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Auf meinen Sohn zugehen

21. März 2018 um 19:33

Hallo,

für mich ist es das erste mal, dass ich bei einem Forum Hilfe suche oder viel mehr Anregungen. Seit langem habe ich schon das Problem, dass sich die Beziehung zu meinem ältesten Sohn als schwierig dastellt. Ich verstehe es, aber ich möchte es auch gerne ändern. Vielleicht könnt ihr mir in dem Bezug einige Tipps geben?
Aber ich erzähle erst einmal worum es geht.
Ich bin jetzt fast Mitte 40ig, mein Sohn um den es geht Anfang 20ig. Als er 2 war wurde ich verhaftet. (nun bitte keine großen Anschuldigungen) Meine Frau und ich trennten uns, blieben aber in Freundschaft und sie kam mich auch regelmäßig mit dem Kind später dann mit den Kindern besuchen. Nach und nach merkte man allerdings, dass der Große sich zurückzog. Ich bin mir darüber im klaren, dass es für ihn nicht einfach war ohne Vater Erwachsen zu werden was mir auch sehr leid tut. Über die Zeit verlor sich der Kontakt gänzlich, erst die letzten Monate über konnte ich ihn endlich wieder errichen.
Seit der Entlassung ist der Kontakt wieder schwerer. Es kommen nur noch Anschuligungen von ihm. Beim letzten Gespräch war er sich nicht mehr sicher ob er einen weiteren Kontakt noch möchte. Genau den Umstand möchte ich aber unbedingt verhindern, ich liebe ihn und bin froh um die Annäherung.
Nur weiß ich nicht was ich noch tun kann.

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21. März 2018 um 20:51

Dich mit ihm aussprechen.

Klingt so, als hätte er nicht in erster Linie ein Problem mit DIR - sondern mit seinem Bild von Dir, ganz böse gesagt: Ihr kennt Euch doch noch nicht mal wirklich.
Gilt im Übrigen für Dich genauso. Du bist Dir im Klaren, dass es für ihn nicht einfach war, ohne Vater aufzuwachsen? Na, ich für meinen Teil würde keinen Fünfer darauf wetten, dass das das Hauptproblem ist.

Im Zweifelsfalle sucht Euch eine neutrale Person als "Moderator" für das Gespräch - kann auch ein Freund von ihm sein, wenn er sich damit sicherer fühlt und der Freund euch beide (!) einbremsen kann, wenn nötig.

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21. März 2018 um 21:25

Ausspreche habe ich mehrfach versucht, wir warem dabei aber immer alleine. Beim letzten Versuch hat er dann ganz abgeblockt, vielleicht wäre eine weitere Person kein schlechter Ansatz. 
Ich leugne nicht, dass wir uns nicht kennen. So ist es leider. Mein Jüngster ist mir gegenüber offener. Bei ihm weiß ich wie er lebt, kenne seine Wohnung und seine Freundin. Der Große tickt völlig anders und ist sehr verschlossen. Ich werde einfach nicht schlau daraus, wo genau das Hauptproblem liegt. Meine Vermutung war eben, dass es meine Abwesenheit und die Belastung daraus war.  

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22. März 2018 um 7:15

Ich kann mir eher vorstellen, dass er nicht nachvollziehen kann, wie man als Familienvater sich und die Familie so in die Scheiße reiten kann. Du hast ja scheinbar viel

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22. März 2018 um 7:20

... viele Jahre im Gefängnis gesessen. Da ist man ja nicht nur schwarz gefahren. DAMIT hätte ich das größte Problem. Dass du als junger Vater leichtsinnig das Familienleben opferst wegen irgendeinem Scheiße. Und jetzt auf liebenden Vater machst, der zurück gewiesen wird. 

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22. März 2018 um 8:02
In Antwort auf ray.

Ausspreche habe ich mehrfach versucht, wir warem dabei aber immer alleine. Beim letzten Versuch hat er dann ganz abgeblockt, vielleicht wäre eine weitere Person kein schlechter Ansatz. 
Ich leugne nicht, dass wir uns nicht kennen. So ist es leider. Mein Jüngster ist mir gegenüber offener. Bei ihm weiß ich wie er lebt, kenne seine Wohnung und seine Freundin. Der Große tickt völlig anders und ist sehr verschlossen. Ich werde einfach nicht schlau daraus, wo genau das Hauptproblem liegt. Meine Vermutung war eben, dass es meine Abwesenheit und die Belastung daraus war.  

meine Vermutung wäre eine andere, @orchideeblatt hat wiederum eine andere ... aber auch das sind nur Vermutungen, wir kennen ihn ja auch nicht.

