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Cholerischer Stiefvater

5. August 2017 um 12:09

HILFE!
(Der Text könnte etwas länger werden)

Hallo, ich bin 17 Jahre alt und lebe jetzt seid 2010 mit einem cholerischen Stiefvater zusammen. Voher muss ich aber erwähnen, dass ich schon immer schwierige Familienverhältnisse hatte. Mein Vater war Alkoholiker, und nach der Trennung hatte meine Mutter oft die falschen Männer, die uns das Geld durch diverse Suchten aus der Tasche gezogen haben. Irgendwann war es dann soweit das wir auch von einem ihrer Partner mehrfach bedroht wurden. Sie verlor ihre Arbeit, und trennte sich. Wir hatten kaum etwas zu Leben, einmal musste ich mit 9 mit trockenem Toast zur Schule gehen, weil wir mehr nicht hatten. Traurig aber war. Ich denke das hat meine Mama auch sehr negativ geprägt. Uns hat das aber sehr eng zusammen geschweißt. Dann lernte sie kurz darauf durch ihre neue Arbeit im Verkauf einen neuen Mann kennen. Nichts an ihm ist einladend, und das war/ist nicht nur meine Meinung. Er ist ungefähr 170cm groß, wiegt um die 120kg, hat eine halb glatze und verfaulte Zähne, und sonst vernachlässigt er auch Körperhygiene. Er wirkt auch von seinem Charakter bei einem ersten Gespräch nicht sonderlich symphatisch. Sie kamen kurz darauf zusammen, da war ich 10. Schon bei unserem ersten Treffen hat er mir in Abwesenheit meiner Mutter gesagt, dass er mich niemals akzeptieren wird, weil ich nicht seine Tochter bin. Anfangs hat er mich hinter ihren Rücken schikaniert, dann aber auch in Ihrem Beisein. Sie hat sich mir nie für mich eingesetzt oder etwas gesagt. Es wurde aber immer schlimmer. Er bekam wegen Kleinigkeiten schlimme wutausbrüche, hat angefangen Dinge zu zerstören, mich zu schubsen und mich aufs schlimmste beschimpft. Mit 11 hat er mich dann das erste mal raus geschmissen, weil ich nicht mit unserem Hund Gassi war. Er macht aus Kleinigkeiten wahre Straftaten und übertreibt, brüllt, beschimpft einfach maßlos. Auch in der Öffentlichkeit. Er kennt keine Grenzen und brüllt alles und jeden Nieder der etwas gegen ihn sagt. Du bist nach seiner Meinung sofort gegen Ihn wenn du nur falsch schaust. Ein Wutausbruch geht im schlimmsten fall 1-3 Tage. Aber keiner hat wirklich gehandelt. Meine Mutter nicht, Nachbarn oder Familie. Ich bin noch 3 weitere Male raus geflogen. Ich denke das meine Mutter kein Rückgrat hat, sie steht für nichts ein. Nicht mal für sich, wenn er die beschimpft. Sie macht alles nach seinem Willen und hat keine eigene Meinung. Mein Stiefvater hat Geld, und ich denke deswegen ist sie mit ihm zusammen gekommen. Um uns beide aus dieser Situation zu retten. 2014 haben sie geheiratet und ein Jahr davor ein Jungen bekommen, der mehr und mehr wie er wird. Sie vernachlässigen seine Erziehung vollkommen. Er wird strikt vor den Fernseher gesetzt, Hauptsache er ist leise.
Irgendwann bin ich depressiv geworden und wollte mich 3x umbringen. Als ich letztes Jahr zu Ihnen bin, und gesagt habe das ich gerne ausziehen würde, aus den genannten Problemen, habe ich nur Vorwürfe bekommen und kein einziges mal wurde ich gefragt weshalb ich das möchte. In all den Jahren habe ich mich genauso wie meine Mutter so gut es ging gebeugt. Mit dem täglichen Gedanken:" mach was er will,dann gibt es keinen Ärger" und hab mich dabei völlig selbst vergessen. Ich war so sehr darin vertieft, dass ich sogar bei anderen Leuten Angst hatte das sie bei Kleinigkeiten explodieren. Mittlerweile steh ich für mich selbst ein, sage meine Meinung so gut es geht und lasse mich nicht unterdrücken. Soweit zu kommen hat sehr lange gedauert. Auch nur durch meinen Freund, mit dem ich seit 2 Jahren zusammen bin. Er hält sich auf meine Bitte hin so gut es geht raus, was ihm sehr schwer fällt. Ich hab mir nie professionelle Hilfe Gesucht, aus Angst vor den Konsequenzen zuhause. Mittlerweile bin ich aber wieder an dem Punkt, wo ich nicht mehr kann. Er sucht in allem was ich mache Fehler und versucht mich dann zu bestrafen. Meine Mutter macht wie immer nichts dagegen. Die wutanfälle machen mich auch wirklich fertig, dass ist alles sehr belastend. Ich weiss einfach nicht weiter, was soll ich tun?
Ich hab aber auch nicht den Mut zum Jugendamt zu gehen, weil ich weiß das meine Eltern alles verdrehen würden. Nach außen hin spielen sie immer die liebende Familie, und wenn keiner mehr da ist wird es dann wieder schlimm. Ich kann und möchte so nicht Leben. Von meinen Eltern bekomme ich keinerlei Unterstützung und Hilfe wenn ich ausziehen würde. Ich möchte aber auch nicht ins Heim etc, ich würde wenn dann gern in eine eigene Wohnung ziehen wollen. Ich denke das dieser Weg bis dahin sehr schwer werden würde, und davor hab ich Angst.

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5. August 2017 um 18:04

Erst mal möchte ich dir sagen, dass es mir sehr leid tut, dass du so eine schreckliche Kindheit hattest
Versuche dir mal Rat bei Pro Familia zu holen. Ausserdem psychologische Hilfe. Und ums Jugendamt wirst du wohl nicht drum herum kommen... wann wirst du 18? Hast du Großeltern oder andere Verwandte die die helfen können? 

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6. August 2017 um 20:22
In Antwort auf annis_12168918

Erst mal möchte ich dir sagen, dass es mir sehr leid tut, dass du so eine schreckliche Kindheit hattest
Versuche dir mal Rat bei Pro Familia zu holen. Ausserdem psychologische Hilfe. Und ums Jugendamt wirst du wohl nicht drum herum kommen... wann wirst du 18? Hast du Großeltern oder andere Verwandte die die helfen können? 

Danke 
Danke für den Rat,werde ich machen!
Zum Jugendamt werde ich wahrscheinlich so oder so müssen, da ich auch noch Schülerin bin, ohne eigenen Verdienst. 
Ich werde erst im März 18. Da ist zwar auch nicht mehr so viel Zeit hin, aber die Grenze ist wirklich erreicht..
Ich hätte noch eine Oma und meinen Vater in der Nähe. Mein Vater hat immer noch ein leichtes Alkohol problem, das Verhältnis ist sehr schlecht und bei ihm möchte ich auch nicht leben, da er sich auch nie um mich gekümmert hat. Zu meiner Oma ist das Verhältnis gut, aber ehrlich gesagt, möchte ich auch nicht bei ihr leben. Sonst hab ich niemanden in der Nähe.

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