Forum / Meine Familie / Familie - Patchwork-Familie, Einelternfamilie, allein erziehende Mütter

Bin nur noch genervt.........

12. Januar 2010 um 11:16 Letzte Antwort: 18. Januar 2010 um 15:28

Ich hab hier im Forum etwas herumgeschnüffelt und hab mich mal angemeldet, um mir meinen Frust von der Seele zu reden.
Ich bin 37 Jahre alt und bin seit einem Jahr mit meinem Partner zusammen, er 38 mit 3 Kindern. Als wir zusammen gekommen sind, war er gerade dabei aus dem gemeinsamen Haus, in dem er mit seiner Exfrau gelebt hat, auszuziehen. Die Trennung der Beiden lag etwa 9 Monate zurück, allerdings haben sie dann noch so lange zusammen gelebt. Seine Stieftochter (18) wollte nicht bei der Mutter bleiben und ist dann mit zu ihm gezogen (für sie ist er wie der richtige Vater), die gemeinsame Tochter (6) blieb bei der Mutter. Dann gibt es da noch einen Sohn aus einer früheren Beziehung (18) der allerdings nicht bei ihm wohnte. Vor ein paar Wochen ist dann der Sohn auch noch zu ihm gezogen, mein Freund hat sein Schlafzimmer geräumt, damit der Sohn ein eigenes Zimmer hat, da die Wohnung nur ein Kinderzimmer hat und da wohnte ja bereits seine Stieftochter. Die Kleine ist durchschnittlich 2 Tage die Woche bei ihrem Vater.
Ich selber war nie verheiratet und habe auch keine Kinder, ich hatte nur langjährige Beziehungen und wenn ich ehrlich bin, manchmal bin ich mit dieser Situation überfordert. Wir leben nicht zusammen, wir hatten schon mal nach einer großen gemeinsamen Wohnung ausschau gehalten, sind davon aber erstmal abgekommen. Wir bräuchten eine 5,5 Zimmer Wohnung, damit jeder sein eigenes Zimmer bekommt, bei den beiden Großen ist abzusehen (sie fangen dieses Jahr mit der Berufsausbildung an) das sie in absehbarer Zeit ausziehen. Dann würden wir in einer viel zu großen Wohnung sitzen. Außerdem hatte sich mein Freund es sich so vorgestellt, das wir uns dann zur Hälfte die Kosten teilen, für die Wohnung, die Nebenkosten und für die Verköstigung. Das sehe ich aber nicht ein, denn dann würde mich dieses zusammen ziehen ein paar hundert Euro mehr im Monat kosten. Vielleicht hört es sich jetzt egoistisch an, aber es sind nicht meine Kinder und ich sehe nicht ein das ich dafür zur Hälfte aufkommen soll. Der zweite Grund nicht mit ihm zusammen zu ziehen ist seine jüngste Tochter, wenn wir zusammen leben würden, gäbe es ständig Streit wegen der Kleinen, wir geraten ja jetzt schon hin und wieder aneinander wegen ihr. Mein Partner springt, wenn Sie pfeifft oder besser gesagt, wenn sie heult. Und sie heult dementsprechent oft und bekommt genau so oft ihren Willen durchgesetzt. Papa sitzt vorm Computer und ist am Arbeiten (er arbeitet hin und wieder von zu Hause aus), sie hatte keine Lust auf Kindergarten (sie kommt erst mit 7 in die Schule) wollte lieber zu Hause bleiben obwohl ihr gesagt wurde das weder Papa noch ich dann für sie Zeit haben und sie sich ein oder zwei Stunden selber beschäftigen müsste, endete das wieder in Heulerei. Sie kann sich keine 10 Minuten am Stück alleine beschäftigen, außer man setzt sie an den Computer oder vor den Fernseher, dann ist sie etwa eine halbe Stunde am Stück beschäftigt. Wenn man sie nicht rund um die Uhr bespaßt und all das macht was sie möchte dann geht das geheule los. Sie möchte Friseur spielen und das mit meinen Haaren, wenn ich das aber nicht möchte gibts geheule. Sie möchte mir die Fingernägel lackieren, was ich absolut nicht will und ihr auch sage das ich ihr keinen Nagellack geben werde da das kein Spielzeug für eine 6 jährige ist, wieder geheule. Man kauft ihr beim einkaufen nicht das was sie haben will, geheule. Sie darf im Auto nicht vorne sitzen, geheule. Wenn es nicht nach ihrem Kopf geht, dann fängt dieses Kind an wie eine Sirene zu heulen, was mir mittlerweile total auf den Geist geht. Genau so entzieht sie sich damit jeglicher Konfrontration mit ihrem Vater, wenn Sie was angestellt hat. Am Wochenende hat sie ihre Holzschlappen durchs Wohnzimmer gekickt, die dann an den oberen Teil der Vitrine abprallten, ein Zentimeter tiefer und die Vitrine wäre kaputt gewesen. Mein Freund ist dann etwas lauter geworden und hat sie gefragt was das soll, worauf sie dann heulend ins nächste Zimmer gerannt ist und die Tür hinter sich zu geworfen hat. Was dann zur Folge hatte, das mein Freund hinterher ist um sie dann durch die Wohnung zu tragen und beruhigend auf sie einzureden. Egal wie sie sich verhält, es hat keine Konsequenzen für sie sobald sie heult.
Wenn man ihr etwas mitbringt und es ihr schenkt, ohne das sie etwas davon wusste, dann bedankt sie sich dafür nicht, sie freut sich auch nicht, sie beschwert sich warum man ihr nicht zwei oder drei Dinge schenkt, warum sie nur ein Teil bekommt und mein Freund sitzt daneben und sagt nichts.