Falls Dich meine Vermutung interessiert: es ist die Mutter. Er hat die ganze Zeit live miterlebt, wie schwer es für sie war - und sie ist seine Bezugsperson Nummer eins. Sie hat sich durch vieles durchkämpfen müssen in all den Jahren, vom Alltag alleinerziehend mit 2 (?) Kindern, über die Finanzen, die Probleme im sozialen Umfeld, wenn der Mann im Knast ist (und der Zeit nach wohl nicht wegen einer Kleinigkeit...) ... und Dein ältester Sohn hat die ganze Zeit, jeden Tag, jahrein, jahraus, gesehen, wie der wichtigste Mensch in seinem Leben kämpfen und leiden muss - wegen Dir. Sich als "ältester Sohn" in einer Verantwortung gefühlt, sie zu beschützen und zu unterstützen, die er als Kind gar nicht ausfüllen konnte, einem Selbstanspruch, den er nicht ausfüllen konnte - aber ich denke nicht, dass er dabei an sich denkt, daran, dass er keinen Vater hatte - sondern viel mehr daran, dass die Mutter etwas anderes gebraucht, verdient hätte. Wahrscheinlich auch nie verstanden, wieso seine Mutter trotzdem noch zu Dir steht.

Eine neutrale Person dabei ist da vielleicht die einzige Chance, die Du hast - und selbst das ist fraglich. Auch wenn er Dein Sohn ist, Du kannst ihn nicht zwingen, Dich zu akzeptieren und den Kontakt zu halten. So sehr Du es Dir auch wünschen magst, wenn er nicht möchte, ist das sein gutes Recht.

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22. März 2018 um 9:47
In Antwort auf orchideenblatt

... viele Jahre im Gefängnis gesessen. Da ist man ja nicht nur schwarz gefahren. DAMIT hätte ich das größte Problem. Dass du als junger Vater leichtsinnig das Familienleben opferst wegen irgendeinem Scheiße. Und jetzt auf liebenden Vater machst, der zurück gewiesen wird. 

Danke für deine Antwort.
Ich bin mir durchaus bewusst, dass ich meiner Familie mit allem sehr geschadet habe. Dafür habe ich mich auch immer wieder bei ihnen entschuldigt. Leider kann ich die Zeit nicht zurückdrehen, ich kann an der Vergangenheit nichts mehr ändern. Für mich habe ich damit auch abgeschlossen. Das es viel Unausgesprochenes gibt merke ich bei beiden, dass ist wohl normal. Sie gehen nur Grundlegend verschieden damit um. 
Mit dem lieben habe ich nie aufgehört, ich denke dass es beide wissen. Im Stich gelassen war aber auch ein Punkt der von beiden angesprochen wurde.  

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22. März 2018 um 10:02
In Antwort auf ray.

Danke für deine Antwort.
Ich bin mir durchaus bewusst, dass ich meiner Familie mit allem sehr geschadet habe. Dafür habe ich mich auch immer wieder bei ihnen entschuldigt. Leider kann ich die Zeit nicht zurückdrehen, ich kann an der Vergangenheit nichts mehr ändern. Für mich habe ich damit auch abgeschlossen. Das es viel Unausgesprochenes gibt merke ich bei beiden, dass ist wohl normal. Sie gehen nur Grundlegend verschieden damit um. 
Mit dem lieben habe ich nie aufgehört, ich denke dass es beide wissen. Im Stich gelassen war aber auch ein Punkt der von beiden angesprochen wurde.  

Wie Avarrasterne sagt, du kannst ihn nicht zwingen, eine Beziehung mit dir aufzubauen. 
Du scheinst die Sache jedoch verstanden zu haben. Ich könnte gar nicht damit umgehen, wenn mein Vater das bagatellisieren würde und so tun würde nach dem Motto "dumm gelaufen damals". Aber das scheinst du nicht. 
Letztendlich kannst du ihm wohl auch nur signalisieren, dass du für Fragen offen bist, ihnen erklärst, was passiert ist, wie es soweit kommen konnte. Ich glaube, du wirst einiges einstecken müssen, wenn sie mal wirklich offen mit dir reden wollen. Aber das scheint beim ältesten Sohn derzeit ja nicht anzustehen. 

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22. März 2018 um 10:08
In Antwort auf avarrassterne1

meine Vermutung wäre eine andere, @orchideeblatt hat wiederum eine andere ... aber auch das sind nur Vermutungen, wir kennen ihn ja auch nicht.

