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Am Ende meiner Kraft

26. August 2004 um 8:21 Letzte Antwort: 17. September 2004 um 10:34

Hallo,

Ich bin neu hier in diesem Forum, aber ich hoffe, dass ich hier vielleicht ein bischen Hilfe finde!

Ich bin Mutter von 4 Kindern (17,15,12 und 8 Jahre alt) Der Älteste lebt aber nicht mehr zuhause.
Meine 15-jährige treibt mich im Moment in den Wahnsinn, sie hält keine Regeln ein,treibt sich nur rum, wiederspricht mir ständig. Ja klar, werdet ihr sagen, sie ist mitten in der Pubertät...schön und gut! Die Polizei hat sie schonmal nach Hause gebracht, weil sie sich Zugang in die Wohnung ihrer Oma verschafft hat, die im Krankenhaus liegt, und da hat sie dann in der Wohnung mit 6 Freunden Party gemacht...natürlich ohne mein Wissen! Sie ist 2 mal Nachts ausgerissen um in eine Disco zu gehen, mit ihrem Freund, der schon 19 ist und von dem ich gar nichts wusste.Das Jugendamt ist informiert und wir sollen jetzt eine Erziehungshilfe bekommen.Obs was bringt steht in den Sternen, denn die paar Stunden wo jemand da ist, kann man sich ja zusammenreissen. Hat hier jemand Erfahrung damit?
Gestern ist sie nach der Schule ausgeflippt, hat mich angeschrieen und provoziert, ja sogar ihre kleinen Geschwister bedroht! Obwohl ich ihr zig-mal gesagt habe, dass sie einfach auf ihr Zimmer soll,und uns hier in Ruhe lassen soll, kam sie immer wieder und hat gestichelt und mit Worten und Gesten provoziert...solange bis ich ausgerastet bin!Im Nachhinein tut es mir leid, denn ich hätte mich im Griff haben sollen, aber in dem Moment habe ich nur noch rot gesehen!Ich habe ihr einige Ohrfeigen verpasst. Habe auch sofort das Jugendamt angerufen und die Sachbearbeiterin informiert...auch dass ich sie geschlagen habe.
Mein jüngerer Sohn hat motorische Tics, die durch Stress ausgelöst werden, er war deswegen schon in Behandlung und wir hatten das gut unter Kontrolle, bis gestern
Ich denke wirklich ernsthaft über eine Heimunterbringung für meine Tochter nach. Sollte ich ihr noch eine Chance mit der Familienhilfe geben? Ich bin fix und fertig, habe schwere Depressionen und sehe keinen Anfang und kein Ende mehr.

Danke für eure Antworten!

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26. August 2004 um 23:50

Hallo Shalimar
Also, ich glaube Dir schon, daß Du es sehr schwer zuhause hast.Aber bevor Du über Heim nachdenkst. würde ich auf jeden Fall die Familienhilfe in Anspruch nehmen.Ich find es toll, daß Du trotz allem so viel versuchst, Deinem Kind zu helfen.
Als ich dreizehn war, war ich auch ziemlich schlimm.Zwar nicht so extrem wie Deine Tochter, aber ich hatte auch ewig nur Streß mit meiner Mutter.Und jetzt: Bin total Mamakind.
Es kann also alles noch umschlagen.Ich hoffe, daß Deine Tochter rechtzeitig zur Vernunft kommt.Aber Familienhilfe hört sich gut an. Schlimmer kanns eh nicht mehr werden.
Ich wünsch Dir alles Gute.
LG
Anja

