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Bitte um Rat: Tochter ist abgehauen

27. April 2004 um 7:35

Hallo,

am letzten Donnerstag ist mir meine Tochter (17) agehauen:

sie kam um 6:30 Uhr ganz hektisch aus ihrem Zimmer, schaltete den Computer ein, weil sie noch etwas für die Schule auf CD bennen musste. Sie fand keine leere CD, ausser eine DVD und ich stellte sie zur Rede, warum sie sowas nicht am Vortag mache, anstalle bis 24:00 Uhr Fernseh zu schauen. Es gab Worte hin und her und ich weckte meinen Sohn auf, ob er noch eine leere CD habe. Er verneinte. Sie saß währenddessen seelenruhig am PC und wartete ab.
Ich setzte mich absichtlich wieder an den Frühsückstisch und sagte nichts mehr, um keinen Streit mehr zu provozieren.
Da schrie sie mich plötzlich harsch an: "die setzt sich hin zum Fressen und ihc warte auf die DC!!"

Ich forderte sie auf, die DVD zu nehmen und klatschte ihr von Hinten ins Gesicht, da sie mit dem Rücken zu mir saß. Daraufhin spran sie auf und schlug mir ins Gesicht. Ich schlug zurück, sie wieder her; aber ich konnte nicht so oft zurückschlagen, wie sie mich watschte! Dann biss sie mich in die Hand, dass es stark blutete und ich schrie nur noch sie solle verschwinden. Das tat sie auch. Nun wohnt sie beim Freund und seiner Mutter; das Essen wird ihr hingestellt, die Wäsche gewaschen und obwohl es der Frau finanziell sehr schlecht geht (sie hält sich mit Kartenlegen über Wasser), gibt sie ihr Geld, damit meine Tochter mit dem Zug zur Schule kommt. Obwohl ich die Frau mehrmals aufgefordert habe, die Unterstützung einzustellen, weil sie es meiner Tochter zu bequem macht und sie sonst nicht heimkommt, unterlässt sie das nicht.
Das Jugendamt habe ich eingeschaltet und sie bieten mir an, meine Tochter mit Polizei zurückzuholen. Mit mir würde sie nicht mitfahren.

Was soll ich tun? Ich zittere nur noch und bin kaum fähig, noch zur Arbeit zu gehen.

Danke für Eueren Rat im Voraus.

Johanna

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27. April 2004 um 7:41

Red mit deiner Tochter!
Hallo Johanna,

geh zu dem freund hin, wenn du weißt, deine Tochter ist da und versuche ruhig mit ihr zu reden. Wenn das net hilft, dann lass sie mit der Polizei holen. Sag ihr das auch. Wenn sie net ruhig mit dir redet oder sich weigert.

LG
Sternchen114

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27. April 2004 um 10:45

Keine polizei
Liebe Johanna,
mit dir möchte ich nicht tauschen....
ich kann nur raten, dir hilfe zu holen bei einer psychologischen beratungsstelle.
vielleicht läßt du ihr einfach mal ein bisschen zeit, damit ihr beide zur ruhe kommt. ruf sie nicht an... warte erst mal ab.
hast du schon mit der schule gesprochen? das würde ich glaub ich, als nächstes tun.
schalte doch den vertrauenslehrer ein.
ich drück dir ganz fest die daumen...

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27. April 2004 um 16:09
In Antwort auf luanne_12091457

Red mit deiner Tochter!
Hallo Johanna,

geh zu dem freund hin, wenn du weißt, deine Tochter ist da und versuche ruhig mit ihr zu reden. Wenn das net hilft, dann lass sie mit der Polizei holen. Sag ihr das auch. Wenn sie net ruhig mit dir redet oder sich weigert.

LG
Sternchen114

Traurige Situation
Hallo Johanna,
mensch das ist ja eine schreckliche Situation. Ich glaube nicht das es Dir was nützt sie von der Polizei abholen zu lassen. Sie würde sich innerlich nur noch mehr abgrenzen. Es gibt in jeder Stadt Beratungsstellen von der Diakonie, die bieten auch Erziehungsberatung an. Vielleicht ist sie ja mit einem Gespräch unter 9 Augen einverstanden. Eine neutrale Person dazwischen beward euch beide vor solchen Emotionalen ausbrüchen. Sprecht darüber wie es weitergehen soll. Das du die wohnsituation im moment für nicht so geeignet findest und deine Gründe dazu. Vielleicht auch das du sie vermisst und sie lieb hast. Auch "Große Kinder" möchten das manchmal noch hören.
@Tempress: sicher sie hätte nicht schlagen sollen, aber passiert ist passiert. Ich glaube nicht das Johanna sich vorgenommen hatte sie zu schlagen....es ist vielleicht einfach nur ein Ausdruck ihrer Hilflosigkeit gewesen. Es scheint als das das Verhältniss zwischen den beiden ja schon länger schlecht war.
Liebe Johanna vielleicht ist es die große Chance einen neuen Erwachsenen Draht zueinander zu finden. Manchmal reinigt so ein heftiges Gewitter einfach die Luft. Ich wünsche es euch beiden zumindest.