Falls Dich meine Vermutung interessiert: es ist die Mutter. Er hat die ganze Zeit live miterlebt, wie schwer es für sie war - und sie ist seine Bezugsperson Nummer eins. Sie hat sich durch vieles durchkämpfen müssen in all den Jahren, vom Alltag alleinerziehend mit 2 (?) Kindern, über die Finanzen, die Probleme im sozialen Umfeld, wenn der Mann im Knast ist (und der Zeit nach wohl nicht wegen einer Kleinigkeit...) ... und Dein ältester Sohn hat die ganze Zeit, jeden Tag, jahrein, jahraus, gesehen, wie der wichtigste Mensch in seinem Leben kämpfen und leiden muss - wegen Dir. Sich als "ältester Sohn" in einer Verantwortung gefühlt, sie zu beschützen und zu unterstützen, die er als Kind gar nicht ausfüllen konnte, einem Selbstanspruch, den er nicht ausfüllen konnte - aber ich denke nicht, dass er dabei an sich denkt, daran, dass er keinen Vater hatte - sondern viel mehr daran, dass die Mutter etwas anderes gebraucht, verdient hätte. Wahrscheinlich auch nie verstanden, wieso seine Mutter trotzdem noch zu Dir steht.

Eine neutrale Person dabei ist da vielleicht die einzige Chance, die Du hast - und selbst das ist fraglich. Auch wenn er Dein Sohn ist, Du kannst ihn nicht zwingen, Dich zu akzeptieren und den Kontakt zu halten. So sehr Du es Dir auch wünschen magst, wenn er nicht möchte, ist das sein gutes Recht.

Das ist ein Aspekt den ich so noch nie bedacht habe. Er hätte nie diese Rolle annehmen brauchen oder gar sollen. Mir wird grade bewusst, dass sich da mehr aufgestaut haben könnte als mir klar war. Logisch war die Zeit für alle drei nicht einfach, grade meine Exfrau hat sehr gelitten. Die Kinder hatten auf mich aber immer einen fröhlichen Eindruck gemacht. Erst als sie Größer wurden kippte das. Der Kleine blieb im Kontakt und der Große verweigerte sich. Ich hatte darauf getippt, dass er sich schämt. Schlimm genug, dass ein Kind sich wegen seinem Vater schämen muss. Das kann ich aber noch verstehen.   

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22. März 2018 um 10:17
In Antwort auf orchideenblatt

Wie Avarrasterne sagt, du kannst ihn nicht zwingen, eine Beziehung mit dir aufzubauen. 
Du scheinst die Sache jedoch verstanden zu haben. Ich könnte gar nicht damit umgehen, wenn mein Vater das bagatellisieren würde und so tun würde nach dem Motto "dumm gelaufen damals". Aber das scheinst du nicht. 
Letztendlich kannst du ihm wohl auch nur signalisieren, dass du für Fragen offen bist, ihnen erklärst, was passiert ist, wie es soweit kommen konnte. Ich glaube, du wirst einiges einstecken müssen, wenn sie mal wirklich offen mit dir reden wollen. Aber das scheint beim ältesten Sohn derzeit ja nicht anzustehen. 

Bagatellisieren tue ich meine Tat und deren Folgen sicherlich nicht. Ich weiß um die Schwere und wenn ich es könnte würde ich es Rückgängig machen. Mir bleibt aber nur der Blick nach vorne. 
Einiges einstecken muss ich in dem Bezug ganz gewiss, dass ist auch völlig ok. Ich hab da einiges versaut, nur ist mir der Ausmaß nicht ganz bewusst. Was es in ihm Verändert hat, darüber redet er ja nicht mit mir. Vielleicht wollte ich auch zu viel in zu kurzer Zeit.  

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22. März 2018 um 10:39
In Antwort auf ray.

Das ist ein Aspekt den ich so noch nie bedacht habe. Er hätte nie diese Rolle annehmen brauchen oder gar sollen. Mir wird grade bewusst, dass sich da mehr aufgestaut haben könnte als mir klar war. Logisch war die Zeit für alle drei nicht einfach, grade meine Exfrau hat sehr gelitten. Die Kinder hatten auf mich aber immer einen fröhlichen Eindruck gemacht. Erst als sie Größer wurden kippte das. Der Kleine blieb im Kontakt und der Große verweigerte sich. Ich hatte darauf getippt, dass er sich schämt. Schlimm genug, dass ein Kind sich wegen seinem Vater schämen muss. Das kann ich aber noch verstehen.   

