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Angst,Eifersucht und Hilflosigkeit

18. März 2010 um 13:24

Hallo alle zusammen,

ich bin seit ca. 2 Jahr mit einem wirklich tollen Mann zusammen. Wir wohnen nun auch zusammen und unser Zusammenleben klappt wirklich perfekt!
Klingt bis jetzt ja nach einer tollen Beziehung, aber leider hab ich ein kleines Problem.
Mein Freund hat bereits aus einer früheren Beziehung eine 4 jährige Tochter. Das Verhältnis zu seiner Ex-Freundin ist wirklich alles andere als gut, da sie damals ohne sein Wissen die Pille abgesetzt hat. Mein Problem ist, dass er, jedes Mal wenn sie anruft auf einmal ganz anders ist. ich habe ihn als selbstbewussten,starken Mann kennengelernt, sobald sie jedoch anruft kuscht er jedes Mal wie ein kleines kind.. er sagt aus angst seine tochter zu verlieren (seine ex wollte damals kein gemeinsames sorgerecht, d.h. er ist auf ihr wohlwollen angewiesen). Ich weiß einfach nicht wie ich mich verhalten soll ich will ihn ja unterstützen und versuche auch wirklich alles was in meiner macht liegt, aber ich kann einfach nicht ertragen, dass er sich von dieser frau sein leben so bestimmen lässt.. und sein leben ist zurzeit nun eben auch mein leben auch wenn er immer sagt es wäre nicht so natürlich mache ich das alles freiwillig.. aber eben auch aus liebe und liebe gibt man eben nicht so einfach auf.
Ein weiteres Problem was mich belastet ist, dass ich mir zwar gerne vorstelle mit ihm irgendwann mal eine familie zu gründen, aber einfach nicht weiß ob ich das mit ihm möchte ich habe ein sehr idealistisches Bild von Familie, bin in einer großen Familie und einem engen Familienverbund aufgewachsen in der es so etwas wie scheidungen oder trennungen nicht gibt und habe deshalb große schwierigkeiten mir vorzustellen, dass ich eben nicht die erste sein werde die mit ihm ein kind bekommt.. d.h. wir nicht die selben empfindungen haben werden, er mich evtl. mit ihr vergleicht oder seine erfahrungen einbringt die zwar lieb gemeint, aber mir unglaublich weh tun! Ich weiß nicht ob ihr das verstehen könnt..viele meiner freundinen sagen ich sehe das zu engstirnig..auch mein freund sagt es wäre nicht das selbe da er weder seine Ex geliebt, noch sich wirklich auf das Kind gefreut hat, da er damals noch sehr jung war aber die fakten und die grundlegenden dinge sind doch eben gleich und das stört mich
Ich habe wirklich angst diese tolle beziehung wegen solchen kleinigkeiten aufs spiel zu setzen, aber sie belasten mich eben sehr auch dass ich seine exfreundin wirklich absolut schrecklich finde, ihr erziehungsmethoden nicht gut heißen kann und finde, dass sie ihre tochter nur ausnutzt um sie glücklich zu machen verbessert die situation nicht. Jetzt ist seine Ex-freundin erneut von einem anderen mann schwanger den sie nun knapp ein jahr kenntich vermute sie versucht so die männer an sich zu binden, denn ich bin der überzeugung man wird nicht einfach so schwanger und ich weiß, dass es nicht der richtige start für ein kind ist gezeugt zu werden um jemanden an sich zu binden..ich sehe wie ihre tochter bereits jetzt leidet (sie ist im 3.Monat und hebt sie noch nicht mal mehr hoch!!!) und habe angst dass sie noch mehr darunter leidetich bin ein mensch der gerne helfen möchte..gerne meinem Mann, gerne seiner Tochter und auch irgendwie gerne seiner Exdas eben ein kind NIEMALs ein weg sein kann einen menschen an sich zu binden..aber so langsam habe ich das gefühl ich vergesse mich unter all den fremden Problemen
Was soll ich sagen, leicht chaotisch geschrieben aber genau so fühle ich mich ich erwarte keine allround-lösung, aber vielleicht habt ihr einen tipp wie ich meine gedanken und gefühle wieder in den griff bekomme!
Ich bleibe optimistisch!

