Forum / Meine Familie / Kinder und Erziehung

ADS oder nicht ADS das ist hier die frage...

6. Februar 2004 um 22:44 Letzte Antwort: 14. März 2005 um 20:22

Mein Sohn (7) ist manchmal ganz schön heftig, bekommt wutanfälle ist rotzfrech und verweigert (manchmal)aufgaben ect.. Ich hab mir immer sehr viel Gedanken über Erziehung gemacht und habe auch viel darüber gelesen, aber irgendwie hatte ich das gefühl alles falsch zu machen (hab ich auch heute noch), seine Lehrerin sprach mich auf eine sogenannte Wahrnehmensstörung an 2 Wochen!!! nach der Einschulung. Wir waren auch beim Kinderarzt und haben ihn auf ads testen lassen aber kein definitives Ergebniss bekommen. Jetzt Gehen wir zu einer Psychologin. Ist hald alles noch in der schwebe. Woran wird den ads Jetzt fest gemacht... Auch Bücher konnter mir keine klare Antwort daruf geben. Ich möchte es mir nicht so leicht machen wie seine Lehrerin die kam mir nach dem Motto wenn es kein ads ist dann vieleicht eine Hochbegabung!!! Ist mir alles zu Pauschal. Vielleicht habt ihr ein paar tips für mich . Vielen Dank für eure Meinung
Ciao eure Pizzaschnecke

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7. Februar 2004 um 17:17

Lieber klinisch testen lassen!
Bei meiner Tochter (8) besteht auch der Verdacht auf ADS. Allerdings ohne Hyperaktivität. Ich habe mich jetzt über eine Selbsthilfegruppe über notwendige Tests informiert, um unnötige Untersuchungen zu vermeiden.

Dort meinte man, ich solle mein Kind lieber in einer speziellen Klinik testen lassen, weil niedergelassene Ärzte häufig nicht so ausführlich testen.

Woher kommt Ihr denn? Vielleicht gibts ja ne Adresse, die ich Euch geben kann...

LG, Sandy

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8. Februar 2004 um 16:23
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Lieber klinisch testen lassen!
Bei meiner Tochter (8) besteht auch der Verdacht auf ADS. Allerdings ohne Hyperaktivität. Ich habe mich jetzt über eine Selbsthilfegruppe über notwendige Tests informiert, um unnötige Untersuchungen zu vermeiden.

Dort meinte man, ich solle mein Kind lieber in einer speziellen Klinik testen lassen, weil niedergelassene Ärzte häufig nicht so ausführlich testen.

Woher kommt Ihr denn? Vielleicht gibts ja ne Adresse, die ich Euch geben kann...

LG, Sandy

Hallo Lieb das...
mal jemand Antwortet, wir kommen aus Koblenz wäre toll wenn du was wüstest.
Danke Pizza

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10. Februar 2004 um 21:48
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Hallo Lieb das...
mal jemand Antwortet, wir kommen aus Koblenz wäre toll wenn du was wüstest.
Danke Pizza

Schnelldiagnose
Heute wird sehr schnell von ärzten besonders von Neurologen ADS festgestellt, dann verschreiben sie Ritalin (stellt das Kind ruhig) und gut ist. Mir sind schon viele solche Fälle bekannt. Dabei machen die Eltern und ärzte es sich jedoch sehr einfach. Ich kann natürlich nicht beurteilen in welchem Fall sich Ihr Kind befindet aber sie sollten sich fragen ob Ihr Kind sich schon immer nervöser und unkonzentrierter als andere Kinder verhielt? Es könnte auch sein, dass Ihr Kind Konzentrationsschwierigkeiten hat. Ich rate Ihnen eine kompetente Kinderpsychologin aufzusuchen und mit Ihrem Kind regelmässig dorthin zu gehen. Sie kann Ihnen bestimmt helfen.

