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Bin ich eine böse Stiefmutter ?

19. Februar 2014 um 9:47

Hallo,
ich möchte hier meine Gedanken teilen, da es mir im Moment schwer fällt diese zu bewerten und einzuordnen.
Vielleicht kann mir der Eine oder Andere seine Sicht der Dinge zu meiner jetzigen Situation schildern.

Mein Mann und ich sind seit acht Jahren zusammen und seit vier Jahren verheiratet. Wir erwarten unser zweites gemeinsames Kind.
Da mein Mann schon mal verheiratet war, hat er noch einen Sohn ( 16 J. ), der jedoch bei seiner Mutter lebt und uns jedes zweite Wochenende besucht.

Mit seinem Sohn bin ich immer gut klar gekommen, denn er ist äußerst gut erzogen. Wären da jetzt nicht diese Gedanken! Aber dazu gleich.

Die Mutter des Kindes hat vor einigen Jahren, als sie erfahren hat, dass wir unser erstes gemeinsames Kind erwarten Unterhalt beantragt. Seitdem hat mein Mann eine Gehaltspfändung und obwohl ich auch arbeite, bleiben uns im Monat nach Abzug aller Kosten ca. 300 zum Leben für drei Personen.
Dazu kommt, dass die Familie des Kindes aus seiner ersten Ehe wohlhabend ist und auf den Unterhalt eigentlich nicht angewiesen ist.

Es herrscht eine Ungerechtigkeit, die mich aus der Ruhe bringt und ich mich frage, wie es sein kann, dass unser Sohn Sachen vom Flohmarkt tragen muss, währenddessen der Sohn aus der ersten Ehe Markenkleidung bekommt, die Mutter von unserem gepfändeten Gehalt sich ständig neue Möbel und neue Schuhe kauft...und und und, ich könnte jetzt noch viele andere Beispiele nennen.

Ich komme mit der Situation nicht klar, denn natürlich kann der Stiefsohn nichts für diese Situation!

Aber: Ich entwickel eine innere Abneigung gegen den Teenager und wenn er hier ist, möchte ich ihn am liebsten nicht sehen!

Kann mir jemand aus eigener Erfahrung sagen, wie ich mit dieser Situation klar kommen kann?

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19. Februar 2014 um 11:31

Vielen Dank für deine Antwort
Ich sehe das genau so wie du. Das war eine Eifersuchtsaktion von der Exfrau. Der Unterhalt steht ihr trotzdem zu und da können wir nichts machen.

In zwei Jahren, wenn der Junge volljährig wird, muss sie ihre Einkünfte offen legen und erst dann wird der Unterhalt neu berechnet. Das würde dann bedeuten, dass sie für ihren Teil aufkommt und wir nicht mehr den gesamten Unterhalt mehr zahlen müssen.

Zu deiner Frage, ob der Junge nicht bei uns wohnen kann:
Ja, er könnte, aber das steht nicht zur Debatte, da er sich in seiner Umgebung wohl fühlt.

Es sind halt so Dinge bei ihm, die mich innerlich zur Weißglut bringen, dass er ohne Rücksicht auf unsere finanzielle Situation mit seiner Markenkleidung prahlt!

Wir haben ihm schon öfter gesagt, er solle Aussagen wie: "Mein Haargel kostet 17 " für sich behalten, denn dafür muss sein Stiefbruder Schuhe vom Flohmarkt tragen ( überspitzt gesagt und nichts gegen Flohmarktkleidung ! ). Mir geht es um die Aussagen und die rücksichtslose Einstellung des Jungen.

Irgend wie habe ich das Gefühl, der Junge ist emotional dumm, was er von seiner Mutter geerbt haben muss.

Und da ist schon wieder diese Wut, mit der ich nicht umgehen kann...

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19. Februar 2014 um 15:17

So oder so ähnlich
argumentiert auch mein Mann. Er sagt, bald haben wir es geschafft, denn mit der Volljährigkeit des Kindes muss auch die Kindesmutter ihr Vermögen offenlegen.

Hmmm, ich sehe da kein Grund zur Freude, denn wenn das Kind noch die nächsten zehn Jahre Schule und Studium macht und zu Hause wohnt, dann muss der Kindesvater so lange den halben Kindesunterhalt zahlen !

Nun ja, zu deiner Frage, ob es wirklich sein kann, dass wir nur von 300 leben können/müssen:

Jein, unsere Anwältin hat sich dem Fall angenommen und: Es ist leider so. Da würde sonst das Gericht sagen: Wieso, der Kindesvater kann doch sonst noch einen Job annehmen. Er ist doch gesund...
Oder wir beantragen HarzIV zu unserem Einkommen, aber das möchten wir nicht.

Vielen Dank für deinen Ratschlag am besten drüber zu stehen. Mir bleiben nicht viele Optionen und ich glaube, das ist der vernünftigste Ausweg ( ich könnte auch übers Wochenende zu meiner Familie ).

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5. März 2014 um 14:55

Unterhalt
irgendetwas kann in Deinem Bericht nicht stimmen. Wenn die Mutter des Teenagers schon mindestens acht Jahre vom Vater getrennt war, kann sie doch nicht nach ein paar Jahren plötzlich Unterhalt für sich verlangen. Vor allem: wo der Sohn schon so groß ist. Geht es vielleicht um Kindesunterhalt? Wer ein Kind hat, der muss in der Tat für dieses Kind finanziell aufkommen. Auch Arme müssen ihr Kind finanzieren und können es nicht verhungern lassen. Wenn Ihr so wenig Geld habt wie Du beschreibst, dann kann der Beitrag des Vaters für seinen Sohn nur sehr gering sein. Vermutlich so gering, dass ein Kind damit niemals zur Hälfte finanziert werden kann. Manche Menschen können mir ihrem Geld nicht haushalten. Die Gehhaltspfändung liegt vermutlich an ganz anderen Dingen. Die Markenklamotten, die werden vom vermutlich geringen Beitrag des Vaters nicht bezahlt. Was andere Menschen mit dem Geld machen, dass sie besitzen oder dass ihnen zusteht, damit hast Du im Grunde nichts zu tun. Der eine zieht sich gut an, der nächste kauft Alkohol und Zigaretten. Gerade alleinerziehende Mütter achten sehr darauf, dass ihr Kind gut angezogen ist. Sie wollen nicht, dass das Kind weniger hat als die anderen oder man ihm die Situation ansieht. Deine Sicht ist im Grunde genau die der typischen Stiefmutter. Das liegt nicht an Deinem Charakter, sondern an der Situation. Die böse Stiefmutter, die den anderen wenig gönnt und alles für ihre Kinder will. So findet man sie in jedem Märchen. Es gibt eine Untersuchung, da hat man herausgefunden, dass die Sterblichkeit von Kindern, die bei Stiefmüttern aufwachsen enorm hoch ist im Verhältnis zu den Kindern, die bei den eigenen Müttern aufwachsen. Daten aus den Jahren um 1890. Heute verhungert niemand mehr... aber die Gefühle den STiefkindern gegenüber bleiben immer die gleichen....

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