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18. März 2010 um 13:42

Hallo Honor - willkommen im Club
Hach das kenne ich zu gut.
Die Ex meines Mannes ist auch von der Sorte der heimlichen Pillenabsetzerin. Mein sonst ach so stolzer Gatte, der sich sonst von keinem was bieten lässt und knallhart sein kann, macht sich vor dieser Frau zum Affen und kniet vor ihr nieder, alles um des Kindes willen bzw. aus Angst ihn zu verlieren.

Das Niederknien wurde dann weniger als wir einen gemeinsamen Sohn bekamen und er wohl nicht mehr das Gefühl hatte, dass diese Frau der einzige Mensch auf der Welt ist, die ihm eine Vaterschaft ermöglichen und vermitteln kann und er auch ohne sie Vater sein darf und kann. So traurig es sich anhört, so ist es.

Bei mir ist er natürlich anders, da ist er wieder der stolze Typ der sich nix bieten lässt und da fühlt man sich schon als die doofe.
Da bieg ich mir aber wieder so zurecht, indem ich mir sage, dass sie diese Sonderrolle nur deshalb besitzt, weil sie so dermaßen abgeschrieben ist und es eigentlich ein privileg ist wenn er sich vor einem nicht zum Affen macht, da das der Normalzustand ist. Die Ausnahme ist also nicht erstrebenswert, da sie mit vielem anderen Negativem verbunden ist, wie etwa dass er sie verachtet, während er mich hingegen liebt und daher bei mir auch seinem Stolz behalten DARF und er selbst sein kann.

Ach ich kenne all Deine Gefühle nur zu gut.
Sowas kannte ich vorher auch nicht und wollte mit sowas auch nie zu tun haben.
Im Nachhinein kam ich auch auf den Trichter, das es auch mit mir nichts zu tun hat, sondern SEIN Problem ist und mir sowas auch nie zustoßen würde, da ich tunlichst drauf geachtet habe nur mit einem Mann ein Kind zu haben der wirklich auch mit mir eine Familie gründen WILL.
Es ist wirklich wichtig sich klar zu machen dass es in erster Linie SEIN Problem ist das man sich da angelacht hat.
Man verliert sich jedoch als liebende und mitfühlende Frau in allem sehr schnell und die Grenzen verwischen und man macht es zum eigenen Problem.

Ich kann sowas auch nicht nachvollziehen, wie Frauen Kinder als Druckmittel einsetzen können um sie an sich zu binden.
Das ist doch zum scheitern verurteilt und erzeugt nur Kinder ohne Väter. Und dann hat die irgendwann 4 Kinder von 4 Vätern oder so ähnlich. Und wir Zweitfrauen können uns dann mit dem Problem rumschlagen.
Finde es auch schlimm, dass es sich so oft um im Grund ganz tolle Männer handelt, die dann für die nächste schon verbrannt und mit einem fetten Problem behaftet werden.

Ich hab so eine ähnliche Story und vielleicht magst Du ja meinen eigenen Thread dazu lesen:

http://forum.gofeminin.de/forum/f157/__f328_f157-Mein-Mann-und-sein -Sohn-ich-und-mein-Sohn-die-Ex -und-ihre-Tochter-FOU.html

(wenns nicht funktioniert, musst die die überflüssigen Leerzeichen aus dem Link entfernen)

Und wegen dem Gefühl dass der Mann schon mal alles erlebt hat, hat apfelzimt einen schönen Thread dazu geschrieben, da hab ich mich auch schon mit meiner Ansicht verewigt:

http://forum.gofeminin.de/forum/f157/__f417_f157-Stich-ins-Herz.htm l#1888

LG

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18. März 2010 um 13:53
In Antwort auf kleinermaulwurff

Hallo Honor - willkommen im Club
Hach das kenne ich zu gut.
Die Ex meines Mannes ist auch von der Sorte der heimlichen Pillenabsetzerin. Mein sonst ach so stolzer Gatte, der sich sonst von keinem was bieten lässt und knallhart sein kann, macht sich vor dieser Frau zum Affen und kniet vor ihr nieder, alles um des Kindes willen bzw. aus Angst ihn zu verlieren.

