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Besuchsrecht 400 km entfernt, wer fährt??

1. September 2003 um 20:24 Letzte Antwort: 31. Dezember 2010 um 10:57

Hallo zusammen,

heute brauche ich einen Rat und wünsche mir, dass mir einige helfen können.

Die Vorgeschichte:

Seit einem Jahr bin ich mit einer Frau zusammen, welche eine 5-jähre Tochter hat. Sie lebt getrennt ca. 6 Km von ihren Mann entfernt. Wir drei, Mutter Tochter und ich, verstehen uns sehr gut und möchten in drei Wochen zusammen ziehen. Der neue Wohnort ist, beruflich bedingt von meiner Seite, ca. 400 Km von ihrem jetzigen entfernt. Notariell hat sie das Aufenthaltbestimmungsrecht und versteht sich durchwachsen mit ihrem Mann. Vor einer Woche hat sie ihm den Wohnungswechsel angekündigt. Am Freitag, als er die Kleine holte hat er ihr mit Jugendamt usw. gedroht, da die Kleiner jetzt weiter weg zieht. Realistisch, nicht subjektiv, betrachtet holt er nur die Kleine damit er sie in der Verwandtschaft zeigen kann, ein starkes Interesse an ihr hat er nicht.

Hat jemand Erfahrung darin wie das mit dem Besuchsrecht funktioniert?
Müssen wir die Kleine zu ihm fahren oder muss er sie abholen?
Wie oft darf er die Kleine sehen und wie ist das wenn sie in die Schule geht?
Ist es schwierig das alleinige Sorgerecht zu bekommen und welche folgen hat das?
Es gibt bestimmt noch einige Sachen die ich nicht gefragt habe, aber doch von Bedeutung sind. Gibt es noch andere Dinge die wir beachten müssen, denn die Kleine wird durch die Schwiegereltern, die im selben Haus wohnen wie der Sohn, stark manipuliert. Objektiv betrachtet.

An alle Väter die auf der anderen Seite dieses Rosenkrieges stehen, es war nie unser Ziel ihm ein Bein zu stellen oder ihm was böses zu tun, nur manchmal ist sein Verhalten so niveaulos, das wir es leid sind die Schikanen und Lügen noch weiter ertragen zu wollen. Entschuldigung!!!


Ich freue mich, wenn es einige gibt die mir helfen können, damit die Kleine nicht hin und her gerissen wird.

Ich danke allen im voraus.

Liebe Grüsse ein glücklicher Mann

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1. September 2003 um 21:41

Ich hab mich hier schon lange nicht mehr gemeldet,
aber hier muß ich sobinich mal zustimmen und fühle mich getrieben, mich auch mal wieder zu Wort zu melden.

Mich macht der Ursprungsbeitrag zwar nicht wirklich wütend, aber ich kann diese Einstellung auch absolut nicht nachvollziehen!

Sorgerecht wegnehmen? Das ist doch lächerlich! Da werdet Ihr nicht die geringste Chance haben!

Ein Kind hat ein Recht auf Mutter UND Vater!

Ich bin selber alleinerziehend, mein Ex wohnt jetzt 30 km entfernt und ich bringe die Kinder jedes abgesprochene Wochenende, auch mal in den Ferien für länger, zu ihm und hole sie wieder ab (dafür hat er mir schließlich auch das Auto bei der Trennung überlassen und zahlt nun für uns alle reichlich Unterhalt).

Jetzt langsam, wo unsere Kinder alt genug sind, um gegebenenfalls auch alleine mit dem Zug zu fahren, überlegen wir beide, umzuziehen, was für uns bis jetzt niemals in Frage gekommen wäre - es sei denn, an den gleichen Ort.

Mit welchem Recht sollte ich meine Kinder von meinem Mann wegnehmen? Welches Recht hätte ich, meinen Kindern den Vater vorzuenthalten?

Ich lebe jetzt knapp ein Jahr in einer Fernbeziehung und wenn es nicht anders geht (auch knapp 400 km bei uns!), wird das eben auch noch eine ganze Weile so weiterlaufen müssen!

Und hätte ich meinen Freund schon Jahre vorher gefunden, hätte er sich einen Job hier in der Nähe suchen müssen. So einfach ist das!

