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Brauche mal einen unvoreingenommenen Rat

30. November 2007 um 22:22

Hallo Ihr, ich bin jetzt fast über 20 Jahre verheiratet. In der letzten Zeit ist mein Mann wieder in alte Verfahrensmuster gefallen, gegen die ich mich früher nicht getraut habe anzugehen (hatte angst alleine zu sein).Das ist heute anders.
Aber am Besten ich erkläre mal näher mein Problem. Wir verstehen uns eigentlch sehr gut, aber mindestens einmal in der Woche kommt er einfach nicht vor 4.00 Uhr morgens heim und ruft noch nicht einmal an, um zu sagen dass er noch noch einmal zu seinem Verein geht - ich weiß was jetzt vielen denken "er hat eine Andere".Das kann ich aber zu 100 % ausschließen -. Er sagt, das habe nichts mit mir zu tun. Er müsste einfach mal was anderes sehen, mit Leuten zusammen sein, die sich freuen ihn zu sehen. Dazu muss ich sagen, dass er viel arbeitet und auch sehr viel Stress in der Firma hat. Nur bleibt es nicht nur bei dem einen Mal in der Woche, er angagiert sich viel in diesem Verein und ist von daher mindestens noch weitere zwei- bis dreimal dort und das auch am Wochenende. Ihr dürft das jetzt nicht falsch verstehen, ich bin nicht so eine, die damit generell ein Problem hätte. Scheiße finde ich nur, dass an diesen Treffen natürlich sehr oft Alkohol getrunken wird. Wäre auch nicht schlimm, wenn er das Auto stehen lassen würde. Den Führerschein hatte er vor ca. 6 Jahren auch deswegen schon mal weg, hatte danach den Idiotentest machen müssen und hat es auch danach für Jahre geschafft entweder nichst zu trinken wenn er mit dem Auto unterwegs war oder es stehen zu lassen. Aber das ist jetzt fährt er wieder und immer wieder verspricht er mir das es nicht mehr vorkommt, aber darauf kann ich mich leider nicht verlassen. Außerdem tut es mir sehr weh, wenn er sagt "ich habe so viel Stress auf der Arbeit, ich muss mal was anderes sehen". Hallo gehts noch, ich kann mich nicht ereinnern, dass er im letzten halben Jahr mal vor 21.00 Uhr zu Hause war.

Jedesmal bin ich nach solchen Aktionen nahe dran, ihm zu sagen, dass das das letze Mal war.
Anfangs sagte ich ja, dass ich nicht mehr angst habe alleine zu sein, bin mir aber nicht sicher, ob ich das alles dann auch bis zum bitteren Ende durchziehen kann.
Die letze Aktion war gestern. Um 4.30 ist er heekommen. Als ich heute von der Arbeit kam (13.00 Uhr), lag er noch im Bett (ist also nicht arbeiten gegangen) und liegt dort - mit kurzen Unterbrechungen - immer noch dort. Aber von einer Entschuldigung habe ich bis jetzt nichts gehört, noch nicht einmal ein Wort hat er bisher mit mir gesprochen. Das ist doch nicht normal oder?? Früher hätte ich den ersten Versuch gemacht, das habe ich mir aberabgewöhnt, weil er nicht bereit ist mit mir zu reden und ich dann völlig am Ende war. Was würdet Ihr tun?

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30. November 2007 um 22:52

"Wir verstehen und eigentlich sehr gut"
das glaubst du doch selbst nicht. Ich bin dafür,dass jeder seine Wege in der Beziehung geht auch eigene Freunde und eigene Unternehmungen, aber was du so im weiteren beschreibst, das klingt doch irgendwie nicht so ganz intakt. Dein Mann hat womöglich auch noch ein Alkoholproblem. Falls es so ist, dann geh in eine Gruppe für Angehörige von Alkoholkranken oder geh mal in eine Beratung zu Caritas oder Diakonie. Wo sind denn eure Gemeinsamkeiten, wenn er nicht zuhause ist?
Bei euch wäre doch glaube ich mal dringend ein ausführliches Gespräch notwendig. Auch das
Thema Abhängigkeit und Co-Abhängigkeit kannst
du dir mal näher betrachten. Wie gestaltet sich eigentlich dein Leben, darüber schreibst
du nichts oder wartest du nur zuhause, wann und in welchem Zustand dein Liebster heimkommt. Ich würde an deiner Stelle mal genau hinsehen und das Ganze gründlich betrachten und für dich entscheiden,ob so deine nächsten 20 Jahre aussehen sollen.
Gruß Melike

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