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Besuchsrecht

30. März 2009 um 18:05

Hallo zusammen...
entschuldigt, daß ich als Neue hier gleich mit einem Frage hereinplatze

Es geht um um das Besuchsrecht für meinen fünfjährigen Sohn. Ich muß vielleicht ein bischen ausholen. Ich bin seit 1 Jahr geschieden und seit 3 Jahren getrennt. In dieser Zeit konnte der Kindsvater seinen Sohn regelmäßig alle 14-Tage sehen. Wenn er ihn zwischendurch (Urlaub, Feiertage etc.) haben wollte, war das natürlich auch kein Thema. Leider hat es immer wieder Vorfälle in der sog. Grauzone gegeben. in denen er hintenrum dem Kind ein Leben bei ihm schmackhaft machte. Er dürfe wenn er ein bischen älter ist bei ihm leben etc..... Hab ihn deswegen zur Rede gestellt. Da gabs auch noch andere Probs deretwegen ich dann zu einer Kinderpsychologin gegangen bin. Ich erzählte ihr die Sachlage und sie meinte es wäre für meinen Sohn besser, wenn die Besuchsregelung vom zweiwöchigen auf einen dreiwöchigen Rhythmus erweitert würde. Das habe ich allerdings aus Rücksicht nicht getan.

Dummerweise funktioniert das mit dem gemeinsamen Sorgerecht bzw. dem Umgang zwischen meinem Ex und mir nur dann, wenn ich seinen Wünschen ohne wenn und aber zustimme. Dann nimmt er ihn auch mal an Tagen, an denen bei mir dringende Termine anstehen. Wenn nicht läßt er mich zappeln. Benötige ich einmal ein paar Tage in denen er außer der Reihe meinen Sohn beaufsichtigen soll, druckst er herum oder sagt nein. Meistens läßt er mich bis fast zum Termin zappeln und sagt dann evtl. Ja. Ich weiß dann nie wie ich dran bin und buchen kann ich auch nicht wirklich was. Ich hab bisher nicht viel gesagt um meinen Sohn nicht da in irgendetwas mit hineinzuziehen.

Dieses Wochenende war nun Zeitumstellung und ich bat meinen Ex am Samstag ganz nett mir meinen Sohn bitte eine Stunde früher zu bringen, damit er seinen gewohnten Rythmus beibehalten kann. Er ist mit seinen fünd Jahren eh schwierig, noch Bettnässer und durch die Trennung noch ganz schön belastet. Morgens muß er dann auch wieder eher raus. Kurz und gut, er sagte prompt nein. Ich hab ihm dann erklärt, daß die Gesundheit wichtiger ist, als ein evtl. Film den er noch mit meinem Sohn anschauen wollte. Aber er zeigte sich auch nach längerem Hin und Her noch absolut stur. Da wir gemeinsames Sorgerecht haben aber mein Sohn bei mir lebt, habe ich die Hauptverantwortung für ihn zu tragen. Seine Gesundheit liegt mir sehr am Herzen. Nachdem mein Ex sich nun so stur stellte, blieb mir nichts anderes übrig, als ihm zu erklären, daß er mit Konsequenzen zu rechnen habe, falls er nicht einsichtig wäre und ihn die eine Stunde eher bringen würde. Er sagte das mache er auf keinen Fall und was der Scheiß überhaupt solle.

Er kam dann tatsächlich zur üblichen Zeit und nicht eine Stunde früher. Ich stellte ihn zur Rede und erklärte ihm, daß er seinen Sohn nicht an Ostern (wie ursprünglich verabredet) wieder holen könne, sondern zwei Wochen später. Er macht mit mir ja sonst was er will. Und auf Good-Will-Aktionen meinerseits oder Auspsprachen geht er gar nicht ein. Er will was er will und was ich will interressiert ihn gar nicht.

