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Ausbildung und Kind!!

18. Juni 2002 um 8:06

Hallo,

ich werde im August eine Ausbildung zur B.K. beginnen. Eigentlich ist das alles ja kein Problem, denken sicher viele. Mein Sohn ist gerade zwei und wir haben für ihn einen Platz in der Kita. Am Anfang habe ich mich auch super auf die Ausbildung gefreut, aber mittlerweile habe ich richtige Angst davor, meinen kleinen Engel allein zu lassen, oder ehergesagt abzuschieben. Mein Mann steht zwar voll und ganz hinter mir, aber ich mache mir jetzt schon vorwürfe. Gerade weil ich in der Ausbildung auch nicht zu viel fehlen darf.
Eine andere Möglichkeit war, das Kind zur Oma zu geben. Da haben wir uns aber gegen entschieden, da wir unterschiedliche Ansichten zum Thema Erziehung haben. Ich liebe meinen Sohn überalles, und ich hab einfach nur Angst, das er in der Kita nicht glücklich wird und sich abgeschoben fühlt.
Wer hat ähnliche Erfahrungen und kann mir ein paar Tipps geben, wie ich mit der Situation umgehen soll.

Liebe Grüße Nicole

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18. Juni 2002 um 8:44

Zeit der Eingewöhnung
Liebe Nicole,
den Kleinen in die Kita zu geben ist gut für seine Entwicklung.
Ich kann gut verstehen, dass Du momentan verunsichert bist. Das brauchst Du aber nicht. Als ich meine Tochter mit 10 Monaten in die Kita brachte (ich musste wieder arbeiten, sonst hätte ich meinen Job verlohren) war das unheimlich schwer für mich. Als sie das erste mal 8 h von mir getrennt war habe ich Rotz und Wasser geheult, weil ich dachte sie würde sich dort einsam fühlen.
So wie sich das Kind an die neue Umgebung eingewöhnen muss, so müssen es auch die Eltern.

Die Kita bei uns war eine super Einrichtung. Man hatte die Möglichkeit, das Kind stundenweise in die neue Umgebung einzugewöhnen und konnte auch mit in die Gruppe gehen. So würde Stück für Stück Vertrauen gefasst. Die Kinder fühlen sich sicher nicht abgeschoben; vielleicht aber im ersten Moment allein gelassen. Aber sie merken ganz schnell, dass Mama ja wiederkommt. Die Einrichtungen bieten den Kinder schon so eine guten Betreuung; dass man ohne Bedenken dies in Anspruch nehmen kann. Die Erzieher sind sehr liebevoll, malen, basteln und spielen mit den Kindern und trocknen auch ihre Tränen. Deinem Sohn wird die Gemeinschaft gut tun und er wird Freunde finden. Kinder müssen auch lernen, sich auseinander zu setzen, bei Oma wird er immer der Gewinner sein.

Du darfst Deinem Kind nicht das Gefühl geben, wenn Du ihn in der Kita abgibst, dass es Dir schwerfällt. Angst darfst Du schon gar nicht aufkommen lassen. Da riecht er gleich "Lunte" und wird versuchen zu protestieren. Es gibt keinen Grund zur Sorge. Sage ihm, dass Mama arbeiten geht und ihn ganz schnell wieder abholt. Solange darf er mit den Kinder spielen.

Oftmals fällt es den Eltern schwerer als den Kindern, mit so einer veränderten Situation umzugehen.

Vielleicht weint er einige Male aber das vergeht schneller als Du denkst. Bloß nicht noch lange darauf eingehen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es besser ist dahingehend gelassen zu sein. Abgeben und (auch wenn das Kind weint) gehen. Es beruhigt sich wieder und es geht schneller, wenn die Erzieherin allein mit ihm ist. Mit Mama würde er das Spiel auf ewig hinausschieben.

Meine Tochter will neuerdings gar nicht mit nach Hause wenn ich sie abhole, nöö, sie will noch mit den Kinder weiterspielen. Eigentlich schön.
Ich muss schon Lockmittel einsetzen, um sie ins Auto zu bekommen. Na, das ist erst komisch. Ich habe immer das Gefühl, dass andere denken, sie hätte kein schönes Zuhause (lach).
Die Zeit hast Du dann auch noch vor Dir. Das machen nämlich auch ganz viele Kinder.

Vorwürfe machen brauchst Du Dir nicht. Warum?
Du machst eine Ausbildung und das tust Du auch für Dein Kind. Du musst an die Zukunft denken.

Warte es einfach ab, er wird glücklich sein in der Kita, wenn Du keine Ängste oder Sorgen aufkommen lässt.

Ich hoffe, ich konnte Dich ein wenig beruhigen.

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18. Juni 2002 um 9:46
In Antwort auf Kati10

Zeit der Eingewöhnung
Liebe Nicole,
den Kleinen in die Kita zu geben ist gut für seine Entwicklung.
Ich kann gut verstehen, dass Du momentan verunsichert bist. Das brauchst Du aber nicht. Als ich meine Tochter mit 10 Monaten in die Kita brachte (ich musste wieder arbeiten, sonst hätte ich meinen Job verlohren) war das unheimlich schwer für mich. Als sie das erste mal 8 h von mir getrennt war habe ich Rotz und Wasser geheult, weil ich dachte sie würde sich dort einsam fühlen.
So wie sich das Kind an die neue Umgebung eingewöhnen muss, so müssen es auch die Eltern.

