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Angst vor Wasser im Schwimmbad - was tun ? Habt Ihr Erfahrung ?

20. August 2009 um 21:28

Hallo und guten Abend

... es geht um folgendes:

mein Sohn ist 3 Jahre alt, und die letzten Tage, als es so warm war, sind wir mit Freunden ins Freibad gegangen. Während die Kinder unserer Freunde ( 3 und 5 Jahre alt) richtig kleine Wasserratten sind und gerne im Wasser toben, hat mein kleiner Mann ziemliche Angst vor dem kühlen Nass ... knöchelhohes Wasser ist für ihn ok, in "guten Momenten" traut er sich auch bis zur Brust ins Wasser. Dann allerdings nur in Nähe des Beckenrandes. Tieferes Wasser geht gar nicht - auch nicht auf Mamas oder Papas Arm. Wir haben ihm selbstverständlich Schwimmflügel (Swimsafe, die mit dem zusätzlichen Styroporkern innen) angezogen, sodass er genügend "Auftrieb" hat. Trotzdem hat er Angst. Schwimmreif, Minischlauchboot, Schwimmbrett - nix von alledem hat genügend Anreiz, sich quasi mit dem ganzen Körper ins Wasser zu wagen.

Zuhause in der Badewanne ist er ein Wasserfrosch, der planscht und spritzt und sich im Medium Wasser offensichtlich pudelwohl fühlt.
Im Schwimmbad kehrt sich das ins Gegenteil um. Während andere Kinder erste Schwimm- oder Paddelversuche machen, im Wasser toben, vom Beckenrand hüpfen, mit Schwimmnudeln und ähnlichem ihre helle Freude haben, sucht mein Sohn den trockenen Boden und wagt sich maximal ins Babybecken, eben knöcheltiefes Wasser.

Ich kann mich erinnern, dass ich als Kind auch sehr ängstlich war, was Schwimmen angeht. Mein Vater hat dann irgendwann die Holzhammermethode angewandt (ab ins Wasser, auch unter heulendem Protest vom Kind) was irgendwann zur Folge hatte, dass ich vom einen Extrem ins andere gerutscht bin: zuerst wasserscheu und dann kaum mehr aus dem Wasser raus zu kriegen.

Ich denke allerdings, dass diese Methode nicht richtig ist - bei mir scheint sie Erfolg gehabt zu haben, aber der Schuss hätte auch gut nach hinten losgehen können. Kurzum: ich will es meinen Sohn ersparen, sich "so" an Wasser zu gewöhnen.

Bei uns werden in den Hallenbädern "Wassergewöhnung-Kurse" angeboten: diese sind für Kinder ab 3 Jahren. Die Kinder sollen mit Wasser vertraut werden.

Habt Ihr Erfahrung mit solchen Kursen ? Was wird dort gemacht ?
Und sind die Eltern (oder Mutter oder Vater) dann mit im Wasser ?

Ich frage mich, ob solch ein Kurs gut ist, oder ob ich mein Kind genauso gut ans Wasser gewöhnen kann, wenn ich jede Woche einmal mit ihm ins Schwimmbad gehe ?
Letztlich ja auch eine Geldfrage: wenn es nur die "wöchentliche Gewohnheit" ist, kann ich das natürlich auch selbst in Angriff nehmen und mir das Geld sparen.
Es könnte ja aber auch sein, dass dort -ich weiß nicht was- angeboten wird, was ich als Mutter dem Kind nicht so bieten kann ?!

Ich würde mich über Eure Erfahrungen, Meinungen, Tipps und Ratschläge freuen - vielleicht hat die ein oder andere auch ein wasserscheues Kind ? Oder eine Wasserratte, die mal wasserscheu war ?

Vielen Dank & liebe Grüße,
Friederike


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21. August 2009 um 21:29

Schieeeeeeeeeeeeeeeeeeeb .....

.... keine Mami, die ähnliche Erfahrungen oder Erlebnisse hat ?