Wenn er mit ihr Lebensmittel einkauft, kommt sie mit mindestens 3 Sachen aus jedem Laden. Und er steuert jedes mal mehr als einen Supermarkt an. Wenn ich alleine mit ihr einkaufe, mache ich das nicht, und wieder geheule.
Mein Freund hat ihr letztens einen Videofilm aus der Videothek mitgebracht, als er ihr dann sagte den müsste er am nächsten Tag wieder zurück bringen, weil er ja nur geliehen ist, wieder geheule, sie wollte den Film behalten.
Wenn mein Freund mit seiner jüngsten bei mir in der Wohnung ist, geraten wir ständig aneinander weil ich etwas dagegen habe, das sie mir die Wohnung demoliert. Ich möchte nicht das sie mit den Füßen auf meiner neuen Couch rumspringt, was sie bei Papa darf. Worauf mein Freund schon angesauert reagiert. Genau so möchte ich nicht das sie auf meinem Bürostuhl durch die Wohnung fährt, bei mir liegt Packetboden, der zerkratzt dadurch und ich habe den Boden erst vor einigen Monaten aufbereiten lassen. Worauf dann spätestens von meinem Freund wütend kommt ich soll doch ein Schild über meine Wohnung machen Kinder nicht erwünscht.
Bettzeiten gibt es für die Kleine auch nicht, sie geht ins Bett wenn sie müde ist, das ist in der Woche nicht vor 22 Uhr, was in meinen Augen für eine 6 jährige viel zu spät ist, wenn sie morgens gegen 6:30 Uhr aufstehen muß. Aber mein Freund meint das es blödsinn ist sie vorher ins bett zu schicken, wenn sie doch nicht müde ist. Allerdings schläft sie sofort auf der Couch schon fast ein, wenn sie sagt sie will ins Bett, und morgens will sie dann nicht aufstehen.
Mittlerweile bin ich nur noch genervt wenn die Kleine da ist, mit den beiden großen komme ich super zurecht, aber wenn ich an die nächsten Tage mit ihr denke, dann hab ich jetzt schon schlechte Laune.
Liegt es an mir, reagiere ich völlig überzogen was die Kleine angeht? Wenn nicht, wie mache ich meinem Freund klar, das sich etwas ändern muß?

Ist etwas lang geworden, sorry.

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13. Januar 2010 um 14:52

Zieh bloß nicht mit ihm zusammen
Der Mann ist total belastet und hat sich noch zusätzlich das Problem der Ex aufgebürdet, indem er die Stieftochter bei sich hat. Dass die Kleine 2mal die Woche da ist ist auch schon recht viel und dann auch noch der Sohn.
Das ist alles in meinem Augen Chaos pur, von dem man sich besser fern halten sollte. Genieß die Beziehung aus einer ausreichenden Distanz heraus.
Ich finde es unverschämt von ihm dass er Dich zur Hälfte an den Kosten beteiligen will, obwohl es SEINE Kinder sind. Lass Dich bloß nicht ausnutzen oder in seine Misere rein ziehen, denn nix anderes ist das.
Es ist eh fraglich ob unbedingt hier jeder sein eigenes Zimmer haben muss, zumal die älteren in einem Alter sind, in dem sie theoretisch auch schon auf eigenen Beinen stehen könnten und die jüngere ja nicht bei ihm lebt.

