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Behauptungen von Erzieherin - wie kann man sich wehren?

25. Juli 2003 um 20:12

Hallo ihr,

mir platzt grade der Kragen bei der Geschichte, die im Moment meiner Freundin passiert:

Sie ist alleinerziehend mit zwei Kindern 3 und 5. Sie hat sich vor etwa einem Jahr von ihrem Partner friedlich getrennt und kriegt das mit Job und Kindern prima unter einen Hut.

Nun wird sie zu einem Gespräch im Kindergarten eingeladen und kriegt dort starken Tobak aufgetischt: Die Kinder wären so schreckhaft und das ließe auf Gewalt in der Familie schließen, sie solle doch mal zur Erziehungsberatung gehen. Sie kriegt eine Telefonnummer in die Hand gedrückt und das Gespräch ist beendet.

Am nächsten Tag klingelt das Telefon: Das Jugendamt. Sie würden gerne mal zu einem Gespräch vorbeikommen.

(Da wäre bei mir spätestens der Kragen geplatzt, weil dies doch beweist, daß die Erzieherin schon beim Jugendamt angerufen haben muß, aber es geht noch weiter...)

Meine Freundin steht schon länger auf Kriegsfuß mit der Erzieherin und denkt sich, das ist ein guter Zeitpunkt, den Kindergarten zu wechseln. Zum Glück gibts in der Nähe zwei freie Plätze und alles ist wieder gut.

Bis... die neue Heimleitung an meine Freundin herantritt mit den Worten: "Übrigens hat Frau Blabla vom alten Kindergarten angerufen und mich darauf hingewiesen, daß die Kinder geschlagen werden würden und Sie offensichtlich ihre Trennung noch nicht verarbeitet haben und daß sie das Jugendamt schon informiert hat."

Ich könnte in die Luft gehen, bei sowas. Meiner Meinung ist das doch schon fast Rufmord, oder? Kann man sich da irgendwie wehren?
Mal abgesehen von dem ganzen Theater und Ärger mit dem Jugendamt muß es doch möglich sein, die Erzieherin irgendwie zu belangen, oder? Wie sieht es denn in dieser Situation mit Datenschutz aus? Darf sie einfach so aus dem Nähkästchen plaudern? Ganz davon abgesehen, daß das alles Humbug ist, was die da behauptet.

Boah bin ich sauer. Meine Freundin, eine gestandene selbstbewußte Frau sitzt zu Hause und heult. Das kann doch wohl nicht wahr sein.

Ulrike

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26. Juli 2003 um 11:41

Hallo
ich habe selber in einem kindergarten als erzieherin gearbeitet.
erstens finde ich es unter aller ... wie die erzieherin das gespräch geführt hat.
dann würd ich mal sagen, die gute frau hat ihre schweigepflicht gebrochen. sie darf sachen von den kindern nur mit einwilligung der erziehungsberechtigten an andere weitergeben.
kann sie evtl. mit der leitung oder mit dem träger des kindergartens ein gespräch führen? oder ist es schon offensichtlich, dass sie zu ihrer erzieherin stehen? eigentlich ist es ja auch so, dass das jugendamt immer auf beweise besteht. woher nimmt denn die erzieherin die beweise? das würde mich ja dann als mutter auch erstmal interessieren.
aber das mit dem rufmord sehe ich genauso. ich würde da auch rechtliche schritte gehen. und am besten dann mal kontakt zu einem anwalt aufnehmen.

lg
carrie

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29. Juli 2003 um 21:49

Anwalt einschalten!
Hallo Ulrike!