Die Kita bei uns war eine super Einrichtung. Man hatte die Möglichkeit, das Kind stundenweise in die neue Umgebung einzugewöhnen und konnte auch mit in die Gruppe gehen. So würde Stück für Stück Vertrauen gefasst. Die Kinder fühlen sich sicher nicht abgeschoben; vielleicht aber im ersten Moment allein gelassen. Aber sie merken ganz schnell, dass Mama ja wiederkommt. Die Einrichtungen bieten den Kinder schon so eine guten Betreuung; dass man ohne Bedenken dies in Anspruch nehmen kann. Die Erzieher sind sehr liebevoll, malen, basteln und spielen mit den Kindern und trocknen auch ihre Tränen. Deinem Sohn wird die Gemeinschaft gut tun und er wird Freunde finden. Kinder müssen auch lernen, sich auseinander zu setzen, bei Oma wird er immer der Gewinner sein.

Du darfst Deinem Kind nicht das Gefühl geben, wenn Du ihn in der Kita abgibst, dass es Dir schwerfällt. Angst darfst Du schon gar nicht aufkommen lassen. Da riecht er gleich "Lunte" und wird versuchen zu protestieren. Es gibt keinen Grund zur Sorge. Sage ihm, dass Mama arbeiten geht und ihn ganz schnell wieder abholt. Solange darf er mit den Kinder spielen.

Oftmals fällt es den Eltern schwerer als den Kindern, mit so einer veränderten Situation umzugehen.

Vielleicht weint er einige Male aber das vergeht schneller als Du denkst. Bloß nicht noch lange darauf eingehen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es besser ist dahingehend gelassen zu sein. Abgeben und (auch wenn das Kind weint) gehen. Es beruhigt sich wieder und es geht schneller, wenn die Erzieherin allein mit ihm ist. Mit Mama würde er das Spiel auf ewig hinausschieben.

Meine Tochter will neuerdings gar nicht mit nach Hause wenn ich sie abhole, nöö, sie will noch mit den Kinder weiterspielen. Eigentlich schön.
Ich muss schon Lockmittel einsetzen, um sie ins Auto zu bekommen. Na, das ist erst komisch. Ich habe immer das Gefühl, dass andere denken, sie hätte kein schönes Zuhause (lach).
Die Zeit hast Du dann auch noch vor Dir. Das machen nämlich auch ganz viele Kinder.

Vorwürfe machen brauchst Du Dir nicht. Warum?
Du machst eine Ausbildung und das tust Du auch für Dein Kind. Du musst an die Zukunft denken.

Warte es einfach ab, er wird glücklich sein in der Kita, wenn Du keine Ängste oder Sorgen aufkommen lässt.

Ich hoffe, ich konnte Dich ein wenig beruhigen.

Eigentlich kein Problem?!
Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Das die Erzieherin sehr nett ist, haben wir schon festgestellt. Wir waren schon sehr oft dort, und haben uns alles ein wenig angeschaut. Ein wenig beruhigend ist es für mich auch, das noch drei weitere Kinder in seinem Alter in der Gruppe sind. Sicherlich hat alles vor und Nachteile.
Die eingewöhnungs Zeit beginnt bei uns in der ersten Juli Woche, da ich ab ersten August ja voll arbeite. Dann soll er erst mal für eine Stunde am Tag kommen, und dann wird die Zeit etwas gesteigert. Du hast bestimmt recht, das es für viele Eltern schwerer ist, als für die Kleinen. Ich hab mir so sehr einen Ausbildungsplatz gewünscht und jetzt bin ich mir doch nicht mehr sicher. Es wird schon alles klappen, irgendwie. War es für Deinen Tochter denn schwer sich einzugewöhnen, oder ging es. Die Erzieherin sagte uns, das viele Kinder am Anfang gar keine Probleme machen, da alles neu ist, und dann nach vier bis sechs Wochen anfangen Theater zu machen. Stimmt das?

Liebe Grüße Nicole

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18. Juni 2002 um 10:18
In Antwort auf Artec

Eigentlich kein Problem?!
Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Das die Erzieherin sehr nett ist, haben wir schon festgestellt. Wir waren schon sehr oft dort, und haben uns alles ein wenig angeschaut. Ein wenig beruhigend ist es für mich auch, das noch drei weitere Kinder in seinem Alter in der Gruppe sind. Sicherlich hat alles vor und Nachteile.
Die eingewöhnungs Zeit beginnt bei uns in der ersten Juli Woche, da ich ab ersten August ja voll arbeite. Dann soll er erst mal für eine Stunde am Tag kommen, und dann wird die Zeit etwas gesteigert. Du hast bestimmt recht, das es für viele Eltern schwerer ist, als für die Kleinen. Ich hab mir so sehr einen Ausbildungsplatz gewünscht und jetzt bin ich mir doch nicht mehr sicher. Es wird schon alles klappen, irgendwie. War es für Deinen Tochter denn schwer sich einzugewöhnen, oder ging es. Die Erzieherin sagte uns, das viele Kinder am Anfang gar keine Probleme machen, da alles neu ist, und dann nach vier bis sechs Wochen anfangen Theater zu machen. Stimmt das?

Liebe Grüße Nicole

Lass Dich nicht verunsichern!
Bei mir lief es mit der Eingewöhnung genauso. Erst ein paar Minuten, dann eine Stunde und so wird es gesteigert. Dies sollte nicht zu lange hingezogen werden, da die Kinder sonst denken es wäre immer so und Mama gehört zur Kita.

Umzugsbedingt musste sie vor einem halben Jahr in eine andere Kita. Da war nichts mit Eingewöhnung. Das Kind wurde mir gleich aus der Hand genommen, nun mal ab und wir machen das schon. Ich kam mir richtig entmündigt vor. Sie hat geschrien wie am Spieß, was sie sonst nie macht. Das ging dann aber auch vorbei. Jetzt setzt sie sich dort auch gut durch und hat Freunde gefunden. So fand ich das richtig gemein und hart dem Kind und den Eltern gegenüber. Ich hatte mir extra Urlaub genommen wegen der Eingewöhnung und dann sowas.