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27. April 2004 um 16:10
In Antwort auf tausendschoen

Traurige Situation
Hallo Johanna,
mensch das ist ja eine schreckliche Situation. Ich glaube nicht das es Dir was nützt sie von der Polizei abholen zu lassen. Sie würde sich innerlich nur noch mehr abgrenzen. Es gibt in jeder Stadt Beratungsstellen von der Diakonie, die bieten auch Erziehungsberatung an. Vielleicht ist sie ja mit einem Gespräch unter 9 Augen einverstanden. Eine neutrale Person dazwischen beward euch beide vor solchen Emotionalen ausbrüchen. Sprecht darüber wie es weitergehen soll. Das du die wohnsituation im moment für nicht so geeignet findest und deine Gründe dazu. Vielleicht auch das du sie vermisst und sie lieb hast. Auch "Große Kinder" möchten das manchmal noch hören.
@Tempress: sicher sie hätte nicht schlagen sollen, aber passiert ist passiert. Ich glaube nicht das Johanna sich vorgenommen hatte sie zu schlagen....es ist vielleicht einfach nur ein Ausdruck ihrer Hilflosigkeit gewesen. Es scheint als das das Verhältniss zwischen den beiden ja schon länger schlecht war.
Liebe Johanna vielleicht ist es die große Chance einen neuen Erwachsenen Draht zueinander zu finden. Manchmal reinigt so ein heftiges Gewitter einfach die Luft. Ich wünsche es euch beiden zumindest.

Bin so böd...
meinte natürlich 6 Augen!!! *versink vor scham im Boden*

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27. April 2004 um 18:54

...
Das mit der Polizei bringt doch nichts, sie ist doch bald volljährig. Mich würde eher mal interessieren, ob es bei Euch öfters solche Szenen gab. Falls nicht, finde ich nicht, daß Du großartig falsch reagiert hast. Natürlich hat eine Mutter ihre Tochter nicht zu schlagen, aber eine Tochter hat sich auch nicht so zu ihrer Mutter zu verhalten. Die Prügelei, die dann entstanden ist, ist natürlich schon der Hammer, und da glaube ich, daß da mehr vorgefallen ist als bloß die Angelegenheit mit der CD.

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27. April 2004 um 20:22
In Antwort auf tausendschoen

Bin so böd...
meinte natürlich 6 Augen!!! *versink vor scham im Boden*

'tschuldigung, aber
ich finde die Vorstellung mit den 3 Augen pro Person zum Brüllen! *wechlach*

...mal Ernst: Es ist schwer sich in so eine Situation reinzuversetzen und Ratschläge zu geben, aber wenn ich mir vorstelle die Tochter zu sein, dann würde ich wohl erst richtig ausrasten, wenn ich von der Polizei geholt werden würde. Das spielt die Situation sicher nur noch mehr hoch, als es ohnehin schon ist. Ich kann mir gut vorstellen, daß sie sich im Recht fühlt, schließlich hat die Mutter zuerst zugeschlagen und dann auch noch von hinten. Nicht, daß ich ausschließen würde, daß mir das auch mal passieren könnte (wer kann das schon), aber sie ist ein junges Mädchen, das glaubt erwachsen zu sein und wird ihr eigenes, sicher auch falsches Verhalten dagegen als halb so schlimm ansehen. Wie alle schon sagten wird das was passiert ist nicht das einzige sein, was zwischen beiden falsch läuft, deshalb gilt es aufzuräumen. Wichtig ist nur, daß es nicht passiert, daß jeder dem anderen die Schuld in die Schuhe schiebt und bloß nicht dieses "Du hast aber auch....". Ich weiß wie ich selbst das hasse. Vielmehr ist wichtig zu erklären, warum man in manchen Dingen so oder so gehandelt hat, ohne dem anderen einen Vorwurf zu machen und zu versuchen den anderen zu verstehen, warum er so oder so gehandelt hat. Kann mir wer folgen?
Ich weiß nicht ob es richtig ist gleich fremde Hilfe zu holen, wei Psychologen etc.. Es kann sicher Vorteile haben aber vielleicht fühlt sich die Tochter damit auch überrumpelt oder sie erkennt dadurch nur, daß die Mutter keine Autorität ihr gegenüber aufbringen kann und nimmt sie dann nicht ernst. Ist halt schwer zu sagen wenn man nicht weiß wie es sonst so zu Hause ablief.
Ich wünsche auf jeden Fall viel Kraft für beide und wer weiß, vielleicht ist dies ja wirklich eine Chance neu anzufangen und alles besser zu machen, wie schon jemand hier gesagt hat.
Viel Glück!

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27. April 2004 um 20:26
In Antwort auf carmo_12347681

'tschuldigung, aber
ich finde die Vorstellung mit den 3 Augen pro Person zum Brüllen! *wechlach*

...mal Ernst: Es ist schwer sich in so eine Situation reinzuversetzen und Ratschläge zu geben, aber wenn ich mir vorstelle die Tochter zu sein, dann würde ich wohl erst richtig ausrasten, wenn ich von der Polizei geholt werden würde. Das spielt die Situation sicher nur noch mehr hoch, als es ohnehin schon ist. Ich kann mir gut vorstellen, daß sie sich im Recht fühlt, schließlich hat die Mutter zuerst zugeschlagen und dann auch noch von hinten. Nicht, daß ich ausschließen würde, daß mir das auch mal passieren könnte (wer kann das schon), aber sie ist ein junges Mädchen, das glaubt erwachsen zu sein und wird ihr eigenes, sicher auch falsches Verhalten dagegen als halb so schlimm ansehen. Wie alle schon sagten wird das was passiert ist nicht das einzige sein, was zwischen beiden falsch läuft, deshalb gilt es aufzuräumen. Wichtig ist nur, daß es nicht passiert, daß jeder dem anderen die Schuld in die Schuhe schiebt und bloß nicht dieses "Du hast aber auch....". Ich weiß wie ich selbst das hasse. Vielmehr ist wichtig zu erklären, warum man in manchen Dingen so oder so gehandelt hat, ohne dem anderen einen Vorwurf zu machen und zu versuchen den anderen zu verstehen, warum er so oder so gehandelt hat. Kann mir wer folgen?
Ich weiß nicht ob es richtig ist gleich fremde Hilfe zu holen, wei Psychologen etc.. Es kann sicher Vorteile haben aber vielleicht fühlt sich die Tochter damit auch überrumpelt oder sie erkennt dadurch nur, daß die Mutter keine Autorität ihr gegenüber aufbringen kann und nimmt sie dann nicht ernst. Ist halt schwer zu sagen wenn man nicht weiß wie es sonst so zu Hause ablief.
Ich wünsche auf jeden Fall viel Kraft für beide und wer weiß, vielleicht ist dies ja wirklich eine Chance neu anzufangen und alles besser zu machen, wie schon jemand hier gesagt hat.
Viel Glück!