Ich würde auch umgehend einen Anwalt hinzuziehen und sofort zu einem Kinderarzt gehen, der die Beiden untersuchen soll und ein Gutachten anfertigen soll, ob irgendwelche misshandlungsspuren zu sehen sind! Desweiteren würde ich dann mit den Gutachten zur Polizei gehen und die Dame anzeigen, denn sie hat eindeutig das Recht verletzt!!!
Aber diese Probleme mit dem KiGa kennen wir auch zu gut! Meine Eltern wurden auch zu einem Gespräch gebeten, mein kleiner Bruder (5 J.) hätte massive Entwicklungsstörungen und müsste umgehend in eine Förderstelle eingewiesen werden. 2 Wochen später bekamen wir einen Brief, der kleine wäre häufig krank, könne sein Gleichgewicht nicht halten, weil er beim Treppen runter gehen das Geländer benutzt, er würde sabbern, er wäre total still - genauso stand es in dem Brief. Sämtliche Bekannte auch andere Mütter haben den Brief gelesen und gemeinsam kamen wir zu dem Schluß, wir kennen dieses Kind nicht!
Beim näheren Nachfragen in der Förderstelle, stellte sich heraus, dass diese nur für extreme und sozial verwahrloste Kinder ist, kurzum Kinder um die sich keiner in der Familie kümmert... Dieser Schluß wurde wohl vom KiGa aufgrund des hohen Alters meiner Eltern insbesondere meines Vaters getroffen!
Wir waren dann bei zwei Spezialisten, der eine meine unser kleiner wäre 100 % ein ganz normaler 5 Jähriger, der sogar sehr gescheit ist, der andere meinte er hätte in der Feinmotorischen Zungentechnik schwierigkeiten und würde deshalb ab und an Speichel verlieren, aber ansonsten, hätte das Kind keinerlei Schwierigkeiten, auch die Beiden Ärzte haben den Brief des KiGa nicht verstanden und der KiGa versteht uns bis heute nicht, wieso wir unseren Kleinen nicht in die Förderstelle geben, trotz der Gutachten beider Ärzte (die kennen das Kind ja nicht, ist da das Argument)!

Ich wünsche deiner Freundin viel Kraft, den der Kampf wird sicherlich hart aber ich würde sofort Gutachten anfordern, dies als ersten Schritt!

LG lolline

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4. August 2003 um 18:59

Danke für Eure Antworten.
Ich hab mich mal ein bißchen schlau gemacht und mit einigen befreundeten "Fach"leuten gesprochen.

Also: die Dame hat nicht ihre Schweigepflicht verletzt, weswegen man sie auch nicht wegen Verleumdung drankriegen kann. Sie darf sich mit anderen ihres Standes und auch mit dem Jugendamt austauschen. Sobald davon aber etwas an die Öffentlichkeit dringt (meinetwegen, wenn sie einer anderen Mutter etwas erzählt) könnte man sie belangen.

Es gibt nur zwei Möglichkeiten aus der Nummer rauszukommen. 1. Krieg. Das bedeutet aber einen unfairen Kampf, da man als alleinerziehende Mutter oftmals gar nicht die Kraft hat das durchzustehen.

Oder 2. Enge Zusammenarbeit mit dem Jugendamt suchen, ein pädagogisches Gutachten anfordern und die Beweislast umkehren.

Ich habe meiner Freundin geraten den zweiten Weg zu gehen, da sie den ersten bestimmt nicht packt und ich leider 400km weit entfernt wohne.

Als Tipp mal für alle, die im Kindergarten Streß haben: schon mal vorsorlich beim Jugendamt (oder andere zuständige Ämter, wie in Hamburg z.B. das Amt für soziale Dienste, die auch die KG-Vergabe machen) vorsprechen und die Fähgkeit der Erzieher in Frage stellen, wenn es dazu wirklich Grund gibt. Wenn das Kind erst mal in den Brunnen gefallen ist, ist es wesentlich schwieriger, da man dem ersten bekanntlich eher glaubt.

