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Brauche eure Meinung dazu - Ausgrenzung meines Kindes?

18. November 2007 um 9:07 Letzte Antwort: 19. November 2007 um 11:29

Hallo,

uns ist gestern folgendes passiert. Noahs Der Freundmeines Sohnes (9) feierte gestern seinen 10. Geburtstag, ohne mein Kind einzuladen. Schön und gut. Doch die Mutter, eine Kindergärtnerin, kommt mit allen Geburtstagskindern vorbei, darunter viele Freunde meines Kindes, und spielt vor unserer Haustüre ein Spiel mit den Kindern. Dazu hat sie mich noch um Becher gebeten, da sie die vergessen hat. Mein Kind, das draußen gerade Schnee geschippt hat, steht abseits und soll zusehen.

Ihre drei Kinder, darunter auch ihre Tochter, die beste Freundin meiner Tochter, gehen bei uns ein und aus.

Ich habe ihr gesagt, dass ich enttäuscht bin, dass mein Sohn ausgeschlossen ist, Ihr Sohn wird doch auch von meinem Sohn eingeladen. Da hat sie mir vorgeworfen, ich würde aufrechnen, hat sie sich auf dem Absatz umgedreht und ist gegangen.

Da ich ziemlich wütend bin über dieses Verhalten, und mir vorstelle, meine Freunde kommen vorbei, machen ein kleines Sit-In vor meiner Haustüre, bitten mich noch um Gläser und bedeuten mir, dass ich heute gar nicht vorgesehen bin und sie mit mir heute nichts zu tun haben.

Ich finde das traurig, es fertig zu bringen, ein Kind vor den Freunden stehen zu lassen und das noch vor der eigenen Haustüre. Und ich finde es auch ein Beispiel dafür, das Ausgrenzung erzogen wird.

Was habt Ihr für eine Meinung darüber?

Wäre nett, von Euch zu hören.

Manuela



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18. November 2007 um 11:14

Das finde ich auch...
... unter aller Sau. Es gibt viele Leute, die dermassen blöd und gedankenlos sind. Wir haben auch ähliches erlebt mit den "Freunden" unseres Sohnes (11). Und ich finde, es hat gar nichts mit "aufrechnen" zu tun, sondern mit Menschlichkeit und normalen, zivilizierten Benehmen. "Benehmen" und "Höflichkeit" scheinen auch für vielen Fremdwörter zu sein. Ich habe leider kein Rat für dich. Ich kann nur über solche Menschen den Kopf schütteln. Hoffentlich werden sie eines Tages am eigenen Leib erfahren, wie es ist, ausgegrenzt und frech ausgenützt zu werden.

Gruß
Pusskin

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18. November 2007 um 15:28

Zuerst wäre mal rauszufinden...
...was denn Noah selber darüber denkt. Mit 10 kann man einem kind nicht mehr unbedingt vorschreiben, wen es einzuladen hat und wen nicht.

Vielleicht ist etwas zwischen den beiden vorgefallen, was dir nicht bekannt ist? Vielleicht sind sie gar nicht so eng befreundet, wie es dir bisher erschienen ist????

Vielleicht wäre es auch taktisch klüger gewesen, ihr nicht gleich zu sagen, wie enttäuscht du bist und es wirklich "aufzurechnen", sondern sie (oder noch besser das Kind) einfach mal zu fragen, weshalb denn dein Sohn nicht eingeladen war. Manchmal gibt es einfach Gründe, die man nicht kennt. Sachlichkeit ist in meinen AUgen erstmal angesagt, bevor man spekuliert und interpretiert.

Grüße

Isa

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18. November 2007 um 18:42

Meine Meinung
Du kannst der Mutter des Freundes keinen Vorwurf machen, denn in dem Alter sollten Kinder selbst entscheiden, wen sie einladen und wen nicht. Wenn meine Kinder ihre Freunde zum Geburtstag einladen, frage ich höchstens, ob sie den einen oder anderen nicht vergessen haben (kann ja mal vorkommen). Wenn sie dann aber sagen, daß derjenige nicht kommen soll, akzeptiere ich das und halte mich daraus. Genauso wäre es, wenn meine Kinder irgendwo nicht eingeladen werden. Ich würde niemals die Mutter darauf ansprechen. Vielleicht haben die beiden sich irgendwie verkracht (war es zu unserer Kinderzeit anders?) und sind nächste Woche wieder die besten Freunde. Ich würde das nicht überbewerten.