Ach ja,
ich weiß auch nicht, ob abwarten das richtige ist. Vielleicht ist sie beleidigt und denkt: "Mama muß sich bei mir entschuldigen" und wartet, daß irgendwas von ihrer Mutter aus passiert. Wenn dann nichts von ihr kommt, dann ist sie vielleicht noch enttäuschter??

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27. April 2004 um 21:59
In Antwort auf carmo_12347681

Ach ja,
ich weiß auch nicht, ob abwarten das richtige ist. Vielleicht ist sie beleidigt und denkt: "Mama muß sich bei mir entschuldigen" und wartet, daß irgendwas von ihrer Mutter aus passiert. Wenn dann nichts von ihr kommt, dann ist sie vielleicht noch enttäuschter??

Hallo
Johanna, das Thema "Erziehung" solltest du abhaken. Gewöhgne dich daran, dass deine Tochter quasi erwachsen ist, und es deine Aufgabe sein sollte, dich selbst etwas zurück zu nehmen und sie ihren Weg gehen zu lassen. Alles was du tun kannst ist versuchen ein freundschaftliches Verhältnis aufzubauen um ihre Vertrauen zu gewinnen und so langsam wieder zu einer Annäherung zu finden.
Was bringt es dir sie von der Polizei holen zu lassen außer ein kurzeitiger "Machtgewinn", woraufhin sie ein paar Monate in frostiger Atmosphäre bei dir ausharren wird um dann in ein paar Monaten, wenn sie 18 ist entgültig zu gehen und nichts mehr mit dir zu tun haben will? Ich habe es damals auch nicht mehr mit den eweigen Nörgeleien und die Beformundung meiner Mutter ausgehalten und bin mit 17 ausgezogen, mit 18 bin ich dann richtig weit weg gezogen und habe mein eigenes Leben begonnen. Ich habe mein Leben selbst in die Hand genommen und war auch finanziell unabhängig! So schwer es dir auch fallen mag, deine Tochter ist alt genug und du hast keine Handhabe mehr sie zu etwas zu zwingen.
Gruß Xena

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28. April 2004 um 16:57
In Antwort auf amy_12882081

Hallo
Johanna, das Thema "Erziehung" solltest du abhaken. Gewöhgne dich daran, dass deine Tochter quasi erwachsen ist, und es deine Aufgabe sein sollte, dich selbst etwas zurück zu nehmen und sie ihren Weg gehen zu lassen. Alles was du tun kannst ist versuchen ein freundschaftliches Verhältnis aufzubauen um ihre Vertrauen zu gewinnen und so langsam wieder zu einer Annäherung zu finden.
Was bringt es dir sie von der Polizei holen zu lassen außer ein kurzeitiger "Machtgewinn", woraufhin sie ein paar Monate in frostiger Atmosphäre bei dir ausharren wird um dann in ein paar Monaten, wenn sie 18 ist entgültig zu gehen und nichts mehr mit dir zu tun haben will? Ich habe es damals auch nicht mehr mit den eweigen Nörgeleien und die Beformundung meiner Mutter ausgehalten und bin mit 17 ausgezogen, mit 18 bin ich dann richtig weit weg gezogen und habe mein eigenes Leben begonnen. Ich habe mein Leben selbst in die Hand genommen und war auch finanziell unabhängig! So schwer es dir auch fallen mag, deine Tochter ist alt genug und du hast keine Handhabe mehr sie zu etwas zu zwingen.
Gruß Xena

Danke für Euere Antworten
Leider muss man erst in dieser Lage sein, um zu erfassen, was das bedeutet, wie ich mich fühle.

Fazit ist: Jahre habe ich meiner Tochter immer mehr Freiheiten erlaubt, um zermürbenden Streitereien aus dem Weg zu gehen. Dies bemerkte und warf mir auch mein Sohn (16), der immer schon die Agressionen meiner Tochter zu spüren bekam.

Fazit ist auch, dass sie sich erst durch meine nachgiebige Art Frechheiten uns Eltern gegenüber herausnahm, die nicht normal sind. Eben weil sie wusste, dass wir uns nicht mehr durchsetzen konnten.

Anstelle froh darüber zu sein, dass ich ihr keine Vorhaltungen machte, weil sie die CD für die Schule nicht tags zuvor vorbereitet hat und mich friedlich zum Frühstücken setzte, meinte sie, im Recht zu sein, indem sie mich anschrie, ich würde fressen, während sie wartete, von mir mit der benötigten CD bedient zu werden.
Soweit ich mit Freundinnen und Arbeitskolleginnen geredet habe, die selbst Kinder haben, pflichtet mir jeder bei, dass sie genauso reagiert hätten. Selbst eine Sozialpädagogin des Jugendamtes gibt mir Recht.

