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Bin schwanger und meine Eltern wollen dass ich ausziehe!!!

18. Juli 2018 um 20:05

Hallo!

Ich bin 22 Jahre alt und wohne aktuell noch bei meinen Eltern. Ich habe eine abgeschlossene Ausbildung, arbeite seither Vollzeit im Büro und stehe finanziell auf eigenen Füßen (zahle bei meinen Eltern auf eigenen Wunsch auch "Miete" - ich finde das gehört sich wenn man voll verdient). Vor einiger Zeit war ich mit einer Freundin im Urlaub, wir haben viel gefeiert und - ich weiß es war unverantwortlich - ich kam schwanger zurück Das war natürlich erst einmal ein riesen Schock, vorallem weil ich über den Kindsvater nichts weiß und er somit nicht greifbar ist. Meine Eltern waren auch erst total baff, als ich es ihnen "gebeichtet" habe. Mittlerweile bin ich im 6. Monat und freue mich sogar auf das Baby und auch meine Eltern freuen sich auf ihr Enkelkind

Soweit so gut, nun kommt aber das ABER: Bevor ich schwanger wurde, war angedacht, dass ich mir demnächst eine Wohnung suche und bei meinen Eltern ausziehe. Sie haben mich nicht gedrängt, sondern es war meine Idee. Nun ist meine Situation natürlich etwas anders und ich würde ganz gerne noch bei meinen Eltern wohnen bleiben - nicht in erster Linie aus finanziellen Gründen, sondern weil ich momentan einfach totale Angst vor der riesen Veränderung habe die auf mich zukommt und froh bin, wenn ich nicht ganz alleine mit dem Baby bin. Ich habe null Erfahrung mit Kindern und Säuglingen - ich hatte noch nicht mal ein Kind jemals auf dem Arm! Ich würde mich einfach besser fühlen, wenn jemand "erfahrenes" wie meine Eltern in der Nähe sind, die ich jederzeit fragen und die mich ggf. unterstützen können. Einfach dass ich nicht komplett alleine bin!
Nun ist es aber so, dass meine Eltern (besonders meine Mutter!) mich plötzlich richtig drängen bald auszuziehen. Wann genau ich ihrer Meinung nach ausziehen soll weiß ich nicht, mal reden sie vom kommenden Jahr, mal sogar noch von diesem jahr (also nur ein paar Wochen nach der Geburt!). Sie reden wirklich ständig davon und meinen, dass ich das ja so gewollt habe und sie sich auch darauf eingestellt haben. Vor der Entbindung soll ich ihrer Meinung nach aber nicht mehr ausziehen - das wäre lt. ihnen nicht gut wegen der Schwangerschaft (zu große Belastung und ggf. eine Gefährdung des babys).

Natürlich werde ich irgendwann ausziehen, aber ich fühle mich einfach total schlecht, weil ich nun so einen Druck von meinen Eltern bekomme, obwohl ich schon genug Ängste, Zweifel und Sorgen wegen dem Baby habe. Ich habe null Erfahrung mit Kindern, ich habe Sorgen dass ich eventuell überfordert sein werde, dass ich nicht richtig mit dem baby umgehe, dass ich das mit dem Kind nicht schaffe, dass ich nicht weiß was ich tun soll wenn es schreit oder nicht rausfinde weshalb es schreit usw. Und dass die Eltern mir nun auch noch mit dem Ausziehen so im Nacken sitzen, bereitet mir schon richtig schlaflose Nächte. Außerdem fühle ich mich bei ihnen auch irgendwie...unerwünscht, wenn sie ständig davon reden, dass ich ja nur "vorübergehend/kurz" mit baby bei ihnen wohnen werde. Ich habe schon versucht ihnen meinen Gefühlslage zu erklären, aber es wurde sofort abgeblockt. DAbei wissen sie genau, wie sehr mich das Thema aktuell belastet - ich habe manchmal sogar schon richtig Tränen in den Augen und so eine belegte Stimme, wenn sie wieder anfangen.