Das mit der jüngsten ist ein Desaster wie es leider zu oft bei Wochenend-Papas vorkommt. Die Kinder werden nicht erzogen, sondern verzogen. Ein Kind hat jedoch ein Recht auf Erziehung und Grenzen. Der Vater vernachlässigt es auf diese Weise und kommt seiner Pflicht nicht nach, weil er sein schlechtes Gewissen und die Angst davor dass das Kind nicht mehr kommen mag über alles stellt, also egoistisch handelt im Grunde.
Meist fühlt sich die Partnerin machtlos, da sie nicht ein fremdes Kind züchtigen will, wenn es Papa schon nicht tut. Schwierig vor allem wenn Du selbst keine Kinder hast und daher nicht nachweisen kannst dass Du sie ebenso behandeln würdest.

An Deiner Tür sollte stehen "unerzogene Kinder unerwünscht".
Wenn man Kinder nicht zurecht weist tanzen sie einem auf der Nase rum. Du musst Grenzen setzen wenn Du nicht verrückt werden willst und er muss es auch, wenn er nicht jede Partnerin vergraulen will.

lg

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14. Januar 2010 um 10:14
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Zieh bloß nicht mit ihm zusammen
Der Mann ist total belastet und hat sich noch zusätzlich das Problem der Ex aufgebürdet, indem er die Stieftochter bei sich hat. Dass die Kleine 2mal die Woche da ist ist auch schon recht viel und dann auch noch der Sohn.
Das ist alles in meinem Augen Chaos pur, von dem man sich besser fern halten sollte. Genieß die Beziehung aus einer ausreichenden Distanz heraus.
Ich finde es unverschämt von ihm dass er Dich zur Hälfte an den Kosten beteiligen will, obwohl es SEINE Kinder sind. Lass Dich bloß nicht ausnutzen oder in seine Misere rein ziehen, denn nix anderes ist das.
Es ist eh fraglich ob unbedingt hier jeder sein eigenes Zimmer haben muss, zumal die älteren in einem Alter sind, in dem sie theoretisch auch schon auf eigenen Beinen stehen könnten und die jüngere ja nicht bei ihm lebt.

Das mit der jüngsten ist ein Desaster wie es leider zu oft bei Wochenend-Papas vorkommt. Die Kinder werden nicht erzogen, sondern verzogen. Ein Kind hat jedoch ein Recht auf Erziehung und Grenzen. Der Vater vernachlässigt es auf diese Weise und kommt seiner Pflicht nicht nach, weil er sein schlechtes Gewissen und die Angst davor dass das Kind nicht mehr kommen mag über alles stellt, also egoistisch handelt im Grunde.
Meist fühlt sich die Partnerin machtlos, da sie nicht ein fremdes Kind züchtigen will, wenn es Papa schon nicht tut. Schwierig vor allem wenn Du selbst keine Kinder hast und daher nicht nachweisen kannst dass Du sie ebenso behandeln würdest.

An Deiner Tür sollte stehen "unerzogene Kinder unerwünscht".
Wenn man Kinder nicht zurecht weist tanzen sie einem auf der Nase rum. Du musst Grenzen setzen wenn Du nicht verrückt werden willst und er muss es auch, wenn er nicht jede Partnerin vergraulen will.

lg

Vielen Dank für die Antwort
Ich hatte schon Angst, ich würde als egoistisch angesehen werden und das ich überreagiere.
Aber Deine Antwort macht mir erst recht klar, ich muß wirklich Grenzen setzen, ansonsten bin ich irgendwann total ausgelaugt.

Vielen Dank, Deine Worte haben mir gut getan.

LG

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14. Januar 2010 um 18:35
In Antwort auf

Vielen Dank für die Antwort
Ich hatte schon Angst, ich würde als egoistisch angesehen werden und das ich überreagiere.
Aber Deine Antwort macht mir erst recht klar, ich muß wirklich Grenzen setzen, ansonsten bin ich irgendwann total ausgelaugt.

Vielen Dank, Deine Worte haben mir gut getan.

LG

Deine Reaktion völlig Normal!
Hallo!

