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Beziehung hängt am seidenen Faden *lang*

11. August 2008 um 10:27 Letzte Antwort: 15. August 2008 um 0:17

Ich bin seit 3 1/2 Jahren mit meinem Freund zusammen, er hat aus seiner Ehe eine fast 6 jährige Tochter. Wir leben seit 2 Jahren zusammen (mit seiner Tochter).. Seit wir zusammen wohnen geht unsere Beziehung langsam den Bach runter. Mein Freund geht arbeiten und ich kümmere mich um seine Tochter. Ich habe mich von Anfang an mit seiner kleinen super verstanden und sie aktzeptiert mich wie eine Mama.. Ihre Mutter kümmert sich nicht um die kleine, meldet sich nicht.. Wir haben damit ein großes Problem weil wir nunmal sehen wie es der kleinen damit geht. Wir tun unser bestmögliches das es ihr gut geht und an nichts fehlt.

Doch seit einigen Wochen haben wir große Probleme mit der kleinen. Sowohl ich als auch er. Wir wissen einfach nicht mehr weiter, dass es durch die ganze Situation kommt wissen wir doch die, wie soll ich es nennen, Grundkenntnisse ?? Mir fällt kein besserer Ausdruck ein.. Die gibts einfach nicht.

Sie stellt sich jedesmal mit dem Erwachsenen gleich, wenn die was machen dann darf sie das auch und wenn nicht dann ist die Aufruhe groß. Für mich gehört das zur "Erziehung" dazu. Vor allem einem Kind zu zeigen was "Resepekt" ist .. Das kennt sie gar nicht!!


Eine Beziehung haben wir schon gar nicht mehr, wir sind eigentlich nur noch Papa und Stiefmama.. Aber das wir ein "Paar" sind gibts nicht mehr. Wenn wir reden oder diskutieren dann nur über die kleine. Wir haben beide einen Kinderwunsch, einen sehr großen und würden es lieber gestern als heute in Angriff nehmen aber es ist wirklich bei mir schon so weit das ich es nicht mehr möchte weil mich die ganzen streitereien, D
disskusionen, dass es immer nur um seine Tochter geht einfach zu stark belasten, es geht von morgens 8.00h - 20.00h nur darum wie wir die kleine am besten beschäftigen damit es keinen Ärger/schlechte Laune ihrerseits gibt. Wenn wir mal rausgehen, was alle 4 - 6 Monate vllt. mal vorkommt, steht er total unter Zeitdruck, guckt ständig auf die Uhr wann er die kleine wieder holen muss, die Oma tut so als wenn sie die kleine jedes WE hat mit der Oma haben wir uns auch zerstritten wegen der kleinen.. Weil es immer nur darum geht wir als "Paar" oder "Sohn / Schwiegertochter" werden gar nicht mehr beachtet.

Unsere Beziehung steht schon auf der Kippe und noch ein Schritt dann fallen wir und das wars.

Ich muss dazu sagen, dass ich im Dez. 07 eine FG im 6 Monat hatte und verkraftet habe ich das noch nicht wirklich, ich bin seit der ganzen Sache ziemlich launisch geworden, werde schnell aufbrausend.. Was unserer Beziehung auch nicht gut tut, dass ist mir klar. Ich bekomme kaum Unterstützung von ihm, er könnte mehr Verantwortung für seine Tochter übernehmen, dahinter stehen was ich mache wenn es um die kleine geht.. Er widersetzt sich sehr oft..

Ach ich weiß auch nicht mehr weiter, vllt. könnt ihr mir ja Ratschläge geben..

Vielen Dank!!!

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13. August 2008 um 0:44

Hi,
mein Freund, mit dem ich knapp ein Jahr zusammen bin, hat auch ein Kind. Ein 6-jähriges Mädchen. Sie lebt bei der Mutter, von der er sich getrennt hat, als die Kleine 1 1/2 war. Am Anfang, als wir zusammen kamen, war die Situation superschwierig. Die Ex war eifersüchtig und hat dem Kind alles mögliche eingeredet, so dass die Kleine ihn plötzlich garnicht mehr sehen wollte. Mich kennenlernen ganz zu schweigen. Vor allem, als wir zusammengezogen sind. Seit ein paar Monaten hat die Ex jetzt einen neuen Freund. Plötzlich hat sich die Lage entspannt und die Kleine kommt jetzt ab und zu zu uns. Wir machen viel mit ihr. Das gefällt ihr und macht uns auch Spaß. Sie ist auch nicht ganz einfach (Benehmen, Respekt etc.), trotzdem komme ich ganz gut mit ihr klar und denke, wir mögen uns.

Soweit, so gut. Vor kurzem aber kam ans Licht, dass die Ex plant, ziemlich schnell ziemlich weit weg zu ihrem Freund zu ziehen. Totaler Schock für meinen Freund - dass sie das Kind mitnimmt, ist für ihn undenkbar. Und ob sie es wirklich mitnehmen will, ist auch unklar. Sie wirkt eher so, als möchte sie neu anfangen. Wäre das der Fall möchte mein Freund, dass die Kleine bei uns lebt.