Das Niederknien wurde dann weniger als wir einen gemeinsamen Sohn bekamen und er wohl nicht mehr das Gefühl hatte, dass diese Frau der einzige Mensch auf der Welt ist, die ihm eine Vaterschaft ermöglichen und vermitteln kann und er auch ohne sie Vater sein darf und kann. So traurig es sich anhört, so ist es.

Bei mir ist er natürlich anders, da ist er wieder der stolze Typ der sich nix bieten lässt und da fühlt man sich schon als die doofe.
Da bieg ich mir aber wieder so zurecht, indem ich mir sage, dass sie diese Sonderrolle nur deshalb besitzt, weil sie so dermaßen abgeschrieben ist und es eigentlich ein privileg ist wenn er sich vor einem nicht zum Affen macht, da das der Normalzustand ist. Die Ausnahme ist also nicht erstrebenswert, da sie mit vielem anderen Negativem verbunden ist, wie etwa dass er sie verachtet, während er mich hingegen liebt und daher bei mir auch seinem Stolz behalten DARF und er selbst sein kann.

Ach ich kenne all Deine Gefühle nur zu gut.
Sowas kannte ich vorher auch nicht und wollte mit sowas auch nie zu tun haben.
Im Nachhinein kam ich auch auf den Trichter, das es auch mit mir nichts zu tun hat, sondern SEIN Problem ist und mir sowas auch nie zustoßen würde, da ich tunlichst drauf geachtet habe nur mit einem Mann ein Kind zu haben der wirklich auch mit mir eine Familie gründen WILL.
Es ist wirklich wichtig sich klar zu machen dass es in erster Linie SEIN Problem ist das man sich da angelacht hat.
Man verliert sich jedoch als liebende und mitfühlende Frau in allem sehr schnell und die Grenzen verwischen und man macht es zum eigenen Problem.

Ich kann sowas auch nicht nachvollziehen, wie Frauen Kinder als Druckmittel einsetzen können um sie an sich zu binden.
Das ist doch zum scheitern verurteilt und erzeugt nur Kinder ohne Väter. Und dann hat die irgendwann 4 Kinder von 4 Vätern oder so ähnlich. Und wir Zweitfrauen können uns dann mit dem Problem rumschlagen.
Finde es auch schlimm, dass es sich so oft um im Grund ganz tolle Männer handelt, die dann für die nächste schon verbrannt und mit einem fetten Problem behaftet werden.

Ich hab so eine ähnliche Story und vielleicht magst Du ja meinen eigenen Thread dazu lesen:

http://forum.gofeminin.de/forum/f157/__f328_f157-Mein-Mann-und-sein -Sohn-ich-und-mein-Sohn-die-Ex -und-ihre-Tochter-FOU.html

(wenns nicht funktioniert, musst die die überflüssigen Leerzeichen aus dem Link entfernen)

Und wegen dem Gefühl dass der Mann schon mal alles erlebt hat, hat apfelzimt einen schönen Thread dazu geschrieben, da hab ich mich auch schon mit meiner Ansicht verewigt:

http://forum.gofeminin.de/forum/f157/__f417_f157-Stich-ins-Herz.htm l#1888

LG

Ach nochwas
Klar trägt der Mann in erster Linie die Verantwortung, denn er hatte immerhin ungeschützten Sex mit der Frau.
Was machen, wenn die frau jedoch vorgibt die Pille zu nehmen. Das ist ein Dilemma, da es ja immerhin viel kaputt macht, wenn der Mann dann dennoch darauf besteht ein Kondom zu nehmen, weil er ihr dann offensichtlich nicht traut.
Daher ist das alles zwiespältig.

Ein kind bringt schon in intakten Beziehungen viel Stress und eine Belastung mit sich. Wie soll dann ein Kind einen Mann an eine Frau binden, wenn der Mann ohnehin vorher schon nicht recht gebunden war. Daher ist es von vornherein zum scheitern verurteilt wenn manche frau denkt sie können mit einem kind einen mann an sich binden.
Das ist viel mehr missbrauch eines kindes.
Und am Ende ist es so dass dem Mann dadurch etwas gestohlen wird, woran er sein Leben lang zu knabbern haben wird und die neue Frau noch dazu.