LG Ulrike

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21. April 2012 um 14:00

Antwort einer Erzieherin
Hallo,
ich wollte gerne mal etwas zu diesem Thema sagen. Die Erzieherin hat vollkommen korrekt gehandelt. Sie ist gesetzlich dazu verpflichtet einen Verdachtsfall von 8a (Kindeswohlgefährdung) sofort den zuständigen Behörden zu melden (und zwar auch ohne Info an die Eltern). Sie ist ebenfalls verpflichtet den Eltern im Gespräch einen HInweis zu geben, wohin sie sich wenden können (ist ja hier geschehen) und sie ist ebenfalls verpflichtet bei einem Kiga Wechsel die neue Kindergartenleitung über alle bisherigen Elterngespräche und Beobachtungen und Dokumentationen des Kindes und auch über einen Verdacht von 8a zu informieren!! Die Erzieherin hat hier ihren Job gemacht und das hat keines Falls etwas mit Rufmord zu tun. Datenschutz besteht natürlich der Öffentlichkeit gegenüber, aber ebenso wie es bei jedem Kind einen Austausch mit den betroffenen Grundschulen gibt, wenn die Kinder eingeschult werden (hier werden in den meisten Fällen sogar Beobachtungs- und Entwicklungsstandsbögen weitergegeben), gibt es eine Informationspflicht gegenüber "neuen" Einrichtungen. Damit es zb in Fällen von Missbrauch eben nicht passieren kann, dass Eltern durch einen ständigen KiTa Wechsel Jahrelang ihre Kinder misshandeln und es niemandem auffällt.
In diesem Falle hat also die Erzieherin absolut korrekt gehandelt. Man sollte sich lieber einmal fragen, warum die Kinder in dieser Form im Kiga auffällig werden und was sie damit ausdrücken (Hilferuf!) wollen!

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22. April 2012 um 19:51
In Antwort auf Lolline

Anwalt einschalten!
Hallo Ulrike!

Ich würde auch umgehend einen Anwalt hinzuziehen und sofort zu einem Kinderarzt gehen, der die Beiden untersuchen soll und ein Gutachten anfertigen soll, ob irgendwelche misshandlungsspuren zu sehen sind! Desweiteren würde ich dann mit den Gutachten zur Polizei gehen und die Dame anzeigen, denn sie hat eindeutig das Recht verletzt!!!
Aber diese Probleme mit dem KiGa kennen wir auch zu gut! Meine Eltern wurden auch zu einem Gespräch gebeten, mein kleiner Bruder (5 J.) hätte massive Entwicklungsstörungen und müsste umgehend in eine Förderstelle eingewiesen werden. 2 Wochen später bekamen wir einen Brief, der kleine wäre häufig krank, könne sein Gleichgewicht nicht halten, weil er beim Treppen runter gehen das Geländer benutzt, er würde sabbern, er wäre total still - genauso stand es in dem Brief. Sämtliche Bekannte auch andere Mütter haben den Brief gelesen und gemeinsam kamen wir zu dem Schluß, wir kennen dieses Kind nicht!
Beim näheren Nachfragen in der Förderstelle, stellte sich heraus, dass diese nur für extreme und sozial verwahrloste Kinder ist, kurzum Kinder um die sich keiner in der Familie kümmert... Dieser Schluß wurde wohl vom KiGa aufgrund des hohen Alters meiner Eltern insbesondere meines Vaters getroffen!
Wir waren dann bei zwei Spezialisten, der eine meine unser kleiner wäre 100 % ein ganz normaler 5 Jähriger, der sogar sehr gescheit ist, der andere meinte er hätte in der Feinmotorischen Zungentechnik schwierigkeiten und würde deshalb ab und an Speichel verlieren, aber ansonsten, hätte das Kind keinerlei Schwierigkeiten, auch die Beiden Ärzte haben den Brief des KiGa nicht verstanden und der KiGa versteht uns bis heute nicht, wieso wir unseren Kleinen nicht in die Förderstelle geben, trotz der Gutachten beider Ärzte (die kennen das Kind ja nicht, ist da das Argument)!

Ich wünsche deiner Freundin viel Kraft, den der Kampf wird sicherlich hart aber ich würde sofort Gutachten anfordern, dies als ersten Schritt!

