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Baby schreien lassen damit es "lernt" ruhig zu sein

3. Dezember 2015 um 21:29

Hallo zusammen,

Vorweg gesagt: Ich bin kein Freund des Titels, im Gegenteil, ich möchte zum umdenken anregen.
Viele sind leider heut zu tage noch der Meinung dass man ein Baby schreien lassen muss/soll, damit es kernt dass nicht jeder sofort springt.
Diese these hält sich leider noch recht gut.

Anbei ein Link zu einem klasse Artikel, den ich so unterschreiben würde und besser nicht aus Entwicklungspsychologischer Sicht beschreiben könnte!!!
http://www.pusteblumenbaby.de/schreien-lassen-ist-gift-fur-babys-entwicklung/

Für alle die sich den Link/Artikel nicht ansehen wollen, kurz zusammengefasst was ich aus fachlicher und auch aus persönlicher Sicht zu dieser These denke:
Man sollte nicht vergessen was das schreien lassen bei einem Baby auslöst.

Babys schreien nicht einfach so, weil sie sich denken "da hab ich jetzt Bock zu" oder "oh schön, ich Ärger jetzt mal die alten" ein Baby schreit weil es ein Bedürfnis hat (Hunger,Pipi, Gesellschaft oder auch Schmerz).
Was passiert also wenn man dieses Bedürfnis immer und immer wieder ignoriert?
Das Baby liegt signalisiert "ist ja schön dass ich ein Bedürfnis habe, aber interessieren tut es keinen" und lernt daraus, dass es nicht mehr schreien braucht weil es keinen interessiert!!!
Aus Entwicklungspsychologischersic ht äußerst ungünstig und nicht gut für ein Kind.

Ich denke man sollte da aber auch noch unterscheiden zwischen "ich muss das Baby mal eben schreien lassen, weil ich gerade verhindert bin" und "ich lass das Kind schreien, damit es lernt nicht mehr zu schreien"

Wer sich damit weiter beschäftigen möchte, sollte sich die Entwicklungspsychologie des "urvertrauens" & der "sicheren Bindung" ansehen.


LG Shutterflyx3

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10. Dezember 2015 um 14:44

Wichtig ist dem Baby zu wissen das es nicht allein ist
Kommt immer drauf an wie. Wenn man einfach die Tür zu macht und weggeht sehe ich das genauso. Ein Kind soll merken das die Eltern da sind und ihm halt und Geborgenheit geben. Es aber bei jedem schniefen raus nehmen und herumtragen oder schaukeln oder was da so manchen Menschen einfällt (auf Waschmaschine stellen, Autofahren, im Kissen schaukeln) und das teilweise Stundenlang finde ich auch übertrieben.

Ich habe es nach dem Rat meiner Hebamme bei meinen so gemacht: Erstmal 2-3 Minuten warten ob sich der Wurm von alleine beruhigt, solange klar ist er ist gefüttert, trocken und warm eingepackt und Zubettgehritual abgeschlossen.

Wenn das nicht klappt dann im Dunkeln neben dran setzen. Das Kleine spürt die Eltern. Hört den Atem. Eventuell vielleicht das Händchen streicheln oder die Hand auf den Rücken/Bauch legen und ganz ruhig bleiben. Wenn möglich nicht reden, singen oder so was. Einfach da sein. Wenn das Würmchen dann schläft erstmals etwas wegrücken und noch ein paar Minuten warten, dann langsam gehen.

So schläft das Kind mit dem Gefühl ein nicht allein zu sein und merkt das schlafen gehen nichts bedrohliches ist und keine Trennung von den Eltern bedeutet. Hat bei meinen super geklappt und alle 3 haben mit 3-4 Monaten ihre 6 Stunden durchgeschlafen und sind sehr gut eingeschlafen.

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10. Dezember 2015 um 22:54


Ja ich gebe dir in allem Recht. Nur was tut man, wenn nach 14 Monaten keine Kraft mehr vorhanden ist? Mein Sohn schreit seit er auf der Welt ist. Dauernd, immer. Es gab Tage an denen hat er 15 Stunden durchgeschrien. Wir haben wirklich ALLES versucht. Wir sind von Arzt zu Arzt gerannt, ich habe jedes Buch gelesen und es hat nichts geholfen. Somit habe ich meinen Sohn ca 15 Stunden am Tag getragen und Nachts dauergestillt. Die Zeit ging ins Land und aus dem Geschrei wurde ein Dauergemotze. Er konnte keine Sekunde alleine sein. Seit er laufen kann ist es besser geworden und dennoch habe ich noch nie länger als drei Stunden am Stück geschlafen. Ich lasse ihn nicht schreien aber ich sage dir, dass meine Kraft auch Grenzen hat. Wir haben uns Hilfe bei der Emotionellen Ersten Hilfe geholt. Eine Anlaufstelle für Schreikinder und Problemkinder. Ich bin dort lange hingegangen und muss sagen, dass das so gut getan hat.
Der Rat war folgender: Ein Kind sollte nie alleine gelassen werden wenn es weint. Und dennoch muss dem Kind (nicht dem Säugling) eine Grenze aufgezeigt werden. Und zwar die eigene. Es muss lernen, dass es sich auch aus eigener Kraft beruhigen kann und soll. Mama und papa sind immer da, aber sie werden mir nicht alles abnehmen. Klar, daa frustriert erstmal und ich sage dir, die erste Zeit war schrecklich. Aber die Tage sind besser geworden. Nun bin ich dabei ihm nachts das Dauerstillen abzugewöhnen. Das ist hart und zehrt an der Kraft aber ich hoffe, dass wir beide auf Dauer mehr Schlaf bekommen.
Was ich damit sagen will ist, dass es auch hier Grenzen gibt. Und diese sind ebenfalls wichtig für die Kinder und Eltern. Sonst kann schnell das passieren, was mir passiert ist. Von der Bedürfnisbefriedigung hin zur Dauerbelustigung. Ein Kind muss begleitet werden, aber nicht dauerverhätschelt

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10. Dezember 2015 um 23:13

Innerhalb des 1. lebensjahr "sichere bindung"
Oh je Miriam, das klingt nicht schön!
Da kann ich es absolut nach vollziehen. Irgendwann kann man nicht mehr und was dir geraten wurde ist vollkommen richtig.
hoffe dass hat sich ein wenig für dich gebessert!

Worum es beindiesen Artikel und meiner Aussage eigentlicb geht, ist die "sixhere Bindung" und das "Urvertrauen" dies bildet sich innerhalb des 1. Lebensjahres. In dieser Zeit ist es wichtig dem Kind das Gefühl zu geben "immer da zu sein".
Man geht davon aus, dass nach dem 1. Lebensjahr das Kind sicher gebunden ist und auch Urvertrauen besitzt.

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11. Dezember 2015 um 13:31

Hallo
Ja das stimmt auch zu 100% und sollte endlich mal in die Köpfe gehen Habe leider auch spezialisten in der Familie die glauben, dass ich mein Kind verwöhnt habe...
Ja es hat sich gebessert bei uns und ich würde ihn auch im Nachhinein nicht schreien lassen. Vielleicht aber differenzierter darauf achten, ob er ein wirkliches Bedürfnis hat, oder ihm nur etwas nicht passt

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