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27. August 2004 um 1:02

Hallo Shalimar,
Ich kann mit Dir mitfühlen. Ich habe auch 4 Kinder, allerdings im Alter zwischen 3 und 7 Jahren, da gibts ganz andere Probleme.
Zu einem gewissen Maß ist es vermutlich normal, dass Kinder während der Pubertät so austicken, was Dir aber auch nicht weiterhilft.
Die Probleme, die Du ansprichst, kenne ich auch aus der Praxis meine Mannes, der ist Sozialarbeiter und arbeitete unter anderem auch als Erziehungsbeistand, also in der Position, die Dir jetzt zur Seite gestellt werden soll. Du solltest die Wirkung, die ein Aussenstehender auf ein aus den Fugen geratenes Familiensystem hat, nicht unterschätzen. Es kann sehr viel bewirken, wenn jemand Fähiges und Kompetentes sich die Situation mal anschaut.
Heimunterbringung ist meiner Meinung nach zu heftig reagiert. Vielleicht kann ja Deine Tochter dem Erziehungsbeistand erklären, warum sie sich manchmal so schräg benimmt und ihr kommt zusammen zu einer guten Lösung für Euch alle. Im schlimmsten Fall stellt sich vielleicht auch heraus, dass sie in einer betreuten Wohngemeinschaft leben möchte, aber das ist auch kein Weltuntergang.
Du solltest vor allem Euch allen und nicht nur ihr die Chance mit der Familienhilfe geben, es würde Deine jüngeren Kinder trotzdem belasten, wenn Deine Tochtere ausziehen würde, auch wenn sie von ihr viel Stess abbekommen.
Ich selber bin nicht für Schläge zum Erziehen, aber ich halte es für entschuldbar, wenn einem bei offensichtlichen Provokationen (die ja pubertierende Kinder aufs Beste beherrschen) mal die Hand ausrutscht, solange es nicht der Regelfall wird.
Vielleicht klappt es, wenn Du mal in einem günstigen Moment (also nicht mal kurz vor der Schule oder direkt nach dem Heimkommen), wenn ihr Beide etwas entspannt seid, Deine Tochter darauf ansprichst, ob sie denn mit der Situation zufrieden ist, und was sie ändern würde, wenn sie könnte. Am Besten unter 4 Augen, wenn sich das machen lässt. Einfach sich mal anhören, was Deine fasdt erwachsene Tochter denkt, was sie sich wünscht, (auch wenns utopisch ist) und nicht darüber urteilen, sondern einfach zeigen, dass man sich dafür interessiert. Im Gegenzug kannst Du auch klarmachen, was Du Dir wünscht, wie alle Familienmitglieder miteinander umgehen sollen, und von ihr auch darüber keine Stellungnahme fordern. Es kann sein, dass sie erstmal skeptisch jedes Gespräch ablehnt, aber dann solltest Du auch nicht zu sehr drängen, aber in regelmäßigen Abständen Deine Bereitschaft signalisieren. Wenn ihr eine fähige Familienhilfe bekommt, wird sie Euch vermutlich ähnliches vorschlagen, aber ihr könnt ja schonmal ganz strebermäßig ein bisschen vorarbeiten, wenn Deine Tochter bereit dazu ist.
Und fürs Nervliche kannst Du ja mal einen beruhigenden Tee besorgen und zumindest gegen leichte Depressionen hilft grüner Tee ganz gut . Trink ich auch manchmal mit meinen Kiddies und hat erstaunliche Wirkung.
Ich hoffe, ich konnte Dir etwas weiterhelfen. Ich kann ja auch mal bei meinem Mann nachfragen, ob er da noch weitere Tips verteilen kann.
Ich wünsche Euch Allen viel Erfolg und gute Nerven und eine gute Familienhilfe.

LG

Igelbaby

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27. August 2004 um 8:49
In Antwort auf nona_12253863

