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Aussichtslose Situation - was tun?

4. Dezember 2017 um 10:23

Hallo liebe Forenmitglieder, 

es ist normal nicht meine Art, meine Probleme in einem Forum zu diskutieren, aber ich habe hin und wieder mir selber Rat, vorallem hier gesucht.
Deswegen starte ich hier mal den Versuch. Ich müsste eigentlich was weiter ausholen, um die Komplexität gut darstellen zu können, aber ich versuche mich kurz zu halten.

Ich bin mit meiner Partnerin nun ca. 6 1/2 Jahre zusammen. Seit gut 2 Jahren haben wir ein gemeinsames Kind, den wir über alles lieben, aber seit der Schwangerschaft ist meine Partnerin sehr anstrengend geworden. Ich muss dazu sagen, dass sie vom Sternzeichen Jungfrau ist und auch typische Eigenschaften dieser zeigt (ordnungsliebend, extremes Putzverhalten, dominant, konsequent, etc). Genau wie ich die typische Waage bin. Tue ich mich mit Entscheidungen schwer, wiege diese zu viel ab, bin inkonsequent, harmoniebedürftig und für Gerechtigkeit, lebe auch gerne mal in den Tag hinein. Da haperts halt schon mal zwischen uns beiden. Das vorweg, es gibt natürlich noch viel mehr was unsere Charaktere beschreibt, aber das würde den Rahmen hier bei weitem sprengen. 

Vor der Schwangerschaft hat es hier und da auch schon mal geknallt. Es wurde sogar schon mal über eine Trennung beiderseits nachgedacht, aber irgendwie kamen wir nicht voneinander los und haben uns 1 Jahr später für ein Kind entschieden. Sie hat von Anfang der Beziehung schon zu mir gesagt, dass sie nicht der Mensch ist, der ständig Nähe braucht. Ich hingegen schon. Ich habe mich aber damit arrangiert und kann damit leben. Sie wurde ca. ab dem 3. Monat wie ausgewechselt. Alles, was ich mache ist falsch, ich helfe nicht genügend im Haushalt, kümmer mich zu wenig um unseren Hund und mache nicht immer das, was ich sage bzw. verspreche und dann sagte sie zu mir: das sie den Respekt vor mir verloren habe. Ich habe wirklich einige Charaktereigenschaften (Egoismus), die ich selber nicht gut heiße und die ich auch unbedingt ändern will, aber es fällt mir schwer. Ich bemühe mich.
Es wurde auf jedenfall während der Schwangerschaft immer extremer mit ihrem Verhalten zu mir. Als dann unser Kind zur Welt kam, lief es die erste Zeit gut. Aber wie es bei den meisten Paaren dann so ist, steht der Mann steht komplett hinten an. Damit habe ich mich abgefunden. Nun sind gute 2 Jahre vergangen und die Situation hat sich aber nicht merklich verbessert. Ich muss dazu sagen, dass meine Partnerin auch unter Schlafmangel leidet, da ich eine sehr starke Tiefschlafphase habe und ich vom Babyphone nur selten wach werde. Dadurch ist meine Partnerin gezwungen, jede Nacht parat zu stehen. Diese Tiefschlafphase ist jetzt auch nicht erst, seit dem unser Kind auf der Welt ist, es war auch schon vorher so. Hatte da auch meine Angst zu geäußert und mit einem Arzt darüber gesprochen, der mir aber nicht weiterhelfen konnte. Meine Partnerin hat hingegen einen sehr leichten Schlaf. Sie wird wirklich von jedem noch so kleinen Geräusch wach. Um sie mal zu entlasten,  habe ich Ihr vorgeschlagen, am We mal die Nacht durchzumachen, aber das wollte sie nicht. Bin in der Woche arbeiten. Habe aber ab ca. 17Uhr Feierabend und bin so gut wie immer zu Hause, um sie dann zu entlasten. Ich weiß, dass Schlafmangel einen Menschen sehr reizbar machen kann, aber sie will sich da auch nicht helfen lassen. Sie ist sehr stur und kommt aus der Pädagogoenecke.  

Nun, bis heute hat es sich nicht geändert. Sie ist kalt zu mir. Jeder kleine Fehler wird mit noch mehr "kälte" bestraft. Sie sagte, dass sie auch nicht mehr weiß, ob sie mich noch liebt, obwohl ich ständig versuche, es ihr Recht zu machen und sie zu entlasten, wo ich nur kann. Ich fühle mich sehr schuldig, dass ich sie nachts nicht unterstützen kann. Mein Kind schläft halt nur seltenst durch und beschlagnahmt uns auch sehr. Wir machen auch alleine so gut wie nix mehr. Ihre Mutter hatte auch schon des öfteren vorgeschlagen, dass sie gerne einmal im Monat auf ihn aufpasst und wir Zeit für uns hätten. Das wird alles verneint. Wir hatten vielleicht mal 5 Tage in den 2 Jahren, wo wir mal was für uns gemacht haben und auch mal Sex hatten. Sie sagte auch einmal zu mir, dass sie nur noch wegen dem Kind bei mir ist.