Ich will ihnen ja nicht auf der Tasche liegen - ich bezahle ja nachwievor Miete und habe schon gesagt, dass ich mehr bezahle sobald das Baby da ist, da ich ja dann auch ein Zimmer mehr "bewohne"(Babyzimmer). Und auch an Lebensmitteln, Strom, Haushalt usw. beteilige ich mich. Außerdem haben sie ein Haus mit vielen freien Zimmern, da meine GEschwister schon lange ausgezogen sind. Deshalb verstehe ich nicht warum sie mich nun so drängen ausgerechnet jetzt, in meiner jetzigen Situation wo ich einfach nur bei der Familie sein will, auszuziehen! Ich will ihnen ja nicht das Kind aufdrücken - ich will nur nicht alleine sein und brauche momentan einfach meine Familie.

Mich belastet das alles einfach so sehr, dass ich oft nächstelang wach bin und mich fühle, als würde ein unglaublicher Druck auf mir lasten. Anstatt mich auf das Baby zu freuen, mache ich mir Sorgen darum, dass meine Eltern mich eventuell schon nach ein paar Wochen/Monaten vor die Tür setzen und ich dann vollkommen alleine bin.

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19. Juli 2018 um 7:56
In Antwort auf sunflower.8

Hallo!

Ich bin 22 Jahre alt und wohne aktuell noch bei meinen Eltern. Ich habe eine abgeschlossene Ausbildung, arbeite seither Vollzeit im Büro und stehe finanziell auf eigenen Füßen (zahle bei meinen Eltern auf eigenen Wunsch auch "Miete" - ich finde das gehört sich wenn man voll verdient). Vor einiger Zeit war ich mit einer Freundin im Urlaub, wir haben viel gefeiert und - ich weiß es war unverantwortlich - ich kam schwanger zurück Das war natürlich erst einmal ein riesen Schock, vorallem weil ich über den Kindsvater nichts weiß und er somit nicht greifbar ist. Meine Eltern waren auch erst total baff, als ich es ihnen "gebeichtet" habe. Mittlerweile bin ich im 6. Monat und freue mich sogar auf das Baby und auch meine Eltern freuen sich auf ihr Enkelkind

Soweit so gut, nun kommt aber das ABER: Bevor ich schwanger wurde, war angedacht, dass ich mir demnächst eine Wohnung suche und bei meinen Eltern ausziehe. Sie haben mich nicht gedrängt, sondern es war meine Idee. Nun ist meine Situation natürlich etwas anders und ich würde ganz gerne noch bei meinen Eltern wohnen bleiben - nicht in erster Linie aus finanziellen Gründen, sondern weil ich momentan einfach totale Angst vor der riesen Veränderung habe die auf mich zukommt und froh bin, wenn ich nicht ganz alleine mit dem Baby bin. Ich habe null Erfahrung mit Kindern und Säuglingen - ich hatte noch nicht mal ein Kind jemals auf dem Arm! Ich würde mich einfach besser fühlen, wenn jemand "erfahrenes" wie meine Eltern in der Nähe sind, die ich jederzeit fragen und die mich ggf. unterstützen können. Einfach dass ich nicht komplett alleine bin!
Nun ist es aber so, dass meine Eltern (besonders meine Mutter!) mich plötzlich richtig drängen bald auszuziehen. Wann genau ich ihrer Meinung nach ausziehen soll weiß ich nicht, mal reden sie vom kommenden Jahr, mal sogar noch von diesem jahr (also nur ein paar Wochen nach der Geburt!). Sie reden wirklich ständig davon und meinen, dass ich das ja so gewollt habe und sie sich auch darauf eingestellt haben. Vor der Entbindung soll ich ihrer Meinung nach aber nicht mehr ausziehen - das wäre lt. ihnen nicht gut wegen der Schwangerschaft (zu große Belastung und ggf. eine Gefährdung des babys).

Natürlich werde ich irgendwann ausziehen, aber ich fühle mich einfach total schlecht, weil ich nun so einen Druck von meinen Eltern bekomme, obwohl ich schon genug Ängste, Zweifel und Sorgen wegen dem Baby habe. Ich habe null Erfahrung mit Kindern, ich habe Sorgen dass ich eventuell überfordert sein werde, dass ich nicht richtig mit dem baby umgehe, dass ich das mit dem Kind nicht schaffe, dass ich nicht weiß was ich tun soll wenn es schreit oder nicht rausfinde weshalb es schreit usw. Und dass die Eltern mir nun auch noch mit dem Ausziehen so im Nacken sitzen, bereitet mir schon richtig schlaflose Nächte. Außerdem fühle ich mich bei ihnen auch irgendwie...unerwünscht, wenn sie ständig davon reden, dass ich ja nur "vorübergehend/kurz" mit baby bei ihnen wohnen werde. Ich habe schon versucht ihnen meinen Gefühlslage zu erklären, aber es wurde sofort abgeblockt. DAbei wissen sie genau, wie sehr mich das Thema aktuell belastet - ich habe manchmal sogar schon richtig Tränen in den Augen und so eine belegte Stimme, wenn sie wieder anfangen.