Ich habe mehrmals versucht, an meine Tochter heranzukommen und mich mit der Frau vom Jugendamt zu treffen, um das wieder ins Lot zu bekommen.Die Sozialpädagogin telefonierte mir ihr in der Schule und sie lehnte ab, sich mit uns zu treffen.

Ich befürchte, dass sich durch dieses sture und uneinsichtige Verhalten die Fronten verhärten, statt sich zu glätten und ich nicht mehr bereit bin, einzulenken. Meine Tochter hatte bis jetzt Zeit, einen guten Willen zu zeigen....

Da sie ja eine angehende Erwachsene ist, müsste sie eigenlich zunehmend in der Lage sein, ihr Handeln abschätzen und verantworten zu können. Denn bei Lehrern, Mitschülern und Freundinnen gegenüber, mit denen es auch hin und wieder Zoff gibt, weiss sie auch, wie weit sie gehen darf und was nicht.

Ich werde auf jeden Fall nicht zu Kreuze kriechen und ihr das Gefühl geben, dass sie Oberhand hat, wie ich bisher immer wieder eingelenkt habe und sie meinte, mit mir machen zu können, was sie will.
Dazu hat sie mich diesmal zu sehr verletzt.

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28. April 2004 um 18:59
In Antwort auf na'ima_12049101

Danke für Euere Antworten
Leider muss man erst in dieser Lage sein, um zu erfassen, was das bedeutet, wie ich mich fühle.

Fazit ist: Jahre habe ich meiner Tochter immer mehr Freiheiten erlaubt, um zermürbenden Streitereien aus dem Weg zu gehen. Dies bemerkte und warf mir auch mein Sohn (16), der immer schon die Agressionen meiner Tochter zu spüren bekam.

Fazit ist auch, dass sie sich erst durch meine nachgiebige Art Frechheiten uns Eltern gegenüber herausnahm, die nicht normal sind. Eben weil sie wusste, dass wir uns nicht mehr durchsetzen konnten.

Anstelle froh darüber zu sein, dass ich ihr keine Vorhaltungen machte, weil sie die CD für die Schule nicht tags zuvor vorbereitet hat und mich friedlich zum Frühstücken setzte, meinte sie, im Recht zu sein, indem sie mich anschrie, ich würde fressen, während sie wartete, von mir mit der benötigten CD bedient zu werden.
Soweit ich mit Freundinnen und Arbeitskolleginnen geredet habe, die selbst Kinder haben, pflichtet mir jeder bei, dass sie genauso reagiert hätten. Selbst eine Sozialpädagogin des Jugendamtes gibt mir Recht.

Ich habe mehrmals versucht, an meine Tochter heranzukommen und mich mit der Frau vom Jugendamt zu treffen, um das wieder ins Lot zu bekommen.Die Sozialpädagogin telefonierte mir ihr in der Schule und sie lehnte ab, sich mit uns zu treffen.

Ich befürchte, dass sich durch dieses sture und uneinsichtige Verhalten die Fronten verhärten, statt sich zu glätten und ich nicht mehr bereit bin, einzulenken. Meine Tochter hatte bis jetzt Zeit, einen guten Willen zu zeigen....

Da sie ja eine angehende Erwachsene ist, müsste sie eigenlich zunehmend in der Lage sein, ihr Handeln abschätzen und verantworten zu können. Denn bei Lehrern, Mitschülern und Freundinnen gegenüber, mit denen es auch hin und wieder Zoff gibt, weiss sie auch, wie weit sie gehen darf und was nicht.

Ich werde auf jeden Fall nicht zu Kreuze kriechen und ihr das Gefühl geben, dass sie Oberhand hat, wie ich bisher immer wieder eingelenkt habe und sie meinte, mit mir machen zu können, was sie will.
Dazu hat sie mich diesmal zu sehr verletzt.

...
Wie auch immer die Beziehung bisher verlaufen ist, esläßt sich nichts mehr rückgängig machen sondern geht einzig um die Gegenwart

"Ich werde auf jeden Fall nicht zu Kreuze kriechen und ihr das Gefühl geben, dass sie Oberhand hat, wie ich bisher immer wieder eingelenkt habe und sie meinte, mit mir machen zu können, was sie will."

Das tust du aber indem du Himmel und Hölle in Bewegung setzt, dich mit ihr zu versönen und sie zum "nach Hause" kommen zu bewegen und gar das Jugendamt bemühst...

LASS SIE ZIEHEN und ihr Leben selbst in die Hand nehmen! du musst ihr nicht hinterher rennen und du bist nicht mehr dafür zuständig ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Wenn sie mit 18 zurück kommt, sollte sie dich bitten, wieder dort wohnen zu dürfen oder dich bitten Geld zu bekommen... ich denke aber das wird sie nicht tun. Befreie dich davon und schließe ab mit diesem "Auftrag ihre Kinheit zu begleiten" Sie doch froh, dass du sie los bist, wenn es nur Ärger gab?! Du kannst nichts erzwingen und machst es dir nur selber schwer! Geh in die Stadt und kauf dir was schönes, für das Geld was du dir sparst, und denk wieder mehr an dich

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28. April 2004 um 20:36
In Antwort auf na'ima_12049101

Danke für Euere Antworten
Leider muss man erst in dieser Lage sein, um zu erfassen, was das bedeutet, wie ich mich fühle.

