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Altbekanntes Problem

29. März 2013 um 17:15

Hallo zusammen,

ich weiß, dass es schon einige Diskussionen zu meinem Thema gibt. Trotzdem möchte ich es mal aufschreiben...

Ich bin 40 Jahre alt und habe 2 Kinder. Meine Tocher ist 11 und mein Sohn ist 12.
2007 habe ich mich vom Vater beider Kinder getrennt. Wir waren 14 Jahre zusammen.
Mit den Kindern war ich immer die meiste Zeit alleine. Mein Ex Mann ist selbständiger Fuhrunternehmer, er war zur damaligen Zeit, als die Kinder noch klein waren, mitunter 4 -5 Wochen am Stück unterwegs.
Erst 2002 habe ich ihn geheiratet. Da habe ich ihn schon lange nicht mehr geliebt. Zu meiner Hochzeit dachte ich noch so bei mir, was machst du hier eigentlich für'n Mist...
Wir wohnten zusammen mit meinen Eltern in einem Haus. Das Haus gehörte vormals meinen Eletrn. Mein Vater ist aber mit seiner Firma pleite gegangen, viele Hypotheken drauf, so dass mein Ex Mann es übernommen hat. Ich wollte damit nichts zu tun haben. Das Zusammenleben mit meinen Eletrn war nicht einfach.
Meine Eltern wohnten weiterhin für einen Minimalmietpreis in ihrer tollen Wohnung . Wir später dann die Kinder und ich, wir hatten keine abgeschlossene Wohnung.
Ständig kontollierten mich meine Eltern. Als ich mich trennte, war ich die Böse. Wie konnte ich nur...ich glaube, sie sahen ihre Felle davon schwimmen. Im GB standen zwar mein Ex und ich drin, doch auf ihn belief sich der Hauskredit.
Nun ja, jahrelang habe ich das mitgemacht. Am schlimmsten war es fütr mich, wenn meine Eltern versuchten zwischen meinen Kindern und mir zu aggieren, oder mich vor ihnen lächerlich machten.
Ich habe alles alleine bewerkstelligt. Ich bin Krankenschwester, bin arbeiten gegangen, Kinder, hausaufgaben, Haushalt..einfach alles.
Meinen Eltern musste ich ständig dankbar sein, wenn sie meine Kinder betreuten, während ich Spätdienst hatte.
2010 und 2011 hatte ich 2 große Operationen.
Nun habe ich im Frühjahr 2011 meinen jetzigen Partner übers Internet kennengelernt.
Und trennten lange Zeit fast 700km. da ich wegen der Op nicht Autofahren konnte, kam er einfach zu mir.
Es hat von Anfang gut geklappt mit uns 4en. Nur meine Eltern haben das alles mit Argwohn beobachtet.
Lange Zeit pendelten wir hin und her. Dochj irgendwann war und das zu wenig.
Wir entschlossen uns, zusammen mit meinen Kindern, dass wir zu ihm ziehen. Natürlich, für alle ein riesen Schritt.
Wir sind es aber langsam angegangen, haben den Kindern die neue Wohnung, die Umgebeung die Schulen gezeigt. Sie freuten sich, waren einverstanden. Sonst wäre ich diesen Schritt nie gangen.
Ich habe nach fast 19 Jahren meine Arbeit im Öffentlichen Dienst aufgegeben, mein Kranken haus und habe sofort eine gleichwertige neue Arbeitsstelle gefunden.
Ganz liebe Kollegen, wirklich, wunderbar. Auch hier fühlen wir uns alle richtig wohl.
Für meine Eltern war das natürlich ein Riesenschock. Ich, die fast 38 Jahre unter deren Pantoffel stand, ich hatte es mir getraut, einfach so weit wegzuziehen.
Was wird nun aus dem Haus....aus ihrer Wohnung..?
Meine Vater wollte immernoch von mir, dass ich für das Haus einen Kredit aufnehme, und es bei der Bank auslöse.
er verstand einfach nicht, dass ich das Haus nicht wollte.
Dieses Gefühl der Freiheit...unbeschreiblich für mich. Lange Zeit hatte ich in der neuen Whg. noch Angst, dass meine Mutter einfach im Raum steht.
Eine Wohnung, mit 2 Kinderzimmern...es war der absolute Luxus für mich.
Ja, und dann ging es los. Ständig riefen meine Eletrn bei meinen Kindern an. Mein Ex, der sich sonst nie gemeldet hatte, rif am Tag häufig an.
Die Spalterei ging wieder los.