Ich will ihnen ja nicht auf der Tasche liegen - ich bezahle ja nachwievor Miete und habe schon gesagt, dass ich mehr bezahle sobald das Baby da ist, da ich ja dann auch ein Zimmer mehr "bewohne"(Babyzimmer). Und auch an Lebensmitteln, Strom, Haushalt usw. beteilige ich mich. Außerdem haben sie ein Haus mit vielen freien Zimmern, da meine GEschwister schon lange ausgezogen sind. Deshalb verstehe ich nicht warum sie mich nun so drängen ausgerechnet jetzt, in meiner jetzigen Situation wo ich einfach nur bei der Familie sein will, auszuziehen! Ich will ihnen ja nicht das Kind aufdrücken - ich will nur nicht alleine sein und brauche momentan einfach meine Familie.

Mich belastet das alles einfach so sehr, dass ich oft nächstelang wach bin und mich fühle, als würde ein unglaublicher Druck auf mir lasten. Anstatt mich auf das Baby zu freuen, mache ich mir Sorgen darum, dass meine Eltern mich eventuell schon nach ein paar Wochen/Monaten vor die Tür setzen und ich dann vollkommen alleine bin.  

Ich kann deine Eltern verstehen, du als ihr Kind bist jetzt schon lange alt genug mal auszuziehen und sie wollen auch mal wieder ihre Ruhe haben, das musst du verstehen. Eltern sind nicht dazu da immer nur alles fuer ihre Kinder zu geben und sich permanent aufzuopfern, sie sind auch ein Paar und wollen ihr Leben geniessen solange sie noch koennen. Sie haben sich jetzt 22 Jahre um dich gekuemmert, werde erwachsen und ziehe JETZT aus!
Das waere mir nicht passiert mit Vollzeitjob und eigenem Geld noch bei Mutti wohnen. Jetzt hast du den Salat, bist schwanger von einem Fremden weil du noch nie selbst Verantwortung uebernehmen musstest. Typisch Milleanials. Nichts auf die Reihe kriegen aber mit 22 nicht wissen wie man verhuetet. Dein Problem also kuemmer dich drum!

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19. Juli 2018 um 12:36

Dan kann ich mich Sara88 nur anschliessen...

Was aber deine Ängste betreffend des Babys betreffen...einfach cool bleiben, selbst wenn Du ausgezogen bist und einen Rat brauchst kannst Du deine Eltern ja bestimmt anrufen, nur weil Du nicht mehr zuhause wohnst wird es ja nicht bedeuten das deine Eltern Dir nicht mehr helfen werden.

Ab jetzt wird sich dein Leben massiv ändern...viel Spass beim Windelnwechseln und den Augenringen!!!  Aber wie gesagt, einfach cool bleiben, sie werden schnell gross... man macht sich da viel mehr Gedanken als nötig.

Gruss Tekk

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19. Juli 2018 um 15:19

Oh, die geballte Empathie des Forums

Liebe TE,
ich sehe das anders. Ich kann dich absolut verstehen, deine Unsicherheit. Du weißt dass dein ganzes Leben sich zwangsläufig ändern wird und gerade da sehnt man sich nach einem Stückchen Vertrautheit - bei dir eben das Wohnen bei den Eltern.
Nein, ich finde das auch kein Stück verwerflich! Immerhin haben deine Eltern das offenbar nicht schlimm gefunden, sonst hätten sie dir längst sagen können, dass du ausziehen sollst. Also kann man annehmen, es hat für beide Seiten alles gestimmt.
Nun wird alles anders und deine Eltern offenbar auch. Hast du sie denn mal gefragt, warum ihnen eigentlich so viel daran liegt, dass du ausziehst? Irgendwas muss ja dahinter stecken und es wäre ja nur fair, wenn ihr wenigstens mal darüber redet. Vielleicht lassen sich Lösungen finden (zb. wenn sie Angst haben, dann ständig als kostenloser Babysitter zur Verfügung stehen zu müssen), vielleicht stellt sich aber auch raus, dass sie tatsächlich zb. kein Baby im Haus haben wollen.
Das wär für dich sicher nicht schön zu hören und tun kannst du dagegen auch nichts - aber dann weißt du bescheid.