Liebe Grüsse,

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22. Februar 2004 um 11:29

Aus Erfahrung ...
... kann ich leider nicht sprechen. Jedenfalls nicht aus eigener.
Ich habe eine Freundin deren Tochter ADS hat. Bei ihr hat man es schon im Babyalter gemerkt das was nicht stimmt. Sie war ein sogenanntes "Schreikind": ohne Anlass brüllte sie Tage und Nächte Durch. Mittlerweile ist sie fast 6 Jahre alt und in Therapie. Sie wird auch erst im näcsten jahr eingeschult werden. Meine Freundin "weigert" sich ihr Ritalin zu geben.
Im Kindergarten hatte sie eine separate Betreuerin. Sie hat extreme Warnehmungsstörungen die sich äußern indem sie absolut nicht zuhört, und man ihr in 5 Minuten 10 Mal das gleiche erklären muss, sie keine Ordnung halten kann (viele ADSler sind Messis). Ganz extrem wird es bei ihr, wenn sie Schokolade bekommt. Dann dreht sie völlig auf und rast nur noch durch die Gegend. Wenn Du magst erkundige ich mich mal genauer.
Ich bin allerdings neu hierim Forum, und weiß nicht genau wie ich diesen Beitrag hier wieder finde und ob überhaupt.
Deswegen gleich mal meine eMail Addi: NicoleB5@freenet.de

Liebe Grüße und *toi toi toi*

Nicole

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26. Februar 2004 um 22:13
In Antwort auf

Aus Erfahrung ...
... kann ich leider nicht sprechen. Jedenfalls nicht aus eigener.
Ich habe eine Freundin deren Tochter ADS hat. Bei ihr hat man es schon im Babyalter gemerkt das was nicht stimmt. Sie war ein sogenanntes "Schreikind": ohne Anlass brüllte sie Tage und Nächte Durch. Mittlerweile ist sie fast 6 Jahre alt und in Therapie. Sie wird auch erst im näcsten jahr eingeschult werden. Meine Freundin "weigert" sich ihr Ritalin zu geben.
Im Kindergarten hatte sie eine separate Betreuerin. Sie hat extreme Warnehmungsstörungen die sich äußern indem sie absolut nicht zuhört, und man ihr in 5 Minuten 10 Mal das gleiche erklären muss, sie keine Ordnung halten kann (viele ADSler sind Messis). Ganz extrem wird es bei ihr, wenn sie Schokolade bekommt. Dann dreht sie völlig auf und rast nur noch durch die Gegend. Wenn Du magst erkundige ich mich mal genauer.
Ich bin allerdings neu hierim Forum, und weiß nicht genau wie ich diesen Beitrag hier wieder finde und ob überhaupt.
Deswegen gleich mal meine eMail Addi: NicoleB5@freenet.de

Liebe Grüße und *toi toi toi*

Nicole

Informationen
Hallo Nicole,

es gibt eine Reihe gute Internetseiten, wo du dich informieren kannst.

http://www.hks-ads.de

http://www.adhs.ch

http://www.ads-hyperaktivitaet.de

Ich habe selbst drei Kinder mit ADS.