Und wenn ich, aus relativ egoistischen Motiven, gemeint hätte, wegziehen zu müssen, hätte ich eben auch in den sauren Apfel beißen müssen und dafür Sorge tragen (auch finanziell), daß meine Mädels ihren Vater weiterhin regelmäßig sehen können.

Ich kann mir allerdings beim besten Willen nicht vorstellen, daß ich meinen Kinder so eine Tortur hätte zumuten wollen.

Ihr spielt da mit dem Leben eines kleinen Menschen, der vielleicht so sehr unter dem leiden wird, was ihr da plant, daß er für sein Leben lang geschädigt wird.
Und vielleicht wird Euch dieser kleine Mensch, wenn er eines Tages groß ist, bittere und berechtigte Vorwürfe machen. Spätestens dann, wenn er vom Vater hört, wie Ihr Eure Interessen durchgesetzt habt und den Vater in ein schlechtes Licht gestellt habt.

An der Entscheidung zu einem Umzug MUSS der leibliche Vater beteiligt werden, ob es Euch paßt, oder nicht.
Genau das wird Euch das Gericht aber auch noch sagen...

Gruß, harter Kern

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1. September 2003 um 22:21

Vergiss das mit dem Sorgerecht!
So einfach ist das nämlich nicht oder könnt ihr im nachweisen, dass er sein Kind mißhandelt oder etwa schlägt?!? Das sind die Gründe weshalb man u. Umständen das alleinige Sorgerecht bekommen kann. Und, einfach wegziehen ist natürlich auch super. Sollte der Vater der Kleinen einen fähigen Anwalt haben, kann der Schuss gewaltig nach hinten los gehen. D.h. im Klartext, dass er auch das Aufenthaltsbestimmungsrecht beantragen könnte, sollte die Kleine zu ihm und seinen Eltern einen innigen Umgang haben und auch viele Freund im Umfeld oder Kindergarten haben. Desweiteren könnte ihr per Gerichtsbeschluss unter Umständen dazu verdonnert werden euch den Anfahrtsweg für die Besuche zu teilen, d. h. jeder von euch muss ca. 200 km fahren, dann kann eine "Übergabe" statt finden. Auf Grund der ziemlich großen Distanz wird ein Umgangsrecht in solchen Fällen nur alle vier bis sechs Wochen stattfinden. Dafür werden alle Ferien hälftig geteilt und außerdem hat er das Recht seine Tochter an Weihnachten, Pfingsten und Ostern jeweils am zweiten Feiertag zu sehen.

Dies in Kürze, den Rest kannst Du beim Jugendamt, Rechtsanwalt oder Gerichtshilfe erfragen.

Bei uns in der Kanzlei haben wir auch mit solchen Fällen zu tun wo die Elternteile denken dass sie eben mal hunderte von Kilometer wegziehen und dann böse erwachen müssen.

Und im Übrigen würde ich es mir nie im Leben anmaßen über die Zuneigung des anderen Elternteiles zu seinem Kind zu urteilen!

Mein Ex-Mann und ich haben viel Streß miteinander ausgetragen aber wenn es um unser Kind ging konnten wir uns immer einigen.

Schnecki

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3. September 2003 um 21:37

Hallo, du glücklicher Romeo !
Die Reaktionen auf dein post sind...naja ...
Auf mich wirken deine Zeilen eher neutral - allerdings geht wenig daraus hervor, wie intensiv die Beziehung der Kleinen zu ihrem Vater ist. Das wäre für mich z.B. wichtig für eine Einschätzung - oder wie sehr er sich TATSÄCHLICH als Vater einbringt...

Zum alleinigen Sorgerecht ist zu sagen, dass in diesem Fall schon nachgewiesen werden müsste, dass der Vater das Kindeswohl stark vernachlässigt. Kurz: nach dem jetzigen Familienrecht gibt es da wenig Chancen.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass nicht jeder Vater ein Bilderbuchpapa ist, dick Unterhalt zahlt und auch noch das Familienauto zur Verfügung stellt. Eigene Erfahrungen sind nicht immer auf alle übertragbar...

