Jahre und autsch wir haben schon was durch - die Pubertät ist kein Zuckerschlecken . Ich bin ehrlich gesagt aber auch dann nicht mehr erträglich, wenn ständiges Fehlverhalten von seiner Seite kommt ...
Er hat sich an die Grenzen zu halten und mich interessiert nicht, ob das Jugendschutzgesetz ihm erlaubt bis tief in die Nacht draußen zu sein ... Ich habe ihm nie erlaubt alles tun zu dürfen . Wir haben Regeln und die hat er sich zu halten .
Auch wenn es oft schier unmöglich schien, er hält sich an die wichtigsten Punkte und ich lasse mich nicht beklauen .

Natürlich will deine Tochter nicht in eine WG dort ist alles sehr streng - 10 Uhr Licht aus - Handyabgabe usw. Selber kochen, waschen, aufräumen - da spielt es eine andere Liga ...

Sie will selbst bestimmen und hat damit, dass du ihr gesagt hast - dass sie dich mehrfach beklaut hat - den für sie angenehmsten Weg gewählt und ist auf gut Deutsch ausgezogen . Es lag an der Formulierung . Das Mädchen hat nur darauf gewartet - alles andere hat sie ja verweigert - so weit lasse ich es nicht kommen und wenn ich meinem Sohn sagen würde, er kann bei mir nicht mehr wohnen - weil ... Dann würde ich in die Wege leiten, dass er ein betreutes Wohnen bekommt, wo er um 22 Uhr das Licht ausmachen muss und und und ....
Schon alleine deshalb, weil ich denke, dass es weder deinem Kind - noch meinem schlecht geht zu Hause und den anderen die ich aufgezählt habe auch nicht . Allerdings überschreiten sie gerne mal die Grenzen .

Du hast ihr deine Hilflosigkeit signalisiert und das hat sie ausgenützt .

Ich würde die Polizei einschalten und sie suchen lassen ... und danach ein Gespräch beim Jugendamt suchen - das Kind kommt in eine betreute Wohngruppe .

Du hast immer noch die Verantwortung für sie - dann übernimm sie auch !

LG

Um 22 Uhr Licht ausmachen...
...im betreuten Wohnen, was denken manche Leute, wie es da zugeht.... Da kommt keiner in dein Zimmer, und verlangt danach, das Licht auszuschalten oder zieht einem zur Strafe das Handy ab. Nachts ist dort meist kein Mensch, der einen ''betreut''.

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4. Juni 2016 um 13:06
In Antwort auf secretgarden24

Um 22 Uhr Licht ausmachen...
...im betreuten Wohnen, was denken manche Leute, wie es da zugeht.... Da kommt keiner in dein Zimmer, und verlangt danach, das Licht auszuschalten oder zieht einem zur Strafe das Handy ab. Nachts ist dort meist kein Mensch, der einen ''betreut''.

Da muss ich dich enttäuschen -
bei uns schon .

2 Freunde meines Sohnes haben diesen Weg für sich gewählt - die erwachten aus ihrem Traum

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5. Juni 2016 um 10:12
In Antwort auf xgusx

Da muss ich dich enttäuschen -
bei uns schon .

2 Freunde meines Sohnes haben diesen Weg für sich gewählt - die erwachten aus ihrem Traum

Heim fürSchwererziehbare...
...anders kann ich mir das nicht denken.

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5. Juni 2016 um 12:07
In Antwort auf secretgarden24

Heim fürSchwererziehbare...
...anders kann ich mir das nicht denken.

Nein,
das sind betreute Wohngemeinschaften die durch die Stadt subventioniert werden . Die Jugendlichen müssen zwar selbst kochen usw., aber es ist immer eine Betreuung zugegen .

Anders verhält es sich, wenn diese Jugendlichen in diesen WGs nicht zurecht kommen - dann bekommen sie eine eigene Wohnung . Das kam bei einem anderen Jungen aus der Nachbarschaft dann schlussendlich zum Tragen . Allerdings hat auch er einen Betreuer, der ihn mehrfach die Woche aufsucht ...

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6. Juni 2016 um 7:48
In Antwort auf xgusx

Nein,
das sind betreute Wohngemeinschaften die durch die Stadt subventioniert werden . Die Jugendlichen müssen zwar selbst kochen usw., aber es ist immer eine Betreuung zugegen .

Anders verhält es sich, wenn diese Jugendlichen in diesen WGs nicht zurecht kommen - dann bekommen sie eine eigene Wohnung . Das kam bei einem anderen Jungen aus der Nachbarschaft dann schlussendlich zum Tragen . Allerdings hat auch er einen Betreuer, der ihn mehrfach die Woche aufsucht ...

Meine Erfahrungen waren anders
Ich war auch im Heim, wir hatten eine Betreuung, jedoch waren wir nachts allein. Also ab 22Uhr konnte keiner kontrollieren, ob jemand noch das Licht an hat oder bis Mitternacht telefonierte. Wir haben viel Verantwortung getragen, aber es war eine sehr schöne Zeit und ich bin dankbar für die Unterstützung, die wir dort erhalten haben. Aber ich kann mich nicht erinnern, dass es dort so abgelaufen wäre, wie du es beschreibst.

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