Eigentlich hat kleinermaulwurf alles wichtige schon gesagt , aber als ich deinen Bericht gesehen habe, dachte ich, ich muss doch auch noch was kleines dazu schreiben

Ich würde auch nicht so schnell mit ihm zusammenziehen. Genieße es, das Du Dich zurückziehen kannst und vor allem. Bleib für Dich und achte darauf, das es Dir gut geht! Lass es einfach mal laufen und beobachte, wie sich alles entwickelt.

Ich befürchte, wenn dein Partner nicht erkennt, das er auch mal Grenzen setzten muss, wird sich an der Stiuation nicht so schnell etwas ändern, aber dafür sollst Du Dich nicht kaputt machen!

Bleib bei deinen Regeln, was Deine Wohnung z.B betrifft. Du musst dich da nciht anpassen, nur weil sie es bei Papa darf. Kinder sollen lernen, das sie halt manche Dinge eben nicht dürfen und das haben sie zu akzeptieren!
Wichtig ist da nur, das dein Partner dahinterstehen muss.

Das Schwierige ist nun mal, das man einen Einfluss darauf hat, in welcher Beziehung man zu dem Kind steht, jedoch nicht in der ERZIEHUNG.
Die Kleine hat ihrer Grenzen ausgetestet und hat sich natürlich gemerkt, wo sie durchkommt und da ihr Papa offentsichtlich durch sein schlechtes Gewissen so "blind" ist, lässt er sich auf der Nase rumtanzen,.

Verliere den Kopf nicht und lass Dich nicht hängen. Versuche mit deinem Partner zu reden und in einem gesunden Abstand zu dem Kind zu stehen, dann heult sie zwar rum, aber Du stehst vor ihr und denkst: Dann heul doch, ich lauf dir nicht hinterher.
Wenn sie meckert, das sie zuwenig gescheckt bekommt, dann sag ihr wie Du dazu stehst Kindgerecht und bring ihr dann soschnell nix mehr mit.
Ich weiß, 1000 kleine Dinge, die, wenn man sie liest, denkt: Man, ja, aber....
Aberenk positiv, doch realistisch. Lass Dich nicht aus der Ruhe bringen und bleib bei Dir!
Ich habe mich am Anfang auch zuviel reingehangen. Hab mir zuviel aus allem gemacht. Irgendwann hab ich einen Abstand geschaffen, der mir das Gefühl gab, einen Art "Puffer" zwischen mir und diesem Problemen, die mein Partner mit seinen Kindern hat, zu legen.
Die Kosten teilen würde ich auch nicht! Wo sind wir denn?
Da muss ein klares Wort her. Es ist eine große Zuneigung zu sagen: "ja, ich habe keine Kinder, ich habe evtl. mehr Geld, ich habe Freizeit, ich habe vor Dir ein ganz anderes Leben gehabt und nun, gebe ich in gewisser Weise, ja doch merh auf, weil ich Dich liebe und es mit Dir versuchen will." Da muss der partner aber auch ein paar Brocken hinwerfen, wie z.B. : Wir teilen die kosten so auf, das Du Dich beteiligst. Nämlich Nebenkosten durch soviel Personen und Du deinen Teil etc....

Ich wünsche Dir für die Zukunft alles gute!

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15. Januar 2010 um 10:50
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Deine Reaktion völlig Normal!
Hallo!

Eigentlich hat kleinermaulwurf alles wichtige schon gesagt , aber als ich deinen Bericht gesehen habe, dachte ich, ich muss doch auch noch was kleines dazu schreiben

Ich würde auch nicht so schnell mit ihm zusammenziehen. Genieße es, das Du Dich zurückziehen kannst und vor allem. Bleib für Dich und achte darauf, das es Dir gut geht! Lass es einfach mal laufen und beobachte, wie sich alles entwickelt.

Ich befürchte, wenn dein Partner nicht erkennt, das er auch mal Grenzen setzten muss, wird sich an der Stiuation nicht so schnell etwas ändern, aber dafür sollst Du Dich nicht kaputt machen!

Bleib bei deinen Regeln, was Deine Wohnung z.B betrifft. Du musst dich da nciht anpassen, nur weil sie es bei Papa darf. Kinder sollen lernen, das sie halt manche Dinge eben nicht dürfen und das haben sie zu akzeptieren!
Wichtig ist da nur, das dein Partner dahinterstehen muss.

