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Bei den Schwiegereltern wohnen

12. Januar 2012 um 11:09

Hallo liebe gofeminin-Leser.

Ich bin 3 Jahre mit meinem Freund zusammen. Da seine Eltern ein riesen Haus vor 8 Jahre gebaut haben und mein Partner es überschrieben bekommen hat, sind wir vor 2 Monaten dort eingezogen. Wir haben ein halbes Jahr den oberen Stock und den Dachboden ausgebaut, dass eine schöne 1-stöckige Wohnung daraus wurde. Ich habe mich von Anfang an sehr gut mit seinen Eltern und seinen Geschwistern verstanden. Diese haben auch schon Kinder (4 und 5 Jahre). Die Oma schaut die meiste Zeit auf die Kleinen. Die ganz Kleine kommt um 5 in der Früh, dann wird sie zum Kindergarten gebracht und um 12:00 wieder abgeholt. Ihre Mutter holt sie dann um 15:00, 16:00 Uhr. Und an den Wochenenden ist sie auch immer da und schläft auch so ca. 2 mal die Woche bei der Oma. Die große Schwester mit den 5jährigen ist jedes Wochenende bei der Oma, oder lässt ihren Sohn den halben Tag bei der Oma. Oder wir sind bei ihr alle eingeladen. Also finden jedes Wochenende ein kleine Familienfeier statt. Und ich habe es sooo satt. Ich habe zwar alle gern aber es ist mir zu viel. Ich seh meine Schwester 1x in der Woche und meine Nichte und Neffen auch nur einmal die woche und genieße es total...nur jeden Tag? Mir kommen immer Gedanken hoch, ob es an mir liegt - ob ich mich nicht fügen kann und ein Familienfeind bin? Wie viel Familie ist ertragbar?
Meine Mutter (die 30km) entfernt wohn, ladet uns alle 2 Woche mal ein und da is as immer eine Tragödie für meinen Freund mitzufahren. Das versteh ich oft auch nicht. bei seiner Familie sollen wir ständig sein und bei meinen muss ich ihn immer überreden.
Es stört mich auch sehr, dass sie immer für uns mitkochen will. Ich koche auch sehr gerne und probier auch mal gern was ausaber wenn ich mal koche heißt das auch, dass ich für die alle auch mitkochen soll, und dann immer auch ausgewählte Sachen weil der Opa immer Fleisch und was deftiges haben muss.
Die Kleine kommt um fünf in der Früh, weil ihre Mutter sich eingebildet hat nach der Matura die Krankenschwesterschule noch zu machen. Naja sie kriegt ihr leben nicht ganz auf die reihe, kann mit geld nicht umgehen. Die kleine ist sehr lebendig und trampelt und schreit in der früh das ich oben munter werde. Ist es anmassend von mir, dass mich das stört? Wenn ich zu meinem Freund sag, dass mich das stört, kommt nur jo mei sind doch kinder als antwort.
Am anfang also die ersten 3 wochen hat sie angeklopft. Mittlerweile geht sie gleich rein, sie redet zwar gleich laut wenn sie reingeht, aber dennoch finde ich das nicht ok. Meiner meint da nur ich soll halt zusperren. Wenn ich mal den ganzen Tag nicht runter geh und mich nicht blicken lasse kommt sicher beim nächsten mal ein kommentar wo warst denn den ganzen Tag? nie bist runter gekommen.
Ich habe einen stressigen 40 Stunden Job und mache nebenbei auch noch abendschule. Ich bin froh wenn ich mal Ruhe habe. Ich habe keine Ahnung wie das weitergeht. Bin im 3 Monate schwanger ist auch ein Wunschkind aber momentan hab ich echt Sorgen, dass seine Mama den ganzen Tag bei mir ist und mir Ratschläge gibt. Oder glaubt, nur weil ihre Töchter die Kinder bei ihr ständig abgeben ich es auch soll. Das Kind gehört zu den Eltern und nicht zu der Oma. Ich blick bei ihr nicht durch. Sie hat schon seit monaten schlafsstörungen und schläft vielleicht 3 Stunden in der Nacht. Ist immer angehängt mit den Kleinen. Ist das wirklich so bereichernd für ihr, die kinder ständig um sich zu haben. Ich weiß nicht, wie das weiter gehen soll. Irgendwie fühl ich mich so verhangen. Als ob ich nichts allein entscheiden kann und bei meinen freund beiß ich auf granit. Wenn ich mit ihm reden will, kommen immer so blöde kommentare. Frag ich ihn ob es jetzt wo wir dann eine eigene Familie sind ihm nicht wichtig is, dass mir eigenständig kochen d.h. fürs kind für ihn und für mich, meint er ehrm is das egal. Oder wenn ich ihn fragen, dass ich sorgen habe wie das ist wenn das kind auf der welt ist und die oma meint, sie kann das baby holen kommen wann sie will meint er ob ich leicht zuviel sisi geschaut hab. Keine ahnung. Sie ist so ein lieber Mensch, aber sie ist nur für die Familie da und führt eigentlich keine eigenes Leben. Würd mich freuen, wenn ihr mir eure Meinungen mitteilt, vielleicht habe ich ja auch nur den falschen Blickwinkel.
Vielen Dank.