Versetz Dich mal - soweit das halt theoretisch geht - in die Lage.
Du hast nur Deine Mutter und die hat mehr zu kämpfen, als sie schaffen kann. Und Du bist "der Große".

Uns als Erwachsenen ist klar, dass das Kind die Rolle des Unterstützers und Beschützers nicht übernehmen kann und niemals übernehmen sollte - Dein Sohn war aber nicht erwachsen. Ein Kind kann in der Situation, zumal unter dem Druck "der Große" zu sein, nicht einfach nur zuschauen und distanziert bleiben und die Mami mal machen lassen, es wird sich verantwortlich fühlen - verantwortlich für etwas, was er nie lösen kann.
Dabei aber eben nicht primär die eigenen Probleme im Auge haben, die sich daraus ergeben, das braucht eine Selbstreflektion, die man vermutlich auch mit 20 noch nicht hat, sondern die Probleme der Mutter, denen man hilflos gegenüber steht. Hilflos zuzusehen, wie ein geliebter Mensch kämpfen muss, ist schon für Erwachsene übel - für Kinder...

Aber wie gesagt: ist nur eine Vermutung, ich kenne Euch alle nicht, ich kann auch nur raten.

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22. März 2018 um 11:10
In Antwort auf avarrassterne1

Versetz Dich mal - soweit das halt theoretisch geht - in die Lage.
Du hast nur Deine Mutter und die hat mehr zu kämpfen, als sie schaffen kann. Und Du bist "der Große".

Uns als Erwachsenen ist klar, dass das Kind die Rolle des Unterstützers und Beschützers nicht übernehmen kann und niemals übernehmen sollte - Dein Sohn war aber nicht erwachsen. Ein Kind kann in der Situation, zumal unter dem Druck "der Große" zu sein, nicht einfach nur zuschauen und distanziert bleiben und die Mami mal machen lassen, es wird sich verantwortlich fühlen - verantwortlich für etwas, was er nie lösen kann.
Dabei aber eben nicht primär die eigenen Probleme im Auge haben, die sich daraus ergeben, das braucht eine Selbstreflektion, die man vermutlich auch mit 20 noch nicht hat, sondern die Probleme der Mutter, denen man hilflos gegenüber steht. Hilflos zuzusehen, wie ein geliebter Mensch kämpfen muss, ist schon für Erwachsene übel - für Kinder...

Aber wie gesagt: ist nur eine Vermutung, ich kenne Euch alle nicht, ich kann auch nur raten.

Deine Vermutung hat schon Hand und Fuß. Es ist ein Punkt, den ich so noch nicht gesehen habe. Ich muss mir diesbezüglich mal Gedanken machen. 
Im Moment versuche ich, dass alles noch zu sortieren. Mit dem Reinversetzen habe ich leider gewaltige Probleme, vor allem da er mir sehr fremd ist. Mir sind die Probleme bewusst, aber wohl noch nicht in dem ganzen Umfang.

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22. März 2018 um 11:30

Wenn ich ehrlich bin, würde ich den Großen zu nichts drängen. Wenn er Kontakt zu dir haben möchte, wird er ihn suchen.
Er ist alt genug, um selbst entscheiden zu können, wen er in sein Leben lässt. Bleibst du hartnäckig, wird er wahrscheinlich erst Recht dagegen ankämpfen.

Also: Du kannst nichts erzwingen und vor allem solltest du das nicht. Respektiere seine Entscheidung, wie er sein Leben führen möchte.

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22. März 2018 um 12:19
In Antwort auf knuffl

Wenn ich ehrlich bin, würde ich den Großen zu nichts drängen. Wenn er Kontakt zu dir haben möchte, wird er ihn suchen.
Er ist alt genug, um selbst entscheiden zu können, wen er in sein Leben lässt. Bleibst du hartnäckig, wird er wahrscheinlich erst Recht dagegen ankämpfen.

Also: Du kannst nichts erzwingen und vor allem solltest du das nicht. Respektiere seine Entscheidung, wie er sein Leben führen möchte.

Er selber hat den Kontakt zu mir wieder aufgenommen. Bis vor wenigen Monaten hat er mir meine Briefe wieder zurückkommen lassen. Wahrscheinlich hat mich das etwas beflügelt und ich möchte wirklich zu viel. Mein Gefühl sagt mir, dass sie schon zu lange auf einen Vater verzichten mussten. Ich möchte endlich für sie da sein. Erzwingen kann ich es aber nicht, damit muss ich leben.
Mir geht es um neue Ansätze, Dinge die ich in meine Überlegungen aufnehmen kann um wieder klar sehen zu können.  

