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Angst vor dem Hund der Schwiegermutter

13. Oktober 2009 um 23:11 Letzte Antwort: 15. Oktober 2009 um 19:48

Hallo, wollte mal in die Runde fragen, wie ihr euch in meiner Situation verhalten würdet. Ich mag die Mutter meines Freundes wirklich, wir verstehen uns gut und freuen uns auch immer uns zu sehen, das Problem ist nur ihr Hund. Ich hatte früher sehr große Angst vor Hunden, heute eigtl. nur noch wenn sie bellen oder mich anspringen. Ihr Hund hat nun das Problem, daß er so gut wie nicht erzogen wurde, das heißt wenn Besuch kommt, bellt er, rennt zur Tür und springt einen an, weil er sich freut... Meine Freude geht dann leider immer ziemlich schnell flöten, wie ihr euch vorstellen könnt. Ich war jetzt vielleicht schon 5 mal da und hab das jedesmal halbwegs über mich ergehen lassen, aber es war jedesmal furchtbar für mich. Seit einem Jahr weigere ich mich jetzt schon, sie zu besuchen. Das heißt mein Freund geht alleine hin oder wir treffen uns irgendwo anders, was aber an Geburtstagen und Weihnachten oder so ja nicht immer der Fall ist. Irgendwie wissen die schon alle, daß ich Angst habe und das nicht in Ordnung finde, aber etwas dagegen tun kann so richtig auch keiner, also zu versuchen den Hund festzuhalten, was nicht so einfach ist. Die Wohnung ist auch so klein, daß man ihn auch nicht wegsperren kann. Ich habe jetzt das Gefühl, daß sie denkt ich mag sie nicht oder so, weil ich nie mitkomme und ein Hundehalter nimmt so eine Angst ja meistens nicht so ernst, so nach dem Motto, "der will nur spielen". Ich weiß jetzt jedenfalls nicht so richtig, wie ich das Thema klären soll. Muß ich meine Angst überwinden oder findet ihr es okay daß ich mich weigere? Natürlich sind mein Freund und seine Mutter traurig darüber, aber es ist einfach zuviel Stress für mich, das jedesmal über mich ergehen zu lassen. Mein Freund kommt ja auch sehr oft mit zu meiner Familie... Oder kennt vielleicht ein Hundehalter unter euch einen Trick, wie ich mich dem Hund gegenüber verhalten soll, damit er mich in Ruhe lässt...

Vielen Dank fürs durchlesen...

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14. Oktober 2009 um 10:16

Kann deine Ängste nachvollziehen
Hallo Trixiline,

erst einmal ist es wichtig - und das muss man immer wieder bei allen Beiträgen in diesem Forum beachten - mit den Betroffenen (in diesem Fall mit deiner SM und deinem Freund) zu reden. Wenn du sie besuchen sollst bzw. möchtest, dann sag es ihr immer und immer wieder und sag ihr auch, dass du ansonsten deine Konsequenzen ziehen musst.

Wir haben einen großen Hund daheim. Auch er freut sich tierischst, wenn Besuch kommt und will die Leute anspringen. Dies ist für ihn eine Art Begrüßung. Er möchte zum Mund gelangen, so wie die Welpen es bei ihrer Hundemama tun. Unser Hund beruhigt sich nach wenigen Minuten und liegt dann still in seiner Ecke.

Meine Vorschläge wären:

- der Hund sollte von Frauchen oder Herrchen bei Ankunft des Besuches sofort an die kurze Leine genommen werden (das musst du aber zig-Mal diesen Leuten sagen).

- der Hund (wenn es irgend geht) ignorieren, ihn den Rücken kehren und weggehen. Ignoranz ist für Hunde das Schlimmste. Aber das solltest du dann auch durchziehen und andere Besucher müssen sich dann auch so verhalten.

Das alles geht aber nicht von heute auf morgen, das ist ein langer Prozess.

Das Problem ist nicht der Hund, sondern seine Halter. Nur durch Training und Übungen kann der Halter seinen Hund erziehen.

Ich weiß, wovon ich spreche. Ich hatte auch sehr viel Angst vor Hunden, egal ob groß oder klein. Dann lernte ich vor ein wenigen Jahren meinen Partner kennen, der einen großen Hund hat. Er hat ihn immer an die Leine genommen, wenn ich auf Besuch war. Natürlich musste dann erst mal vom Hund aus die Rangordnung geklärt werden, die ich schließlich dann gewonnen hatte . Ich hatte ihn auch mit Ignoranz gestraft bei unerwünschtem Verhalten.

Heute sind der Hund und ich ein Herz und eine Seele. Er gehorcht mir und springt mich auch nicht an. Aber ich sehe es immer wieder, wenn Besuch kommt, dass einige Besucher es toll finden, wie sich unser Hund freut und ihn dann auch hochspringen lassen und abschleckern lassen. Und somit ist es für andere, wie z. B. für dich, schwierig, Herrchen bzw. Frauchen einzutrichtern, wie belastend es für dich ist.

Ich kann dir leider nichts anderes schreiben, als meine Vorschläge. Vorausgesetzt, alle in deiner Umgebung machen mit. Und das konsequent.