Für mich persönlich steht und stand immer das Kindeswohl (unter den gegebenen Umständen) im Vordergrund. Ich handhabe es so, dass ich meinen Jungs immer die Tür zum Vater offen lasse - egal, wie er sich mir gegenüber benimmt. Dabei gibt es natürlich eindeutige Schmerzgrenzen, die er zu verantworten hat - ich kann mich da inzwischen prima zurückziehen .

Übrigens bin ich mit meinen Söhnen (heute 13, 11 und bald 10 Jahre) vor 5 Jahren 140 km vom Vater weggezogen - der Liebe wegen, aber auch aus wirtschaftlichen Gründen. Was mir die Entscheidung erleichtert hat, war die Tatsache, dass der Vater (damals nur 5 Min. Fußweg entfernt wohnend) sich wochenlang einfach in Luft auflöste, sprich: keine Zeit für seine Kinder hatte - nicht mal telefonisch.
Jetzt sehen sie sich einmal im Monat für ca. 7 Stunden. Er holt sie dann zum Ausflug (meist Schwimmbad) ab. Diese Regelung haben wir nur mit Hilfe des Jugendamtes erreichen können - und es ist gut, wie es ist.

Vielleicht lasst ihr euch auch einmal erst alleine beraten (Jugendamt/Rechtsanwalt). Möglich wäre auch, einen Mediator einzuschalten, der eine Lösung im Sinne des Kindes begleitet. Manche Rechtsanwälte haben eine Zusatzausbildung in Mediation.

Ich wünsche euch viel Glück und die nötige Gelassenheit, das Wohl der Kleinen zu verfolgen. Denn Papa ist Papa...auch wenn er sich manchmal bescheuert benimmt.

Kinder müssen auch die Chance haben, ihre Erfahrungen selbst zu machen - sie würde es sicher später zu Recht übel nehmen, wenn ihr von Erwachsenenseite diese wichtige Tür zugeschlagen würde.

LG und bleibt glücklich! Gonagall

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3. September 2003 um 22:10
In Antwort auf

Hallo, du glücklicher Romeo !
Die Reaktionen auf dein post sind...naja ...
Auf mich wirken deine Zeilen eher neutral - allerdings geht wenig daraus hervor, wie intensiv die Beziehung der Kleinen zu ihrem Vater ist. Das wäre für mich z.B. wichtig für eine Einschätzung - oder wie sehr er sich TATSÄCHLICH als Vater einbringt...

Zum alleinigen Sorgerecht ist zu sagen, dass in diesem Fall schon nachgewiesen werden müsste, dass der Vater das Kindeswohl stark vernachlässigt. Kurz: nach dem jetzigen Familienrecht gibt es da wenig Chancen.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass nicht jeder Vater ein Bilderbuchpapa ist, dick Unterhalt zahlt und auch noch das Familienauto zur Verfügung stellt. Eigene Erfahrungen sind nicht immer auf alle übertragbar...

Für mich persönlich steht und stand immer das Kindeswohl (unter den gegebenen Umständen) im Vordergrund. Ich handhabe es so, dass ich meinen Jungs immer die Tür zum Vater offen lasse - egal, wie er sich mir gegenüber benimmt. Dabei gibt es natürlich eindeutige Schmerzgrenzen, die er zu verantworten hat - ich kann mich da inzwischen prima zurückziehen .

Übrigens bin ich mit meinen Söhnen (heute 13, 11 und bald 10 Jahre) vor 5 Jahren 140 km vom Vater weggezogen - der Liebe wegen, aber auch aus wirtschaftlichen Gründen. Was mir die Entscheidung erleichtert hat, war die Tatsache, dass der Vater (damals nur 5 Min. Fußweg entfernt wohnend) sich wochenlang einfach in Luft auflöste, sprich: keine Zeit für seine Kinder hatte - nicht mal telefonisch.
Jetzt sehen sie sich einmal im Monat für ca. 7 Stunden. Er holt sie dann zum Ausflug (meist Schwimmbad) ab. Diese Regelung haben wir nur mit Hilfe des Jugendamtes erreichen können - und es ist gut, wie es ist.