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22. März 2018 um 12:26

Dann würde ich ihm das genau so sagen.

Dass du dir wünschen würdest, ein Teil seines Lebens zu sein und hoffst, es auch irgendwann sein zu dürfen. Du kannst ihn aber verstehen, falls er Schwierigkeiten damit hat und wirst dich ihm nicht aufdrängen. Du wirst für ihn da sein, wenn er dich braucht.

Alles andere ist danach von ihm abhängig. 

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22. März 2018 um 12:40

Ich denke, ich werde es ihm so noch mal sagen. Danke dafür.

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22. März 2018 um 13:05
In Antwort auf ray.

Ich denke, ich werde es ihm so noch mal sagen. Danke dafür.

Viel Erfolg! 

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22. März 2018 um 19:29

Das er sich für mich, den Knast und meine Tat schämt, die Vermutung habe ich auch. Das Stigma trifft nicht nur mich, sondern auch meine Familie. Leider ist das so in unserer Gesellschaft. 

Aufgrund meiner Tat und deren Umstände denke ich nicht, dass er sich darin erkennt. Sollte er deswegen Abstand haben wollen würde ich es akzeptieren.   

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27. März 2018 um 22:34
In Antwort auf ray.

Hallo,

für mich ist es das erste mal, dass ich bei einem Forum Hilfe suche oder viel mehr Anregungen. Seit langem habe ich schon das Problem, dass sich die Beziehung zu meinem ältesten Sohn als schwierig dastellt. Ich verstehe es, aber ich möchte es auch gerne ändern. Vielleicht könnt ihr mir in dem Bezug einige Tipps geben? 
Aber ich erzähle erst einmal worum es geht. 
Ich bin jetzt fast Mitte 40ig, mein Sohn um den es geht Anfang 20ig. Als er 2 war wurde ich verhaftet. (nun bitte keine großen Anschuldigungen) Meine Frau und ich trennten uns, blieben aber in Freundschaft und sie kam mich auch regelmäßig mit dem Kind später dann mit den Kindern besuchen. Nach und nach merkte man allerdings, dass der Große sich zurückzog. Ich bin mir darüber im klaren, dass es für ihn nicht einfach war ohne Vater Erwachsen zu werden was mir auch sehr leid tut. Über die Zeit verlor sich der Kontakt gänzlich, erst die letzten Monate über konnte ich ihn endlich wieder errichen.
Seit der Entlassung ist der Kontakt wieder schwerer. Es kommen nur noch Anschuligungen von ihm. Beim letzten Gespräch war er sich nicht mehr sicher ob er einen weiteren Kontakt noch möchte. Genau den Umstand möchte ich aber unbedingt verhindern, ich liebe ihn und bin froh um die Annäherung.
Nur weiß ich nicht was ich noch tun kann.        

Hallo. Da ihr eine lange Zeit lang nichts zusammen erlebt habt, ist diese Situation natürlich zu erwarten. Ich glaube, wenn ihr Gemeinsamkeiten findet, wird sich die Situation verbessern. Versuche einmal mit ihm auszugehen und über seine Hobbys usw. zu sprechen. Ich halte mir die Daumen für euch.
 

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27. März 2018 um 22:58
In Antwort auf mely123

Hallo. Da ihr eine lange Zeit lang nichts zusammen erlebt habt, ist diese Situation natürlich zu erwarten. Ich glaube, wenn ihr Gemeinsamkeiten findet, wird sich die Situation verbessern. Versuche einmal mit ihm auszugehen und über seine Hobbys usw. zu sprechen. Ich halte mir die Daumen für euch.
 

Danke für deine Worte. Leider gab es neue Erkenntnisse, mein ältester Sohn hat den Kontakt wieder abgebrochen. Er möchte nichts mehr mit mir zu tun haben. Ich werde es akzeptieren müssen und hoffe einfach, dass er weiß, dass er jederzeit willkommen ist. 

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28. März 2018 um 8:24
In Antwort auf ray.