Fazit ist: Jahre habe ich meiner Tochter immer mehr Freiheiten erlaubt, um zermürbenden Streitereien aus dem Weg zu gehen. Dies bemerkte und warf mir auch mein Sohn (16), der immer schon die Agressionen meiner Tochter zu spüren bekam.

Fazit ist auch, dass sie sich erst durch meine nachgiebige Art Frechheiten uns Eltern gegenüber herausnahm, die nicht normal sind. Eben weil sie wusste, dass wir uns nicht mehr durchsetzen konnten.

Anstelle froh darüber zu sein, dass ich ihr keine Vorhaltungen machte, weil sie die CD für die Schule nicht tags zuvor vorbereitet hat und mich friedlich zum Frühstücken setzte, meinte sie, im Recht zu sein, indem sie mich anschrie, ich würde fressen, während sie wartete, von mir mit der benötigten CD bedient zu werden.
Soweit ich mit Freundinnen und Arbeitskolleginnen geredet habe, die selbst Kinder haben, pflichtet mir jeder bei, dass sie genauso reagiert hätten. Selbst eine Sozialpädagogin des Jugendamtes gibt mir Recht.

Ich habe mehrmals versucht, an meine Tochter heranzukommen und mich mit der Frau vom Jugendamt zu treffen, um das wieder ins Lot zu bekommen.Die Sozialpädagogin telefonierte mir ihr in der Schule und sie lehnte ab, sich mit uns zu treffen.

Ich befürchte, dass sich durch dieses sture und uneinsichtige Verhalten die Fronten verhärten, statt sich zu glätten und ich nicht mehr bereit bin, einzulenken. Meine Tochter hatte bis jetzt Zeit, einen guten Willen zu zeigen....

Da sie ja eine angehende Erwachsene ist, müsste sie eigenlich zunehmend in der Lage sein, ihr Handeln abschätzen und verantworten zu können. Denn bei Lehrern, Mitschülern und Freundinnen gegenüber, mit denen es auch hin und wieder Zoff gibt, weiss sie auch, wie weit sie gehen darf und was nicht.

Ich werde auf jeden Fall nicht zu Kreuze kriechen und ihr das Gefühl geben, dass sie Oberhand hat, wie ich bisher immer wieder eingelenkt habe und sie meinte, mit mir machen zu können, was sie will.
Dazu hat sie mich diesmal zu sehr verletzt.

Hallo Johanna,
ich finde auch, daß Du nicht zu Kreuze ziehen solltest.Mit 17 ist sie alt genug, auch mal Verantwortung für Ihr Handeln zu übernehmen.
Und vielleicht bringt Euch der Abstand wieder näher.Vielleicht macht sie sich,nachdem die Wut verraucht ist, mal Gedanken.
Aber wenn Du sie mit der Polizei zurückholst, verlierst Du völlig ihr Vertrauen.Sie ist schließlich kein kleines Kind mehr.Auch wenn sie sich so verhält.Ich würde auf jeden Fall nicht einlenken, damit sie sich mal über ihr Handeln bewußt wird.
Ich wünsche Euch, daß ihr einen Weg zueinander findet.
Alles Gute,

Happyanja

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29. April 2004 um 7:25
In Antwort auf amy_12882081

...
Wie auch immer die Beziehung bisher verlaufen ist, esläßt sich nichts mehr rückgängig machen sondern geht einzig um die Gegenwart

"Ich werde auf jeden Fall nicht zu Kreuze kriechen und ihr das Gefühl geben, dass sie Oberhand hat, wie ich bisher immer wieder eingelenkt habe und sie meinte, mit mir machen zu können, was sie will."

Das tust du aber indem du Himmel und Hölle in Bewegung setzt, dich mit ihr zu versönen und sie zum "nach Hause" kommen zu bewegen und gar das Jugendamt bemühst...

LASS SIE ZIEHEN und ihr Leben selbst in die Hand nehmen! du musst ihr nicht hinterher rennen und du bist nicht mehr dafür zuständig ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Wenn sie mit 18 zurück kommt, sollte sie dich bitten, wieder dort wohnen zu dürfen oder dich bitten Geld zu bekommen... ich denke aber das wird sie nicht tun. Befreie dich davon und schließe ab mit diesem "Auftrag ihre Kinheit zu begleiten" Sie doch froh, dass du sie los bist, wenn es nur Ärger gab?! Du kannst nichts erzwingen und machst es dir nur selber schwer! Geh in die Stadt und kauf dir was schönes, für das Geld was du dir sparst, und denk wieder mehr an dich

Lasse sie ziehen
Hallo,

danke für Euere seelische Stütze.

Ja, es wird das Beste sein, sie ziehen zu lassen.
So traurig und belastend die Sache mit meiner tochter ist, aber so friedlich und ohne Aggressionen war es schon lange nicht mehr. Man musste morgens schon Angst haben, wie sie drauf ist.
Ihr Bruder bekam schon immer alle Agressionen und Beschuldigungen ab.

Ich könnte es akzeptieren, wenn wir uns im Guten getrennt hätten und sie unter ganz normalen Umständen zu ihrem Freund gezogen wäre.

Ich habe ihr gestern per Freundin einen Brief zukommen lassen, in dem ich ihr schildere, wie ich mich fühle, Ihr mitteile, dass ich befürchte, dass der Weg für sie zurück immer schwieriger wird, je länger sie weg ist und die Kluft zwischen uns tiefer wird.