Vielleicht lasst ihr euch auch einmal erst alleine beraten (Jugendamt/Rechtsanwalt). Möglich wäre auch, einen Mediator einzuschalten, der eine Lösung im Sinne des Kindes begleitet. Manche Rechtsanwälte haben eine Zusatzausbildung in Mediation.

Ich wünsche euch viel Glück und die nötige Gelassenheit, das Wohl der Kleinen zu verfolgen. Denn Papa ist Papa...auch wenn er sich manchmal bescheuert benimmt.

Kinder müssen auch die Chance haben, ihre Erfahrungen selbst zu machen - sie würde es sicher später zu Recht übel nehmen, wenn ihr von Erwachsenenseite diese wichtige Tür zugeschlagen würde.

LG und bleibt glücklich! Gonagall

Liebe Gonagall,
hast Du das Gefühl, Du hättest de facto wirklich etwas anderes gesagt, als wir anderen?

Und findest Du es nicht etwas bedenklich, wenn der Vater eines Kindes erst vier Wochen vor einem Umzug davon erfährt?

Riecht das nicht sehr nach "vor vollendete Tatsachen stellen, damit er ob der Kürze der Zeit nichts mehr dagegen ausrichten kann"?

Offenbar scheint sich der Vater des Kindes doch bisher regelmäßig um das Kind zu kümmern und die Aussagen Romeos, daß der Vater es nur "zum Herzeigen" braucht und die Ex-Schwiegereltern manipulieren, klingen für mich wenig objektiv!

Mal angenommen, das Kind würde wirklich "hergezeigt" (was ich mir kaum vorstellen kann, da aus meiner Erfahung heraus Väter, die keine echte Beziehung zum Kind haben, es eher gänzlich fallen lassen), würde das nicht zumindest zeigen, daß die kleine Tochter der ganze Stolz ihres Vaters ist?

Und wenn die Großeltern manipulieren, was zeigt das dann? Vielleicht, daß sie sehr an der Kleinen hängen und sie nicht gehen lassen mögen?

Und was sagt es über den neuen Partner der Mutter aus, wenn der sich an Frauenforen wendet, um Tips zu bekommen, wie man dem leiblichen Vater am besten das Kind entzieht - und das Sorgerecht am besten noch obendrein?

Es gibt bestimmt viele Fälle, in denen es gerechtfertigt ist, dem Vater das Sorgerecht entziehen zu wollen, in denen nichts dagegen spricht, auf größere Entfernung wegzuziehen, und, und, und... Aber ob dieses so ein Fall ist, wage ich doch sehr zu bezweifeln!

Denn wenn es so wäre, bräuchten sie ja den Kontakt mit dem Jugendamt oder Gericht nicht zu scheuen!

Es stand dort kein Wort davon, daß das Kind sich auf den Umzug, das neue Familienleben, die neue Umgebung etc. freut und nun der Vater, trotz guten Willens von anderer Seite, Steine in den Weg legt.

Übrigens, um auch den Punkt nochmal kurz aufzugreifen: Ich habe das "Familienauto" inzwischen sozusagen durch die vielen Fahrten längst abgezahlt und erspare meinem Ex lange Fahrten, weil ich in der Nähe bin, Kinder "liefere und abhole".
Der Unterhalt bemißt sich schlichtweg am Einkommen und ist daher für die Diskussion relativ irrelevant.
Davor kann sich kaum einer drücken, auch, wenn es natürlich Männer gibt, die einfach nicht viel zahlen können.

Ich wollte damit auch mehr ausdrücken, daß der gute Wille, dem Kind/den Kindern zuliebe, eben von beiden Seiten kommen muß!

Wenn ich hier solche schrägen Nummern mit meinem neuen Freund gegenüber meinem Ex (und gegen den Willen meiner Kinder) abziehen würde, wäre sicher auch mein Ex weniger zugänglich. Vielleicht würde dann da auch nicht mehr Verständnis, Vernunft und Liebe zu den Kindern siegen, so daß es keinen gemeinsamen Urlaub mit den Kindern mehr gäbe, keinen Heiligabend mit uns allen (Kinder, leibliche Eltern, neue Partner), usw.

Vielleicht hast Du es etwas netter formuliert, aber auch bei Dir steht am Ende, daß "Papa Papa ist" und zum Wohle des Kindes gehandelt werden muß.
Dazu gehört für uns eben der Papa...