Das Schwierige ist nun mal, das man einen Einfluss darauf hat, in welcher Beziehung man zu dem Kind steht, jedoch nicht in der ERZIEHUNG.
Die Kleine hat ihrer Grenzen ausgetestet und hat sich natürlich gemerkt, wo sie durchkommt und da ihr Papa offentsichtlich durch sein schlechtes Gewissen so "blind" ist, lässt er sich auf der Nase rumtanzen,.

Verliere den Kopf nicht und lass Dich nicht hängen. Versuche mit deinem Partner zu reden und in einem gesunden Abstand zu dem Kind zu stehen, dann heult sie zwar rum, aber Du stehst vor ihr und denkst: Dann heul doch, ich lauf dir nicht hinterher.
Wenn sie meckert, das sie zuwenig gescheckt bekommt, dann sag ihr wie Du dazu stehst Kindgerecht und bring ihr dann soschnell nix mehr mit.
Ich weiß, 1000 kleine Dinge, die, wenn man sie liest, denkt: Man, ja, aber....
Aberenk positiv, doch realistisch. Lass Dich nicht aus der Ruhe bringen und bleib bei Dir!
Ich habe mich am Anfang auch zuviel reingehangen. Hab mir zuviel aus allem gemacht. Irgendwann hab ich einen Abstand geschaffen, der mir das Gefühl gab, einen Art "Puffer" zwischen mir und diesem Problemen, die mein Partner mit seinen Kindern hat, zu legen.
Die Kosten teilen würde ich auch nicht! Wo sind wir denn?
Da muss ein klares Wort her. Es ist eine große Zuneigung zu sagen: "ja, ich habe keine Kinder, ich habe evtl. mehr Geld, ich habe Freizeit, ich habe vor Dir ein ganz anderes Leben gehabt und nun, gebe ich in gewisser Weise, ja doch merh auf, weil ich Dich liebe und es mit Dir versuchen will." Da muss der partner aber auch ein paar Brocken hinwerfen, wie z.B. : Wir teilen die kosten so auf, das Du Dich beteiligst. Nämlich Nebenkosten durch soviel Personen und Du deinen Teil etc....

Ich wünsche Dir für die Zukunft alles gute!

Vielen Dank,
für deine aufmunternden Worte.

Es ist schön in diesem Forum Leute zu finden, die ähnliche oder gleiche Probleme haben. So hat man nicht mehr das Gefühl mit seinen Problemen allein auf der Welt zu sein.

LG

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17. Januar 2010 um 15:27
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Vielen Dank,
für deine aufmunternden Worte.

Es ist schön in diesem Forum Leute zu finden, die ähnliche oder gleiche Probleme haben. So hat man nicht mehr das Gefühl mit seinen Problemen allein auf der Welt zu sein.

