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Als einzige Dreijährige mit älteren Kindern in der Kindergartengruppe - gut oder nicht gut?

19. September 2013 um 16:09

Hallo liebe Eltern,
habt ihr einen Rat für mich?
Unsere Kleine war drei Jahre lang zuhause und in keiner Krippe,kam nun im Juno in den Kindergarten, der altersgemischte Gruppen hat.
Damit haben wir generell auch kein Problem.
Allerdings wurde sie in eine Gruppe "gesteckt" in der 15 fünfjährige und ein Vierjähriger ist. So kann sie keinerlei Erfahrunge mit Gleichaltrigen machen, sie kann sich nicht vergleichen z.B. spricht sie sehr gut für ihr Alter, weiss es aber von sich nicht. Sie ist sehr traurig, dass sie nicht das kann, was die Großen können, ist nun oft mutlos zuhause, redet nicht mehr so spontan und prima wie früher oder sehr undeutlich, und macht angefangene Bilder oder Basteleien kaputt mit der Bemerkung "dafür bin ich eh zu klein".
Dabei war sie bisher sehr weit und wollte immer viel lernen und wissen.
Wir denken als Eltern, sie kann keine sozialen Kompetenzen entwickeln. Mit der Erzieherin haben wir schon geredet, die sieht es ähnlich. (sie ist mit uns auf Wellenlänge, ist aber ein etwas schwieriger Charakter, dazu gleich noch mal was)
Dann haben wir es der Leitung kommuniziert, dass wir sie lieber in einer altershomogenen Gruppe haben wollen, es gibt nämlich nicht nur altersgemischte Gruppen, sondern auch zwei reine Gruppen mit Dreijährigen. Die sind aber randvoll und sie könne nichts tun.
Nun habe ich von der anderen Gruppe erfahren, dass dort bald noch eine Dreijährige hinzu soll von "extern", dafür ist scheinbar doch noch Platz.
In der Gruppe unserer Tochter ist auch noch ein Platz frei, es wäre ja beruhigend wenn wenigstens noch ein Kind in ihrem Alter dazu käme.
Zu der Erzieherin noch schnell:
-Sie ist z.B. der Ansicht, mein Kind darf keine Latzhosen oder Hosen mit Gürtel tragen, da sie sich dann damit alleine nicht an- und ausziehen kann ( ist das wirklich so streng schon bei Dreijährigen?)
-Meine Tochter schläft einfach mal so ohne Schlafanzughosen, scheinbar fand die Erzieherin den Schlafanzug nicht, ich weiss nicht warum sonst!
- Sie darf zum Vesper (14.30 Uhr) keinen Keks essen, und bekommt nur Tee, da ich sie zu der Zeit immer abhole und es wäre nicht vorgesehen, dass sie mit vespert. Tee muss sie aber mittrinken! d.h. die anderen Kinder bekommen alle ihr Vesper auf den Teller, unsere aber leider nicht. 14.30 Uhr sind jedoch vorn die Türen verschlossen, sodass ich sie auch nicht vor dem Tee abholen könnte. Die Zeit insgesamt nach hinten verschieben geht nicht, da um 15.00 Uhr die Kinder rausgehen. Unser Mädchen ist sehr traurig, dass sie keinen Keks mit essen darf.
- Die Kinder lernen zur Zeit den Knochenbau eines Skelletts, die Bedeutung ihres Vornamens und Nüsse zählen - ich bin mir nicht sicher, ob das für mein Kind alles schon geeignet ist, sie läuft eigentlich nebenher mit.
- die Kinder gehen nie raus aus dem KiGa, Spaziergänge, Wandertage, Ausflüge u.ä. gibt es nicht, sie sind nur im Garten. Aussage der Leitung "Spazierengehen ist Gängelei"
Ich brauch mal eure Meinung, was ihr von alledem haltet. Immerhin prägt es sie ja sehr, von Mama weg und dort gleich hinein. Sie schlägt sich sehr tapfer und sie weint auch nicht, sie mag die Gruppe (sie hat allerdings auch keinen Vergleich!)
Wie sehr ihr das Ganze, ist es übertrieben das ich besorgt bin?
An wen könnte ich mich noch wenden, wenn das Gespräch mit der Leitung nichts bewirkt, ans Jugendamt?
Mit der Gemeinde reden ist relativ aussichtslos, es sei denn wir gingen zur Bürgermeisterin, die hat auch ihre Kinder im KiGa.
Lieben Dank fürs Durchlesen! Die Zeit drängt, und ich habe mir schon Rat geholt bei der Kinderärztin, meiner Freundin die Erzieherin ist und einer Psychologin. Nun brauche ich noch die Sichtweise von euch als Eltern. Und dann wäge ich ab, was gut für sie ist. Ich bin sehr traurig.
Eure Meinung interessiert mich sehr!