Hhmmmmm, ich musste jetzt einfach mal ein wenig schieben ....

Liebe Grüße,
Friederike

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22. August 2009 um 14:11

Die Größe...
des Beckens könnte das Problem sein. Im KInderbecken ist ja der Grund zu sehen und das große Becken ist von der Weite her nicht fassbar.

Als wir das erste Mal mit unseren Tochter an der Ostsee waren (damals war Sie zweieinhalb) war auch nix zu machen. Maximal die Füße durften rein, am liebsten hat sie dann aber nur am Strand im Trockenen gespielt. Wir haben dan ein Gummiboot gekauft und es damit probiert. War aber auch nichts zu machen. Bei unserem Sohn ist es dieses Jahr (jetzt auch zweieinhalb) anfänglich gleich gewesen. Wir haben für den Garten einen 90 cm tiefen Pool gekauft, wo er halt auch schon reinkann. Er wollte aber am Anfang nur in seinem kleinen Planschbecken bleiben. Nach und nach hat er sich dann mit Schwimmreifen überzeugen lassen und probierte auch eine Reifen schon rein. Hat auch geklappt mit dem stehen. Also er ist halt recht wagemutige, wo man halt schon tierisch aufpassen muss.

Bin mit beiden Kinder mit 6 Monaten im Babyschwimmkurs gewesen und es hat sich halt für später auch für beide total unterschiedlich entwickelt. Wassergewöhnungskurse hab ich leider keine Erfahrungen, denke aber auch das Du bald den selben Effekt erzielst, wenn Du mit ein paar befreundeten Müttern und den Kiddies einmal die Woche selber gehst.
Habe für unsere Groß (jetzt fünfeinhalb) auch im Frühjahr einen privaten Schwimmkurs in der Schwimmhalle gebucht, einfach weil ich gedacht habe, daß es besser ist bei Zeiten schwimmen zu lernen. Hätte mir das Geld auch sparen können, da sie nicht richtig schwimmen gelernt hat in der Zeit. Kann auch nicht sein, daß die Kinder in einem Kurs vier verschiedene Schwimmlehrer haben und manche auch gern die Kinder strietzen. Aber das ist halt eine andere Sache.

Ich wünsch Dir viel Geduld!

LG Sylvia

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24. August 2009 um 12:27

Liebe Anna
vielen Dank für deine Antwort !

... zwingen wollen wir ihn natürlich zu gar nix - das steht außer Frage. Wie gesagt, ich hab auch die "Holzhammermethode" als Kind erfahren müssen: ich kann mich (GottseiDank ?) nur sehr vage daran erinnern, wie genau das ablief, habe eigentlich nur das Ergebnis noch im Sinn: aus dem wasserscheuen kleinen Mädchen wurde eine Wasserratte. Aber wie ich auch schon beschrieben hatte: Glück gehabt! Der Schuss hätte gewaltig nach hinten losgehen können. Und eben deswegen möchte ich bei meinem Sohn sensibler vorgehen.
Ich denke und hoffe auch, dass sich das mit der Zeit von selbst erledigt - allerdings ist es schon etwas "komisch", wenn Gleichaltrige im Vergleich zu ihm eben alles andere als wasserscheu sind. Aber da haben wir eben "dummerweise" zum anderen Extrem engen Kontakt

Ich wollte mich eigentlich beruhigen, dass mein kleiner Mann eben nicht auffällig "abnorm" ist - jaja, wie die Mamis eben sind, lassen sich immer wieder aufs Neue verunsichern, statt auf ihren Bauch zu hören

Ich denke ich werde jetzt eben öfters mit ihm schwimmen gehen - step by step, sodass ihm zuallererst die Örtlichkeit "Schwimmbad" nicht mehr fremd ist. Und dann kann man sich vom Babybecken ja nach und nach weiterarbeiten.
Ich finde es halt auch wichtig, dass Kinder schwimmen können, natürlich nicht mit 3 Jahren, das wäre ja völlig überzogen, aber ich will eigentlich nicht die Angst noch unterstützend schüren, denn offensichtlich können heutzutage viel zu wenig Kinder schwimmen, was ich dann doch sehr traurig finde. Denn letztlich kann "Schwimmen können" überlebenswichtig sein.