Ich habe ihr gesagt, dass ich sie nicht darum bitte oder zwinge, nach Hause zu kommen; ihr aber die Tür jederzeit offen steht und sie willkommen ist.

Wenn sie darauf nicht reagiert, lasse ich sie ziehen.

Doch sie verpatzt sich noch was: sie müsste schon längst einen Termin zur Erstuntersuchung für Ausbildungsanfänger wahrnehmen; denn der Ausbildungsbetrieb wartet nur noch auf dieses Attest, um den Ausbildungsvertrag abzuschließen. Wenn sie das nicht bald erledigt, so befürchte ich, ist auch die Ausbildungsstelle weg.....

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29. April 2004 um 12:48
In Antwort auf na'ima_12049101

Lasse sie ziehen
Hallo,

danke für Euere seelische Stütze.

Ja, es wird das Beste sein, sie ziehen zu lassen.
So traurig und belastend die Sache mit meiner tochter ist, aber so friedlich und ohne Aggressionen war es schon lange nicht mehr. Man musste morgens schon Angst haben, wie sie drauf ist.
Ihr Bruder bekam schon immer alle Agressionen und Beschuldigungen ab.

Ich könnte es akzeptieren, wenn wir uns im Guten getrennt hätten und sie unter ganz normalen Umständen zu ihrem Freund gezogen wäre.

Ich habe ihr gestern per Freundin einen Brief zukommen lassen, in dem ich ihr schildere, wie ich mich fühle, Ihr mitteile, dass ich befürchte, dass der Weg für sie zurück immer schwieriger wird, je länger sie weg ist und die Kluft zwischen uns tiefer wird.

Ich habe ihr gesagt, dass ich sie nicht darum bitte oder zwinge, nach Hause zu kommen; ihr aber die Tür jederzeit offen steht und sie willkommen ist.

Wenn sie darauf nicht reagiert, lasse ich sie ziehen.

Doch sie verpatzt sich noch was: sie müsste schon längst einen Termin zur Erstuntersuchung für Ausbildungsanfänger wahrnehmen; denn der Ausbildungsbetrieb wartet nur noch auf dieses Attest, um den Ausbildungsvertrag abzuschließen. Wenn sie das nicht bald erledigt, so befürchte ich, ist auch die Ausbildungsstelle weg.....

Du tust das Richtige
Ich find , Du machst das Richtige.Du bist sogar noch einen Schritt auf sie zugegangen.Jetzt muß etwas von ihr kommen.
Das mit der Ausbildung ist natürlich schlechtes Timing.Aber sie hat sich entschieden zu gehen, also muß sie auch dafür die Verantwortung übernehmen. Wenn sie dadurch nicht die Ausbildungsstelle bekommt, lernt sie daraus.Das ist natürlich eine echt üble Konsequenz.Aber im Moment läßt sie sich ja nicht helfen.Wenn Du sie jetzt aufmunterst, die Untersuchung wahrzunehmen, wird sie sich wieder bevormundet fühlen.Also muß sie sich selbst darum kümmern.
Als Mutter fällt es natürlich schwer, mit anzusehen,wie das Kind das Falsche tut.Ich würde total nervös zuhause sitzen.Aber nur daraus wird sie lernen.
Durch das Ausziehen hat sie Dir gezeigt, ich komm allein klar.Dann muß sie das jetzt auch ohne Deine Hilfe unter Beweis stellen.
Im schlimmsten Fall muß sie sich nächstes Jahr einen neuen Ausbildungsplatz suchen.Aber das wird sie stärken.Im Moment wird sie sowieso das Gegenteil von dem tun, was Du ihr rätst.
Also, Du kannst nur abwarten, und hoffen das ihre Vernunft siegt.
Aber das hast Du ja schon selbst für Dich entschieden.
Ich wünsch Dir ganz viel Glück, das alles gut wird.
LG
Happyanja

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11. Mai 2004 um 23:04
In Antwort auf na'ima_12049101

Danke für Euere Antworten
Leider muss man erst in dieser Lage sein, um zu erfassen, was das bedeutet, wie ich mich fühle.

Fazit ist: Jahre habe ich meiner Tochter immer mehr Freiheiten erlaubt, um zermürbenden Streitereien aus dem Weg zu gehen. Dies bemerkte und warf mir auch mein Sohn (16), der immer schon die Agressionen meiner Tochter zu spüren bekam.

Fazit ist auch, dass sie sich erst durch meine nachgiebige Art Frechheiten uns Eltern gegenüber herausnahm, die nicht normal sind. Eben weil sie wusste, dass wir uns nicht mehr durchsetzen konnten.

Anstelle froh darüber zu sein, dass ich ihr keine Vorhaltungen machte, weil sie die CD für die Schule nicht tags zuvor vorbereitet hat und mich friedlich zum Frühstücken setzte, meinte sie, im Recht zu sein, indem sie mich anschrie, ich würde fressen, während sie wartete, von mir mit der benötigten CD bedient zu werden.
Soweit ich mit Freundinnen und Arbeitskolleginnen geredet habe, die selbst Kinder haben, pflichtet mir jeder bei, dass sie genauso reagiert hätten. Selbst eine Sozialpädagogin des Jugendamtes gibt mir Recht.

Ich habe mehrmals versucht, an meine Tochter heranzukommen und mich mit der Frau vom Jugendamt zu treffen, um das wieder ins Lot zu bekommen.Die Sozialpädagogin telefonierte mir ihr in der Schule und sie lehnte ab, sich mit uns zu treffen.