Hallo Shalimar,
Ich kann mit Dir mitfühlen. Ich habe auch 4 Kinder, allerdings im Alter zwischen 3 und 7 Jahren, da gibts ganz andere Probleme.
Zu einem gewissen Maß ist es vermutlich normal, dass Kinder während der Pubertät so austicken, was Dir aber auch nicht weiterhilft.
Die Probleme, die Du ansprichst, kenne ich auch aus der Praxis meine Mannes, der ist Sozialarbeiter und arbeitete unter anderem auch als Erziehungsbeistand, also in der Position, die Dir jetzt zur Seite gestellt werden soll. Du solltest die Wirkung, die ein Aussenstehender auf ein aus den Fugen geratenes Familiensystem hat, nicht unterschätzen. Es kann sehr viel bewirken, wenn jemand Fähiges und Kompetentes sich die Situation mal anschaut.
Heimunterbringung ist meiner Meinung nach zu heftig reagiert. Vielleicht kann ja Deine Tochter dem Erziehungsbeistand erklären, warum sie sich manchmal so schräg benimmt und ihr kommt zusammen zu einer guten Lösung für Euch alle. Im schlimmsten Fall stellt sich vielleicht auch heraus, dass sie in einer betreuten Wohngemeinschaft leben möchte, aber das ist auch kein Weltuntergang.
Du solltest vor allem Euch allen und nicht nur ihr die Chance mit der Familienhilfe geben, es würde Deine jüngeren Kinder trotzdem belasten, wenn Deine Tochtere ausziehen würde, auch wenn sie von ihr viel Stess abbekommen.
Ich selber bin nicht für Schläge zum Erziehen, aber ich halte es für entschuldbar, wenn einem bei offensichtlichen Provokationen (die ja pubertierende Kinder aufs Beste beherrschen) mal die Hand ausrutscht, solange es nicht der Regelfall wird.
Vielleicht klappt es, wenn Du mal in einem günstigen Moment (also nicht mal kurz vor der Schule oder direkt nach dem Heimkommen), wenn ihr Beide etwas entspannt seid, Deine Tochter darauf ansprichst, ob sie denn mit der Situation zufrieden ist, und was sie ändern würde, wenn sie könnte. Am Besten unter 4 Augen, wenn sich das machen lässt. Einfach sich mal anhören, was Deine fasdt erwachsene Tochter denkt, was sie sich wünscht, (auch wenns utopisch ist) und nicht darüber urteilen, sondern einfach zeigen, dass man sich dafür interessiert. Im Gegenzug kannst Du auch klarmachen, was Du Dir wünscht, wie alle Familienmitglieder miteinander umgehen sollen, und von ihr auch darüber keine Stellungnahme fordern. Es kann sein, dass sie erstmal skeptisch jedes Gespräch ablehnt, aber dann solltest Du auch nicht zu sehr drängen, aber in regelmäßigen Abständen Deine Bereitschaft signalisieren. Wenn ihr eine fähige Familienhilfe bekommt, wird sie Euch vermutlich ähnliches vorschlagen, aber ihr könnt ja schonmal ganz strebermäßig ein bisschen vorarbeiten, wenn Deine Tochter bereit dazu ist.
Und fürs Nervliche kannst Du ja mal einen beruhigenden Tee besorgen und zumindest gegen leichte Depressionen hilft grüner Tee ganz gut . Trink ich auch manchmal mit meinen Kiddies und hat erstaunliche Wirkung.
Ich hoffe, ich konnte Dir etwas weiterhelfen. Ich kann ja auch mal bei meinem Mann nachfragen, ob er da noch weitere Tips verteilen kann.
Ich wünsche Euch Allen viel Erfolg und gute Nerven und eine gute Familienhilfe.

LG

Igelbaby

Danke!
Hallo Igelbaby,

Vielen lieben Dank für deine ausführliche Nachricht...sie hat mir wieder etwas Mut gegeben und ich werde es mit der Erziehungshilfe versuchen!Ein Aussenstehender sieht vielleicht etwas mehr als man selbst.

Lieben Gruss von Shalimar

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27. August 2004 um 8:57
In Antwort auf hotaru_11888304

Hallo Shalimar
Also, ich glaube Dir schon, daß Du es sehr schwer zuhause hast.Aber bevor Du über Heim nachdenkst. würde ich auf jeden Fall die Familienhilfe in Anspruch nehmen.Ich find es toll, daß Du trotz allem so viel versuchst, Deinem Kind zu helfen.
Als ich dreizehn war, war ich auch ziemlich schlimm.Zwar nicht so extrem wie Deine Tochter, aber ich hatte auch ewig nur Streß mit meiner Mutter.Und jetzt: Bin total Mamakind.
Es kann also alles noch umschlagen.Ich hoffe, daß Deine Tochter rechtzeitig zur Vernunft kommt.Aber Familienhilfe hört sich gut an. Schlimmer kanns eh nicht mehr werden.
Ich wünsch Dir alles Gute.
LG
Anja