Danke für deine Worte. Leider gab es neue Erkenntnisse, mein ältester Sohn hat den Kontakt wieder abgebrochen. Er möchte nichts mehr mit mir zu tun haben. Ich werde es akzeptieren müssen und hoffe einfach, dass er weiß, dass er jederzeit willkommen ist. 

darf ich mal ganz blöd (ja, ich weiß...) fragen, warum Dir das Akzeptieren so schwer fällt?
Ja, schon klar, ist Dein Sohn und Du liebst ihn - ich bin nicht ganz so blond, wie das gerade klingt *hüstel*.
Aber es ist doch so, dass es im Leben schon häufiger passiert, dass zwischenmenschliche Beziehungen und -Emotionen sehr einseitig ausfallen und dann eine Person, an der einem viel liegt, sich distanziert.
Du bist ja nun kein Teenager mehr - ist Dir also schon paar mal begegnet. Aber hier anders - warum? Weil "Blut dicker als Wasser" sein soll(te)?

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28. März 2018 um 10:15
In Antwort auf avarrassterne1

darf ich mal ganz blöd (ja, ich weiß...) fragen, warum Dir das Akzeptieren so schwer fällt?
Ja, schon klar, ist Dein Sohn und Du liebst ihn - ich bin nicht ganz so blond, wie das gerade klingt *hüstel*.
Aber es ist doch so, dass es im Leben schon häufiger passiert, dass zwischenmenschliche Beziehungen und -Emotionen sehr einseitig ausfallen und dann eine Person, an der einem viel liegt, sich distanziert.
Du bist ja nun kein Teenager mehr - ist Dir also schon paar mal begegnet. Aber hier anders - warum? Weil "Blut dicker als Wasser" sein soll(te)?

Ich kenne es zu genüge, dass man sich distanziert. Warum es bei meinem Sohn was anderes ist lässt sich einfach sagen. Er ist mein Sohn, ganz wie du schon festgestellt hast. Was ich ihnen mit meiner Tat angetan habe lässt sich nicht entschuldigen und ich wünschte ich hätte der Vater sein können den sie verdient haben. Ich konnte es aber nicht. Jetzt da ich wieder frei bin, möchte ich für sie da sein. Ihnen endlich ein Vater sein. Das es nicht einfach wird wusste ich, ebenso dass dazu 2 Personen nötig sind. Er möchte es nicht und das muss ich akzeptieren. Einfach ist es deswegen aber nicht.  

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28. März 2018 um 13:11
In Antwort auf ray.

Ich kenne es zu genüge, dass man sich distanziert. Warum es bei meinem Sohn was anderes ist lässt sich einfach sagen. Er ist mein Sohn, ganz wie du schon festgestellt hast. Was ich ihnen mit meiner Tat angetan habe lässt sich nicht entschuldigen und ich wünschte ich hätte der Vater sein können den sie verdient haben. Ich konnte es aber nicht. Jetzt da ich wieder frei bin, möchte ich für sie da sein. Ihnen endlich ein Vater sein. Das es nicht einfach wird wusste ich, ebenso dass dazu 2 Personen nötig sind. Er möchte es nicht und das muss ich akzeptieren. Einfach ist es deswegen aber nicht.  

also mal ganz unromantisch zusammengefasst:
es ist schwerer weil a) Familie b) Du Schuldgefühle hast und es damit über "passt nicht" hinausgeht und c) resultierend aus b) Dein Wunsch nach einem beständigen Kontakt auch stärker ist?

Zur Erklärung: ist frage deswegen so doof, weil mein eigenes Verhältnis zu meiner Familie ... nicht das beste ist und ich gerade in der Situation bin, dass meine Mutter mich ziemlich bedrängt, weil sie wieder Kontakt will (der über alle paar Monate kurz telefonieren und alle paar Jahre sehen hinausgeht) - ich aber nicht.
Wobei die Hintergrundsituation bei mir weniger dramatisch ist als bei Dir.

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28. März 2018 um 18:38

Wenn du es so Ausdrücken willst. Ja natürlich habe ich Schuldgefühle und den Wunsch dazu endlich einen kontinuierlichen Kontakt aufzubauen. Hast du eigene Kinder? Darin liegt nämlich der Unterschied. Mit dem Kontaktabbruch zu Freunden und Familie ist es nicht so extrem wie beim eigenen Kind. 
Mir ist aber auch klar, dass dazu auch ein Wille von seiner Seite benötigt wird. Seinen Wunsch nach einem Abbruch werde ich akzeptieren.

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28. März 2018 um 19:27
In Antwort auf ray.

