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Brille und Pflaster bei unserm Sohn -nur Stress

4. Mai 2007 um 9:14 Letzte Antwort: 8. Mai 2007 um 10:02

Wir sind beide noch sehr jung und haben einen zweijährigen süßen Sohn. Mit Brillen oder so was haben wir noch nie was zu tun gehabt. Letzte Woche war ich zur Vorsorgeuntersuchung und der Arzt hat uns zum Augenarzt weitergeschickt. Da wurde festgestellt dass er einen schweren Sehfehler hat. Wir waren richtig geschockt. Er ist übersichtig (?) und der Arzt hat ihm eine Brille verschrieben mit 5 Dioptrin und 10,5 Dioptrin. Und wir sollen ihm jetzt nach einem Plan ein Auge zukleben für mehrere Stunden ein paar mal in der Woche. Als der Optiker ihm die Brille zum ersten Mal aufgesetzt hat, hätte ich am liebsten geweint. Ich hab in der Schwangerschaft kein Alkohol getrunken, keine Drogen oder geraucht. Der Arzt hat mir viel erklärt und mich beruhigt, aber ich hab nur wenig davon mitgekriegt, weil ich sehr nervös war und unser Temperamentsbündel beruhigen musste.
Jetzt haben wir seit letzten Samstag die Brille und die Pflaster für die Augen. Es ist nur noch Kampf angesagt. Wenn ich schon mit der Brille anfang, reisst er sich das Ding schon vom Kopf. Und mit dem Pflaster wird es dann noch schlimmer. Wir haben es grad mal in dieser Woche eine Stunde geschafft mit dem Pflaster. Ich bekomm dann immer Mitleid und geb dann schnell auf. Und der Arzt hat gesagt, dass wir das mit dem Pflaster sehr genau machen müssen, sonst würde er später mit dem schwachen Auge nichts mehr sehn und sein Leben lang Brille tragen. Ich hab den Arzt schon dreimal angerufen deshalb, aber richtige Tips außer Belohnung konnte er nie geben. Wir sind alle drei nur noch genervt. Vielleicht ist hier jemand, der uns Tips geben kann, wie wir ihn an die Brille und das fürchterliche Pflaster gewöhnen können.

Völlig genervte Jessica

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4. Mai 2007 um 12:29

Stark bleiben =)
Ich selbst habe auch einen Sehfehler, zum einen habe ich ebenso wie dein Sohn ein stärkeres und ein schwächeres Auge, außerdem habe ich als Baby stark geschielt (wurde operiert).
Ich musste auch jahrelang diese Augenpflaster tragen (und nicht ein paar Stunden die Woche, sondern mehrere Stunden am Tag!) und fand es auch niemals sehr angenehm und habe mich dagegen gewehrt. Allerdings sind meine Eltern damals standhaft geblieben und haben mich wirklich gezwungen die Pflaster zu tragen (und es ist ihnen ziemlich schwer gefallen..), und heute bin ich ihnen mehr als dankbar dafür! Denn wenn ich diese Pflaster nicht getragen hätten, dann könnte ich heute nicht solche

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4. Mai 2007 um 12:35
In Antwort auf luanne_12252125

Stark bleiben =)
Ich selbst habe auch einen Sehfehler, zum einen habe ich ebenso wie dein Sohn ein stärkeres und ein schwächeres Auge, außerdem habe ich als Baby stark geschielt (wurde operiert).
Ich musste auch jahrelang diese Augenpflaster tragen (und nicht ein paar Stunden die Woche, sondern mehrere Stunden am Tag!) und fand es auch niemals sehr angenehm und habe mich dagegen gewehrt. Allerdings sind meine Eltern damals standhaft geblieben und haben mich wirklich gezwungen die Pflaster zu tragen (und es ist ihnen ziemlich schwer gefallen..), und heute bin ich ihnen mehr als dankbar dafür! Denn wenn ich diese Pflaster nicht getragen hätten, dann könnte ich heute nicht solche

Ohje, Beitrag zu früh abgeschickt...
"normalen" Sachen wie Führerschein etc. machen, geschweige denn anständig sehen und könnte ohne Brille und Vergrößerungsglas gar nichts sehen!

Vielleicht besorgst du ihm eine Augenklappe, dann sieht er so aus wie ein Pirat (und Piraten sind ja cool! =)) ).
Oder er darf sich jedes Mal einen tollen Sticker auf sein Pflaster kleben.
Und wegen der Brille an sich, er muss sich einfach dran gewöhnen. Vielleicht sitzt die Brille ein wenig unangenehm? Drückt sie irgendwo? Ansonsten ist eine Brille wirklich Gewohnheitssache, irgendwann fühlt man sich richtig nackt, wenn man seine Brille nicht aufsetzt =)
Es gibt aber auch tolle Bücher zu dem Thema, zb. Matti braucht eine Brille.