Viele Grüße
Dagmar

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14. April 2004 um 15:08

Hallo pizzaschnecke!
Tut mir leid, dass ich erst jetzt auf deine Frage gestossen bin, ich bin erst seit gestern hier im Forum dabei.
Als erstes: Die Lehrerin ist überhaupt nicht qualifiziert, eine ADS-Diagnose zu stellen. Und ein Kinderarzt auch nicht. Die Hochbegabung würde ich erst mal im Hinterkopf behalten und eventuell spasseshalber mal einen IQ-Test machen lasse.
Und zum nächsten: Ich habe einen 7jährigen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Wenn er Dinge istt, die er nicht verträgt, besonders Fleisch, Weizen, Kuhmilch oder Zitronensäure, tickt er richtig aus und zeigt viele der klassischen ADS-Symptome wie Überdrehtheit, Unkonzentriertheit, Zappeligkeit, allgemein einen unheimlichen Bewegungsdrang. Man kann auch an ihn dann gar nicht mehr rankommen und er schwankt dann sogar zwischen Agression und Depression.
Wir haben inzwischen selbst herausgefunden, dass die Zitronensäure die Überdrehtheit und den Bewegungsdrang auslöst und das Fleisch die Agressionen im Wechsel mit Depressionen. Und ein 7jähriger mit Depressionen, das ist schwer mit anzuschauen .
Wie war denn die Situation im Kindergarten? Normalerweise zeigt ein echtes ADS-Kind schon im Säuglingsalter die ersten Symtome wie grundloses Schreien und motorische Unruhe.
Wenn die Symtome jetzt erst in der Schule auftauchten, vermute ich dahinter eher Umstellungsprobleme oder Probleme mit Mitschülern. Vielleicht kommte er mit dem Veränderten Tagesplan (Früh aufstehen, eventuell lange stillsitzen, Hausaufgaben machen) nicht genug zur Ruhe. Du könntest versuchen herauszufinden, ob er morgens lieber länger schläft und sich dann beeilt oder lieber früher aufsteht, aber dann Zeit zum Aufwachen hat. Oder ob die Lehrerin ihn nicht einfach mal 2 Runden um den Pausenhof rennen lässt, wenn er unruhig wird. Oder wann am Nachmittag die Hausaufgaben am besten klappen: Gleich nach der Schule, direkt nach dem Essen, nach einer kleinen Pause oder erst direkt vor dem Abendessen. Fernsehen würde ich so weit wie möglich bremsen und mir abends seine Tageseindrücke(Was war heute gut, was war sch...).Vielleicht möchte er ja ein Instrument lernen, wenn das finanziell bei Euch drin ist, meinem Sohn hilft es sehr viel, dass er seit fast 2 Jahren Geige spielen lernt, er sieht da, für was er sich zusammenreisst. Ich würde auf jeden Fall nicht zu schnell eine ADS-Diagnose akzeptieren, vielleicht habt ihr ja einen guten Homöopathen in der Nähe, der Erfahrung in der Behandlung von "Pseudo"-ADS-Kindern hat. Als ADS-Kind wird das Kind zu schnell auf die Schiene Sonderschule abgeschoben, aber man schaut nicht, warum es diese Probleme hat. Wir haben leider ein trauriges Beispiel im Bekanntenkreis, in dem Fall hat sich der Junge ähnlich wie mein Sohn verhalten, die Mutter hat aber alles getan, was ihr die sogenennten Experten rieten und inzwischen ist er 12 Jahre alt und im Heim, weil die Behandlung alles eher verschlimmert hat. Die Mutter hat allerdings auch alle Schuld auf den Sohn geschoben und nie geschaut, wo man in der Umgebung des Kindes oder im Umgang mit ihm etwas ändern kann.
Verlaß dich auch ein bisschen auf dein Gefühl und versuch mal, eine innere Verbindung zu deinem Sohn herzustellen, vielleicht kommt dann auch von selbst eine Lösung.