Seit die Situation sich in Bezug auf die Kleine so verschärft hat, diskutieren wir auch nur noch im Kreis und ich hab auch den Eindruck, dass unsere Beziehung am seidenen Faden hängt. Mein Hauptproblem, dass ich damit habe, ist auch wie bei dir eine FG Anfang diesen Jahres in der 17. SSW. Das verkraftet keiner so leicht. An Unterstützung mangelt es da ebenso, weil ihm seine Kleine über alles geht. Das ist für mich schwer zu akzeptieren. Beiderseitige Launen stehen auf dem Tagesprogramm und die Verantwortungsfrage, wie es läuft wenn sein Kind bei uns lebt, ist auch nich geklärt.

Im Grunde reiben wir uns gerade daran auf, wie es sein könnte wenn...und wenn ich deinen Beitrag lese, wie es dann ist, weiß ich nicht ob ich den Schritt überhaupt wagen sollte.

Sorry, dass ich dir nicht weiterhelfen kann aber fühl dich gedrückt - irgendwie sitzen wir Frauen ja doch in einem Boot und vielleicht liegt es nun einfach mal an uns, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Weil wir die Stärkeren sind? Ich weiß es nicht...

Liebe Grüße








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13. August 2008 um 12:48

Erstmal
meine Hochachtung...

Ohne die Sicherheit verheiratet zu sein...

ohne Job....

Ohne Renteneinzahlung....

im Hinterkopf falls er dich verlässt, stehst du mittellos da....

kein Anrecht auf Arbeitslosengeld...

sich um seine Tochter zu kümmern....

Vor allem, da er es dir nicht Dankt....

die Mutter es dir nicht Dankt...

Das Kind dankt es dir auch nicht....

Er kümmert sich nicht um dich....

er nimmt dich als Selbstverständlich war...

du bist halt die die sich kümmert und gut ist...

Aber wo bist du??

Du als Frau?? Die begehrt werden sollte....

Der gedankt werden sollte, dass sie alles aufgeben hat....

Die geliebt werden sollte...

Er hat dich als Frau vergessen....

Und das musst du ihm ganz deutlich klar machen...

Du musst einen Stellenwert in dieser Beziehung haben....

und leider läufst unter ferner liefen......

Du tust mir schrecklich leid....



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15. August 2008 um 0:17
In Antwort auf naomh_12744558

Erstmal
meine Hochachtung...

Ohne die Sicherheit verheiratet zu sein...

ohne Job....

Ohne Renteneinzahlung....

im Hinterkopf falls er dich verlässt, stehst du mittellos da....

kein Anrecht auf Arbeitslosengeld...

sich um seine Tochter zu kümmern....

Vor allem, da er es dir nicht Dankt....

die Mutter es dir nicht Dankt...

Das Kind dankt es dir auch nicht....

Er kümmert sich nicht um dich....

er nimmt dich als Selbstverständlich war...

du bist halt die die sich kümmert und gut ist...

Aber wo bist du??

Du als Frau?? Die begehrt werden sollte....

Der gedankt werden sollte, dass sie alles aufgeben hat....

Die geliebt werden sollte...

Er hat dich als Frau vergessen....

Und das musst du ihm ganz deutlich klar machen...

Du musst einen Stellenwert in dieser Beziehung haben....

und leider läufst unter ferner liefen......

Du tust mir schrecklich leid....



Moment mal Saraaa,
wenn ich mich recht erinnere, war es für die Generation unserer Mütter selbstverständlich, zuhause zu sein und sich um die Kinder zu kümmern. Heute sind die Möglichkeiten anders, aber wenn man sich für das alte Modell entscheidet, dann ist das doch o.k.?! Das ändert doch nichts am Stellenwert der Frau in einer Beziehung - früher wie heute. Jede Frau möchte geliebt werden und die Nummer 1 in ihrer Beziehung sein. Sonst bräuchte sie ja keine Beziehung! Abgesehen davon, haben unsere Mütter heute auch einen Rentenanspruch gegenüber unseren Vätern. Und der wird ja zukünftig für die Frauen, die sich für ein Kind entscheiden, noch erhöht. Was ist denn das für ein Käse??? Schon mal was von Familienpolitik gehört?

Kinder sind eine schöne Dreingabe in einer Beziehung, aber es sind eben Kinder. Und wenn die Kinder noch dazu nicht die eigenen sind, frau sich aber doch bereit erklärt, auch das zu meistern und sich bemüht, eine ebenso gute oder vielleicht bessere Mutter zu sein wie die, die das Kind geboren hat, dann ist das doch für den Mann der Volltreffer!

Um eine glückliche Familie zu haben, kann man sich selbst und seine eigenen Interessen zurückstellen, aber man muss und darf sie doch nicht aufgeben. Und dieser Anspruch hat nichts mit Dank zu tun, sondern mit Respekt und Anerkennung, auch wenn die Lage manchmal schwierig ist (auch unsere Mütter waren nicht völlig selbstlos, sonst wären sie irgendwann davongelaufen). Da hilft schon ein liebes Wort vom Partner oder eine kleine Geste. Wer darauf angeblich gerne verzichtet, der drückt es dem Mann - meist über die Kinder - nur hintenrum rein. Da frage ich mich, was besser ist, anstatt auch einmal seinen Standpunkt klar zu machen, wenn die Luft brennt!

Du tust mir leid, weil du entweder keine Kinder hast oder nie in so eine Situation gekommen bist. Von deiner Selbstachtung mal ganz zu schweigen...

Herzliche Grüße,

*frau im beruf mit eigenem einkommen*

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