Auch dir lieben Dank!
Hallo Anja,

Schön, es auch mal aus der Sicht einer Jugendlichen zu sehen!
So schnell gebe ich nicht auf, denn es gab mal eine Zeit, da konnte ich mich auf meine Tochter sehr gut verlassen...vielleicht steht sie im Moment unter dem Einfluss von falschen Freunden, den Eindruck habe ich jedenfalls. Mir fällt jedenfalls auf, dass die anderen Mädels mehr Freiheiten haben (einige dürfen mit 14 oder 15 Jahren bis 2 Uhr nachts weggehen usw...)Da verstehe ich die Eltern aber auch nicht, weil sie sich ja nach dem Jugendschutzgesetz sogar strafbar machen.Ich habe sogar gegen die Disco, wo sie am Wochenende war, eine Anzeige bei der Polizei gemacht, denn die dürfen nach 22 Uhr keine Jugendlichen unter 16 einlassen oder ihnen sogar alkoholische Getränke verkaufen! Es hat was genutzt, denn nun machen sie regelmässig Razzien da...
Sie ist immer noch mein Kind und so schnell gebe ich nicht kampflos auf!

Lieben Gruss von Shalimar

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2. September 2004 um 2:54

Hallo Shalimar
...bist du alleinerziehend?
Ich bin's und habe auch vier Kinder(18, 12, 11, 6) und hatte auch den Punkt erreicht, wo ich dachte nix geht mehr. Habe mich dann an das Jugendamt gewandt und um Hilfe gebeten. Seit fast einem Jahr habe ich nun eine Familienhelferin! Sie hat mir sehr geholfen...
Schon dadurch, dass ich nicht immer allein für alles da sein muss, dass da jemand ist, der mir beisteht, evtl. Lehergespräche übernimmt, mit den Kids redet usw... hat mich persönlich enorm weiter gebracht.
Als sie bei uns anfing und sagte: "Wir machen..." ist mir ein riesen Stein vom Herzen gefallen. Das kleine Wörtchen WIR hat so irre gut getan, weil ich endlich auch mal einen Teil Verantwortung abgeben konnte. Die Familiensituation hat sich dadurch enorm entspannt und ich habe immer einen Ansprechpartner der sich mitverantwortlich fühlt für das Wohl und Weh meiner Kinder. Das lässt umdenken und anders mit kritischen Situationen umgehen!
Ich wünsche dir alles Gute
lg das Irrlicht

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2. September 2004 um 8:13
In Antwort auf careen_12088363

Hallo Shalimar
...bist du alleinerziehend?
Ich bin's und habe auch vier Kinder(18, 12, 11, 6) und hatte auch den Punkt erreicht, wo ich dachte nix geht mehr. Habe mich dann an das Jugendamt gewandt und um Hilfe gebeten. Seit fast einem Jahr habe ich nun eine Familienhelferin! Sie hat mir sehr geholfen...
Schon dadurch, dass ich nicht immer allein für alles da sein muss, dass da jemand ist, der mir beisteht, evtl. Lehergespräche übernimmt, mit den Kids redet usw... hat mich persönlich enorm weiter gebracht.
Als sie bei uns anfing und sagte: "Wir machen..." ist mir ein riesen Stein vom Herzen gefallen. Das kleine Wörtchen WIR hat so irre gut getan, weil ich endlich auch mal einen Teil Verantwortung abgeben konnte. Die Familiensituation hat sich dadurch enorm entspannt und ich habe immer einen Ansprechpartner der sich mitverantwortlich fühlt für das Wohl und Weh meiner Kinder. Das lässt umdenken und anders mit kritischen Situationen umgehen!
Ich wünsche dir alles Gute
lg das Irrlicht