Wenn du es so Ausdrücken willst. Ja natürlich habe ich Schuldgefühle und den Wunsch dazu endlich einen kontinuierlichen Kontakt aufzubauen. Hast du eigene Kinder? Darin liegt nämlich der Unterschied. Mit dem Kontaktabbruch zu Freunden und Familie ist es nicht so extrem wie beim eigenen Kind. 
Mir ist aber auch klar, dass dazu auch ein Wille von seiner Seite benötigt wird. Seinen Wunsch nach einem Abbruch werde ich akzeptieren.

ja. Habe ich.
Und wenn es mit meiner Mutter so einfach wäre wie mit Bekannten würde ich keine blöden Fragen stellen, hm?

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28. März 2018 um 19:42
In Antwort auf avarrassterne1

ja. Habe ich.
Und wenn es mit meiner Mutter so einfach wäre wie mit Bekannten würde ich keine blöden Fragen stellen, hm?

Das sollte von mir kein Vorwurf sein, ich wollte es nur wissen. Hattest du schon mal überlegt wie du das an Stelle deiner Mutter machen würdest?
Ich denke auch, dass es keine leichte Entscheidung ist ein Elternteil fallen zu lassen. Meinen Sohn verstehe ich von der Handlung, er hat alle Gründe so zu entscheiden.  

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28. März 2018 um 21:22
In Antwort auf ray.

Das sollte von mir kein Vorwurf sein, ich wollte es nur wissen. Hattest du schon mal überlegt wie du das an Stelle deiner Mutter machen würdest?
Ich denke auch, dass es keine leichte Entscheidung ist ein Elternteil fallen zu lassen. Meinen Sohn verstehe ich von der Handlung, er hat alle Gründe so zu entscheiden.  

akzeptieren. Definitiv.
Klar, schön ist das nie, noch nicht mal bei Bekannten, aber die letzten 42 Jahre haben mir vor allem eines gezeigt: nur weil man (nah) verwandt ist, ist man noch lange nicht kompatibel. Und da kann man schlichtweg nichts erzwingen und auch viel guter Wille bringt es nicht, wenn es nun einmal nicht miteinander geht.
Also sollte es bei meinem Sohn mal dazu kommen: Schön wird es sicher nicht, aber akzeptieren könnte und würde ich es. Meine Mutter kann es nicht. Und das, was daraus für uns beide erwächst, ist NOCH häßlicher. Vor allem auch, weil ich es nicht immer schaffe, sie das zigste Mal konsequent wegzustoßen. Ich lern es nie... Hoffnung ist eine echte B*tch, ich fall immer wieder darauf rein, dass es doch einen Weg geben müsste und ich ihr das ja nicht antun kann usw. usw. usw.

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28. März 2018 um 21:47
In Antwort auf avarrassterne1

akzeptieren. Definitiv.
Klar, schön ist das nie, noch nicht mal bei Bekannten, aber die letzten 42 Jahre haben mir vor allem eines gezeigt: nur weil man (nah) verwandt ist, ist man noch lange nicht kompatibel. Und da kann man schlichtweg nichts erzwingen und auch viel guter Wille bringt es nicht, wenn es nun einmal nicht miteinander geht.
Also sollte es bei meinem Sohn mal dazu kommen: Schön wird es sicher nicht, aber akzeptieren könnte und würde ich es. Meine Mutter kann es nicht. Und das, was daraus für uns beide erwächst, ist NOCH häßlicher. Vor allem auch, weil ich es nicht immer schaffe, sie das zigste Mal konsequent wegzustoßen. Ich lern es nie... Hoffnung ist eine echte B*tch, ich fall immer wieder darauf rein, dass es doch einen Weg geben müsste und ich ihr das ja nicht antun kann usw. usw. usw.

Es muss gehen mit dem akzeptieren. Ich habe mich damals für diesen Weg entschieden, er entscheidet sich nun für seinen. Schade das es ein Weg ohne mich als Vater sein wird. Ihn da aber unnötig reinreden wollen wird nichts bringen. Es ist seine Entscheidung, auch wenn ich mir zumindest die richtigen Gründe für das Warum erwünscht hätte. Bei mir spielt aber definitiv auch die Hoffnung mit, grade durch die Kontaktaufnahme durch ihn. 

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19. April 2018 um 18:01
In Antwort auf ray.