Mir tut es für meinen Sohn leid, aber mein Ex setzt mich so unter Druck, daß ich nicht mehr weiß, wie ich anders hätte entscheiden sollen. Der nimmt mich doch sonst nie ernst.

Jetzt meine Frage, ist das Rechtens, kann ich entscheiden, daß er ihn mal zwischendurch zwei Wochen nicht sehen kann, wenn er sich nicht an die Regeln hält, was ja tatsächlich so war. Wie ist da die Rechtslage?

Ich sage schon mal Danke für Eure evtl. Antworten und sorry wg. dem langen Text

Ganz lieben Gruß
Hexi

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12. Mai 2009 um 9:07

BESUCHSRECHT - Wehret den Anfängen... gegen die Väter-Mafia!
Hallo Hexi!

Ich bin seit gestern neu in diesem Forum, da ich auch eine Frage zum Thema Besuchsrecht/ Umgangsrecht habe,
und daher bin ich auf Deinen Beitrag gestoßen.

Das was Du berichtest kommt mir sehr bekannt vor!! Leider.
Bei uns war es ähnlich am Anfang. Vielleicht kann ich Dir durch "Unsere Geschichte" weiterhelfen:

Nachdem ich mich vom Vater der Kinder, meinem Ehemann, getrennt hatte, hoffte ich naiver Weise auf
eine "glückliche" Trennung. Es gibt ja auch Erwachsene, die sich durchaus nach einer Trennung auf einen
respektvollen Umgang einigen können, zum Wohle der Kinder - das Wertvollste was sie haben.

*Meine beiden Buben, damals 4 und 7 Jahre alt haben ein Handy bekommen, von dem aus sie den Papa
jederzeit anrufen konnten und er sie (Damit konnte ich umgehen, dass ich auf meinem Telefon von ihm immer primitiv
beschimpft worden bin.)
*Das Besuchsrecht wurde, Standard Deutschland, auf 14-tägig festgelegt.
Alle 2 Wochen hieß es Koffer packen und von Freitag Abend bis Sonnntag Abend PAPA-TIME.
Dass der liebe Papa diese Besuchswochenenden zunehmend genutzt hat, um seine Kinder gegen die Mama aufzuhetzen, mit
Lügengeschichten und anderen fiesen Methoden (Ich kann euch kein Eis kaufen, der Papa muss der Mama so viel
Geld geben - dabei hat er nie Unterhalt für mich bezahlt, weil er plötzlich angeblich mittellos war) war erst der Anfang.
Je besser die Kinder sich mit der Situation abgefunden hatten, sprich, sie waren froh, dass sie endlich keine Streitigkeiten
mehr miterleben mussten und frei von einer spannungsgeladenen Umgebung waren, hat den Papa noch mehr verärgert.
*Als all die Manipulationsversuche an den Kindern nichts genutzt haben (Kinder sind nämlich nicht so doof wie manch einer glaubt)
ist der Vater dazu übergegangen, die Mutter zu schikanieren:
-verabredete Zeiten (Holen, Bringen) wurden entweder nach vorn oder nach hinten verschoben. Eine brave Mama muss ja immer parat stehen. (Ferienzeiten nicht eingehalten, oder er hat die Kinder einfach bei seiner Mutter abgegeben)
-die sauber eingepackte Wechselwäsche für 2 Jungs (inkl. Sportklamotten, Badezeug etc. je nach Witterungslage und und und)
bekam ich - wenn ich Glück hatte komplett - völlig vertreckt und vermischt zurück, oder eben nur die Hälfte
-Übergabetermine benutzte er zunehmends, um mich vor den Kindern zu beschimpfen
-Je unbeeindruckter ich blieb, desto mehr rastete er aus
-nachdem ich als brave Mama (damals noch mit Schuldkomplexen beladen, die armen Trennungskinder) dem Vater zugesagt hatte,
dass er seine Kinder auch mal nur zum Eisessen jederzeit abholen könnte, weil einem das Jugendamt und die Caritas ständig in
den Ohren lagen, dass der Kontakt zum Vater gefördert werden muss, damit die Kinder kein Defizit erleiden,
hat er diese Termin zu den unmöglichsten Zeiten
eingefordert und wenn es bei uns aus Termingründen einmal nicht ging, mich beim Jugendamt angeschwärzt,
er dürfe seine Kinder nicht sehen.