LG

Kann mich den anderen beiden nur anschließen...
Hör auf dein Bauchgefühl- es ist nichts egoistisches daran, eine persönliche Schmerzgrenze bezüglich auf-der-Nase-Herumgetanze und finanzieller Belastungen zu haben. Im Gegenteil- du wirst die Wahrnehmung dieser Grenze in den nächsten Jahren dringend brauchen, wenn das mit euch was werden soll, schließlich bist du auch nur ein Mensch mit ganz normalen Bedürfnissen und Wünschen, und die kommen in so einer Beziehung verdammt schnell völlig unter die Räder, wenn man nicht aufpasst.
Ich bin mit meinem Partner ("nur" 1 Kind, anfangs allerdings ähnliche Problematik wie mit eurer Jüngsten) damals aus einer Fernbeziehung direkt zusammen gezogen und kann nur sagen, ich würde es nicht nochmal so machen. Ich bereue es zwar nicht, denn wir haben es miteinander geschafft und sind mittlerweile schon über 4 Jahre zusammen, aber die erste Zeit war unglaublich hart und es hat eine Menge Arbeit gekostet, ein funktionierendes Zusammenleben aufzubauen. Das ist eine Riesenaufgabe, schon für "Normalfamilien", und klappt nur, wenn der Partner bereit ist, mitzuziehen- das würde ich erstmal in Ruhe für mich klären, bevor du dein Zuhause aufgibst!
Viele getrennte Väter haben große Probleme, ihre Kinder nicht nur zu bespaßen, sondern auch zu erziehen- sie fürchten sich davor, die Beziehung zum Kind aufs Spiel zu setzen und kommen dann mit ihren eigenen Schuldgefühlen in Konflikt. Das ist nachvollziehbar und nur menschlich. Wenn sie aber nicht bereit sind, den Schritt zu gehen, lässt sich kein harmonisches Zusammenleben aufbauen, weil die Kinder sich ohne klare Regeln nicht auf zwei Lebenswelten einstellen können. Eure Kleine verhält sich so, weil ihr der Erfolg Recht gibt- so lange dein Partner nichts ändert, bringt alles Ärgern gar nichts. Ich würde das auch nicht großartig mit ihm diskutieren, so lange er zwar klare Forderungen an dich hat, aber wenig bei sich selber guckt...
Meiner hat zum Glück recht bald bemerkt, dass sich sein Kind zum Tyrannen entwickeln wird, wenn er weiterhin alles durchgehen lässt und war dann auch bereit, sich meine Beobachtungen anzuhören und gemeinsam zu überlegen, was wir anders machen können. So lange das nicht der Fall ist, wirst du dich unweigerlich in der Rolle der meckernden, "egoistischen" Nexten wiederfinden, wenn du versuchst, Veränderungen auf den Weg zu bringen- spar dir das, du wirst dich eh maximal hilflos fühlen, und kümmere dich stattdessen um deine Belange, sorg für ein stabiles soziales Netz, pfleg deine Hobbies, erhalte dir einen Rückzugsort!
Bei uns hat sich die Lage mit der Zeit total entspannt- das Kind meines Partners fordert immer noch mehr Raum als Kinder in "intakten" Familien, wenn es da ist, aber das finde ich auch für seine Situation normal und kann das mittragen. Es hat aber inzwischen gelernt, auch mal 'ne Frustration auszuhalten, weil wir uns gemeinsam konsistenter verhalten- und mein Partner hat gelernt, dass ein schmollendes Kind keinen bleibenden Schaden davonträgt, sondern im Gegenteil etwas ganz wesentliches mitbekommt, das zum normalen Aufwachsen dazugehört. Nämlich, dass nicht alle Bedürfnisse immer unmittelbare Befriedigung erfordern- das gilt für Säuglinge und Kleinstkinder, aber wenn ältere Kinder auf diesem Stand stehenbleiben, kriegen sie spätestens in der Schule massive Probleme. Doch Kinder müssen sowas in kleinen Schritten lernen und dazu braucht es, gerade wenn sie sich dazu noch auf unterschiedliche Umgebungen einstellen müssen, ein Umfeld, das ihnen die Chance dazu gibt- eure Kurze hat dazu keine Möglichkeit, so lange der Vater nicht gewillt ist, auch mal den Frust seiner Tochter zu ertragen. Kurzfristig ist es nämlich wesentlich gemütlicher, der "liebe" Papa zu sein- entwicklungsförderlich ist es, wie meine Vorrednerinnen schon sagten, aber leider nicht. Auf den Trichter muss er aber selbst kommen...