Für meine Tochter (jetzt 3 Ja., fasst 4)) war es ganz am Anfang in der "alten Kita" nicht schwer und auch nicht einfach, sich der neuen Situation anzupassen. Sie war noch nicht mal ein Jahr alt. Zum Beispiel wollte sie zu Hause nie richtig schlafen. Da dachte ich, Hilfe, wie wird es erst dort sein? Na, das war dann überhaupt kein Problem. Sie war so fertig von den ganzen Eindrücken, dass sie im Kindergartenbettchen besser schlief als zu Hause, kein Theater, nichts. Gegessen hat sie auch.

Natürlich gab es auch die Bilder, wo sie hinter dem Türgitter stand und laut nach Mama schrie. Aber das vergeht. Sollte Dir das passieren, bleib hinter der Tür stehen und Du wirst hören, innerhalb von 3-5 Minuten ist Ruhe und er spielt. Das beruhigt Dich und Du kannst den Tag angehen.
Jeder Tag wird irgendwie anders sein.

Das manche Kinder nach 4-6 Wochen anfangen Theater zu machen kann ich nicht bestätigen. Diese Erfahrung habe ich nicht gemacht. Aber jedes Kind ist anders, das kann man nicht verallgemeinern. Lass Dir nicht zu viel erzählen, geh es locker und fröhlich an, das überträgt sich auf Dein Kind. Er ist glücklich, wenn Du glücklich bist. Wie gesagt, nur nicht ängstlich sein! Das ist wie einen Streichholz in einen trockenen Heuhaufen werfen.

Die Erzieherin ist nett, fasst alle Erzieher sind (irgendwie) nett. Dieser Beruf ist Berufung und bedeutet Liebe zu Kindern. Sicher wirst Du merken, dass Du später mal Meinungsverschiedenheiten haben wirst mit der Erzieherin. Das kannst und solltest Du offen ansprechen.

Wenn Du möchtest, kannst auch gern mal mailen (Kati10@gofeminin.de).
Mich würde es schon interessieren, wie es dann funktioniert. Ich wünsche Euch alles Gute und viel Spaß.

Ein Kindergarten ist ein "großer" Spielplatz und pädagogisch eine Goldgrube. Das kannst Du ihm zu Hause nicht bieten.

Freue Dich auf Deinen neuen Lebensabschnitt.
Du gehst es richtig an!

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18. Juni 2002 um 12:48
In Antwort auf Kati10

Lass Dich nicht verunsichern!
Bei mir lief es mit der Eingewöhnung genauso. Erst ein paar Minuten, dann eine Stunde und so wird es gesteigert. Dies sollte nicht zu lange hingezogen werden, da die Kinder sonst denken es wäre immer so und Mama gehört zur Kita.

Umzugsbedingt musste sie vor einem halben Jahr in eine andere Kita. Da war nichts mit Eingewöhnung. Das Kind wurde mir gleich aus der Hand genommen, nun mal ab und wir machen das schon. Ich kam mir richtig entmündigt vor. Sie hat geschrien wie am Spieß, was sie sonst nie macht. Das ging dann aber auch vorbei. Jetzt setzt sie sich dort auch gut durch und hat Freunde gefunden. So fand ich das richtig gemein und hart dem Kind und den Eltern gegenüber. Ich hatte mir extra Urlaub genommen wegen der Eingewöhnung und dann sowas.

Für meine Tochter (jetzt 3 Ja., fasst 4)) war es ganz am Anfang in der "alten Kita" nicht schwer und auch nicht einfach, sich der neuen Situation anzupassen. Sie war noch nicht mal ein Jahr alt. Zum Beispiel wollte sie zu Hause nie richtig schlafen. Da dachte ich, Hilfe, wie wird es erst dort sein? Na, das war dann überhaupt kein Problem. Sie war so fertig von den ganzen Eindrücken, dass sie im Kindergartenbettchen besser schlief als zu Hause, kein Theater, nichts. Gegessen hat sie auch.

Natürlich gab es auch die Bilder, wo sie hinter dem Türgitter stand und laut nach Mama schrie. Aber das vergeht. Sollte Dir das passieren, bleib hinter der Tür stehen und Du wirst hören, innerhalb von 3-5 Minuten ist Ruhe und er spielt. Das beruhigt Dich und Du kannst den Tag angehen.
Jeder Tag wird irgendwie anders sein.

Das manche Kinder nach 4-6 Wochen anfangen Theater zu machen kann ich nicht bestätigen. Diese Erfahrung habe ich nicht gemacht. Aber jedes Kind ist anders, das kann man nicht verallgemeinern. Lass Dir nicht zu viel erzählen, geh es locker und fröhlich an, das überträgt sich auf Dein Kind. Er ist glücklich, wenn Du glücklich bist. Wie gesagt, nur nicht ängstlich sein! Das ist wie einen Streichholz in einen trockenen Heuhaufen werfen.

Die Erzieherin ist nett, fasst alle Erzieher sind (irgendwie) nett. Dieser Beruf ist Berufung und bedeutet Liebe zu Kindern. Sicher wirst Du merken, dass Du später mal Meinungsverschiedenheiten haben wirst mit der Erzieherin. Das kannst und solltest Du offen ansprechen.

Wenn Du möchtest, kannst auch gern mal mailen (Kati10@gofeminin.de).
Mich würde es schon interessieren, wie es dann funktioniert. Ich wünsche Euch alles Gute und viel Spaß.

Ein Kindergarten ist ein "großer" Spielplatz und pädagogisch eine Goldgrube. Das kannst Du ihm zu Hause nicht bieten.

Freue Dich auf Deinen neuen Lebensabschnitt.
Du gehst es richtig an!