Ich habe viel mit den Kindern gesprochen und war immer ehrlich!
Kinder vertragen die Ehrlichkeit mehr, auch wenn sie mal nicht so schön ist. Höre auf Dein Bauchgefühl!
Kinder müssen auch mal miterleben, dass es Dir nicht gut geht, wenn der Papi so mit der Mama umspringt,
aber bitte bewahre ein gutes Niveau (Denk Dir was er für ein A..schloch ist, aber sag es gemäßigter).
Verstell Dich nicht, sprich über Deine Gefühle und sprich mit Deinem Kind, nur so kann es Dich verstehn,
aber texte ihn nicht zu.

Dir kann nichts passieren, wenn Du Deinen Sohn einmal oder öfter nicht zum Vater bringst, aber unterrichte das Jugendamt bzw. die zuständige Stelle, von Deinem Vorgehen (lass Dir eine gute Ausrede einfallen, mit der du leben kannst).

Tue alles was Du bei Übergabe oder Absprachen mit dem Vater Deines Kindes machst, wenn möglich auch am Tel., in Gegenwart
von Zeugen! Sonst wird man Dir hinterher reine Willkür unterstellen.
Wenn Du ein schlechtes Gefühl hast, Dein Kind zum Vater zu lassen, behalte es zu Hause! Aber bitte sei ehrlich und versuche
neutral zu bleiben, sieh es wie ein Aussenstehender.

DU bist in erster Linie die Bezugsperson für Dein Kind, DU meisterst den Alltag, der manchmal wie ein Spagat ist für
eine alleinerziehende - berufstätige Frau. Der Vater hat sich nach DIR/ EUCH zu richten, nicht umgekehrt!
Du stellst die Regeln auf, nicht er!

Und noch eins, bitte diskutiere nicht so viel mit ihm. Manche Väter benutzen die Gesprächsbereitschaft einer Frau/ Mutter aus.
Du solltest mit dem Vater umgehen, wie mit einem Kleinkind. Klare Ansagen, bis hierher und nicht weiter.
Nur so lernt er den Respekt vor Dir - und vor den Bedürfnissen seines Kind.
Die meisten behandeln Kinder wie Ihr Eigentum ohne Respekt, sie sind Mittel zum Zweck.

Liebe Hexi, ich könnte Dir noch viele Geschichten erzählen, aber ich will Dir auch keine Angst machen, denn jedes Elternpaar ist
anders zueinander. Manche schaffen es, manche nicht.

Ich möchte Dich nur bitten - PASS AUF !!!!!!!

...und lass Dich auf keine Machtspielchen ein. Dein Kind braucht Dich!

WER FRIEDEN WILL
MUSS FÜR DEN KRIEG GERÜSTET SEIN

Alles Gute von
der Bergwaldfee


p.s. Meine Buben haben seit 2 Jahren den Kontakt zum Vater unterbrochen. Sie haben seine Manipulationsversuche satt.
Die Entscheidung habe ich ihnen überlassen. Sie sind auch glücklich ohne Kontakt zum Erzeuger.
In Ruhe und Liebe aufwachsen zu dürfen ist manchmal mehr wert!
Trotzdem sage ich Ihnen, dass sie jederzeit zu Ihrem Vater gehen können, wenn sie das Bedürfnis haben.
Sie sind jetzt 9 und 12 Jahre. Tolle Burschen. Und wir haben ein tolles Vertrauensverhältnis.
Das ist das Einzige, was zählt.



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