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19. September 2013 um 17:18

Hm.. schwierig.
Ich antworte dir mal Punkt für Punkt

1. zum Altersunterschied: Meine Tochter kam 2 MOnate vor ihrem 3. Geburtstag in den Kindergarten, wei dort früher ein Patz frei geworden ist. Sie war fast ein Jahr jünger als die meisten anderen in der Gruppe, was aber nicht so schimm war weil sie als die "Kleine" bei den großen Mädchen sehr beliebt war und umsorgt wurde. Mit der Zeit gingen dann die großen und es kamen jüngere nach, auch bei euch dürfte die Fluktuation irgendwann das Problem abmildern. Allerdings ist es wirklich schade dass bei dem großen Altersunterschied bei euch das neue 3-jährige Kind nicht zu deiner Tochter in die Gruppe kommt. Was spricht dagegen, das wäre doch ideal! Ich verstehe deine Bedenken und dass sie die Kleine entmutigt fühlt durch den ständigen vergleich mit den Älteren

2. Latzhosen und Gürtel: Ich finde es gut, wenn Kinder schon früh zum selbständigen Anziehen angeleitet werden, das machen die bei unserer Kleinen schon in der Krippe! Allerdings finde ich gerade deswegen dass man es den Kindern nicht zu leicht machen muss mit Jogginghosen und Schuhen zum reinschlüpfen. Schade wenn die Erzieher keine Zeit haben da zu helfen...

3. Schlafen ohne Schlafanzug: Ich seh da kein Problem, solange sie nicht friert, also eine Decke hat. Die Erzieher werden ja wohl auch nicht IMMER den Schlafanzug verlieren...

4. Dass mit dem Keks: dass deine Tochter keinen bekommt versteh ich nicht ganz. Das ist ja richtig blöd, sie vor den anderen auszugrenzen.. ich hab die Begründung wie gesagt gar nicht verstanden...

5. Lernihalte: Solang das Wissen kindgerecht und spannend präsentiert wird seh ich da kein Problem... solange es darum geht Interesse zu wecken und nicht um reine Wissensvermittlung - Kindergarten ist nicht Schule! Einzelne Knochen auswendig lernen fände ich zb übertrieben, aber mit den Kindern über den Körper reden, Zählspiele usw ist doch sicher ne nette Abwechslung zum Basteln und Toben.

6. Keine Wandertage: Schade, gemeinsame Spaziergänge sind ja auch ein erster Schritt zur Verkehrserziehung und somit Vorbereitung auf die Schule (Schulweg). Und Abwechslung tut gut. Viele Kindergärten besuchen die Bäckerei, Polizei oder mal einen Wildpark. Aaaber: hauptsache die Kinder gehen überhaupt raus zum spielen! Ich weiß auch nicht was bei euch im Ort an Ausflügen möglich ist.

Alles in allem würde ich sagen ich verstehe dass dich manches stört, aber nichts was ich wiiirklich richtig schimm fände. Aber natürlich willst du dass dein Schatz sich wohlfühlt und du versuchst die Situation zu ändern damit es ihr besser geht im Kindergarten. Das Problem ist nur: wenn seitens der Erzieher keine Einisicht abzusehen ist, lässt sich wohl auch nichts forcieren, das schafft höchstens ein angespanntes Verhältnis.

Ich empfehle ein sorgfältiges Abwägen.. wenn du die Nachteile des Kindergartens nicht hinnehmen magst, solltest du wechseln. Wenn die Erzieher und die Leitung dir nicht zustimmen wird auch das Jugendamt nicht viel ausrichten können.

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30. September 2013 um 11:20

Hm
"altersgemischt" finde ich super, aber deine Gruppe ist ja nicht gemischt, die ist homogen (5jährig) mit 2 Ausnahmen.

Meine beiden gehen in altersgemischte Gruppen. Mein 5jähriger ist mit 17 anderen Kindern zusammen. 9 (er inkl. kommen nächstes Jahr zur Schule, 5 sind 4jährig und 4- 3jährige. Das paßt super, die spielen auch alle miteinander.

Mein Kleiner ist 3 jahre alt und geht in die sog. I-Gruppe. Dort sind also 4 Kinder mit Handicap und 11 Regelkinder. Ein Kind kommt nächstes Jahr zu Schule, die anderen 14 sind zwischen 5 und 3 Jahren alt. Auch das paßt super und der Lütte reagiert eher so, daß er auch alles das können will, was die Größeren tun. Allerdings sind in dieser Gruppe (den I-Kindern sei Dank) auch immer mindestens 3 Betreuer, so daß immer einer da ist, der den Kleinen dann eben auch helfen kann, daß alles so klappt wie bei den Großen.

Dein KiGa scheint mir eher einer der "konservativen" Art zu sein. Bei uns ist es wurscht, was die Kinder anhaben. Da werden sogar die Lütten, die eben erst beschlossen haben, daß sie keine Windeln mehr brauchen, 5-6mal umgezogen, weil die Hosen naß geworden sind. Wir Eltern bekommen dann nur gesagt "bring einfach genug Wechselkleider mit".

Allerdings ist dies auch unser 2. Kindergarten. Im ersten lief es ähnlich wie bei euch: Das geht nicht, dies darf nicht, so muß das.....

Also vielleicht wäre euch mit einem Wechsel geholfen? Meine beiden blühen richtig auf und haben es sehr schnell sehr positiv aufgenommen, daß sie nun woanders hin gehen.

LG Zimt

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