Ich wünsche Euch beiden viel Glück

Gruß

igelbaby

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17. April 2004 um 19:18

Hallo Bernina,
Das Problem ist nicht nur, dass diese Nahrungsmittelallergien oder auch Unverträglichkeiten von vielen Ärzten bestritten werden, sondern auch die Tatsache, dass ein gezielter Allergietest bei sogenannten "versteckten Allergien" nicht anschlägt. Wir haben einen Allergietest über das Bioresonanzverfahren bei unserem Homöopathen machen lassen, da wird alles registriert, auf was der Körper mit Stress reagiert.
Je weniger dann das Kind zu sich nimmt, das den Körper unter Stress setzt, deto besser kommt es auch mit anderen Belastungen klar, weil es dann nicht mehr so viel Energie aufwenden muß, um seine Körper gut am Laufen zu halten. Unser Sohn macht seit dem Allegietest vor gut einem Jahr jetzt eine dauernde sogenannte "Rotationsdiät", d.h. sein Speiseplan rotiert im 4-Tages-Rhythmus imm Bezug auf seine unverträglichen Nahrungsmittel. Diese Diät ist auch in einem 7,95 Euro teuren Buch "Die Rotationsdiät - Diagnose und Hilfe bei Nahrungsmittelallergien" von Dr.Anne Calatin sehr gut erläutert, für alle die es interessiert. Gibt es vielleicht auch in der Bücherei auszuleihen.Wenn er z. B. am Montag Weizenbrot gegessen hat, darf er erst wieder am Freitag Weizennudeln oder -brot essen. Die restlichen Tage essen wir dann reines Roggen- oder Dinkelbrot.
Kuhmilch ersetzen wir durch Ziegenmilch oder legen sogar komplett milchfreie Tage ein.
Damit es nicht zu kompliziert wird, wird dieses Prinzip jetzt einfach auf die ganze Familie umgelegt, da es sowiso gesünder ist, seinen Speiseplan gut abzuwechseln. Seit wir das so machen, ist unser Kind im positiven Sinn wie ausgewechselt. Nur Fleisch funktioniert selbst auf diese beschränkte Weise nicht, daher gibt es das dann bei uns eben seeehr selten.
Vor allem Kuhmilch und Weizen löst bei täglichem Verzehr oft ADS-ähnliche Symptome aus.

speziell @ Pizzaschnecke:
Versuch mal rauszukriegen, was Dein Sohn TÄGLICH isst, wo er vielleicht ganz wild danach ist und auch oft danach verlangt. Streiche genau das für 10 bis 14 Tage mal von seinem Speiseplan und beobachte ihn gut. Es kann sein, dass er 4-5 Tage wie ein Süchtiger mit Entzugserscheinungen reagiert, aber danach müsste sich im Verhalten einiges erheblich verbessern. Dann weisst Du zumindest ein Nahrungsmittel, dass er nicht öfter als alle 4 Tage essen sollte. Diese Behandlung kostet nichts, ist ohne Nebenwirkungen und ist für viele Kinder der Weg in ein normales Kinderleben.


Hoffentlich konnte ich hilfreiche Tips verteilen

Gruß

Igelbaby

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20. April 2004 um 9:51

Schnelle "Diagnosen"
Hallo Pizzaschnecke!

Ich habe zwar absolut keine Erfahrung mit ADS-Kindern, aber ich denke, daß in einigen Fällen einfach schnell der Verdacht auf ADS geäußert wird wenn ein Kind unkonzentriert und etwas schwieriger ist. Bei dem Kind von einem Freund ist es genau das gleiche. Der Kleine ist jetzt 8,5 Jahre und die Eltern sind getrennt. Er hat bei seiner Mutter gelebt und die hat es mit der Erziehung nicht ganz ernst genommen. Seit 1 Jahr ist er jetzt bei seinem Vater und er kämpft um das alleinige Sorgerecht. Der Lütte ist auch ziemlich unkonzentriert und rebellisch und hat sich auch schon einige Klassenkonferenzen eingehandelt bis hin zum Schulverweis, wenn der Vater ihn nicht eh auf eine andere Schule gebracht hätte, weil in der alten Schule wohl allgemein viele Schüler nur Mist bauen und ich sage mal hyperaktiv sind.

Jetzt wurde auch einfach mal so pauschal ein Verdacht auf ADS geäußert. Ich glaube aber, daß es sich da einige zu leicht machen. In seinem Fall glaube ich eher, daß es an der fehlenden Erziehung der Mutter lag und er jetzt erstmal mit der Situation klarkommen muß, daß er jetzt seinem Vater zu gehorchen hat. Außerdem läßt ihn der Sorgerechtsstreit natürlich auch nicht richtig zur Ruhe kommen.