Hallo Irrlicht!
Tja, wie mans nimmt! Laut Gesetz bin ich wohl alleinerziehend, aber ich habe seit 4 Jahren einen Lebensgefährten (der aber nicht der Vater der Kinder ist)
Das Jugendamt weiss zwar Bescheid, aber es wird nicht viel unternommen.Unsere Sachbearbeiterin war jetzt erstmal in den Sommerferien 5 Wochen in Urlaub (ich gönns ihr auch) dann war sie mal letzte Woche da, und diese Woche ist sie schon wieder sonstwo.Eine Vertretung für sie ist zwar da, aber der Typ hat null Ahnung.Wohin soll ich mich denn noch wenden? Familienhilfe ist beantragt worden, ich musste einen ewig langen Fragebogen zu unserer Situation beantworten, aber gerade jetzt in einer "heissen Phase" stehe ich alleine da.Meine Tochter ist nur am rebellieren, sie wirft mir Schimpfwörter an den Kopf und das Schlimmste ist, dass ich ganr nicht weiss warum! Da heisst es also nur warten bis sich irgendeiner beim Jugendamt mal bequemt, laut genug um Hilfe geschrieen habe ich!

Lieben Gruss von Shalimar

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3. September 2004 um 1:16
In Antwort auf bodo_11926191

Hallo Irrlicht!
Tja, wie mans nimmt! Laut Gesetz bin ich wohl alleinerziehend, aber ich habe seit 4 Jahren einen Lebensgefährten (der aber nicht der Vater der Kinder ist)
Das Jugendamt weiss zwar Bescheid, aber es wird nicht viel unternommen.Unsere Sachbearbeiterin war jetzt erstmal in den Sommerferien 5 Wochen in Urlaub (ich gönns ihr auch) dann war sie mal letzte Woche da, und diese Woche ist sie schon wieder sonstwo.Eine Vertretung für sie ist zwar da, aber der Typ hat null Ahnung.Wohin soll ich mich denn noch wenden? Familienhilfe ist beantragt worden, ich musste einen ewig langen Fragebogen zu unserer Situation beantworten, aber gerade jetzt in einer "heissen Phase" stehe ich alleine da.Meine Tochter ist nur am rebellieren, sie wirft mir Schimpfwörter an den Kopf und das Schlimmste ist, dass ich ganr nicht weiss warum! Da heisst es also nur warten bis sich irgendeiner beim Jugendamt mal bequemt, laut genug um Hilfe geschrieen habe ich!

Lieben Gruss von Shalimar

Ich habe...
...das mit meinem Hausarzt geklärt. War wirklich am Ende und er hatte mich eh schon krank geschrieben. Aber Hilfe war eben am besten sofort notwendig und da hat ER beim Jugendamt angerufen (ich hätte es nicht getan, habe da eine Blockade, telefoniere nicht!)
Und dann ging das erstmal ganz schnell und unbürokratisch... der Fragebogen kam später!
Ich wünsche dir alles Gute, halte dir die Daumen, dass ihr die Zeit gut rumbekommt ohne noch allzuviel mehr Familienstress zu haben!
Ich weiß, wie es sich anfühlt wenn man absolut keine Reserven mehr hat... am liebsten das Handtuch schmeißen würde.
Sei ganz lieb gegrüßt, das Irrlicht

