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Bin ich zu Unterhalt verpflichtet?

28. Mai 2008 um 9:01 Letzte Antwort: 23. Juni 2008 um 11:44

Hallo,

ich hoffe, das mir jemand weiterhelfen kann.
Mein Sohn (19 )ist von zu Hause ausgezogen. Er ist freiwillig gegangen, er hatte, wie er sagt, einfach keinen Bock mehr daheim. Warum, ist eine lange Geschichte. Es geht mir eigentlich darum: er hat keine Ausbildung, keinen Job, schnorrt sich bei Freunden durch, lebt mal dort und da. Wo, sagt er mir nicht. Gestern habe ich ihn telefonisch mal seit langem erreicht.Auf meine Frage, was er denn jetzt so macht, sagte er, das ich demnächst Post von irgend einem Amt bekommen, zwecks Unterhaltzahlung.
Meine Frage ist jetzt, bin ich denn verpflichtet, Unterhalt zu zahlen, wenn er doch gegangen ist? Ich habe ihn nicht rausgeworfen, und er weiss das er jederzeit heim kann? Muss ich überhaupt Angaben machen? Und wie sieht es mit meinem Mann aus, der nicht der leibliche Vater ist?
Es kann doch wohl rechtlich nicht sein, das jeder Jugendliche einfach sagen kann: tschüss, hab keinen Bock mehr, zahlt mal schön für mich.

Wäre dankbar für Tips.

Grüßle Torina

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29. Mai 2008 um 8:45

Danke mal.....
Hallo mellilein,

danke mal für deine Antwort. Das was du schreibst, das wußte ich schon. Das Problem ist ja, das er keinen Bock hat zu Hause weiter wohnen zu bleiben, ganz zu schweigen zu Arbeiten, eine Lehre zu machen oder sonst irgendwas. Mir ist einfach nicht klar ob ich wirklich so eine Einstellung unterstützen muss oder ob man da nicht als Eltern/Elternteil nicht auch noch irgendwie geschützt ist. Demnach kann ja jeder Jugendliche der Stress daheim hat seine Sachen packen und denken,die Alten müssen ja zahlen, ich mach mir mal ein schönes leben. Das kanns ja wohl nicht sein, oder.
Ich denke, Unterhaltspflichtig bin ich, wenn ich ihn vor die Tür setze. Dachte ich jedenfalls.

Grüßle Torina

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29. Mai 2008 um 13:09

Nein...
Ab 18 keinen Unterhalt mehr?
Geradlinig Verwandte - also Eltern und deren Kinder
- sind einander unterhaltspflichtig.
Das volljährige Kind
1
ist aber grundsätzlich als
Erwachsener zu behandeln, der selbst für sich
verantwortlich ist - auch in finanzieller Hinsicht!
Es müssen deshalb schon besondere Gründe vorlie-
gen, wenn ein volljähriges Kind Unterhalt von seinen
Eltern verlangen möchte. Die beiden häufigsten
Gründe, wonach das Kind auch ab 18 noch Unterhalt
verlangen kann, sind Ausbildung und Krankheit.
Die Eltern sind verpflichtet, dem Kind eine Ausbil-
dung zu finanzieren, damit es eine unabhängige
Lebensstellung erreichen kann ( 1610 Bürgerliches
Gesetzbuch - BGB). Es wird zwischen allgemeiner
Schul- und Berufsausbildung unterschieden.
Die Eltern müssen auch dann Unterhalt zahlen,
wenn das Kind ohne eigenes Verschulden nicht in
der Lage ist, sich eine unabhängige Lebensstellung
zu erarbeiten. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn
das Kind aus gesundheitlichen Gründen (z.B. schwe-
re Behinderung) an der Aufnahme einer Arbeit oder
Ausbildung gehindert ist.
Die Ableistung von Wehr- oder Zivildienst ist keine
Ausbildung. Hier ist der persönliche Bedarf des Kin-
des meist durch den Staat abgedeckt.

das Kind muss seine Ausbildung zielstrebig,
intensiv und mit Fleiß betreiben,
es muss die Ausbildung innerhalb der üblichen
Dauer beenden,
nur eine Erstausbildung muss regelmäßig von
den Eltern finanziert werden,
eine Zweitausbildung ist dann zu ermöglichen,
wenn es sich um eine einheitliche Ausbildung
handelt (z.B. Abitur-Banklehre-BWL-Studium)
oder die Erstausbildung aus zwingenden Grün-
den (z.B. Mehlstauballergie bei Bäckerlehrling)
abgebrochen werden muss,
die gewählte Ausbildung muss geeignet sein, um
später selbst den Lebensunterhalt sicher zu stel-
len.