Ich bin mittlerweile am Limit angekommen. Mein Selbstwertgefühl ist im Keller. Ich möchte doch einfach nur "gesehen" und geliebt werden. Meine Hoffnung besteht darin, dass wenn mal "nächtliche" Ruhe einkehrt und meine Partnerin auch mal richtig ausgeschlafen ist, dass wir uns irgendwann wieder näher kommen. 

Was meint ihr dazu? Es ist natürlich noch viel komplexer, als hier niedergeschrieben.
Danke.

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5. Dezember 2017 um 8:30

Das Problem gestaltet sich etwas schwieriger. Klar, unterstütze ich sie, aber jedesmal, wenn es dann Momente in der Nacht gab, wo ich nach dem kleinen gucken wollte, wurde ich angemeckert, dass ich eh nicht helfen könnte und wenn alles falsch mache.

Deshalb habe ich irgendwann aufgegeben. Eine Freundin sagte mal, du musst einfach machen. Damit hat sie natürlich Recht, aber wenn jeder Schritt kommentiert wird und ich dabei auch noch angenervt angeschaut werde, vergeht mir auch die Lust. Es kommen ja dann auch so Sprüche wie: Der braucht seine Mama. Du kannst eh nicht helfen. Ich habe mir teilweise schon zwischen 4-5Uhr den Wecker gestellt und darauf gewartet, dass er wach wird, damit ich mich dann kümmern kann und sie sich ausschlafen kann. Sie bleibt dann aber nicht liegen und steht mit auf. Dann wird genau nachgefragt, was ich gemacht habe und ggf. wieder gemeckert.  

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5. Dezember 2017 um 11:02

Mich faszinieren diese Paare, die sich eigentlich trennen möchten, sich dann aber doch für ein Kind entscheidet. Dümmer geht ja wirklich nicht. Die leidtragenden sind natürlich die Kinder.

Tja und deine Frau...........die hat ganz eindeutig nicht alle Latten am Zaun. Natürlich musst du als Mann ihre Zickereien akzeptieren und dafür Verständnis heucheln. Schließlich sind daran ja nur die Hormone schuld. (Hormone........die dämlichste und gleichzeitig gängiste Ausrede für unmögliches Verhalten von Frauen)

Ihr werdet euch über kurz oder lang trennen, sie wird dich finanziell an den Rand des Ruins bringen und jede Stunde, die du mit deinen Kind verbringen darfst, musst du dir vor Gericht erstreiten. Wenn du so schlau warst und auf einen knallharten Ehevertrag bestanden hast, kannst du den finaziellen Ruin vielleicht etwas abmildern.  

 

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9. Dezember 2017 um 18:32
In Antwort auf adriano1981

Hallo liebe Forenmitglieder, 

es ist normal nicht meine Art, meine Probleme in einem Forum zu diskutieren, aber ich habe hin und wieder mir selber Rat, vorallem hier gesucht.
Deswegen starte ich hier mal den Versuch. Ich müsste eigentlich was weiter ausholen, um die Komplexität gut darstellen zu können, aber ich versuche mich kurz zu halten.

Ich bin mit meiner Partnerin nun ca. 6 1/2 Jahre zusammen. Seit gut 2 Jahren haben wir ein gemeinsames Kind, den wir über alles lieben, aber seit der Schwangerschaft ist meine Partnerin sehr anstrengend geworden. Ich muss dazu sagen, dass sie vom Sternzeichen Jungfrau ist und auch typische Eigenschaften dieser zeigt (ordnungsliebend, extremes Putzverhalten, dominant, konsequent, etc). Genau wie ich die typische Waage bin. Tue ich mich mit Entscheidungen schwer, wiege diese zu viel ab, bin inkonsequent, harmoniebedürftig und für Gerechtigkeit, lebe auch gerne mal in den Tag hinein. Da haperts halt schon mal zwischen uns beiden. Das vorweg, es gibt natürlich noch viel mehr was unsere Charaktere beschreibt, aber das würde den Rahmen hier bei weitem sprengen. 