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7. September 2004 um 10:07

Und der Terror geht weiter....
Nachdem es einige Tage soweit ok gelaufen ist mit meiner Tochter, musste ich am Wochenende einen heftigen Rückschlag wegstecken, an dem ich böse zu knabbern habe.
Freitag hat sie mich gefragt ob sie bei einer Freundin schlafen kann, und Samstag bei einer anderen...ich dachte mir, ein bischen Distanz kann ja nicht schaden und habe es ihr erlaubt.
Freitag gegen 22 Uhr ruft mich die Mutter des einen Mädels an, ob sie denn schon bei uns eingetroffen sind, da ihre Tochter ja bei uns schläft! Wie bitte? Jedenfalls fehlte jede Spur der Beiden und ich habe dann gegen 23.30 Uhr eine Vermisstenanzeige bei der Polizei gemacht.Die stand dann auch gegen 1.30 Uhr mit meiner Tochter vor der Tür, sie hatten sie wieder mal in einer Disco aufgegriffen! Ich habe ihr noch in dieser Nacht Hausarrest bis Montag morgen gegeben, aber sie ist am Samstag morgen wieder abgehauen, zu einer anderen Freundin, wie ich später erfahren habe.Sonntag Abend gegen 20 Uhr waren dann beide kurz hier und sie haben die Schulsachen meiner Tochter mitgenommen und wollten kurz der anderen Mutter am Telefon Bescheid geben, dass sie sich ein paar Minuten verspäten.Ich habe nur einen Satz mit meiner Tochter gesprochen und dann waren sie auch gut 10 Minuten später weg.Jetzt kommt der eigentliche Hammer, den ich so schnell nicht vergessen kann...Montag morgen ruft mich die Mutter dieser Freundin an und fragt, wann denn die beiden gestern Abend von mir weg gegangen sind.Ich sagte ihr so gegen 20.15 Uhr. Sie meinte, dass die Beiden gegen 23 Uhr angekommen wären und erzählt haben, dass meine Tochter eine Aussprache mit mir gesucht hätte, welche auch stattgefunden habe, nur hätte ich am Ende meine Tochter so verprügelt, dass sie Striemen im Gesicht hatte!! Die Mutter hatte mir dies auch bestätigt, dass meine Tochter einige Kratzer im Gesicht hatte. Ich bin in diesem Moment echt vom Glauben abgefallen, da ich das Kind nicht angefasst habe, geschweige denn überhaupt in ihrer Nähe war.Woher die Kratzer also kamen...keine Ahnung!
Montag nach der Schule kamen die beiden und ich habe sie zur Rede gestellt. Sie waren höchst empört und meinten, die andere Mutter sagt nicht die Wahrheit.Habe dann da auch gleich angerufen und sie war dann natürlich auch stinkesauer.Wir sind beide das Opfer einer grossen Intrige geworden und die Mädchen wollten damit nur bezwecken, dass meine Tochter eine Woche da bleiben kann.Dass sie mir da eine üble Verleumdung angehängt hat, ist ihr natürlich nicht bewusst....
Habe eben mit dem Jugendamt gesprochen und ausser, dass ich nächste Woche einen Termin mit meiner Tochter habe, ist dabei nicht rausgekommen. Da wollen sie dann mit grossem Gerede entscheiden, ob es das Beste wäre, wenn meine Tochter woanders untergebracht werden soll, aber das kann sich wieder Wochen hinziehen! Es ist ihr eigener Wunsch nicht hier zu bleiben...verdammt ich bin so sauer, dass keiner reagiert und keiner hilft! Wütend, enttäuscht, hilflos, am Ende der Fahnenstange.

Sorry, dass das alles so lang war, aber ich musste mich einfach mal auskotzen! Hoffe auch, dass es nicht zu verworren rüberkam.

Gruss von Shalimar

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15. September 2004 um 23:23
In Antwort auf bodo_11926191