Auf jeden Fall wirst du diese Herausforderung auch meistern, wenn du nicht dort wohnen bleiben kannst. Vielleicht findest du ja eine Wohnung ganz in der Nähe, so dass du nicht in die völlige Fremde musst. Und evtl. wär das ja auch für deine Eltern dann eine Lösung, so dass sie dann auch freiwillig eure Nähe möchten.

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21. Juli 2018 um 0:01

Diese Ängste sind völlig normal, die hat jede Mutter, egal, ob 18 oder 38. Das kannst du nicht wirklich auf deine Eltern abladen.
Selbst wenn du den Kindsvater da hättest, kann der ja auch mal beruflich weg sein oder sonst was. So oder so wirst du mit dem Baby mal allein sein.
Ich denke, dass das Leben daheim dich leider bisher an einer wirklichen Selbständigkeit gehindert hat. Jetzt ist die Zeit, sich weiter zu entwickeln. Egal, was die Gründe deiner Eltern sind auf den Auszug zu drängen.

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22. Juli 2018 um 9:08

Liebe Te,
ich kann deine Ängste gut nachvollziehen. Aber glaub mir, du wirst nach wenigen Tagen/Wochen Expertin für dein Baby sein. Du wirsr besser als deine Eltern wissen, was es braucht. Und wenn du mal ratlos bist, kannst du immer dein Hebamme anrufen. In Notfällen auch nachts.

Das fühlt sich jetzt wie Ablehnung an, wie deine Eltern reagieren. Aber ich sehe das, entsprechend deiner Beschreibung, als gesunde und sinnvolle Abgrenzung. Es ist ganz wichtig, daß du abgenabelt in deine Mutterrolle findest. Ich finds toll, daß sie dir nach der Geburt noch einige Wochen Zeit im elterlichen Nest geben, um die von der Geburt zu erholen und mit der neuen Situation klar zu kommen. Und mehr wirst du auch nicht brauchen.

Ich denke, du hast kluge Eltern, die gute Großeltern sein werden. Und du musst auf dich selbst vertrauen. Du kannst das und du wirst es schaffen! ❤

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24. Juli 2018 um 13:44

Liebe TE,

da fällt mir nur ein: trau dich!

Auch wenn du anfangs unsicher bist, das wird sich mit der Zeit bestimmt legen. Zudem sind deine Eltern ja nicht aus der Welt, sondern nur in einer anderen Wohnung.

Ich kann deine Eltern schon verstehen - wenn beide berufstätig sind, wollen sie bestimmt kein kleines Baby im Haus haben, das die Nächte durchschreit. Sie sind älter und halten auch nicht mehr so viel aus wie früher.

Das ist jetzt deine Aufgabe. Sei mutig und wage es. Es wird bestimmt alles gut gehen!

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24. Juli 2018 um 17:11

Also einige User hier müssen ein erbärmliches Elternhaus gehabt haben. Null Familiensinn und dann wahrscheinlich selber noch Kinder haben. Da kann man sich ja freuen, was da heranwächst.

Liebe TE, versuche mal, dir etwas weniger Gedanken zu machen. Denn vor der Geburt sollst du ja nicht mehr ausziehen. D. h., in den ersten Wochen wirst du die Hilfe haben, die du dir wünschst. Danach, das kannst du noch gar nicht einschätzen und auch deine Eltern nicht. Es kann sein, dass sie sich in alles einmischen und du freiwillig ausziehst Es kann sein, dass sie ihr Enkelkind vergöttern und dich anflehen, bei ihnen wohnen zu bleiben

Trotzdem solltest du deiner Mutter mal deutlich sagen, dass sie aufhören soll, Druck aufzusetzen, denn du bist schwanger. Bitte sie, das Thema bis nach der Geburt ruhen zu lassen, zumal sie ja gar nicht will, dass du vorher gehst.

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