Ich befürchte, dass sich durch dieses sture und uneinsichtige Verhalten die Fronten verhärten, statt sich zu glätten und ich nicht mehr bereit bin, einzulenken. Meine Tochter hatte bis jetzt Zeit, einen guten Willen zu zeigen....

Da sie ja eine angehende Erwachsene ist, müsste sie eigenlich zunehmend in der Lage sein, ihr Handeln abschätzen und verantworten zu können. Denn bei Lehrern, Mitschülern und Freundinnen gegenüber, mit denen es auch hin und wieder Zoff gibt, weiss sie auch, wie weit sie gehen darf und was nicht.

Ich werde auf jeden Fall nicht zu Kreuze kriechen und ihr das Gefühl geben, dass sie Oberhand hat, wie ich bisher immer wieder eingelenkt habe und sie meinte, mit mir machen zu können, was sie will.
Dazu hat sie mich diesmal zu sehr verletzt.

Mir geht es ähnlich!!!
Ich hatte vor ein paar Tagen einen ähnlichen Vorfall mit meiner Tochter(16)Letztes Wochenende blieb sie wieder einmal weg von zu Hause. Dies war nicht mit mir abgesprochen. Ich versuchte sie mehrmals über Handy zu erreichen. Doch sie drückte mich weg oder schaltete das Handy einfach aus. Als sie dann Sonntag am späten Abend zu Hause eintraff wollte ich Meiner Tochter ihr Handy wegnehmem (wozu braucht sie es wenn sie doch nicht rangeht)Sie schrie jedoch laut herum wie eine Hysterische... Ich versuchte an das Handy ran zu kommen, aber sie schlug wie wild um sich bis ich ihr auch eine kleppte. Sie schlug dann zurück und verletzte mich dann rannte sie wie eine Verrückte aus dem Haus. Jetzt weiß ich nicht mal wo sie ist. Sie schwänzt wieder einmal die Schule. Du siehst du bist noch besser dran wie ich . Du weißt wenigstens wo deine Tochter ist MfG Annett

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26. Juli 2004 um 17:02

Liebe Johanna
Liebe Johanna,

ich bin Journalistin und ich hoffe Du empfindest meine Frage nicht als aufdringlich oder so. Gemeinsam mit meiner Co-Autorin suche ich zur Zeit Eltern, deren Kinder weggelaufen sind. Wir werden zu diesem Thema einen Beitrag für den NDR (also seriös!) produzieren und wir möchten Eltern und Kindern die Gelegenheit geben ihre Gefühle, Hoffnungen und Ängste in Bezug auf dieses Thema drazustellen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Du oder andere die dies lesen mir ein Feedback geben würden.

Du kannst mir direkt mailen unter: juliasita@yahoo.com

Herzliche Grüße,

Julia Schwenn

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26. Juli 2004 um 17:34
In Antwort auf hotaru_11888304

Du tust das Richtige
Ich find , Du machst das Richtige.Du bist sogar noch einen Schritt auf sie zugegangen.Jetzt muß etwas von ihr kommen.
Das mit der Ausbildung ist natürlich schlechtes Timing.Aber sie hat sich entschieden zu gehen, also muß sie auch dafür die Verantwortung übernehmen. Wenn sie dadurch nicht die Ausbildungsstelle bekommt, lernt sie daraus.Das ist natürlich eine echt üble Konsequenz.Aber im Moment läßt sie sich ja nicht helfen.Wenn Du sie jetzt aufmunterst, die Untersuchung wahrzunehmen, wird sie sich wieder bevormundet fühlen.Also muß sie sich selbst darum kümmern.
Als Mutter fällt es natürlich schwer, mit anzusehen,wie das Kind das Falsche tut.Ich würde total nervös zuhause sitzen.Aber nur daraus wird sie lernen.
Durch das Ausziehen hat sie Dir gezeigt, ich komm allein klar.Dann muß sie das jetzt auch ohne Deine Hilfe unter Beweis stellen.
Im schlimmsten Fall muß sie sich nächstes Jahr einen neuen Ausbildungsplatz suchen.Aber das wird sie stärken.Im Moment wird sie sowieso das Gegenteil von dem tun, was Du ihr rätst.
Also, Du kannst nur abwarten, und hoffen das ihre Vernunft siegt.
Aber das hast Du ja schon selbst für Dich entschieden.
Ich wünsch Dir ganz viel Glück, das alles gut wird.
LG
Happyanja

Es wird ganz sicher dauern.
Von wegen mit Mädchen kann man besser sprechen. Auch bei guter erziehung kommt ein punkt, da wollen sie sich nichts mehr sagen lassen. Mädchen werden einfach früher selbständig als ein Junge. Das äussert sich dann auch in dem Drang, das elterliche Haus zu verlassen.
Beobachte diese Sache von weitem. Ich würde aber eben das auch nicht unterstützen obwohl sie wohl ein Recht darauf hat (dann etnsrechend dem Gesetz).
Du weißt wo sie ist und es scheint sie ist dort gut aufgehoben.
Wir haben das in gleicher Situation so gemacht, unser Haus stand eben immer für sie offen. Auch wenns nicht beruhigt, seine Fehler muss jeder alleine machen. Du kannst nur auf deine Erziehung vertrauen. Aber die im Kindesalter. Unsere war dann schon ab und zu wieder zu Hause. Später mit Kind und jetzt in fester Beziehung.
Immer wenn sie öfter nach Hause kam konnte man sich drauf verlassen, es ging ihr nicht gut.
Erst viel später konnte sie einschätzen daß das damalige unmögliche Elternhaus doch ganz gut war.
Also von oben beobachten, trösten, wenn sie es braucht aber ich würde es nicht Finaziell unterstützen.
Hilfe natürlich nie versagen. Sie kommt schon wieder zu sich.
Ach wegen der Lehre, wenn man meint man ist schon groß hat man eben auch ein Stück weit eigene Verantwortung. Auch wieder von oben beobachten aber nur eingreifen wenn es erwünscht ist.
Alle guten Wünsche für dich Johanna