Mein Mann hat die Ex auch nicht geliebt, er war damals Ende zwanzig, hatte grad sein Studium beendet und angefangen zu arbeiten, als er in ihre Fänge geriet in der Firma.
Sie war von der Sorte mittlere Angestellte die sich in eine sehr renommierte große Firma festsetzt um dort einen Akademiker abzugreifen. Und er war unerfahrenes Frischfleisch. Es gibt Unternehmen die voll sind von solchen Sozialaufsteigerinnen, die auf ihre Chance bzw. einen Dummen warten. Sorry für die schonungslose Ehrlichkeit, aber so sehe ich das. Sie hat ihn samt Foto aus der Angestelltenlist heraus gegriffen und einfach angerufen und ein Date ausgemacht
Er hatte zu wenig Erfahrung und war gerade dabei sich von den Eltern abzunabeln und sie kam da gerade recht und trotz mehrerer Trennungsversuche blieb er einfach eine Nacht zu lange. So kann es gehen.

LG

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18. März 2010 um 14:20

DANKE!!
1000 Dank für die ehrlich Worte...habe mich auch sehr zurückgehalten mit meiner Wortwahl...man will sich ja nicht auf die selbe Stufe stellen wie die EX! Ich freu mich schon darauf deinen Links zu folgen und es tut gut endlich einmal verstanden zu werden! .-)

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18. März 2010 um 19:45

Hallo Honor,
dein Mann hat sich offenbar noch nicht richtig von seiner Ex gelöst. Keine Sorge, damit meine ich nicht, dass er sie noch lieben würde. Aber durch das Kind ist er in keiner autonomen Position, sondern macht sich von ihr abhängig. Ich hatte davor auch keine Erfahrungen mit Trennungsvätern, aber das scheint eine total schwierige Sache zu sein. Die Beziehung ist zwar aus, aber das Kind ist noch da und irgendwie kommt man da nicht so richtig raus, wie man es bei einer Ex ohne Kind kann. Bei einer solchen würde man sich mit der Zeit entfremden und der Kontakt würde meist irgendwann abbrechen. Hier bleiben viele Männer wohl in einem Zwischenstadium stecken und auf andere wirkt das dann affig und schwach.

Daraus kann sich Mann aber befreien, das geht. Allerdings wohl nur, wenn die Ex weitgehend mitspielt und ihre persönliche Kränkung nicht über das Kind an den Mann heranträgt, sprich ihn damit unter Druck setzt. Macht sich der Mann dann trotzdem autonom, geht es wohl oft nur über gerichtliche Beschlüsse. Aber nicht alle Ex sind solche Hexen, es gibt auch welche, die zuerst ans Kind denken und dem Vater keine Steine in den Weg legen. Bei uns läuft das, war aber auch viel Arbeit auf vielen Seiten nötig.

Was den Neid betrifft, da bist du auch nicht alleine. Kleinermaulwurff hat ja schon auf meinen Thread damals verwiesen. Ich gehe damit so um, dass ich es erstmal akzeptieren musste. Klingt komisch, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, das würde sich eh in Luft auflösen. Kann aber ja nicht sein, denn das Kind bleibt ja da. Realistisch gesehen versuche ich seit Längerem, immer wieder die Vorteile zu betonen, die das Ganze hat. Gewisse Fehler wird er nicht noch einmal machen, etwa ohne richtige Vorbereitung ein Kind mit seiner Partnerin zu bekommen. Er muss auch nicht mehr die Reife für eine Vaterschaft erst erlangen. Und so weiter. Ich sehe, wie Beziehungen junger Eltern gerade kriseln und denke dann: Die Fehler, die sie machen (Kind jahrelang im Bett schlafen lassen etwa) machen wir sicher nicht! Durch ihn weiß ich und weiß er ja jetzt, wie man es nicht machen sollte. Und Vergleiche tun weh, aber du kannst deinen Freund bitten, sie zu unterlassen.

Eine heile Familie seid ihr ja trotzdem. Ihr seid ja dann die leiblichen Eltern und lebt alle zusammen. Da ist nichts zerbrochen.

Dass du dir nicht ihre Probleme aufhalsen solltest, siehst du ja selbst. Wenn dir die Tochter leid tut, dann kannst du ja z.B. besonders liebevoll sein, wenn sie da ist und sie hochnehmen etc. Aber mehr würde ich nicht tun, also dich auf keinen Fall um die Probleme oder weiteren Kinder der Ex scheren. Warum denn auch.

Lieben Gruß,
apfelzimt

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