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Anstrengende Schwiegermutter-tägliche Telefonate

29. April 2013 um 12:56

Hi!

Ich hoffe, dass hier jemand mit ähnlichen Erfahrungen ist bzw. mir seine objektive Meinung sagen kann.

Zur Vorgeschichte: Meine Schwiegermutter war sehr krank-schon nahe am Tod- und hat etwas über ein Jahr für ihre Regeneration gebraucht. Jetzt ist sie etwas anders und hat sich bestimmte Dinge angewöhnt bzw. nach der Krankheit nicht wieder angewöhnt. Es sind schon fast zwei Jahre vergangen, seit meine Schwiegermutter so krank war und mein Partner sich um ALLES gekümmert hat, weil es seinen Bruder überhaupt nicht interessiert hat bzw. weil er "zu jung" (24) war. Wir sind beide 26 und mein Freund regt sich bei seiner Mutter nie auf, weil er meint, dass sie alles, was sie macht, braucht bzw. nicht anders kann. Ich bin da aber ganz anderer Meinung.

Im Grunde genommen ist meine Schwiegermutter ganz nett, auch wenn ich mit ihr schon vor ihrer Krankheit kein allzu festes Band hatte. Mein Problem ist, dass ich nicht mit dieser Hochachtung meines Freundes der Schwiegermutter ggü. klarkomme. Sie sagt oft etwas unmögliches, aber das ist lt. ihm ok, weil sie "kann ja nicht anders". Die beiden telefonieren auch (teilweise mehrmals) täglich, was mich nervt. Und zwar deswegen, weil ich es erstens nicht normal finde (v.a. mehrmals täglich), weil es ja vorher auch nicht so war und zweitens weil wir NIE eine Ruhe haben. Er hebt immer sofort ab, weil er halt Angst hat, dass irgendetwas passiert ist. Gott sei Dank ist eh nie etwas passiert, aber sie erzählt dann lang und breit, was sie gegessen hat, was sie den ganzen Tag gemacht hat (es reicht von Bett machen bis duschen und Buch lesen). Mein Freund hört geduldig zu, aber ich weiß, dass wenn es anders wäre, dass er es anders eben lieber hätte. Ich persönlich finde es einfach nicht normal, auch wenn sie krank war. Wenn sie z.b. aufhören würde so oft anzurufen, würde sie irgendwann versuchen, sich eine andere Beschäftigung zu suchen...meiner Meinung nach unheimlich wichtig für die Zukunft. Sie ist nämlich noch nicht einmal 60 und noch agil genug, um etwas zu unternehmen.
Mit meinem Schwager telefoniert sie nie so oft (weil er noch zu Hause wohnt und weil er das "abgestellt" hat). Auch er findet es befremdlich, dass die beiden so oft telefonieren.

Ich habe das meinem Partner schon ein paar Mal gesagt. Dann ist er genervt, ich halte ein paar Monate die Klappe, und wenn es mich wieder besonders nervt, sage ich etwas. Dann gehts von vorne los.

Sehen tun sich die beiden etwa 2 Mal die Woche.

Ich will nach 1 1/2 furchtbaren Jahren wieder eine Ruhe haben. V.a. weil ich denke, dass sie sehr wohl im Stande ist, etwas anders zu machen. Man müsste es ihr nur irgendwie klar machen. Natürlich ist das schirch...gerade anfangs. Aber es ist doch nicht zu viel verlangt, dass man einen normalen ruhigen Alltag und weniger Stress für den Partner haben will...!?

Was soll ich tun? Bzw. wie findet ihr das?

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29. April 2013 um 13:37

Geduld
Hallo

Was nervt dich denn so fest, wenn sie telefonieren? Du schreibst ihr habt nie "Ruhe"? Aber wie äussert sich das? Telefoniert denn dein Mann stundenlang mit der Mum?

Sorry, wenn ich das so sage, aber ich glaube du solltest das irgendwie akzeptieren. Schlussendlich tut sie dir ja nichts an, oder? Ich meine dein Mann wird wohl auch gelitten haben, als seine Mum fast gestorben ist. Das steckt man nicht so schnell weg. Vielleicht bringt er es einfach nicht über Herz ihr zu sagen, sie soll nicht mehr anrufen.

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29. April 2013 um 13:47

Hm...
hi zoemy,

danke für deine antwort! ich habe schon damit gerechnet, dass man mir sagt, dass ich es akzeptieren soll. eine zeit lang tue ich das auch immer, aber irgendwann platzt mir dann wieder der kragen. es nervt mich einfach, dass wir, nachdem wir uns (bzw. mein freund viiiie viel mehr) so lange um sie gelümmert haben, nicht endlich ruhe haben können. ruhe im sinne von endlich nicht mehr daran denken zu müssen, dass es ihr schlecht geht usw. das gefühl gibt sie aber, wenn sie dazernd anruft und auch wenn es mein freund nicht zugibt oder sehen will: es ist belastend und nervig. er hat auf der uni genug zu tun und in jeder kleinen pause das gefühl,dass er nun endlich zeit hat, um sich um seine mutter zu kümmern. ich weiß, dass es ein eher egoistischer gedanke ist und dass ich immer dann was sagen will, wenn es MIR zu viel wird, aber ich denke auch, dass es fürnalle anderen beteiligten angenehmer oder besser wäre, wenn er nicht so an ihr klebt. erstens soll sie mit ihren nicht einmal 60 jahren andere dinge tun die ihr spaß machen, zweitens wird mein freund nicht mehr belastet und drittens nervt es dann weder mich noch meinen schwager.

im vergleich zu anderen kann ich eh froh sein, dass nichts schlimmeres passiert ist, aber ich finde auch, dass ich ein recht auf ruhe und harmonie habe. und diese harmonie ist einfach nicht mehr da, weil ich sie nicht einmal mehr sehen will, weil ich JEDEN tag höre wies ihr geht.

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29. April 2013 um 14:02

Verstehe
Hallo Amme
Okay ich vestehe was du meinst. Es belastet dich die Sache, dass ihr eigentlich immer Angst haben müsst, dass es ihr nicht gut geht und dass ihr euch "irgendwie" kümmern müsst.
Ist sicher keine schöne Situation. Vielleicht kann dein Mann probieren, die Telefonate möglichst kurz zu halten und seiner Mutter auf diese Weise verstehen zu geben, dass er nicht immer Zeit hat den ganzen Tagesablauf durchzugehen. Oder vielleicht müsste dein Mann einfach mal sagen: "Sorry Mum im Moment bin ich gestresst, ich ruf dich gerne Morgen an." Natürlich auf eine liebe und nette Art. Sie soll sich ja nicht gekränkt fühlen.

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