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18. Januar 2010 um 15:28
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Kann mich den anderen beiden nur anschließen...
Hör auf dein Bauchgefühl- es ist nichts egoistisches daran, eine persönliche Schmerzgrenze bezüglich auf-der-Nase-Herumgetanze und finanzieller Belastungen zu haben. Im Gegenteil- du wirst die Wahrnehmung dieser Grenze in den nächsten Jahren dringend brauchen, wenn das mit euch was werden soll, schließlich bist du auch nur ein Mensch mit ganz normalen Bedürfnissen und Wünschen, und die kommen in so einer Beziehung verdammt schnell völlig unter die Räder, wenn man nicht aufpasst.
Ich bin mit meinem Partner ("nur" 1 Kind, anfangs allerdings ähnliche Problematik wie mit eurer Jüngsten) damals aus einer Fernbeziehung direkt zusammen gezogen und kann nur sagen, ich würde es nicht nochmal so machen. Ich bereue es zwar nicht, denn wir haben es miteinander geschafft und sind mittlerweile schon über 4 Jahre zusammen, aber die erste Zeit war unglaublich hart und es hat eine Menge Arbeit gekostet, ein funktionierendes Zusammenleben aufzubauen. Das ist eine Riesenaufgabe, schon für "Normalfamilien", und klappt nur, wenn der Partner bereit ist, mitzuziehen- das würde ich erstmal in Ruhe für mich klären, bevor du dein Zuhause aufgibst!
Viele getrennte Väter haben große Probleme, ihre Kinder nicht nur zu bespaßen, sondern auch zu erziehen- sie fürchten sich davor, die Beziehung zum Kind aufs Spiel zu setzen und kommen dann mit ihren eigenen Schuldgefühlen in Konflikt. Das ist nachvollziehbar und nur menschlich. Wenn sie aber nicht bereit sind, den Schritt zu gehen, lässt sich kein harmonisches Zusammenleben aufbauen, weil die Kinder sich ohne klare Regeln nicht auf zwei Lebenswelten einstellen können. Eure Kleine verhält sich so, weil ihr der Erfolg Recht gibt- so lange dein Partner nichts ändert, bringt alles Ärgern gar nichts. Ich würde das auch nicht großartig mit ihm diskutieren, so lange er zwar klare Forderungen an dich hat, aber wenig bei sich selber guckt...
Meiner hat zum Glück recht bald bemerkt, dass sich sein Kind zum Tyrannen entwickeln wird, wenn er weiterhin alles durchgehen lässt und war dann auch bereit, sich meine Beobachtungen anzuhören und gemeinsam zu überlegen, was wir anders machen können. So lange das nicht der Fall ist, wirst du dich unweigerlich in der Rolle der meckernden, "egoistischen" Nexten wiederfinden, wenn du versuchst, Veränderungen auf den Weg zu bringen- spar dir das, du wirst dich eh maximal hilflos fühlen, und kümmere dich stattdessen um deine Belange, sorg für ein stabiles soziales Netz, pfleg deine Hobbies, erhalte dir einen Rückzugsort!
Bei uns hat sich die Lage mit der Zeit total entspannt- das Kind meines Partners fordert immer noch mehr Raum als Kinder in "intakten" Familien, wenn es da ist, aber das finde ich auch für seine Situation normal und kann das mittragen. Es hat aber inzwischen gelernt, auch mal 'ne Frustration auszuhalten, weil wir uns gemeinsam konsistenter verhalten- und mein Partner hat gelernt, dass ein schmollendes Kind keinen bleibenden Schaden davonträgt, sondern im Gegenteil etwas ganz wesentliches mitbekommt, das zum normalen Aufwachsen dazugehört. Nämlich, dass nicht alle Bedürfnisse immer unmittelbare Befriedigung erfordern- das gilt für Säuglinge und Kleinstkinder, aber wenn ältere Kinder auf diesem Stand stehenbleiben, kriegen sie spätestens in der Schule massive Probleme. Doch Kinder müssen sowas in kleinen Schritten lernen und dazu braucht es, gerade wenn sie sich dazu noch auf unterschiedliche Umgebungen einstellen müssen, ein Umfeld, das ihnen die Chance dazu gibt- eure Kurze hat dazu keine Möglichkeit, so lange der Vater nicht gewillt ist, auch mal den Frust seiner Tochter zu ertragen. Kurzfristig ist es nämlich wesentlich gemütlicher, der "liebe" Papa zu sein- entwicklungsförderlich ist es, wie meine Vorrednerinnen schon sagten, aber leider nicht. Auf den Trichter muss er aber selbst kommen...

Erstmal vielen Dank an alle!
Mittlerweile ist mir klar geworden, ich brauch kein schlechtes Gewissen haben, wenn ich mich ausklinken will, wenn es mir zu viel wird. Das es mein gutes Recht ist dies zu tun.

Auch hab ich nicht damit gerechnet, das mir alle Recht geben. Ich dachte tatsächlich, ich werd als egoistisch beschimpft.

Ich werde meine Wohnung behalten, und mich die meißte Zeit auch da aufhalten, denn es ist mir einfach zu eng und unruhig bei ihm (auch ohne die Kleine).

Wenn die Kleine dann da ist, werde ich nach Hause fahren, wenn sie wieder anfängt den totalen Terror abzuhalten und es nicht mehr auszuhalten ist. Ich muß auch nicht das ganze Wochenende mit dabei sein, es reicht wenn ich Samstags zu ihm fahre. So hab ich den Freitagabend für mich ganz allein.

Er wird mit Sicherheit wieder beleidigt sein, wenn ich ihm das heute Abend sage, aber mir reichts mittlerweile.
Wenn ich mich nicht klar abgrenze, hab ich spätestens in einem halben Jahr die Nase voll von der Beziehung.

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