Wenn Dein Kind nicht schon früher Anzeichen gezeigt hat, glaube ich da nicht wirklich dran. Ich würde nach anderen Ursachen für sein Verhalten suchen.

Gruß
Nixe

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24. April 2004 um 10:48

Ist kein ads!
nach deiner beschreibung würde ich sagen, dein sohn hat kein ads(äußert sich in schubladendenken, wobei das kind nicht immer einfluss darauf hat die richtige zu "öffnen"). klingt eher nach grenzen testen, trotzreaktionen, zuviel schokolade.

kat8@gofeminin.de

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12. März 2005 um 15:11
In Antwort auf

Informationen
Hallo Nicole,

es gibt eine Reihe gute Internetseiten, wo du dich informieren kannst.

http://www.hks-ads.de

http://www.adhs.ch

http://www.ads-hyperaktivitaet.de

Ich habe selbst drei Kinder mit ADS.

Viele Grüße
Dagmar

Ich habe laut Diagnose vom Psychiater auch zwei ADS Kinder
Hallo Dagmar,

mir wurde auch gesagt das meine zwei Kinder ADS haben, mein Sohn schlimmer noch als mein Mädel. Ich kann mich aber nicht damit anfreunden das die Kinder Ritalin oder Medikinet bekommen sollen, da mein Sohn Kevin vor ca.3Jahren schon mal diese Hammertabletten bekommen hat und prompt eine ganze Menge Nebenwirkungen hatte, wie Appetitlosigkeit er magerte ab bis auf 28kg bei einer Größe von 140cm, er konnte nachts nicht einschlafen und das schlimmste er bekam Herzproblem, sein Herz schlug unregelmäßig, er musste sogar deswegen ins Krankenhaus wo sie das Medikament absetzten und seine Herzschmerzen wie weggeblasen waren. Wenn es wenigstens was geholfen hätte dieses Medikament aber nein der Junge lief noch traniger rum als ohne er war noch langsamer und konzentrieren konnte er sich auch nicht. Er lief echt rum als hätte er Heroin oder sonst eine Droge genommen. Ich versuch es nun schon mit Hömopatischen Mitteln und VitaminB-Kapseln, Fischölkapseln und Ginseng. Ich hab echt schon alles ausprobiert und weis bald nicht mehr weiter, möchte aber auch nicht mehr Ritalin geben. Weißt du vielleicht ob eine Nahrungsmittelumstellung was bringt?


Viele Grüße
Bianka

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13. März 2005 um 19:36
In Antwort auf

Hallo Lieb das...
mal jemand Antwortet, wir kommen aus Koblenz wäre toll wenn du was wüstest.
Danke Pizza

Adressen in eurer Gegend
Mutterhaus Trie Kinder und Jungenphsychatrie Dr. Markus, oder Uni Klinik Köln auch Kinder und Jugendphsychiatrie Pr. Döpfner und Lehmkuhl.
Ersttermin für Neurologische Untersuchungen Wartezeit bis zu 6 Wochen. Ambulante Diagnostik circa 3 bis 5 2h Termine Wartezeit 10 bis 12 Wochen.
Hoffe das hilft dir
Gruß

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14. März 2005 um 20:22
In Antwort auf