Danke
Vielen Dank, du hast mir mit deinen Antworten richtig Mut gemacht. Ich werde die letzten zwei Wochen mit meinem Engel genießen, und werde dann mit viel Mut und Kraft ihn in die Kita geben. Werde dir dann mal mailen, ob das alles klappt.
Ich freue mich ja auch auf die Ausbildung, und ich hatte ja auch nie vor den ganzen Tag zu Hause zu bleiben. Das ist nichts für mich, und dabei bin ich auch nicht glücklich. Aber bei einer Ausbildung kann ich nicht gerad mal sagen, mein Kind ist krank, ich komme heute nicht. Und halbtags geht ja auch nicht. Aber 2 1/2 Jahre gehen ja auch verdammt schnell rum!!
Und es ist sicherlich auch so, das ein Kind mehr von einer Mutter hat, die sich ein paar Stunden richtig intensiv um ihr kind kümmert, als wenn die mutter nur genervt ist, weil sie den ganzen Tag zu Hause hocken muß und von der Gesellschaft und dem eigentlichen leben ausgeschlossen ist. Eine glückliche und zufriedene Mutter ist mit sicherheit auch eine bessere Mutter!!
Liebe Grüße Nicole

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18. Juni 2002 um 15:02
In Antwort auf Artec

Danke
Vielen Dank, du hast mir mit deinen Antworten richtig Mut gemacht. Ich werde die letzten zwei Wochen mit meinem Engel genießen, und werde dann mit viel Mut und Kraft ihn in die Kita geben. Werde dir dann mal mailen, ob das alles klappt.
Ich freue mich ja auch auf die Ausbildung, und ich hatte ja auch nie vor den ganzen Tag zu Hause zu bleiben. Das ist nichts für mich, und dabei bin ich auch nicht glücklich. Aber bei einer Ausbildung kann ich nicht gerad mal sagen, mein Kind ist krank, ich komme heute nicht. Und halbtags geht ja auch nicht. Aber 2 1/2 Jahre gehen ja auch verdammt schnell rum!!
Und es ist sicherlich auch so, das ein Kind mehr von einer Mutter hat, die sich ein paar Stunden richtig intensiv um ihr kind kümmert, als wenn die mutter nur genervt ist, weil sie den ganzen Tag zu Hause hocken muß und von der Gesellschaft und dem eigentlichen leben ausgeschlossen ist. Eine glückliche und zufriedene Mutter ist mit sicherheit auch eine bessere Mutter!!
Liebe Grüße Nicole

Genau!
Gute Einstellung!

Es ist wirklich so, wenn man nur zu Hause ist, fixiert man sich zu sehr auf das Kind. Das kann zur Folge haben, dass sie es schwer haben, sich irgendwo einzuleben oder selbstständig zu werden.

Du wirst sehen, das Kind gewöhnt sich schneller an die Kita als Du glaubst, wenn Du nicht zu sehr klammerst (Du liebst Dein Kind über alles, höre ich heraus). Und wenn Du in der Ausbildung bist, wirst Du Dich wundern, wie schnell es auch für Dich selbstverständlich ist, den Kleinen abzugeben. Die Zeit rennt, ja, das stimmt. Aber Du bist ja nicht den ganzen Tag von ihm getrennt. Ihr habt den ganzen Abend noch zum spielen und knuddeln. Er wird immer auf Dich angewiesen sein (solange er klein ist, danach....lach?)
In der Kita wird er "nur" betreut aber zu Hause wird er geliebt.

Ich drücke Dir fest die Daumen und freue mich, zu gegebener Zeit wieder von Dir zu hören.

LG Kati

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18. Juni 2002 um 22:41

Und die Nachteile?
Liebe Nicole,

hast Dich gerade so schön beruhigen lassen durch Kati und jetzt komm ich
Viele Vorteile (wenn es denn auch welche sind) hat Kati genannt, aber wo bleiben die Nachteile?

Was ist, wenn das Kind sich NIE an die Kindertagesstätte gewöhnt und IMMER weint? Hast Du Dir darüber Gedanken gemacht, was Du tust, wenn es so sein sollte (ich hoffe es ja nicht, aber ausgeschlossen ist es auch nicht)?
Viele Kinder mit wenigen Erzieherinnen?

Und die Annahme, dass Erzieherin eine Berufung ist, halte ich auch für falsch. Da gibt es genug Beweise dafür, dass es nicht so ist.

Wenn ein Kind in den Kindergarten kommt (mit frühestens 3 Jahren) ist es pädagisch wertvoll (mit den Worten von Kati), da es dann in das Alter kommt, wo es teilen lernt etc. Aber was lernt ein Kind mit 10 Monaten dort??? Dein Sohn ist ja schon 2, da kann er vielleicht was lernen. Aber immer noch nichts, was Du ihm daheim nicht auch beibringen könntest.

Möchte Dir nicht davon abraten, denn wenn Du diese Ausbildung brauchst, um eine zufriedene und glückliche Mutter (Deine Worte) zu sein, dann tu das. Denn in diesem Fall hast Du Recht, dass Dein Sohn dann nicht glücklich wäre.
Ich bin zur Zeit daheim und rundum zufrieden, weil ich meine kleine Tochter lachen sehe, wie sie anfängt zu krabbeln, schon Mamamama sagt etc. Mich füllt das aus. Ich wusste vorher, was auf mich zukommt und hab mich für mein Kind entschieden. Und das bereits zum 3. Mal.

Was ich verstehen kann sind Mütter, die von ihren Männern verlassen worden sind (oder selber gegangen sind) und arbeiten MÜSSEN. Dass ihnen oft keine andere Wahl bleibt, ist schon schlimm genug. Was ich aber nicht verstehen kann sind Mütter, die an sich denken und dass es ihnen gut geht ohne Rücksicht auf die Gefühle des Kindes. Dabei rede ich von Müttern, denen es egal ist, ob das Kind jeden Tag weinend in der Kindertagesstätte zurückbleibt (und nicht von Kindern, denen es dort prima gefällt... das gibt es ja auch oft). In diesem Alter wird der Grundstein für das spätere Vertrauen gelegt. Wenn der nicht richtig gelegt wird, kannst Du nachlesen im Forum Beziehung, was draus wird. Misstrauen, kein Vertrauen, Verlassenheitsängste u.v.m. (womit ich aber nicht sage, dass diese nur durch die Kindheit verursacht werden, aber eben zum größten Teil).