Als ich mit meinen Kindern die ganze Zeit alleine gelbt habe, da habe ich wirklich alles gemacht. Habe ihnen sozusagen den A.... hinterher getragen. Alles weggeräumt. Ich hatte einfach keine Lust, mich nach einem langen Arbeitstag mit meinen Kindern zu streiten. Habe vieles durchgehen lassen...ja, aus Bequemlichkeit. War inkonsequent...ich weiß das alles selbst.
Hier hatten nun beide ihr eigenes Zimmer. Mein Partner und ich sind beide berufstätig. Meine Kinder dachten , dass sie weiterhin den Himmel auf Erden haben werden.
Aber so geht das nicht. Sie sind beide alt genug, um im Haushalt ein paar Pflichten zu übernehmen.
Das hat meinen Beiden natürlich nicht gepasst. Dazu kommt noch, dass mein Partner , wenn er etwas sagt, bei seiner Meinung bleibt, nicht wegbricht, so wie ich.
Jetzt versuchten meine Kinder zwischen mir und meinem Partner zu agieren, zu spalten. Erzählten Oma und opa, was sie plötzlkich alles machen müssten und wie böse mamas Freund ist.
Das war für meinen Ex und meine Eltern gefundenes Fressen.
Dazu muss ich sagen, dass mein Freund alles gemacht hat, damit für alle 4 in diese Wohnung ziehen können. Wenn ich 1 Woche Spätdienst habe, kocht er Essen, macht Hausaufgaben mit ihnen. Er mag meine Beiden, und sie ihn auch.
Hinzu kam, dass mein Sohn Weihnachten von seinem Vater einen Laptop geschenkt bekommen hat.
Wir hatten schon im Vorfeld das Problem, dass mein Sohn nur noch vor seiner XbOx gesessen hat. Schule, Hausaufgaben nur mit Nachdruck und ständigen Ermahnen.
Wir haben dann eine Vereinbarung getroffen, X Box und Laptop ab Freitag bis Sonntag. Und wenn sich die Noten verbessern, dann auch wieder begrenzt in der Woche.
Das gefiel meinen Kindern natürlich nicht. Sie versuchten allen, um mich zum kippeln zu bringen.
das war so eine blöde Zeit....man steht zwischen den Stühlen und die hören nicht auf.
Anfang des Jahres sagte dann mein Sohn, dass er zu seinem Vater zurück möchte. Für mich ist eine Welt zusammengebrochen. ich habe bis zu letzten Sek. um ihn gekämpft. Nein, er blieb dabei. Er mag meinen Freund nicht mehr.
Meine Tochter ist bei mir geblieben, sie will auch nicht weg.
Nun ist es so, dass mein Ex mann sich mit meinen Eletrn zusamme3n getan hat. Er wird jetzt in meine alte Wohnung einziehen und zusammen mit meinen Eltern in diesem Haus leben. Meine Eltern habe ihre Fahne mal wieder nach dem Wind gerichtet.
So, und jetzt weiß ja meine Tochter um meine Situation. Ich will sie nicht auch noch verlieren, mache alles für sie.
Sie hat manchmal eine Laune, spricht in einem Ton mit mir, dass macht mich sehr traurig. Dann wünscht sie sich große Dinge von mir, die ich mir eigentlich gar nicht leisten kann. Aber ich mache es trotzdem, weil ich sie halten möchte. gfahre sie überall hin, mach alles für sie.
Mein Freund hat das ganze Procedere natürlich mitbekommen. Er sieht, wie sie mit mir umgeht, mich erpresst. Deshalb haben die beiden Streit.
Natürlich hätte ich wieder klein beigeben können...ich hätte mich von ihm gtrennt, wäre wieder zurückgezogen und alle wären glücklich und zufrieden....meine kinder hätten wieder ihre Putze...alles beim alten, meine eltern hätten ihr günstiges wohnen weiter sicher gehabt.
Für meine Eletrn bin ich sowieso die schlechte Mutter, die Versagerin, die ihren Sohn gegen einen Mann eintauscht.
So erzählen sie das auch in meinem alten Heimatort . Doch ich weiß, dass ich keine schlechte Mutter bin...ich war und bin immer für meine beiden da.
aber da war ich das einzigste mal egoistisch in meinem leben. ich bin hier wirklich sehr glücklich, habe ganz liebe kollegen, freunde, eine supertolle arbeit. auch meine tochter hat sich richtig gut eingelebt. fühlt sich wohl, hat schon eine richtig beste freundin, so war es auch bei meinem sohn.
ich werde dieses jahr vierzig...ich habe meinen mann gefunden. und es ist so verdammt schwer, als mutter mit 2 kindern jemanden zu finden. und irgendwann, wenn beide aus dem haus sind, hätte ich wieder alleine dagesessen....