Ich drücke dir die Daumen.

Gruß Sternenkeks

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15. Oktober 2009 um 19:48
In Antwort auf sternenkeks

Kann deine Ängste nachvollziehen
Hallo Trixiline,

erst einmal ist es wichtig - und das muss man immer wieder bei allen Beiträgen in diesem Forum beachten - mit den Betroffenen (in diesem Fall mit deiner SM und deinem Freund) zu reden. Wenn du sie besuchen sollst bzw. möchtest, dann sag es ihr immer und immer wieder und sag ihr auch, dass du ansonsten deine Konsequenzen ziehen musst.

Wir haben einen großen Hund daheim. Auch er freut sich tierischst, wenn Besuch kommt und will die Leute anspringen. Dies ist für ihn eine Art Begrüßung. Er möchte zum Mund gelangen, so wie die Welpen es bei ihrer Hundemama tun. Unser Hund beruhigt sich nach wenigen Minuten und liegt dann still in seiner Ecke.

Meine Vorschläge wären:

- der Hund sollte von Frauchen oder Herrchen bei Ankunft des Besuches sofort an die kurze Leine genommen werden (das musst du aber zig-Mal diesen Leuten sagen).

- der Hund (wenn es irgend geht) ignorieren, ihn den Rücken kehren und weggehen. Ignoranz ist für Hunde das Schlimmste. Aber das solltest du dann auch durchziehen und andere Besucher müssen sich dann auch so verhalten.

Das alles geht aber nicht von heute auf morgen, das ist ein langer Prozess.

Das Problem ist nicht der Hund, sondern seine Halter. Nur durch Training und Übungen kann der Halter seinen Hund erziehen.

Ich weiß, wovon ich spreche. Ich hatte auch sehr viel Angst vor Hunden, egal ob groß oder klein. Dann lernte ich vor ein wenigen Jahren meinen Partner kennen, der einen großen Hund hat. Er hat ihn immer an die Leine genommen, wenn ich auf Besuch war. Natürlich musste dann erst mal vom Hund aus die Rangordnung geklärt werden, die ich schließlich dann gewonnen hatte . Ich hatte ihn auch mit Ignoranz gestraft bei unerwünschtem Verhalten.

Heute sind der Hund und ich ein Herz und eine Seele. Er gehorcht mir und springt mich auch nicht an. Aber ich sehe es immer wieder, wenn Besuch kommt, dass einige Besucher es toll finden, wie sich unser Hund freut und ihn dann auch hochspringen lassen und abschleckern lassen. Und somit ist es für andere, wie z. B. für dich, schwierig, Herrchen bzw. Frauchen einzutrichtern, wie belastend es für dich ist.

Ich kann dir leider nichts anderes schreiben, als meine Vorschläge. Vorausgesetzt, alle in deiner Umgebung machen mit. Und das konsequent.

Ich drücke dir die Daumen.

Gruß Sternenkeks

Vielen Dank
Hallo Sternenkeks, vielen Dank für deine Tipps, ich habe ja wenig Ahnung von Hunden, aber ich denke das wird mir weiterhelfen, wenn ich ihm das nächste Mal begegne... Der Hund ist allerdings schon 8 Jahre alt und ich hoffe, daß er nicht schon zu alt ist, um sein Verhalten noch umerzogen zu bekommen. Nach der Ankunft des Besuches ist er dann ja auch immer ruhig und liegt irgendwo rum, dann habe ich auch nicht mehr so eine Angst. Ich hoffe, daß ich da auf Verständnis stoße, ansonsten muß meine "Schwiegermama" eben auf meinen Besuch verzichten, aber mal mit ihr reden kann ja auf jeden Fall nicht schaden. Mich regt es nur auf, wenn immer alle sagen, wie süß der Hund doch ist und was er jetzt wieder alles knuffiges gemacht hat und keiner an seine Erziehung denkt. Und der Schwiegermutter gegenüber Kritik über ihre Hundeerziehung anzubringen ohne daß sie sich angegriffen fühlt ist sicher schwierig. Ich befürchte halt, daß sie es persönlich nimmt. Das ist ja im Prinzip genauso, als ob man vorgeworfen bekommt, dass man ein verzogenes Kind hat. Das will man ja auch nicht hören. Der Hund bettelt auch immer so lange am Tisch bis er was kriegt, lässt sich nur schwer anleinen und verlangt z.B. vom Frauchen, daß sie auch ins Bett geht, wenn er müde ist, weil er im selben Raum schläft. Also auch ein Rangordnungsproblem...er fühlt sich als Familienmitglied habe ich das Gefühl. Das ist für jemanden wie mich, mit wenig Hundeerfahrung natürlich befremdlich. Von meinem Freund fühle ich mich da leider auch nicht ernst genommen, das heißt er gibt nicht gern zu, daß da mit dem Hund etwas schief gelaufen ist. Erst hatte ich gehofft, daß er da für mich bei seiner Mutter etwas vermittelt, aber das muß ich wahrscheinlich selbst tun, sonst gewinnt sie noch den Eindruck ich wäre wegen ihr so distanziert.
Vielen dank auf jeden Fall für die Hinweise von dir!

Grüße,

Trixiline

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