Mir war es zum Glück möglich, dass ich selbst entscheiden konnte, ob meine Kinder in den KiGa mussten oder nicht. Meine beiden Großen sind so unterschiedlich: einer wollte nicht, die andere wollte. Wobei das aber keine Rolle spielt, was ich tun konnte. In diesem Alter können sie verstehen, wenn sie müssen, weil Mama arbeiten muss, um Dinge zu kaufen. Vorher interessiert Kinder aber nicht, welche Markenkleider sie bekommen etc., solange die Mama bei ihnen ist.

Möchte Dich nicht von Deinem Entschluss abhalten, denn wie Kati schon sagte: eine Ausbildung ist auch wichtig. Möchte Dir einfach nur auch die negative Seite sagen, damit Du auch darauf vorbereitet bist.

Liebe Grüße

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18. Juni 2002 um 22:43
In Antwort auf willow_12869135

Und die Nachteile?
Liebe Nicole,

hast Dich gerade so schön beruhigen lassen durch Kati und jetzt komm ich
Viele Vorteile (wenn es denn auch welche sind) hat Kati genannt, aber wo bleiben die Nachteile?

Was ist, wenn das Kind sich NIE an die Kindertagesstätte gewöhnt und IMMER weint? Hast Du Dir darüber Gedanken gemacht, was Du tust, wenn es so sein sollte (ich hoffe es ja nicht, aber ausgeschlossen ist es auch nicht)?
Viele Kinder mit wenigen Erzieherinnen?

Und die Annahme, dass Erzieherin eine Berufung ist, halte ich auch für falsch. Da gibt es genug Beweise dafür, dass es nicht so ist.

Wenn ein Kind in den Kindergarten kommt (mit frühestens 3 Jahren) ist es pädagisch wertvoll (mit den Worten von Kati), da es dann in das Alter kommt, wo es teilen lernt etc. Aber was lernt ein Kind mit 10 Monaten dort??? Dein Sohn ist ja schon 2, da kann er vielleicht was lernen. Aber immer noch nichts, was Du ihm daheim nicht auch beibringen könntest.

Möchte Dir nicht davon abraten, denn wenn Du diese Ausbildung brauchst, um eine zufriedene und glückliche Mutter (Deine Worte) zu sein, dann tu das. Denn in diesem Fall hast Du Recht, dass Dein Sohn dann nicht glücklich wäre.
Ich bin zur Zeit daheim und rundum zufrieden, weil ich meine kleine Tochter lachen sehe, wie sie anfängt zu krabbeln, schon Mamamama sagt etc. Mich füllt das aus. Ich wusste vorher, was auf mich zukommt und hab mich für mein Kind entschieden. Und das bereits zum 3. Mal.

Was ich verstehen kann sind Mütter, die von ihren Männern verlassen worden sind (oder selber gegangen sind) und arbeiten MÜSSEN. Dass ihnen oft keine andere Wahl bleibt, ist schon schlimm genug. Was ich aber nicht verstehen kann sind Mütter, die an sich denken und dass es ihnen gut geht ohne Rücksicht auf die Gefühle des Kindes. Dabei rede ich von Müttern, denen es egal ist, ob das Kind jeden Tag weinend in der Kindertagesstätte zurückbleibt (und nicht von Kindern, denen es dort prima gefällt... das gibt es ja auch oft). In diesem Alter wird der Grundstein für das spätere Vertrauen gelegt. Wenn der nicht richtig gelegt wird, kannst Du nachlesen im Forum Beziehung, was draus wird. Misstrauen, kein Vertrauen, Verlassenheitsängste u.v.m. (womit ich aber nicht sage, dass diese nur durch die Kindheit verursacht werden, aber eben zum größten Teil).

Mir war es zum Glück möglich, dass ich selbst entscheiden konnte, ob meine Kinder in den KiGa mussten oder nicht. Meine beiden Großen sind so unterschiedlich: einer wollte nicht, die andere wollte. Wobei das aber keine Rolle spielt, was ich tun konnte. In diesem Alter können sie verstehen, wenn sie müssen, weil Mama arbeiten muss, um Dinge zu kaufen. Vorher interessiert Kinder aber nicht, welche Markenkleider sie bekommen etc., solange die Mama bei ihnen ist.

Möchte Dich nicht von Deinem Entschluss abhalten, denn wie Kati schon sagte: eine Ausbildung ist auch wichtig. Möchte Dir einfach nur auch die negative Seite sagen, damit Du auch darauf vorbereitet bist.

Liebe Grüße

Oh, die Hitze...
... pädagogisch...
sollte das heißen

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19. Juni 2002 um 8:59
In Antwort auf willow_12869135

Und die Nachteile?
Liebe Nicole,

hast Dich gerade so schön beruhigen lassen durch Kati und jetzt komm ich
Viele Vorteile (wenn es denn auch welche sind) hat Kati genannt, aber wo bleiben die Nachteile?

Was ist, wenn das Kind sich NIE an die Kindertagesstätte gewöhnt und IMMER weint? Hast Du Dir darüber Gedanken gemacht, was Du tust, wenn es so sein sollte (ich hoffe es ja nicht, aber ausgeschlossen ist es auch nicht)?
Viele Kinder mit wenigen Erzieherinnen?