Teddy

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28. Juli 2004 um 1:10
In Antwort auf theres_12703993

...
Das mit der Polizei bringt doch nichts, sie ist doch bald volljährig. Mich würde eher mal interessieren, ob es bei Euch öfters solche Szenen gab. Falls nicht, finde ich nicht, daß Du großartig falsch reagiert hast. Natürlich hat eine Mutter ihre Tochter nicht zu schlagen, aber eine Tochter hat sich auch nicht so zu ihrer Mutter zu verhalten. Die Prügelei, die dann entstanden ist, ist natürlich schon der Hammer, und da glaube ich, daß da mehr vorgefallen ist als bloß die Angelegenheit mit der CD.

Warum
schlägt eine Tochter die Mutter?
Warum prügelt man sich innerhalb der Familie...
Wo gibts denn sowas....
Was sind das denn für Manieren??
Bei sowas fehlen mir die Worte...
Doch eines fällt mir ein: Asozial......

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28. Juli 2004 um 2:48
In Antwort auf na'ima_12049101

Lasse sie ziehen
Hallo,

danke für Euere seelische Stütze.

Ja, es wird das Beste sein, sie ziehen zu lassen.
So traurig und belastend die Sache mit meiner tochter ist, aber so friedlich und ohne Aggressionen war es schon lange nicht mehr. Man musste morgens schon Angst haben, wie sie drauf ist.
Ihr Bruder bekam schon immer alle Agressionen und Beschuldigungen ab.

Ich könnte es akzeptieren, wenn wir uns im Guten getrennt hätten und sie unter ganz normalen Umständen zu ihrem Freund gezogen wäre.

Ich habe ihr gestern per Freundin einen Brief zukommen lassen, in dem ich ihr schildere, wie ich mich fühle, Ihr mitteile, dass ich befürchte, dass der Weg für sie zurück immer schwieriger wird, je länger sie weg ist und die Kluft zwischen uns tiefer wird.

Ich habe ihr gesagt, dass ich sie nicht darum bitte oder zwinge, nach Hause zu kommen; ihr aber die Tür jederzeit offen steht und sie willkommen ist.

Wenn sie darauf nicht reagiert, lasse ich sie ziehen.

Doch sie verpatzt sich noch was: sie müsste schon längst einen Termin zur Erstuntersuchung für Ausbildungsanfänger wahrnehmen; denn der Ausbildungsbetrieb wartet nur noch auf dieses Attest, um den Ausbildungsvertrag abzuschließen. Wenn sie das nicht bald erledigt, so befürchte ich, ist auch die Ausbildungsstelle weg.....

Hallo
Hallo Johanna,

es ist wirklich traurig, was passiert ist...
Aber ich denke schon, dass sie wieder zurück kommen wird, vielleicht nicht so schnell aber bestimmt in ein paar Wochen!
Um ihren Ausbildungsplatz brauchst Du Dir doch keine Sorgen zu machen, sie hat ihr Leben jetzt in die Hand genommen... und aus ihren Fehlern wird sie auch lernen...Ich denke sie wird schon mit dem Betrieb geredet haben, und andere Wege ausprobiert, um an den Ausbildungsvertrag zu kommen, denn sie braucht ja bald Geld und möchte bestimmt arbeiten!!!

Außerdem glaube ich, dass die Mutter des Freundes, sie auch nicht länger unterstützen wird. Denn, wenn es wirklich so ist, dass sie eine große "Zicke" ist, wird sie auch dort nach ein paar Tagen ihr wahres Gesicht zeigen Und die Muttes des Freundes wird sich das bestimmt nicht gefallen lassen!

Außerdem ist sie in dem Alter, wo der FReund wichtiger ist als die Familie aber in diesem Alter bleibt man ja auch nicht Jahrelang zusammen. Also denke ich, wird sie bestimmt zurückkommen.
Und wenn sie zurückkommt, würde ich über diesen Vorfall nicht mehr sprechen, sondern versuchen, miteinander anders umzugehen, auch sie muß dann lernen Rücksicht auf Euch zu nehmen!

Alles Gute für Euch!

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28. Juli 2004 um 12:05
In Antwort auf sunshinebabe1978

Warum
schlägt eine Tochter die Mutter?
Warum prügelt man sich innerhalb der Familie...
Wo gibts denn sowas....
Was sind das denn für Manieren??
Bei sowas fehlen mir die Worte...
Doch eines fällt mir ein: Asozial......

Sunshinebabe1978
ich glaube du hast ein Rat ab.

Enrico

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28. Juli 2004 um 19:57

APRIL!
Liebe Johanna,

Dein Beitrag war ja im April!! Was ist inzwischen passiert?
Liebe Grüße

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28. Juli 2004 um 22:25
In Antwort auf noak_12180496

Sunshinebabe1978
ich glaube du hast ein Rat ab.

Enrico

@Enrico
es heisst RAD......
Ich finde es fürchterlich wenn so Mutter und Tochter miteinander umgehen....
Erkundige DU Dich erstmal über die Definition von Asozial, bevor Du mir unterstellst ich hätte ein "RAT" ab.....

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