Wie auch immer - dein Beitrag hat mich zufrieden lächeln lassen und mich beruhigt - wir sind also kein Einzelfall, um den man sich Sorgen machen müsste


Liebe Grüße,
Friederike

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24. August 2009 um 12:32
In Antwort auf silva_12274036

Die Größe...
des Beckens könnte das Problem sein. Im KInderbecken ist ja der Grund zu sehen und das große Becken ist von der Weite her nicht fassbar.

Als wir das erste Mal mit unseren Tochter an der Ostsee waren (damals war Sie zweieinhalb) war auch nix zu machen. Maximal die Füße durften rein, am liebsten hat sie dann aber nur am Strand im Trockenen gespielt. Wir haben dan ein Gummiboot gekauft und es damit probiert. War aber auch nichts zu machen. Bei unserem Sohn ist es dieses Jahr (jetzt auch zweieinhalb) anfänglich gleich gewesen. Wir haben für den Garten einen 90 cm tiefen Pool gekauft, wo er halt auch schon reinkann. Er wollte aber am Anfang nur in seinem kleinen Planschbecken bleiben. Nach und nach hat er sich dann mit Schwimmreifen überzeugen lassen und probierte auch eine Reifen schon rein. Hat auch geklappt mit dem stehen. Also er ist halt recht wagemutige, wo man halt schon tierisch aufpassen muss.

Bin mit beiden Kinder mit 6 Monaten im Babyschwimmkurs gewesen und es hat sich halt für später auch für beide total unterschiedlich entwickelt. Wassergewöhnungskurse hab ich leider keine Erfahrungen, denke aber auch das Du bald den selben Effekt erzielst, wenn Du mit ein paar befreundeten Müttern und den Kiddies einmal die Woche selber gehst.
Habe für unsere Groß (jetzt fünfeinhalb) auch im Frühjahr einen privaten Schwimmkurs in der Schwimmhalle gebucht, einfach weil ich gedacht habe, daß es besser ist bei Zeiten schwimmen zu lernen. Hätte mir das Geld auch sparen können, da sie nicht richtig schwimmen gelernt hat in der Zeit. Kann auch nicht sein, daß die Kinder in einem Kurs vier verschiedene Schwimmlehrer haben und manche auch gern die Kinder strietzen. Aber das ist halt eine andere Sache.

Ich wünsch Dir viel Geduld!

LG Sylvia

Liebe Sylvia
lieben Dank für deine Worte!

Das Babyschwimmen hab ich damals ausgelassen - und hatte mir nun schon Gedanken gemacht, ob es daran liegen könnte ?
Deinem Beitrag nach ist es aber offensichtlich nicht ausschlaggebend, ob man einen solchen besucht hat oder nicht - letztlich ist es wohl wie so vieles von Kind zu Kind unterschiedlich.

Und wie ich deinen Worten entnehme, habt Ihr bei Eurem kleinen Wildfang von Sohn wohl eher die Sorge, dass er zu wagemutig ist ?!
Da sieht man auch mal wieder : wie's ist, ist's nix Die einen sind zu zurückhaltend, die anderen zu draufgängerisch ....

Immerhin scheint mein Sohn kein Einzelfall zu sein und allein das beruhigt mich ungemein.
Ist eben etwas verunsichernd, wenn sämtliche Kinder, zu denen wir näheren Kontakt haben, kleine Wasserratten sind - da macht man sich doch mal Gedanken, was denn "normal" ist ?!

Liebe Grüße,
Friederike

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25. Juli 2012 um 16:03
In Antwort auf tanja_12548683

Schieeeeeeeeeeeeeeeeeeeb .....