Und die Annahme, dass Erzieherin eine Berufung ist, halte ich auch für falsch. Da gibt es genug Beweise dafür, dass es nicht so ist.

Wenn ein Kind in den Kindergarten kommt (mit frühestens 3 Jahren) ist es pädagisch wertvoll (mit den Worten von Kati), da es dann in das Alter kommt, wo es teilen lernt etc. Aber was lernt ein Kind mit 10 Monaten dort??? Dein Sohn ist ja schon 2, da kann er vielleicht was lernen. Aber immer noch nichts, was Du ihm daheim nicht auch beibringen könntest.

Möchte Dir nicht davon abraten, denn wenn Du diese Ausbildung brauchst, um eine zufriedene und glückliche Mutter (Deine Worte) zu sein, dann tu das. Denn in diesem Fall hast Du Recht, dass Dein Sohn dann nicht glücklich wäre.
Ich bin zur Zeit daheim und rundum zufrieden, weil ich meine kleine Tochter lachen sehe, wie sie anfängt zu krabbeln, schon Mamamama sagt etc. Mich füllt das aus. Ich wusste vorher, was auf mich zukommt und hab mich für mein Kind entschieden. Und das bereits zum 3. Mal.

Was ich verstehen kann sind Mütter, die von ihren Männern verlassen worden sind (oder selber gegangen sind) und arbeiten MÜSSEN. Dass ihnen oft keine andere Wahl bleibt, ist schon schlimm genug. Was ich aber nicht verstehen kann sind Mütter, die an sich denken und dass es ihnen gut geht ohne Rücksicht auf die Gefühle des Kindes. Dabei rede ich von Müttern, denen es egal ist, ob das Kind jeden Tag weinend in der Kindertagesstätte zurückbleibt (und nicht von Kindern, denen es dort prima gefällt... das gibt es ja auch oft). In diesem Alter wird der Grundstein für das spätere Vertrauen gelegt. Wenn der nicht richtig gelegt wird, kannst Du nachlesen im Forum Beziehung, was draus wird. Misstrauen, kein Vertrauen, Verlassenheitsängste u.v.m. (womit ich aber nicht sage, dass diese nur durch die Kindheit verursacht werden, aber eben zum größten Teil).

Mir war es zum Glück möglich, dass ich selbst entscheiden konnte, ob meine Kinder in den KiGa mussten oder nicht. Meine beiden Großen sind so unterschiedlich: einer wollte nicht, die andere wollte. Wobei das aber keine Rolle spielt, was ich tun konnte. In diesem Alter können sie verstehen, wenn sie müssen, weil Mama arbeiten muss, um Dinge zu kaufen. Vorher interessiert Kinder aber nicht, welche Markenkleider sie bekommen etc., solange die Mama bei ihnen ist.

Möchte Dich nicht von Deinem Entschluss abhalten, denn wie Kati schon sagte: eine Ausbildung ist auch wichtig. Möchte Dir einfach nur auch die negative Seite sagen, damit Du auch darauf vorbereitet bist.

Liebe Grüße

Viel drüber nachgedacht!!
Ich habe darauf gewartet. das auch jemand die negativen Seiten anspricht.
Ich gehe einfach mal davon aus, das du schon ein wenig älter bist. Ich bin gerade mal 19Jahre jung. Sicher wird man jetzt sagen, erst Ausbildung, dann Kind. Es ist aber nun mal passiert und ich bin mittlerweile auch sehr, sehr glücklich. Für mich ist diese Ausbildung wichtig. In zehn Jahren würde ich sicherlich keinen Ausbildungsplatz mehr finden. Und in der heutigen Zeit ist es sehr wichtig, das man auf eigenen Beinen stehen kann, immerhin werden 1/3 aller Ehen geschieden. Ich möchte meinem Kind auch was bieten können. Ein anderer Punkt ist sicherlich auch unsere finanzielle Situation. Wir müssen jeden Pfennig zweimal rumdrehen. Ich möchte auch leben können.
Auf der anderen Seite würde ich natürlich sehr gerne bei meinem Kind bleiben. Es ist toll, wenn man ihn aufwachsen sieht. Immer wieder die neuen Fortschritte beobachten kann. Ich denke mein Sohn wird in der Kita sehr gut klar kommen. er ist sehr offen und ist gerne mit anderen Kindern zusammen. Das Kinder in dem Alter noch nicht richtig miteinander spielen können, ist eigentlich ganz klar. Sie spielen eher für sich, so sind zumindest meine Beobachtungen. Wenn ich die möglichkeit hätte, würde ich die Ausbildung erst in einem Jahr beginnen, aber diese Möglichkeit gibt es nicht. Ich denke mal, das ich so viel unterstützung habe, das diese zwei ein halb Jahre verdammt schnell rumgehen. Und danach kann ich dann auch halbtags arbeiten.
Viele Grüße Nicole

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19. Juni 2002 um 11:08
In Antwort auf Artec

Viel drüber nachgedacht!!
Ich habe darauf gewartet. das auch jemand die negativen Seiten anspricht.
Ich gehe einfach mal davon aus, das du schon ein wenig älter bist. Ich bin gerade mal 19Jahre jung. Sicher wird man jetzt sagen, erst Ausbildung, dann Kind. Es ist aber nun mal passiert und ich bin mittlerweile auch sehr, sehr glücklich. Für mich ist diese Ausbildung wichtig. In zehn Jahren würde ich sicherlich keinen Ausbildungsplatz mehr finden. Und in der heutigen Zeit ist es sehr wichtig, das man auf eigenen Beinen stehen kann, immerhin werden 1/3 aller Ehen geschieden. Ich möchte meinem Kind auch was bieten können. Ein anderer Punkt ist sicherlich auch unsere finanzielle Situation. Wir müssen jeden Pfennig zweimal rumdrehen. Ich möchte auch leben können.
Auf der anderen Seite würde ich natürlich sehr gerne bei meinem Kind bleiben. Es ist toll, wenn man ihn aufwachsen sieht. Immer wieder die neuen Fortschritte beobachten kann. Ich denke mein Sohn wird in der Kita sehr gut klar kommen. er ist sehr offen und ist gerne mit anderen Kindern zusammen. Das Kinder in dem Alter noch nicht richtig miteinander spielen können, ist eigentlich ganz klar. Sie spielen eher für sich, so sind zumindest meine Beobachtungen. Wenn ich die möglichkeit hätte, würde ich die Ausbildung erst in einem Jahr beginnen, aber diese Möglichkeit gibt es nicht. Ich denke mal, das ich so viel unterstützung habe, das diese zwei ein halb Jahre verdammt schnell rumgehen. Und danach kann ich dann auch halbtags arbeiten.
Viele Grüße Nicole