Ich möchte keine Ratschläge, was ist richtig, was habe ich falsch gemacht....aber, es es jemanden ähnlich ergangen wie mir...?

Liebe Grüße
a.

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29. März 2013 um 20:16

Nicht wie Dir, aber wie Deinem Sohn
Deine Geschichte klingt für mich sehr traurig, wenn ich sie mit Abstand betrachte. Bis zu einem bestimmten Punkt. Denn immer mehr und mehr Parallelen tun sich mir im Laufe Deiner Geschichte auf - zu meiner eigenen Vergangenheit. Und diese war ebenso traurig. Nur aus einer ganz anderen Perspektive. Es gibt immer mehr Wahrheiten als nur die Eine.... z.B. könnte ich mir vorstellen, dass all das was Du zu Deinen Eltern und Deinem Exmann erzählst, Dinge sind, die Deine Kinder garnicht wissen und sie dementsprechend ganz andere Grundlagen haben als Du darüber zu denken. Für sie sind Deine Eltern (nehme ich an) einfach die lieben Großeltern, die immer da waren (aufgrund der Nähe). Und ihr Vater nicht nur jemand, den Du fehlerhaft/ zu guter Letzt gedankenlos geheiratet hast. Wenn dann ein Fremder in die Familie kommt, der auf einmal alles Gewohnte mit neuen Regeln und Grenzen auf den Kopf stellt (und mag er zu Beginn noch so nett gewesen sein und sich um die Kinder kümmern), ist das gerade im pubertierenden Alter Grund zur Rebellion. Ich könnte noch stundenlang weiteres erzählen, die Essenz ist allerdings:
Es gibt immer 2 Seiten einer Medaille! Und ich kenne nun mal die 2.!

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1. April 2013 um 11:33
In Antwort auf cocomadmoiselle81

Nicht wie Dir, aber wie Deinem Sohn
Deine Geschichte klingt für mich sehr traurig, wenn ich sie mit Abstand betrachte. Bis zu einem bestimmten Punkt. Denn immer mehr und mehr Parallelen tun sich mir im Laufe Deiner Geschichte auf - zu meiner eigenen Vergangenheit. Und diese war ebenso traurig. Nur aus einer ganz anderen Perspektive. Es gibt immer mehr Wahrheiten als nur die Eine.... z.B. könnte ich mir vorstellen, dass all das was Du zu Deinen Eltern und Deinem Exmann erzählst, Dinge sind, die Deine Kinder garnicht wissen und sie dementsprechend ganz andere Grundlagen haben als Du darüber zu denken. Für sie sind Deine Eltern (nehme ich an) einfach die lieben Großeltern, die immer da waren (aufgrund der Nähe). Und ihr Vater nicht nur jemand, den Du fehlerhaft/ zu guter Letzt gedankenlos geheiratet hast. Wenn dann ein Fremder in die Familie kommt, der auf einmal alles Gewohnte mit neuen Regeln und Grenzen auf den Kopf stellt (und mag er zu Beginn noch so nett gewesen sein und sich um die Kinder kümmern), ist das gerade im pubertierenden Alter Grund zur Rebellion. Ich könnte noch stundenlang weiteres erzählen, die Essenz ist allerdings:
Es gibt immer 2 Seiten einer Medaille! Und ich kenne nun mal die 2.!

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Hallo,
ich danke Dir für Deine Antwort.
Natürlich hat die Medaille 2 Seiten und jedes Ding hat 3 Seiten.
Ich würde auch meinem Sohn dafür niemals die Schuld geben, dafür liebe ich ihn viel zu sehr. Er ist ein Kind. Sieht alles mit anderen Augen.
Was mich so traurig macht, ist, dass meine Eletrn und auch mein Ex Mann die Schwachstellen , die bei uns aufgetreten sind, genutzt haben. Und, es waren ganz normale Alltagsprobleme.
Natürlich, meine Kinder befinden sich fast in der Pubertät, wollen ihre Grenzen austesten, rebellieren. Ich kann damit umgehen.
Das Wichtigste für mich ist, dass es meinem Sohn gut geht. Er ist bei keinem Fremden. Er vermisst uns auch sehr, doch im Moment ist die Situation so.

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