Hallo,

für mich ist es das erste mal, dass ich bei einem Forum Hilfe suche oder viel mehr Anregungen. Seit langem habe ich schon das Problem, dass sich die Beziehung zu meinem ältesten Sohn als schwierig dastellt. Ich verstehe es, aber ich möchte es auch gerne ändern. Vielleicht könnt ihr mir in dem Bezug einige Tipps geben? 
Aber ich erzähle erst einmal worum es geht. 
Ich bin jetzt fast Mitte 40ig, mein Sohn um den es geht Anfang 20ig. Als er 2 war wurde ich verhaftet. (nun bitte keine großen Anschuldigungen) Meine Frau und ich trennten uns, blieben aber in Freundschaft und sie kam mich auch regelmäßig mit dem Kind später dann mit den Kindern besuchen. Nach und nach merkte man allerdings, dass der Große sich zurückzog. Ich bin mir darüber im klaren, dass es für ihn nicht einfach war ohne Vater Erwachsen zu werden was mir auch sehr leid tut. Über die Zeit verlor sich der Kontakt gänzlich, erst die letzten Monate über konnte ich ihn endlich wieder errichen.
Seit der Entlassung ist der Kontakt wieder schwerer. Es kommen nur noch Anschuligungen von ihm. Beim letzten Gespräch war er sich nicht mehr sicher ob er einen weiteren Kontakt noch möchte. Genau den Umstand möchte ich aber unbedingt verhindern, ich liebe ihn und bin froh um die Annäherung.
Nur weiß ich nicht was ich noch tun kann.        

Du kannst ihm nur signalisieren, dass er jederzeit auf Dich zukommen kann, wenn er das wieder möchte.

In den ersten Lebensjahren eines Kindes wird der Grundstein dafür gelegt, wie sie später mal die Welt sehen. Verlässt ein Elternteil in dieser Phase das Kind (egal aus welchen Gründen) kann es zu einer massiven Erschütterung des Urvertrauens kommen, was für viele Kinder in diesem zarten Alter eines traumatischen Erlebnisses gleichkommt.

Dies ist nicht mit einer Entschuldigung oder der Einsicht, dass ein Elternteil da falsch gehandelt hat ... zu reparieren.

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23. April 2018 um 22:09

Danke für eure Worte.
Eine Aussprache hätte ich gerne gemacht, vielleicht wird es irgendwann dazu kommen. Ich kann es auf der einen Seite verstehen warum er sich zurückzieht, auf der anderen Seite sehe ich den anderen Sohn. Die beiden sind ganz anders in dem Bezug.

Aber egal was es ist, er weiß das er immer zu mir kommen kann. Ich persönlich kann derzeit nichts anderes an der Situation tun, er hat mich völlig geblockt und seine Adresse kenne ich nicht.Meinen Jüngsten möchte ich in dem Bezug auch nicht fragen, das Verhältnis zwischen ihnen will ich nicht belasten. 

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25. April 2018 um 17:53

Beide wissen natürlich warum ich im Gefängnis war, sie kennen die Tat und wissen ganz genau was damals geschehen ist. Sicherlich spielt das, auch eine Rolle bei seiner Entscheidung.

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29. April 2018 um 9:51
In Antwort auf ray.

Hallo,

für mich ist es das erste mal, dass ich bei einem Forum Hilfe suche oder viel mehr Anregungen. Seit langem habe ich schon das Problem, dass sich die Beziehung zu meinem ältesten Sohn als schwierig dastellt. Ich verstehe es, aber ich möchte es auch gerne ändern. Vielleicht könnt ihr mir in dem Bezug einige Tipps geben? 
Aber ich erzähle erst einmal worum es geht. 
Ich bin jetzt fast Mitte 40ig, mein Sohn um den es geht Anfang 20ig. Als er 2 war wurde ich verhaftet. (nun bitte keine großen Anschuldigungen) Meine Frau und ich trennten uns, blieben aber in Freundschaft und sie kam mich auch regelmäßig mit dem Kind später dann mit den Kindern besuchen. Nach und nach merkte man allerdings, dass der Große sich zurückzog. Ich bin mir darüber im klaren, dass es für ihn nicht einfach war ohne Vater Erwachsen zu werden was mir auch sehr leid tut. Über die Zeit verlor sich der Kontakt gänzlich, erst die letzten Monate über konnte ich ihn endlich wieder errichen.
Seit der Entlassung ist der Kontakt wieder schwerer. Es kommen nur noch Anschuligungen von ihm. Beim letzten Gespräch war er sich nicht mehr sicher ob er einen weiteren Kontakt noch möchte. Genau den Umstand möchte ich aber unbedingt verhindern, ich liebe ihn und bin froh um die Annäherung.
Nur weiß ich nicht was ich noch tun kann.        

Ich würde ihn nicht bedrängen die Sache ruhig angehen lassen sonst blockt er nur noch mehr ab. Suche nach ein paar Tagen oder einer Woche das Gespräch mit ihm aber persönlich und sage ihm was du für ihn empfindest. 

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