Liebe Grüße, harter Kern

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7. September 2003 um 22:14
In Antwort auf

Liebe Gonagall,
hast Du das Gefühl, Du hättest de facto wirklich etwas anderes gesagt, als wir anderen?

Und findest Du es nicht etwas bedenklich, wenn der Vater eines Kindes erst vier Wochen vor einem Umzug davon erfährt?

Riecht das nicht sehr nach "vor vollendete Tatsachen stellen, damit er ob der Kürze der Zeit nichts mehr dagegen ausrichten kann"?

Offenbar scheint sich der Vater des Kindes doch bisher regelmäßig um das Kind zu kümmern und die Aussagen Romeos, daß der Vater es nur "zum Herzeigen" braucht und die Ex-Schwiegereltern manipulieren, klingen für mich wenig objektiv!

Mal angenommen, das Kind würde wirklich "hergezeigt" (was ich mir kaum vorstellen kann, da aus meiner Erfahung heraus Väter, die keine echte Beziehung zum Kind haben, es eher gänzlich fallen lassen), würde das nicht zumindest zeigen, daß die kleine Tochter der ganze Stolz ihres Vaters ist?

Und wenn die Großeltern manipulieren, was zeigt das dann? Vielleicht, daß sie sehr an der Kleinen hängen und sie nicht gehen lassen mögen?

Und was sagt es über den neuen Partner der Mutter aus, wenn der sich an Frauenforen wendet, um Tips zu bekommen, wie man dem leiblichen Vater am besten das Kind entzieht - und das Sorgerecht am besten noch obendrein?

Es gibt bestimmt viele Fälle, in denen es gerechtfertigt ist, dem Vater das Sorgerecht entziehen zu wollen, in denen nichts dagegen spricht, auf größere Entfernung wegzuziehen, und, und, und... Aber ob dieses so ein Fall ist, wage ich doch sehr zu bezweifeln!

Denn wenn es so wäre, bräuchten sie ja den Kontakt mit dem Jugendamt oder Gericht nicht zu scheuen!

Es stand dort kein Wort davon, daß das Kind sich auf den Umzug, das neue Familienleben, die neue Umgebung etc. freut und nun der Vater, trotz guten Willens von anderer Seite, Steine in den Weg legt.

Übrigens, um auch den Punkt nochmal kurz aufzugreifen: Ich habe das "Familienauto" inzwischen sozusagen durch die vielen Fahrten längst abgezahlt und erspare meinem Ex lange Fahrten, weil ich in der Nähe bin, Kinder "liefere und abhole".
Der Unterhalt bemißt sich schlichtweg am Einkommen und ist daher für die Diskussion relativ irrelevant.
Davor kann sich kaum einer drücken, auch, wenn es natürlich Männer gibt, die einfach nicht viel zahlen können.

Ich wollte damit auch mehr ausdrücken, daß der gute Wille, dem Kind/den Kindern zuliebe, eben von beiden Seiten kommen muß!

Wenn ich hier solche schrägen Nummern mit meinem neuen Freund gegenüber meinem Ex (und gegen den Willen meiner Kinder) abziehen würde, wäre sicher auch mein Ex weniger zugänglich. Vielleicht würde dann da auch nicht mehr Verständnis, Vernunft und Liebe zu den Kindern siegen, so daß es keinen gemeinsamen Urlaub mit den Kindern mehr gäbe, keinen Heiligabend mit uns allen (Kinder, leibliche Eltern, neue Partner), usw.

Vielleicht hast Du es etwas netter formuliert, aber auch bei Dir steht am Ende, daß "Papa Papa ist" und zum Wohle des Kindes gehandelt werden muß.
Dazu gehört für uns eben der Papa...

Liebe Grüße, harter Kern

Liebe harter Kern
ich denke schon, dass ich anders auf Romeos posting geantwortet habe.
Wir wissen einfach zu wenig, um hier direkt in eine bestimmte Richtung "vom Leder zu ziehen", oder?
Auch deine zweite Reaktion setzt sich eigentlich nur aus Spekulationen zusammen.
Weißt du, ob sie sich vor Jugendamt und Gericht scheuen?
Kennst du die Gründe, warum der Vater erst 4 Wochen vor dem Umzug davon erfährt? Und 4 Wochen sind immer noch dick Zeit genug für eine einstweilige Anordnung bei Gericht! Nix mit vollendete Tatsachen.