Arbeit und Kind unter einem Hut,
das bekommt man sehr gut hin, wenn man will.

Ich kann leider die Meinung von Seefee nicht so ganz teilen, beneide sie aber um Ihre Möglichkeiten. Wirklich. Ich habe nie die Wahl gehabt, entscheiden zu können, bleibe ich zu Hause und wiedme mich nur dem Kind oder gehe ich arbeiten.
Davon abgesehen hätte sich für mich diese Frage sowieso nie gestellt. Ich möchte arbeiten weil ich das Geld brauche und auch gern beruflich was tun möchte. Man kann das doch vereinbaren. Man ist trotzdem eine gute Mutter wenn man arbeitet. Wegen meiner Arbeit auf ein Kind zu verzichten wäre für mich auch undenkbar gewesen (ich rede auch nicht von einer Karriere...bin nur BK).

Und auch wenn mein Kind erst 10 Monate alt war... in der Einrichtung war ein Kind sogar erst 3 Monate (das fand ich hart), die Mutti war 17 Jahre und machte Ihre Ausbildung weiter. Dieses Kind bekam besondere Aufmerksamkeit von den Kindern und den Erziehern, weil es noch so klein war. Er war Hahn im Korb. Der Junge hat sich prächtig entwickelt und die Mutti hat ihr Ausbildung beendet und arbeitet nun. Er ist glücklich und zufrieden.

Die Kinder wachsen doch nicht in der Kita auf, sie sind doch auch zu Hause. Und Erfolge im Wesen verpasst man doch deshalb nicht.
Und sicher spielen sie, wenn sie noch sehr klein sind, nicht mit anderen Kindern. Das ist auch nicht das entscheidene. Sie lernen von klein auf sich auch auf andere Menschen beziehen zu können, die Gemeinschaft, den Tagesablauf, Regeln und so weiter.

Ich finde Deine Entscheidung, Ausbildung und Kind unter einem Hut zu bringen, sehr reif, beachtenswert und veranwortungsvoll. Du gehst einen klaren und richtigen Weg.

Ich bin keine alleinerziehende Mutter und bin trotzdem arbeiten geganen, mein Lebensgefährte ist oft arbeitslos, wir halten uns gerade so über Wasser. Urlaub? Kenne ich seit 9 Jahren nicht. Wir leben im Osten, da brauch ich wohl nichts zu sagen.

Und die Erzieher, dazu möchte ich nochwas schreiben, kann man so und so sehen. Bei uns sind die "Tanten" wirklich alle motiviert; aber auch oft überlastet. Das müssen auch wir als Eltern verstehen und mal tollerant sein. Wir sind mit einem Kind manchmal schon überfordert. Hier hat 1 Tante 25 Kinder zu betreuen. Ich finde das Wahnsinn, dass sie dann noch Zeit hat zum basteln, singen, Sport und Spiel. Die Kita´s machen viele tolle Feste, die Kinder werden mit einbezogen usw. Ich finde das einfach Klasse. Die Kita´s bei uns mit Osten sind pädagogisch wertvoll, so weit es ihnen möglich ist.
Meinungsverschiedenheiten wird es immer geben. Keine Tante macht die Sache so gut wie Mama (lach).

Das Kinder überhaupt nicht in die Einrichtung wollen, sie schreien über Monate und die Mutti darüber nachdenken muss, es rauszunehmen ist eher selten. Das sind, meiner Meinung nach, Einzelfälle. Diese Kinder haben eine zu starke Bindung an die Mutti und ob das so gut ist.....? Das muss jeder für sich entscheiden.

Die Nachteile wiegen die Vorteile nicht auf.
Ohne eine Kindereinrichtung wäre ich heute ein Sozialfall, weil ich sonst meine Familie nicht mehr ernähren könnte). Es ist heute nicht mehr Männersache, die Familie zu ernähren da "Mann" auch nur noch selten Arbeit findet.

Ich hätte auch gern ein 2. oder 3. Kind (wenn es ruhig ist, nicht so viel schreit und vorallem schläft...lach) und ich würde die ersten 2-3 Jahre zu Hause bleiben. Aber dieses Privileg ist nicht jedem vergönnt.

Daher, meine liebe Nicole, bleibe bei Mut und Zuversicht. Die Ausbildung ist ein ganz wichtiger Schritt zur Selbständigkeit. Die Liebe von Kind zu Mama und umgekehrt wird dadurch nicht beeinflusst. Lass es rankommen und überzeuge Dich selbst. Du wirst überrascht sein, hoffe ich.

Viele Grüße Kati

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19. Juni 2002 um 14:02
In Antwort auf Kati10

Arbeit und Kind unter einem Hut,
das bekommt man sehr gut hin, wenn man will.