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12. Januar 2012 um 15:23

Du hast auf der einen Seite das Glück
in einer Familie zu sein, wo du willkommen bist und mehr Aufnahme findest, wie dir lieb ist. Es geht soweit , dass du glaubst kein eigenes Leben zu haben. Wenn diese Leute so sind , wie sie sich geben, werden sie auch akzeptieren, dass du etwas mehr Eigenleben möchtest und ein wenig mehr eigene Familie. Dazu ist es aber notwendig, dass du deinem Mann sagst, wie du dich fühlst und was du dir wünschst. Auch wie es dir damit geht, dass er zu deiner Familie nicht möchte und da mit zweierlei Maß mißt. So nach dem Motto , seine Familie ist die Wichtigere. Und das geht so nun wirklich nicht. Ich würde versuchen, das zu klären bevor euer Kind auf die Welt kommt. Du solltest darauf hinarbeiten, dass es gewisse Grenzen gibt und nicht so wie es jetzt ist, dass jegliche Grenzen nicht vorhanden sind. Natürlich hat Großfamilie ihre Vorteile. Die Kinder sind untergebracht und versorgt, aber dennoch möchte nicht jeder in diesem Modell in dieser Form leben. Das kostet viel Fingerspitzengefühl denn es sind ja liebe Menschen, die evtl garnicht verstehen, was du willst und meinst. Bevor euere Beziehung in eine Krise gerät würde ich euch eine Paarberatung empfehlen.
Gruß melike

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13. Januar 2012 um 17:32

Es geht mir ähnlich
Ich bin auch zu den SE gezogen und die Familie seines Bruders und diverse Nachbaren hängen hier immer herum, weil die SM soooo ein grooooßes Herz hat (und jede Menge Essen...). Mich hat das alles bis zur Mitte meiner Schwanger-schaft überhaupt nicht gestört. Solange ich noch gearbeitet habe, auch nicht. Ich bin Einzelkind und gerne mal alleine. Seitdem ich schwanger bin geht mir die VWS auch dermaßen auf die Nerven... Bei mir hat es geholfen, Grenzen zu setzen. Ich sitze nicht mehr da, wo geraucht wird. Wir kochen unser Essen alleine. Die SE können alleine Kaffee trinken. Nicht bei jedem Besuch komme ich gelaufen. Ich habe allerdings auch meinem Mann erstmal klar machen müssen, daß er mit MIR eine BEZIEHUNG, eine WOHNUNG und eine FAMILIE hat. Ich mußte ihm allerdings auch drohen, wenn er das nicht ernst nimmt, daß er dann die Beziehung kaputt macht. Das hat geholfen. Ich hoffe mal, daß es auch so bleibt... Setz Dich durch (du kannst es ja auf die SS schieben, klappt ) und setze Grenzen. Ich wünsche Dir viel Glück,.

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18. April 2012 um 17:10

Kenne ich!
Kommt mir sehr bekannt vor. Kann nur raten, RECHTZEITIG Grenzen zu ziehen. Vor allem: abschließen. Sie können klingeln oder klopfen wenn sie einen Besuch abstatten möchten. Aus dem Kochtopf muss die Schwiegermama (auch wenn sie noch so lieb ist) raus! Es sei denn, man verabredet sich mal zum gemeinsamen Kochen, das kann dann auch schön sein! Sprich mit deinem Mann, ist ja doch seine Mama. So eine Großfamilie kann sehr gut funktionieren, wenn es klare Regeln gibt. Man braucht die Familie, alle miteinander, aber bitte in Maßen!! Sonst ist der Krach vorprogrammiert. Stellt klare Regeln auf, die zeigen, dass ihr sie sehen wollt, aber bitte nicht jeden Tag. Familienbesuche (Eltern, Schwiegereltern, Geschwister) gleichmäßig portionieren, dann gibt's keine Eifersüchteleien.
Auf die Kinder aufpassen, ja, aber nur nach vorheriger Absprache.Und sag deinem Mann, dass es ihm nicht egal sein kann, es geht um Verantwortung für das möglichst stressfreie "Funktionieren"seiner eigenen kleinen Familie - und die kann ihm nicht egal sein! Viel Erfolg.

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