Ich kann hier auch nirgends lesen, dass Romeo dem leiblichen Vater das Kind entziehen möchte und das Sorgerecht noch obendrein. Er fragte lediglich, ob jemand weiß, ob es schwierig ist, das alleinige Sorgerecht zu bekommen und welche Folgen das hat. Ich verstehe das so, dass der Mann sich einfach nur informieren möchte - das bedeutet noch lange nicht, dass er irgendetwas in die Tat umsetzen wird! Im Gegenteil, finde ich es sehr verantwortungsvoll sich umfassend zu informieren, auch über die Folgen.

Und die Sache mit dem Unterhalt habe nicht ICH hier zur Sprache gebracht, sondern DU - vielleicht liest du dein erstes posting noch einmal .
Ergänzend dazu möchte ich dich noch fragen, ob du dir vorstellen kannst, dass es nicht immer so einfach mit dem Einkommen des Unterhaltspflichtigen ist? Wenn jemand selbständig tätig ist, lässt sich da wunderbar dran drehen. Es gibt Väter, die fahren selbst x-mal im Jahr in Skiurlaub und besitzen ein halbes Flugzeug (zweimotorig natürlich), haben überhaupt Kohle bis unters Dach - lassen sich aber lieber verklagen und füllen die Taschen von Rechtsanwälten und Gerichten als dass sie ihren Kindern - und nur ihren Kindern! - das gesetzlich vorgeschriebene und in einem Vergleich vereinbarte Existenzminimum zur Verfügung stellen. Kannst du dir vorstellen, dass das Ganze sich dann bei Gericht über 2 Jahre hinziehen kann, weil auf wundersame Weise zweimal Akten "verschwinden" und erst komplett rekonstruiert werden müssen?
Kannst du dir vorstellen, dass ein Vater, der seine Söhne nur einmal im Monat für 6 bis 7 Stunden sieht, im Sommer nicht bereit ist, seinen Kindern eine Flasche Mineralwasser zu kaufen?
Das ließe sich hier beliebig fortsetzen - kurz: es gibt auch ganz andere Väter ...und ich hatte nicht das Gefühl, dass wir genug über Romeos familiäre Lebenssituation genug wissen, um derart voreingenommen zu reagieren.

Liebe Grüße, Gonagall

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8. November 2004 um 22:38

Umzug und Umgangsrecht
Hallo Ihr Drei,
wir haben das ganze mit dem Umzug hinter uns und konnten erreichen, dass die Kinder nur alle 6 Wochen zu Ihrem Vater fahren, weil die Eingewöhnung (neue Freunde, neue Kita/Schule) sonst nicht gewährleistet war und die Belastung zu groß mit der langen Fahrstrecke (470 km). Geeignigt haben wir uns darauf, dass wir uns jeweils auf halber Strecke treffen und die Kinder übergeben, damit keiner der Eltern an einem Stück 8 h und mehr fahren muss und damit die Sicherheit der Kinder im Wagen gefährdet wäre. Kosten trägt jeder seine eigenen dabei. Außerdem sieht der Vater die Kinder jeweils die Hälfte der Ferien. Weihnachten gibt dann noch einen Verhandlungspunkt. Bei uns sind die Kinder Heiligabend grundsätzlich zu Hause, dafür dann Sylvester einige Tage beim Vater.
Die alleinige elterliche Sorge zu bekommen ist schwer, aber machbar, wenn dem Richter klar wird, dass die gemeinsame elterliche Sorge nur benutzt wird, um immer wieder störend einzugreifen und die Kinder mit negativen Äußerungen über Mutter und neuen Partner konfrontiert werden. Vor allem die Mutter muß immer wieder aus der Sicht der Kinder argumentieren und sich grundsätzlich verhandlungsbereit zeigen. Der Schutz und das Wohlbefinden der Kinder sind das A und O. Der enue Lebenspartner spielt bei allen Verhandlungen eine sehr untergeordnete Rolle, betrachtet wird fast ausschließlich das Gefüge Vater-Mutter-Kind. Das Hin- und Her-gerissen werden ist für das Kind übrigens relativ, d.h. fühl es sich bei den Terminen mit dem Vater wohl, kann es das gut verkraften.
Hilfreich ist es bei allen Verfahren (Umgang, Sorgerecht) frühzeitig Kontakt mit dem Jugendamt aufzunehmen und diesem die positive neue Situation des Kindes zu zeigen. Auch hier zählt Verhandlungsbereitschaft - das Jugendamt kann die Häufigkeit der Kontakte empfehlen, und wird ebenso seine Haltung zur alleinigen elterlichen Sorge darlegen !
So, hoffe euch einen Tipp gegeben zu haben.