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19. November 2007 um 8:53
In Antwort auf raja_11851757

Meine Meinung
Du kannst der Mutter des Freundes keinen Vorwurf machen, denn in dem Alter sollten Kinder selbst entscheiden, wen sie einladen und wen nicht. Wenn meine Kinder ihre Freunde zum Geburtstag einladen, frage ich höchstens, ob sie den einen oder anderen nicht vergessen haben (kann ja mal vorkommen). Wenn sie dann aber sagen, daß derjenige nicht kommen soll, akzeptiere ich das und halte mich daraus. Genauso wäre es, wenn meine Kinder irgendwo nicht eingeladen werden. Ich würde niemals die Mutter darauf ansprechen. Vielleicht haben die beiden sich irgendwie verkracht (war es zu unserer Kinderzeit anders?) und sind nächste Woche wieder die besten Freunde. Ich würde das nicht überbewerten.

Aber...
...warum mussten sie denn direkt vor der Haustür dieses Kindes spielen, und dann noch dazu um Becher für irgendein Spiel zu bitten? Das finde ich nicht sehr feinfühlig und einfach nur rotzfrech.

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19. November 2007 um 10:25
In Antwort auf nusha_12122156

Aber...
...warum mussten sie denn direkt vor der Haustür dieses Kindes spielen, und dann noch dazu um Becher für irgendein Spiel zu bitten? Das finde ich nicht sehr feinfühlig und einfach nur rotzfrech.

Naja, es mag schon
unsensibel sein, sich gerade dort niederzulassen. Vielleicht hat die Mutter des Geburtstagskindes das aber gar nicht "mit Absicht" getan, sozusagen um dem nicht eingeladenen Kind den Daumen zu zeigen, wie es hier dargestellt wurde. Sie brauchte halt Becher und hat bei jemandem geklingelt, der grade in der Nähe wohnt, einfach aus praktischen Gründen.

Als Mutter ist man oft versucht, sich selbst zurückgewiesen zu fühlen, wenn das eigenen Kind irgendwo nicht eingeladen wird; ich kenne auch etliche in dieser Weise empfindliche Leute. Aber ich denke, das ist nicht gerechtfertigt; Kinder müssen bei ihren Vorlieben, Freundschaften und Geburtstagseinladungen nicht auch noch Rücksicht auf die Empfindlichkeiten der zugehörigen Mütter nehmen - wo kommen wir denn da hin? - und für eine Mutter sollte nicht gleich die Welt untergehen, wenn der eigene Sohn/Tochter mal nicht "dabei" ist.

Tiny

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19. November 2007 um 11:29
In Antwort auf birgit_11892245

Naja, es mag schon
unsensibel sein, sich gerade dort niederzulassen. Vielleicht hat die Mutter des Geburtstagskindes das aber gar nicht "mit Absicht" getan, sozusagen um dem nicht eingeladenen Kind den Daumen zu zeigen, wie es hier dargestellt wurde. Sie brauchte halt Becher und hat bei jemandem geklingelt, der grade in der Nähe wohnt, einfach aus praktischen Gründen.

Als Mutter ist man oft versucht, sich selbst zurückgewiesen zu fühlen, wenn das eigenen Kind irgendwo nicht eingeladen wird; ich kenne auch etliche in dieser Weise empfindliche Leute. Aber ich denke, das ist nicht gerechtfertigt; Kinder müssen bei ihren Vorlieben, Freundschaften und Geburtstagseinladungen nicht auch noch Rücksicht auf die Empfindlichkeiten der zugehörigen Mütter nehmen - wo kommen wir denn da hin? - und für eine Mutter sollte nicht gleich die Welt untergehen, wenn der eigene Sohn/Tochter mal nicht "dabei" ist.

Tiny

Es hieß...
...daß die 3 Kinder dieser Frau regelmäßig bei der betroffenen Familie rein und raus gehen. Daher halte ich es für sehr unwahrscheinlich, daß die Frau es nicht gewusst hatte, bei wem sie klingelt und um Becher bittet. Und das Kind hat dabei gestanden und nur zugucken können, wie seine Freunde sich ohne ihn vergnügen. Das hat alles gar nix damit zu tun, ob die Mutter von diesem Jungen sich zurückgewiesen gefühlt hat oder nicht. Diese Leute haben meines Erachtens anscheinend gar kein Anstand. Das würde ich nicht übers Herz bringen können, mich so zu verhalten.

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