Ansonsten wünsche ich dir einfach viel Kraft und Durchsetzungsvermögen, denn die ganze Quälerei zahlt sich später aus. Denn wenn du jetzt nicht stark bleibst, dann wird dein Sohn später weder Autofahren, noch normale Bücher lesen, noch sonst etwas ohne Probleme können. Du musst der ganzen Sache einfach positiv gegenüberstehen, dann überträgt sich deine positive Einstellung auf ihn =)

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6. Mai 2007 um 11:08

Es ist sooooo schwer
Vielen Dank für eure Zuschriften, wir hatten gestern einen kleinen Erfolg. 1 Stunde! Aber ich komm mir dabei so schlecht vor, wenn ich ihm das Auge zukleben muss. Ich könnte dabei nur noch heulen, weil ich mir dabei wie eine Rabenmutter vorkomm, die ihr Kind quält. Ich werd damit nicht fertig. Und wenn ich ihn dann ankuck mit der Brille und dem Pflaster, ich komm mir so schlecht dabei vor. Er versteht ja noch nicht warum.

Jessica

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7. Mai 2007 um 9:12

Ich rate dir
aufjedenfall konsequent zu bleiben und wirklich die Sache mit den Pflastern und der Brille einzuhalten.

Ich habe in meinem Bekanntenkreis eine Familie, bei sind Anfang 20, haben vier !!! Kinder, davon haben zwei dasselbe Problem haben wie dein Sohn. Bei den kommt noch erschwerend hinzu, dass sie schielen. Leider legen die Eltern nicht so einen großen Wert auf den Rat der Ärzte und denken sich, dass sich das schon irgendwann geben wird.

Sei so verantwortlich und entwickel in der Hinsicht eine liebevolle Strenge, um deinem Kind dadurch das spätere Leben leichter zu machen.

Die Idee von meiner Vorrednerin, eine Piratenklappe zu besorgen, finde ich echt prima, denn so kann man daraus ein echt interessantes Spiel entwickeln. Vielleicht könnt ihr auch noch eine für dich und den Papa holen, dann wird es lustiger. Und wie heißt es so schön, "geteiltes Leid ist halbes Leid".

Ich wünsche euch viel Glück.

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8. Mai 2007 um 10:02
In Antwort auf luanne_12252125

Ohje, Beitrag zu früh abgeschickt...
"normalen" Sachen wie Führerschein etc. machen, geschweige denn anständig sehen und könnte ohne Brille und Vergrößerungsglas gar nichts sehen!

Vielleicht besorgst du ihm eine Augenklappe, dann sieht er so aus wie ein Pirat (und Piraten sind ja cool! =)) ).
Oder er darf sich jedes Mal einen tollen Sticker auf sein Pflaster kleben.
Und wegen der Brille an sich, er muss sich einfach dran gewöhnen. Vielleicht sitzt die Brille ein wenig unangenehm? Drückt sie irgendwo? Ansonsten ist eine Brille wirklich Gewohnheitssache, irgendwann fühlt man sich richtig nackt, wenn man seine Brille nicht aufsetzt =)
Es gibt aber auch tolle Bücher zu dem Thema, zb. Matti braucht eine Brille.

Ansonsten wünsche ich dir einfach viel Kraft und Durchsetzungsvermögen, denn die ganze Quälerei zahlt sich später aus. Denn wenn du jetzt nicht stark bleibst, dann wird dein Sohn später weder Autofahren, noch normale Bücher lesen, noch sonst etwas ohne Probleme können. Du musst der ganzen Sache einfach positiv gegenüberstehen, dann überträgt sich deine positive Einstellung auf ihn =)

Danke für die Beiträge
Sonntag waren wir 3 Stunden mit Brille und Pflaster im Streichelzoo, ich glaube, es klappt immer besser. Auch wenn ich mich immer noch mies fühl, wenn ich ihm das Auge zukleben muss. Ich fühl mich dann immer als Rabenmutter. Er versteht ja leider noch nicht, warum all das gemacht wird. Geärgert haben mich unheimlich gestern die Leute, manche haben ihn angegafft, unmöglich!!!
Eine kurze Fragen noch: ich hab irgendwo im Internet gelesen, dass man auch nur das Brillenglas zukleben kann. Das wäre nicht so reizend für die Haut. Sie war nach den 3 Stunden ziemlich gerötet und wir haben sie mit Bepanthen eingerieben. Es ist auch nicht so angenehm, wenn ich das Pflaster abmache. Ich mach es ganz ganz vorsichtig, aber er schreit dabei.
Wie viel Jahre musstet ihr das Pflaster tragen? War es danach geheilt? Habt ihr danach trotzdem noch die Brille behalten?

Jessica

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