.... keine Mami, die ähnliche Erfahrungen oder Erlebnisse hat ?

Hhmmmmm, ich musste jetzt einfach mal ein wenig schieben ....

Liebe Grüße,
Friederike

Habe das selbe Problem
hallo zusammen,

ich habe auch das Problem.
meine tochter ist im april 4 jahre geworden und hat immer noch angst im pool.

wir haben bei uns im hof einen pool stehen und wenn meine tochter darin steht, geht ihr das wasser bis zum bauch.
soweit ist noch alles gut aber dann sagen wir, sie soll sich bissl nass machen, das macht sie dann auch auf gut zureden und vorzeigen.
wenn es dann heißt "bewegen" geht es los...
sie hat natürlich schwimmflügel dran und ich bin immer in ihrer nähe. aber das höchste was sie macht ist langsam am rand lang laufen und wehe es spritzt jemand da ist das weinen "groß".
habe ihr auch einen schwimmring angeboten aber selbst den mag sie nicht haben.

weiß auch langsam nicht mehr was ich tun soll/kann.
manche machen sich schon lustig über meine tochter von wegen sie wäre nen angsthase, sie wäre albern, nen kleiner schisser und wird mal nen nichtschwimmer.
ich soll sie doch einfach nehmen und ins wasser schmeißen. aber das kann ich nicht...

mich machen solche aussagen sehr traurig. ich möcht sie ja auch gern planschen sehen und sehen das sie glücklich ist.

so langsam weiß ich mir keinen rat mehr

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25. Juli 2012 um 20:14
In Antwort auf jenn_12488626

Habe das selbe Problem
hallo zusammen,

ich habe auch das Problem.
meine tochter ist im april 4 jahre geworden und hat immer noch angst im pool.

wir haben bei uns im hof einen pool stehen und wenn meine tochter darin steht, geht ihr das wasser bis zum bauch.
soweit ist noch alles gut aber dann sagen wir, sie soll sich bissl nass machen, das macht sie dann auch auf gut zureden und vorzeigen.
wenn es dann heißt "bewegen" geht es los...
sie hat natürlich schwimmflügel dran und ich bin immer in ihrer nähe. aber das höchste was sie macht ist langsam am rand lang laufen und wehe es spritzt jemand da ist das weinen "groß".
habe ihr auch einen schwimmring angeboten aber selbst den mag sie nicht haben.

weiß auch langsam nicht mehr was ich tun soll/kann.
manche machen sich schon lustig über meine tochter von wegen sie wäre nen angsthase, sie wäre albern, nen kleiner schisser und wird mal nen nichtschwimmer.
ich soll sie doch einfach nehmen und ins wasser schmeißen. aber das kann ich nicht...

mich machen solche aussagen sehr traurig. ich möcht sie ja auch gern planschen sehen und sehen das sie glücklich ist.

so langsam weiß ich mir keinen rat mehr

Locker bleiben
Wenn ich eines gelernt habe mit zwei Kindern: 99 Prozent der größeren und kleineren Probleme lösen sich mit etwas Geduld von alleine. Man muss gar nicht viel tun als einfach immer wieder die Möglichkeiten aufzeigen und das Kind vorsichtig ermuntern.

Beim Schwimmbad hatten wir mit unseren Sohn genau das gleiche Problem wie Ihr. Die ersten Male hat er nur mal am Rand von außen gespielt. Aber jedes Mal wurde er ein klein wenig mutiger und inzwischen ist er nicht mehr aus dem Wasser zu kriegen. Aber es dauerte halt seine Zeit - 10-15 Schwimmbadversuche bestimmt. Einfach keinen Stress machen und ihn spielen lassen wie er will.

(Letztlich ist das ja auch eine sinnvolle Angst. Für einen Urmenschen war es vermutlich nicht besonders sinnvoll zu vertrauensvoll ins Wasser zu springen. Da ist es doch besser man nähert sich langsam und vorsichtig.)

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