Vor der Schwangerschaft hat es hier und da auch schon mal geknallt. Es wurde sogar schon mal über eine Trennung beiderseits nachgedacht, aber irgendwie kamen wir nicht voneinander los und haben uns 1 Jahr später für ein Kind entschieden. Sie hat von Anfang der Beziehung schon zu mir gesagt, dass sie nicht der Mensch ist, der ständig Nähe braucht. Ich hingegen schon. Ich habe mich aber damit arrangiert und kann damit leben. Sie wurde ca. ab dem 3. Monat wie ausgewechselt. Alles, was ich mache ist falsch, ich helfe nicht genügend im Haushalt, kümmer mich zu wenig um unseren Hund und mache nicht immer das, was ich sage bzw. verspreche und dann sagte sie zu mir: das sie den Respekt vor mir verloren habe. Ich habe wirklich einige Charaktereigenschaften (Egoismus), die ich selber nicht gut heiße und die ich auch unbedingt ändern will, aber es fällt mir schwer. Ich bemühe mich.
Es wurde auf jedenfall während der Schwangerschaft immer extremer mit ihrem Verhalten zu mir. Als dann unser Kind zur Welt kam, lief es die erste Zeit gut. Aber wie es bei den meisten Paaren dann so ist, steht der Mann steht komplett hinten an. Damit habe ich mich abgefunden. Nun sind gute 2 Jahre vergangen und die Situation hat sich aber nicht merklich verbessert. Ich muss dazu sagen, dass meine Partnerin auch unter Schlafmangel leidet, da ich eine sehr starke Tiefschlafphase habe und ich vom Babyphone nur selten wach werde. Dadurch ist meine Partnerin gezwungen, jede Nacht parat zu stehen. Diese Tiefschlafphase ist jetzt auch nicht erst, seit dem unser Kind auf der Welt ist, es war auch schon vorher so. Hatte da auch meine Angst zu geäußert und mit einem Arzt darüber gesprochen, der mir aber nicht weiterhelfen konnte. Meine Partnerin hat hingegen einen sehr leichten Schlaf. Sie wird wirklich von jedem noch so kleinen Geräusch wach. Um sie mal zu entlasten,  habe ich Ihr vorgeschlagen, am We mal die Nacht durchzumachen, aber das wollte sie nicht. Bin in der Woche arbeiten. Habe aber ab ca. 17Uhr Feierabend und bin so gut wie immer zu Hause, um sie dann zu entlasten. Ich weiß, dass Schlafmangel einen Menschen sehr reizbar machen kann, aber sie will sich da auch nicht helfen lassen. Sie ist sehr stur und kommt aus der Pädagogoenecke.  

Nun, bis heute hat es sich nicht geändert. Sie ist kalt zu mir. Jeder kleine Fehler wird mit noch mehr "kälte" bestraft. Sie sagte, dass sie auch nicht mehr weiß, ob sie mich noch liebt, obwohl ich ständig versuche, es ihr Recht zu machen und sie zu entlasten, wo ich nur kann. Ich fühle mich sehr schuldig, dass ich sie nachts nicht unterstützen kann. Mein Kind schläft halt nur seltenst durch und beschlagnahmt uns auch sehr. Wir machen auch alleine so gut wie nix mehr. Ihre Mutter hatte auch schon des öfteren vorgeschlagen, dass sie gerne einmal im Monat auf ihn aufpasst und wir Zeit für uns hätten. Das wird alles verneint. Wir hatten vielleicht mal 5 Tage in den 2 Jahren, wo wir mal was für uns gemacht haben und auch mal Sex hatten. Sie sagte auch einmal zu mir, dass sie nur noch wegen dem Kind bei mir ist.

Ich bin mittlerweile am Limit angekommen. Mein Selbstwertgefühl ist im Keller. Ich möchte doch einfach nur "gesehen" und geliebt werden. Meine Hoffnung besteht darin, dass wenn mal "nächtliche" Ruhe einkehrt und meine Partnerin auch mal richtig ausgeschlafen ist, dass wir uns irgendwann wieder näher kommen. 

Was meint ihr dazu? Es ist natürlich noch viel komplexer, als hier niedergeschrieben.
Danke.


Ich hab deinen thread gelesen! Ich möchte mich nicht zu jedem Problem von anderen Menschen äussern! 
Aber nur etwas möchte ich dich fragen: wo schläft das Kind? Bei euch im Zimmer oder in seinem eigenen?
Wir hatten das selbe Problem mit unserem Sohn! Einfach nicht geschlafen! Dann haben wir ihn in unserem Zimmer schlafen lassen! Dann war Ruhe!
Kann echt schon viel helfen! Alle sind ausgeruht und dann gehts allen besser!
Aber alles Gute euch als Familie!

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