LG lolline

Antwort nicht korrekt
Hallo, es ist nicht korrekt was du schreibst. die Erzieherin hat keinerlei Datenschutzrechte verletzt. Sie hat völlig korrekt gehandelt und ihre Pflicht erfüllt. Als Erzieherin bin ich in der Pflicht im Verdachtsfalle von 8a (Kindeswohlgefährdung) sofort zu reagieren und das Jugendamt zu informieren!
Und das Verhalten von Kindern ist im Kiga in den meisten Fällen völlig anders als zu Hause, daher sollte sich die betroffene Mutter lieber fragen, was wohl an den Beobachtungen der Erzieherin zutrifft und wie sie ihr Kind unterstützen kann!

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5. Mai 2012 um 22:55

Oh oh
so eine lehrerin hatten wir mal in der grundschule am hals...

die unterstellte meiner mutter ganze 2 schuljahre lang, dass ich von meinen eltern misshandelt werden würde...

angefangen hat es schon am ersten schultag...

da lag so ein zeigestock an der tafel und zwei freche jungs behaupteten, dass unsre neue lehrerin den bösen kindern damit auf die finger haut.

da ich ja noch nie in einer schule war und eine solche auch nur aus den filmen von pippi langstrumpf und michel aus lönneberga kannte, hab ich mir nichts dabei gedacht.

wir sollten unsere lehrerin malen und ich malte eben auch diesen zeigestock und meinte, dass die damit den bösen kindern auf die finger haut.

promt wurde meine mutter in die schule geladen. anzeichen von kindesmisshandlungen, die aus diesem bild angeblich hervortreten...

es folgte danach eine kettenreaktion von eriegnissen, die sie immer wieder dazu motivierten, meine muter neu zu beschuldigen.

so musste ich mal mit meiner mutter zum arzt, weil ich kugelschreiber tinte im gesicht hatte und diese dumme lehrerin wohl nicht richtig gekuckt hat und es als misshandlungsspuren wahrnahm...

sie machte auch ganz oft, wenn andere lehrer dabei waren demonstrativ so ganz schnelle fuchtelnde bewegungen immer vor meinem gesicht, damit ich irgendwie ausweiche um dann zu sagen "sehen sie, wie dieses kind zusammenzuckt??? die müsste mal zum schulpsychiater"

ich selber habe das immer als sehr unangenehm empfunden, irgendwie hatte ich immer das gefühl, etwas angestellt zu haben, weil ich dauernd so vorgeführt wurde...

irgendwann ist das dann eskaliert und so unterstellte diese lehrerin meiner mutter im elTERNABEND vor allem eltern, dass mein vater mich mit einer eisenkette geschlagen hätte und die ganze straße runtergescheucht hätte...

absolut absolut absolut aus dem hut gezogen...mein vater war selbstständig und tagsüber entweder den ganzen tag unterwegs oder aber sehr zurückgezogen, da er musiker war und er dann in seiner freien zeit gerne zuhause war um zu musizieren. es gibt einfach so eine szene nicht. es hätte einfach zum naturell meines vaters auch gar nicht gepasst es war einfach eine lüge...was weiß ich, wo die sich das hergezaubert hatte...

es ging so weit, dass meine mutter sich ganz böse mit der gestritten hat. sie sagte zu der: "ich kann ja auch mal anfangen, ihnen sachen zu unterstellen. wenn sie wollen bring ich 200 zeugen, die belegen können, dass sie sie in frankfurt auf dem strich gesehn haben." woraufhin diese lehrerin weinend den raum verlassen hat.

nach langem hin und her durfte meine mutter mich aus dieser klasse rausnehmen. ab da hat der ganze spuk dann ein ende gehabt.

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7. Mai 2012 um 22:14

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Einen gute tipp Strafanzeige gegen die erzieherin stellen weil das ist rufmord das steht ihr nicht zu

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