Ich kann leider die Meinung von Seefee nicht so ganz teilen, beneide sie aber um Ihre Möglichkeiten. Wirklich. Ich habe nie die Wahl gehabt, entscheiden zu können, bleibe ich zu Hause und wiedme mich nur dem Kind oder gehe ich arbeiten.
Davon abgesehen hätte sich für mich diese Frage sowieso nie gestellt. Ich möchte arbeiten weil ich das Geld brauche und auch gern beruflich was tun möchte. Man kann das doch vereinbaren. Man ist trotzdem eine gute Mutter wenn man arbeitet. Wegen meiner Arbeit auf ein Kind zu verzichten wäre für mich auch undenkbar gewesen (ich rede auch nicht von einer Karriere...bin nur BK).

Und auch wenn mein Kind erst 10 Monate alt war... in der Einrichtung war ein Kind sogar erst 3 Monate (das fand ich hart), die Mutti war 17 Jahre und machte Ihre Ausbildung weiter. Dieses Kind bekam besondere Aufmerksamkeit von den Kindern und den Erziehern, weil es noch so klein war. Er war Hahn im Korb. Der Junge hat sich prächtig entwickelt und die Mutti hat ihr Ausbildung beendet und arbeitet nun. Er ist glücklich und zufrieden.

Die Kinder wachsen doch nicht in der Kita auf, sie sind doch auch zu Hause. Und Erfolge im Wesen verpasst man doch deshalb nicht.
Und sicher spielen sie, wenn sie noch sehr klein sind, nicht mit anderen Kindern. Das ist auch nicht das entscheidene. Sie lernen von klein auf sich auch auf andere Menschen beziehen zu können, die Gemeinschaft, den Tagesablauf, Regeln und so weiter.

Ich finde Deine Entscheidung, Ausbildung und Kind unter einem Hut zu bringen, sehr reif, beachtenswert und veranwortungsvoll. Du gehst einen klaren und richtigen Weg.

Ich bin keine alleinerziehende Mutter und bin trotzdem arbeiten geganen, mein Lebensgefährte ist oft arbeitslos, wir halten uns gerade so über Wasser. Urlaub? Kenne ich seit 9 Jahren nicht. Wir leben im Osten, da brauch ich wohl nichts zu sagen.

Und die Erzieher, dazu möchte ich nochwas schreiben, kann man so und so sehen. Bei uns sind die "Tanten" wirklich alle motiviert; aber auch oft überlastet. Das müssen auch wir als Eltern verstehen und mal tollerant sein. Wir sind mit einem Kind manchmal schon überfordert. Hier hat 1 Tante 25 Kinder zu betreuen. Ich finde das Wahnsinn, dass sie dann noch Zeit hat zum basteln, singen, Sport und Spiel. Die Kita´s machen viele tolle Feste, die Kinder werden mit einbezogen usw. Ich finde das einfach Klasse. Die Kita´s bei uns mit Osten sind pädagogisch wertvoll, so weit es ihnen möglich ist.
Meinungsverschiedenheiten wird es immer geben. Keine Tante macht die Sache so gut wie Mama (lach).

Das Kinder überhaupt nicht in die Einrichtung wollen, sie schreien über Monate und die Mutti darüber nachdenken muss, es rauszunehmen ist eher selten. Das sind, meiner Meinung nach, Einzelfälle. Diese Kinder haben eine zu starke Bindung an die Mutti und ob das so gut ist.....? Das muss jeder für sich entscheiden.

Die Nachteile wiegen die Vorteile nicht auf.
Ohne eine Kindereinrichtung wäre ich heute ein Sozialfall, weil ich sonst meine Familie nicht mehr ernähren könnte). Es ist heute nicht mehr Männersache, die Familie zu ernähren da "Mann" auch nur noch selten Arbeit findet.

Ich hätte auch gern ein 2. oder 3. Kind (wenn es ruhig ist, nicht so viel schreit und vorallem schläft...lach) und ich würde die ersten 2-3 Jahre zu Hause bleiben. Aber dieses Privileg ist nicht jedem vergönnt.

Daher, meine liebe Nicole, bleibe bei Mut und Zuversicht. Die Ausbildung ist ein ganz wichtiger Schritt zur Selbständigkeit. Die Liebe von Kind zu Mama und umgekehrt wird dadurch nicht beeinflusst. Lass es rankommen und überzeuge Dich selbst. Du wirst überrascht sein, hoffe ich.

Viele Grüße Kati

Andere schaffen das ja auch
Wenn andere das können, warum sollte ich das dann nicht auch schaffen. Sicherlich werde ich viel Kraft und auch viel Unterstützung von meinem Mann brauchen, damit ich die Ausbildung auch zu Ende bringe. Mein Mann hat einen sehr verständnisvollen chef, er könnte im Notfall dann auch unseren kleinen Engel abholen. Diese Möglichkeit habe ich leider nicht. Meine zukünftige Chefin sagte knallhart zu mir, nur weil das Kind krank ist, ist es für sie noch lange kein Grund krank zu machen. Darüber müßte ich mir im klaren sein, denn nur wenn das kind untergebracht ist, würden sie mich einstellen. Das war schon hart. Und soweit ich weiß, ist sie selber Mutter.
In der Kita, in die mein Engel kommt, sind auch viele kinder, die noch kein jahr alt sind, aber nicht in seiner gruppe. Dort sind nur zwei bis dreijährige. Finde ich eigentlich auch ganz gut so.
Mein Sohn ist eigentlich nicht so sehr auf mich fixiert, er ist eher Papa Kind. Das dürfte eigentlich kein Problem geben. In zehn Tagen werden wir sehen, wie es klappt, dann beginnt die Eingewöhnungszeit. Ich freu mich auch irgendwie drauf.
Die Möglichkeit zu Hause zu bleiben, hätte ich gar nicht gehabt, dafür verdient mein Mann eigentlich viel zu wenig, denn ich möchte später schon in Urlaub.
Alles Liebe Nicole

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