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9. November 2004 um 12:34

Ich krieg einen anfall
wenn ich so was lese!

aus dem einfachen grund, weil ich in der selben position bin wie besagter ex.
und mein ex - bei dem unser kind lebt - würde sicherlich genau solchen scheiß erzählen, um das durchzusetzen (sprich: die neue familie versteht sich suuuuper; der andere elternteil hat eigentlich gar kein interesse am kind)

vergiss bitte nicht, dass nicht nur der vater das recht auf sein kind hat - sondern auch das kind recht auf seinen (leiblichen) vater hat.
du kannst dem kind nicht den vater ersetzen.
und argumentiere nicht mit dem alter des kindes.

also ich würde dagegen sturm laufen, wenn jemand kommt und mir sagen würde: dein kind wohnt ab jetzt nicht mehr 10 min weg sondern 4 stunden!
das bedeutet nämlich, dass man besuche im 14-tage-rhythmus vergessen kann.

es kann nicht sein, dass (meistens) nur die seite des kind-habers in schutz genommen und verteidigt wird - es gibt auch noch die wirklich leidende andere seite

h.

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9. November 2004 um 23:52

????
Ich schließe mich hier einigen guten Beiträgen an! Die Interessen des Kindes und d. Vater des Kindes müssen berücksichtigt werden.

Stell Dir vor, Du bist jetzt sehr glücklich und hast anch ein paar Jahren auch ein Kind (Kinder) mit der Frau, nach einer Weile krieselt es in der Beziehung und ihr versteht Euch nicht mehr aber Du liebst Dein/(e) Kind (Kinder) über alles....aber sie kann Dich nicht mehr sehen, hat eine neue Liebe gefunden, und will zu ihm ziehen, samt den Kindern. Wie würdest Du reagieren? Und das hat sie Dir 4 Wochen vorher angekündingt, dass sie wegziehen will.

Sich diese Situation einfach vorstellen, dann kann Du die Antworten auf Deine Fragen selber finden! Eure Interessen sollten in diesem Fall zweitrangig sein!

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20. Dezember 2004 um 10:40

@Romeo37
Hallo Romeo37, also mal Ehrlich halte dich daraus !

Es ist sein Kind und er DER VATER hat ein RECHT SEIN KIND ZU SEHEN!

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31. Dezember 2010 um 8:23
In Antwort auf

Ich hab mich hier schon lange nicht mehr gemeldet,
aber hier muß ich sobinich mal zustimmen und fühle mich getrieben, mich auch mal wieder zu Wort zu melden.

Mich macht der Ursprungsbeitrag zwar nicht wirklich wütend, aber ich kann diese Einstellung auch absolut nicht nachvollziehen!

Sorgerecht wegnehmen? Das ist doch lächerlich! Da werdet Ihr nicht die geringste Chance haben!

Ein Kind hat ein Recht auf Mutter UND Vater!

Ich bin selber alleinerziehend, mein Ex wohnt jetzt 30 km entfernt und ich bringe die Kinder jedes abgesprochene Wochenende, auch mal in den Ferien für länger, zu ihm und hole sie wieder ab (dafür hat er mir schließlich auch das Auto bei der Trennung überlassen und zahlt nun für uns alle reichlich Unterhalt).