Und der Terror geht weiter....
Nachdem es einige Tage soweit ok gelaufen ist mit meiner Tochter, musste ich am Wochenende einen heftigen Rückschlag wegstecken, an dem ich böse zu knabbern habe.
Freitag hat sie mich gefragt ob sie bei einer Freundin schlafen kann, und Samstag bei einer anderen...ich dachte mir, ein bischen Distanz kann ja nicht schaden und habe es ihr erlaubt.
Freitag gegen 22 Uhr ruft mich die Mutter des einen Mädels an, ob sie denn schon bei uns eingetroffen sind, da ihre Tochter ja bei uns schläft! Wie bitte? Jedenfalls fehlte jede Spur der Beiden und ich habe dann gegen 23.30 Uhr eine Vermisstenanzeige bei der Polizei gemacht.Die stand dann auch gegen 1.30 Uhr mit meiner Tochter vor der Tür, sie hatten sie wieder mal in einer Disco aufgegriffen! Ich habe ihr noch in dieser Nacht Hausarrest bis Montag morgen gegeben, aber sie ist am Samstag morgen wieder abgehauen, zu einer anderen Freundin, wie ich später erfahren habe.Sonntag Abend gegen 20 Uhr waren dann beide kurz hier und sie haben die Schulsachen meiner Tochter mitgenommen und wollten kurz der anderen Mutter am Telefon Bescheid geben, dass sie sich ein paar Minuten verspäten.Ich habe nur einen Satz mit meiner Tochter gesprochen und dann waren sie auch gut 10 Minuten später weg.Jetzt kommt der eigentliche Hammer, den ich so schnell nicht vergessen kann...Montag morgen ruft mich die Mutter dieser Freundin an und fragt, wann denn die beiden gestern Abend von mir weg gegangen sind.Ich sagte ihr so gegen 20.15 Uhr. Sie meinte, dass die Beiden gegen 23 Uhr angekommen wären und erzählt haben, dass meine Tochter eine Aussprache mit mir gesucht hätte, welche auch stattgefunden habe, nur hätte ich am Ende meine Tochter so verprügelt, dass sie Striemen im Gesicht hatte!! Die Mutter hatte mir dies auch bestätigt, dass meine Tochter einige Kratzer im Gesicht hatte. Ich bin in diesem Moment echt vom Glauben abgefallen, da ich das Kind nicht angefasst habe, geschweige denn überhaupt in ihrer Nähe war.Woher die Kratzer also kamen...keine Ahnung!
Montag nach der Schule kamen die beiden und ich habe sie zur Rede gestellt. Sie waren höchst empört und meinten, die andere Mutter sagt nicht die Wahrheit.Habe dann da auch gleich angerufen und sie war dann natürlich auch stinkesauer.Wir sind beide das Opfer einer grossen Intrige geworden und die Mädchen wollten damit nur bezwecken, dass meine Tochter eine Woche da bleiben kann.Dass sie mir da eine üble Verleumdung angehängt hat, ist ihr natürlich nicht bewusst....
Habe eben mit dem Jugendamt gesprochen und ausser, dass ich nächste Woche einen Termin mit meiner Tochter habe, ist dabei nicht rausgekommen. Da wollen sie dann mit grossem Gerede entscheiden, ob es das Beste wäre, wenn meine Tochter woanders untergebracht werden soll, aber das kann sich wieder Wochen hinziehen! Es ist ihr eigener Wunsch nicht hier zu bleiben...verdammt ich bin so sauer, dass keiner reagiert und keiner hilft! Wütend, enttäuscht, hilflos, am Ende der Fahnenstange.

Sorry, dass das alles so lang war, aber ich musste mich einfach mal auskotzen! Hoffe auch, dass es nicht zu verworren rüberkam.

Gruss von Shalimar

Jugendhilfeeinrichtungen
Hallo Shalimar,
hab deine Geschichte hier gerade etwas verfolgt, und kann dir nur einen Tip geben; bei uns zum Beispiel gibt es eine Einrichtung für Jugendliche, ist eine betreute Wohngruppe mit Gleichaltrigen die mit Betreuern lernen ihr Leben ausserhalb des Elternhauses zu meistern. Frag doch mal beim Jugendamt nach, ob die einen solchen Platz für deine Tochter vermitteln können. Oder eine spezielle Schule wär auch eine Lösung, bei uns gibt es eine Realschule in Internatsform. Die Jugendlichen leben in betreuten Wohngruppen und besuchen eine Schule für Schwererziehbare. Sind aber ständig durch Sozialpädagogen betreut und werden an normale Gemeinschaftsabläufe gewöhnt. Denke die vom Jugendamt müssen ja endlich mal einsehen, das es so nicht weitergehen kann......
Und Kopf hoch, deine drei anderen Kinder brauchen dich auch noch.....und für die mußt du jetzt einfach stark genug sein diesen Schritt zu tun....
Ich drück dir ganz fest die Daumen!!!!!!!
LG