Ich habe laut Diagnose vom Psychiater auch zwei ADS Kinder
Hallo Dagmar,

mir wurde auch gesagt das meine zwei Kinder ADS haben, mein Sohn schlimmer noch als mein Mädel. Ich kann mich aber nicht damit anfreunden das die Kinder Ritalin oder Medikinet bekommen sollen, da mein Sohn Kevin vor ca.3Jahren schon mal diese Hammertabletten bekommen hat und prompt eine ganze Menge Nebenwirkungen hatte, wie Appetitlosigkeit er magerte ab bis auf 28kg bei einer Größe von 140cm, er konnte nachts nicht einschlafen und das schlimmste er bekam Herzproblem, sein Herz schlug unregelmäßig, er musste sogar deswegen ins Krankenhaus wo sie das Medikament absetzten und seine Herzschmerzen wie weggeblasen waren. Wenn es wenigstens was geholfen hätte dieses Medikament aber nein der Junge lief noch traniger rum als ohne er war noch langsamer und konzentrieren konnte er sich auch nicht. Er lief echt rum als hätte er Heroin oder sonst eine Droge genommen. Ich versuch es nun schon mit Hömopatischen Mitteln und VitaminB-Kapseln, Fischölkapseln und Ginseng. Ich hab echt schon alles ausprobiert und weis bald nicht mehr weiter, möchte aber auch nicht mehr Ritalin geben. Weißt du vielleicht ob eine Nahrungsmittelumstellung was bringt?


Viele Grüße
Bianka

Liebe Bianka,

erfahrene Ärzte und Psychologen sagen, dass die Kinder psychosomatisch auf die Ängste der Eltern bei der Medikamentengabe regieren. Das ist nichts besonderes, das tun unsere Kinder auch in anderen Situationen.

Herzrhythmusstörungen sind keine beschriebene Nebenwirkung von Ritalin. Unser Ältester hatte solche auch, was kinderkardiologisch intensiv gestestet wurde. Ein Langzeit-EKG, bei dem jede Medigabe genau notiet wurde erbrachte, dass die Rhythmusstörungen in anderen zeitlichen Zusammenhängen waren. Glücklicherweise war unser Kinderkardiologe so aufmerksam diesen (Nicht-)Zusammenhang auszutesten.

Da du von Hammermedikamenten sprichst, vermute ich, dass dir ein wenig mehr Wissen über den Stoffwechsel der ADS'ler und die Wirkweise von Ritalin etc. helfen würde, deine Ängste in Wissen zu verwandeln.

Appetitlosigkeit ist tatsächlich die häufigste Nebenwirkung. Nur darf ein normalgewichtiges Kind dabei nicht abnehmen. Man kann als Eltern dem gut entgegenwirken, indem man die Essenszeiten ändert und das Essen der Kinder kalorienmäßig anreichert. Das Ändern der Essenszeiten bringt den größten Effekt, denn die Ritalin wirken max. 3-4 Stunden. Danach hat das Kind normal Hunger und die Kinder fangen an, alle versäumten Mahlzeiten nachzuholen.

Eine Ernährungsumstellung hat keine Auswirkung auf die ADS-Symptomatik. Man dachte früher einmal, dass es ein nahrungsmittelindiziertes ADS gäbe, aber die Forschung zeigte, dass dem nicht so ist.
Manche allergischen Kinder können auf bestimmte Nahrungsmittel auch mit Hyperaktivität reagieren. Und wenn man dieses Nahrungsmittel auslässt, lässt auch die motorische Unruhe nach.

Das ausschließliche Vorliegen einer motorischen Unruhe reicht aber nicht zur Diagnose eines ADS, da hier zwingend eine Aufmerksamkeitsstörung gefordert wird. Und auf diese hat eine Ernährungsumstellung keinen Einfluss, das wurde auch schon früher nicht behauptet.

Nahrungsergänzungsmittel werden gerne gepriesen, haben aber auch keinen Einfluss auf den Gehirnstoffwechsel. Erfolgsmeldungen nach dem Motto: Mein Kind war früher so schlimm dran und seit es jenes Mittel nimmt, ist alles ok, sind fingierte Patientenberichte von den Verkäufern dieser Mittel. Hier ein Beispiel:
http://forum.myphorum.de/read.php?f=2566&i=16634&t-=16634

und ein weiterer gute Link dazu:
http://www.schmerzselbsthilfe.de/schmerz/therapie/-fragwuerdig/verkaufen.php#verk02

Viele Grüße
Dagmar

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