Hier sehe ich auch keinen Unterhaltsanspruchdes Kindes mehr, denn KU wird nur bis zum Ende der ersten Ausbildung geschuldet - und wenn der Sohn keine Ausbildung macht, hat er somit auch keinen Anspruch mehr.

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30. Mai 2008 um 9:33
In Antwort auf naomh_12744558

Nein...
Ab 18 keinen Unterhalt mehr?
Geradlinig Verwandte - also Eltern und deren Kinder
- sind einander unterhaltspflichtig.
Das volljährige Kind
1
ist aber grundsätzlich als
Erwachsener zu behandeln, der selbst für sich
verantwortlich ist - auch in finanzieller Hinsicht!
Es müssen deshalb schon besondere Gründe vorlie-
gen, wenn ein volljähriges Kind Unterhalt von seinen
Eltern verlangen möchte. Die beiden häufigsten
Gründe, wonach das Kind auch ab 18 noch Unterhalt
verlangen kann, sind Ausbildung und Krankheit.
Die Eltern sind verpflichtet, dem Kind eine Ausbil-
dung zu finanzieren, damit es eine unabhängige
Lebensstellung erreichen kann ( 1610 Bürgerliches
Gesetzbuch - BGB). Es wird zwischen allgemeiner
Schul- und Berufsausbildung unterschieden.
Die Eltern müssen auch dann Unterhalt zahlen,
wenn das Kind ohne eigenes Verschulden nicht in
der Lage ist, sich eine unabhängige Lebensstellung
zu erarbeiten. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn
das Kind aus gesundheitlichen Gründen (z.B. schwe-
re Behinderung) an der Aufnahme einer Arbeit oder
Ausbildung gehindert ist.
Die Ableistung von Wehr- oder Zivildienst ist keine
Ausbildung. Hier ist der persönliche Bedarf des Kin-
des meist durch den Staat abgedeckt.

das Kind muss seine Ausbildung zielstrebig,
intensiv und mit Fleiß betreiben,
es muss die Ausbildung innerhalb der üblichen
Dauer beenden,
nur eine Erstausbildung muss regelmäßig von
den Eltern finanziert werden,
eine Zweitausbildung ist dann zu ermöglichen,
wenn es sich um eine einheitliche Ausbildung
handelt (z.B. Abitur-Banklehre-BWL-Studium)
oder die Erstausbildung aus zwingenden Grün-
den (z.B. Mehlstauballergie bei Bäckerlehrling)
abgebrochen werden muss,
die gewählte Ausbildung muss geeignet sein, um
später selbst den Lebensunterhalt sicher zu stel-
len.


Hier sehe ich auch keinen Unterhaltsanspruchdes Kindes mehr, denn KU wird nur bis zum Ende der ersten Ausbildung geschuldet - und wenn der Sohn keine Ausbildung macht, hat er somit auch keinen Anspruch mehr.

Dank dir saraa.....
genau das habe ich mitlerweile durch google auch herausgefunden.
So in etwas hatte ich das auch vermutet. Nur sicher war ich mir eben nicht.
Wenn ich dich jetzt aber richtig verstehe, ist der Stiefvater nicht zu Angaben über sein Einkommen verpflichtet? Hatte mal irgendwas über Bedarfsgemeinschaft gelesen.

Grüßle Torina

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23. Juni 2008 um 11:44
In Antwort auf dido_12758064

Dank dir saraa.....
genau das habe ich mitlerweile durch google auch herausgefunden.
So in etwas hatte ich das auch vermutet. Nur sicher war ich mir eben nicht.
Wenn ich dich jetzt aber richtig verstehe, ist der Stiefvater nicht zu Angaben über sein Einkommen verpflichtet? Hatte mal irgendwas über Bedarfsgemeinschaft gelesen.

Grüßle Torina

VETO....
Hi. ICh weiß etwas spät, aber vielleicht dennoch hilfreich!
Saraa ich muss dir widersprechen!die Gesetze haben sich geändert.die eltern sind ihren Kindern Unterhaltspflichtig bis diese eine Ausbildung ihrer wahl erfolgreich abgeschlossen haben!längstens bis zum 25.Lebensjahr.das kind kann sich sogar nach der ausbildung entscheiden zu studieren, auch dann sind sie unterhaltsberechtigt.es gibt vier gründe weswegen man NICHT zahlen muss:
1. der Unterhaltspflichtige stirbt
2. der Unterhaltsberechtigte stirbt
3. grobe Lieblosigkeit den Eltern gegenüber.
4. der unterhaltsberechtigte verdient genug eigenes Geld.
Torina, dein Mann der nicht der leibliche Vater ist, ist deinem Sohn NICHT unterhlatspflichtig, es sei denn er hat adoptiert,dann ja. selbst wenn dein sohn den namen deines mannes trägt,namensänderung, ist er nicht verpflichtet. hoffe ich konnte dir helfen.LG roubi

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