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17. September 2004 um 9:47
In Antwort auf jocosa_12516311

Jugendhilfeeinrichtungen
Hallo Shalimar,
hab deine Geschichte hier gerade etwas verfolgt, und kann dir nur einen Tip geben; bei uns zum Beispiel gibt es eine Einrichtung für Jugendliche, ist eine betreute Wohngruppe mit Gleichaltrigen die mit Betreuern lernen ihr Leben ausserhalb des Elternhauses zu meistern. Frag doch mal beim Jugendamt nach, ob die einen solchen Platz für deine Tochter vermitteln können. Oder eine spezielle Schule wär auch eine Lösung, bei uns gibt es eine Realschule in Internatsform. Die Jugendlichen leben in betreuten Wohngruppen und besuchen eine Schule für Schwererziehbare. Sind aber ständig durch Sozialpädagogen betreut und werden an normale Gemeinschaftsabläufe gewöhnt. Denke die vom Jugendamt müssen ja endlich mal einsehen, das es so nicht weitergehen kann......
Und Kopf hoch, deine drei anderen Kinder brauchen dich auch noch.....und für die mußt du jetzt einfach stark genug sein diesen Schritt zu tun....
Ich drück dir ganz fest die Daumen!!!!!!!
LG

Hallo Mausele!
Danke für deinen Beitrag!

Das Jugendamt hat nun endlich gehandelt, da unsere Betreuerin eingesehen hat (und von ihrem Teamleiter wohl auch Druck bekommen hat) dass meine Tochter sich mit ihrem Verhalten selbst gefährdet.Die ständige Abgängigkeit die sie an den Tag brachte ist kein geregeltes Leben mehr und mir waren da leider die Hände gebunden...also haben sie endlich nach Monaten eingegriffen! Gestern kam sie in eine betreute Wohngruppe für Jugendliche (20 km von hier) und kann aber noch weiterhin in ihre Schule gehen. Dies soll erstmal für 3 Monate sein und danach müssen wir sehen, wie es weitergeht. Es hat mir unendlich weh getan, aber ich helfe ihr wohl damit.Sie hat auch geweint und sich an mich geklammert, da habe ich gesehen, dass noch nicht alles verloren ist! Nun ist erstmal eine Kontaktsperre für 3 Wochen, damit wir alle erstmal zur Ruhe kommen, aber danach können wir telefonieren oder sie besuchen....
Ich hoffe, dass sie wieder zu sich findet!

Lieben Gruss Shalimar

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17. September 2004 um 10:34
In Antwort auf bodo_11926191

Hallo Mausele!
Danke für deinen Beitrag!

Das Jugendamt hat nun endlich gehandelt, da unsere Betreuerin eingesehen hat (und von ihrem Teamleiter wohl auch Druck bekommen hat) dass meine Tochter sich mit ihrem Verhalten selbst gefährdet.Die ständige Abgängigkeit die sie an den Tag brachte ist kein geregeltes Leben mehr und mir waren da leider die Hände gebunden...also haben sie endlich nach Monaten eingegriffen! Gestern kam sie in eine betreute Wohngruppe für Jugendliche (20 km von hier) und kann aber noch weiterhin in ihre Schule gehen. Dies soll erstmal für 3 Monate sein und danach müssen wir sehen, wie es weitergeht. Es hat mir unendlich weh getan, aber ich helfe ihr wohl damit.Sie hat auch geweint und sich an mich geklammert, da habe ich gesehen, dass noch nicht alles verloren ist! Nun ist erstmal eine Kontaktsperre für 3 Wochen, damit wir alle erstmal zur Ruhe kommen, aber danach können wir telefonieren oder sie besuchen....
Ich hoffe, dass sie wieder zu sich findet!

Lieben Gruss Shalimar

Hallo Shalimar,
Das klingt ja recht optimistisch. Ich wünsche Euch als Familie alles Liebe!

LG

Igelbaby

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