Jetzt langsam, wo unsere Kinder alt genug sind, um gegebenenfalls auch alleine mit dem Zug zu fahren, überlegen wir beide, umzuziehen, was für uns bis jetzt niemals in Frage gekommen wäre - es sei denn, an den gleichen Ort.

Mit welchem Recht sollte ich meine Kinder von meinem Mann wegnehmen? Welches Recht hätte ich, meinen Kindern den Vater vorzuenthalten?

Ich lebe jetzt knapp ein Jahr in einer Fernbeziehung und wenn es nicht anders geht (auch knapp 400 km bei uns!), wird das eben auch noch eine ganze Weile so weiterlaufen müssen!

Und hätte ich meinen Freund schon Jahre vorher gefunden, hätte er sich einen Job hier in der Nähe suchen müssen. So einfach ist das!

Und wenn ich, aus relativ egoistischen Motiven, gemeint hätte, wegziehen zu müssen, hätte ich eben auch in den sauren Apfel beißen müssen und dafür Sorge tragen (auch finanziell), daß meine Mädels ihren Vater weiterhin regelmäßig sehen können.

Ich kann mir allerdings beim besten Willen nicht vorstellen, daß ich meinen Kinder so eine Tortur hätte zumuten wollen.

Ihr spielt da mit dem Leben eines kleinen Menschen, der vielleicht so sehr unter dem leiden wird, was ihr da plant, daß er für sein Leben lang geschädigt wird.
Und vielleicht wird Euch dieser kleine Mensch, wenn er eines Tages groß ist, bittere und berechtigte Vorwürfe machen. Spätestens dann, wenn er vom Vater hört, wie Ihr Eure Interessen durchgesetzt habt und den Vater in ein schlechtes Licht gestellt habt.

An der Entscheidung zu einem Umzug MUSS der leibliche Vater beteiligt werden, ob es Euch paßt, oder nicht.
Genau das wird Euch das Gericht aber auch noch sagen...

Gruß, harter Kern

Neu hier
Hallo zusammen,

hab ein ähnliches Problem wie der Erastposter allerdings genau von der anderen sichtweise.

Bin ein Vater eines 4 jährigen Kindes, mir wurde am 18.10 dieses Jahres von meiner Ex gesagt das sie im Internet jemanden kennengelernt hat und zum 5.11. ausziehen wird. Der neue wohnst ca 470 km weit weg. Das Auto nahm sie mit da es vertragsmäßig (Abwrakprämie) auf ihren Namen gelaufen ist. Ich selbst besitze gar kein Auto mehr. Meine Frage ist nun welche Chancen ich noch habe den kleinen zu sehen? Muss sie ihn mir bringen bis ich es geschafft habe mir ein eigenes Auto zuzulegen?
Die Weihnachtsregelung is ja auch schon völlig in die Hose gegangen, es war vereinbart das ich den kleinen bei ihren Eltern am 2. Feiertag abholen (mit dem Auto meines Vaters) kann und ihn bis 31.12 bei mir haben darf. Nun kam es aber so das der kleine am Heiligabend auf der Fahrt zu den Großeltern Fieber bekam und sie noch den Arzt aufsuchen mussten mit der Diagnose Lungenentzündung (nagut das ja noch alles ok kann ja mal passieren) Nunja was soll ich sagen , konnte ihn dann schließlich gestern Nachmittag erst abholen und hab ihn nur noch bis morgen Mittag (wenigstens Silvester hab ich ihn *freu)

Kann mir mal jemand sagen was für Rechte und welche Pflichten ich im Sinne der Besuchsregelung hab?
Achja ich bin Unterhaltszahlender Vater und habe das gemeinsamme Sorgerecht obwohl wir nicht verheiratet waren.

Bin gespannt auf euerer Tipps
euer Conrex (Michael)

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31. Dezember 2010 um 10:57


Mein Ex und ich haben sogar 650km zwischen uns. Ist kein Problem wir sprechen uns ab und treffen uns in der Mitte. Der kleine ist meist die ganzen Ferien dort, als er noch Kiga Kind war, auch zwischenrein.
Finde auch das die kleine ein Recht hat ihren Vater zu sehen und Ihr zieht schliesslich weg also ist es schon das mindeste wenigstens halbe halbe auf der Strecke zu machen, meiner Meinung nach.

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