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ADHS - Eine zweifelhafte Diagnose!

27. Oktober 2006 um 13:05 Letzte Antwort: 11. April 2011 um 10:38

Eine zweifelhafte Diagnose mit einer
fast epidemieartigen Zunahme ist heute
in aller Munde: die Diagnose 'ADHS'
(Aufmerksamkeitsdefizit - Hyperaktivitätsstörung).

Behauptungen die Ursache der ADHS
sei eine genetisch bedingte, chronische
Krankheit, eine nicht heilbare Hirnstoff-
wechselstörung werden verbreitet
und fest in das öffentliche Bewusstsein
verankert; Medikamente werden mehr-
heitlich als das Mittel der Wahl zur Be-
handlung dieser Symptomatik empfoh-
len. Folge: Eine exorbitante Erhöhung
(in der Schweiz 690% innerhalb von 4 Jahren)
der Verabreichung von Psychopharma-
ka bei KINDERN!

Aber bei Durchsicht der wissenschaft-
lichen Faktenlage lässt sich festhalten:
Es gibt KEINE gesicherten Belege, dass
die Ursache der 'ADHS' Symptomatik in
einer hirnorganischen Erkrankung liegt.
Somit sind Eltern, Lehrer, Ärzte, Päda-
gogen und Psychologen aufgefordert,
sich mit den eigentlichen psychoso-
zialen Ursachen dieser Symptomatik
vertraut zu machen.

Zahlreiche Elternberichte, Fachartikel,
Stellungnahmen aus Wissenschaft und
Froschung heute, finden Sie unter:
http://www.adhs-schweiz.ch

Als Elternteil empfehle ich Ihnen, diese
website zumindest zu besuchen und sich
selber ein Bild zu machen.

Der Slogan ist sehr treffend:

Das Kind einfühlsam verstehen -
nicht als krank diagnostizieren!
www.adhs-schweiz.ch

Schützt UNSERE Kinder - ohne Ritalin!

Viele Grüsse
Eine besorgte Mutter

Tanja


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31. Oktober 2006 um 12:43

Bravo!!!
Bin ganz Ihrer Meinung.Nur wäre es dann nicht besser das gesamte Schulkonzept auf den Kopf zu stellen? Ich meine: Statt aussortieren der Fähigkeiten was die Kinder nicht können,da einzuhaken wo die Kinder stehen.Sie aufzufangen und dann weiter zu fördern.
Bei der heutigen Unterrichtsstruktur werden doch z.B. so gut wie keine Didaktischen Reihen,wie sie im Kindergarten oft praktiziert werden, gemacht.Das wäre doch schon ein Punkt,wo man gut einhaken könnte.Warum verklompiziert die Schule das was unsere Kinder lernen sollen so?Wenn z.B. in Bio der Maikäfer durchgenommen wird,kann man doch eine Brücke zum Kunst- und Deutschunterricht sowie Geschichtsunterricht schlagen,so dass die Kinder einen Bezug aufbauen können und Gemeinsamkeiten entdecken können.Ich könnte mir vorstellen,dass die Kinder nicht nur mehr Spaß am lernen haben,sondern auch viel mehr dabei lernen.Dann hätten wir das Problem ADS auch nicht mehr so häufig,da das meistens erst in der Schule auffällt und weniger im Kindergarten.

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1. April 2011 um 21:02

Es ist auch zweifelhaft ...
zur erklärung ich bin mit meinem ersten kind schwanger aber kenne viele "ADS-Kinder" und kann daher auch mal ein paar erfahrungen hier posten:

der kleine bruder eines ex-freundes:
ich lernte den kleinen kennen als er 10jahre alt war. mir wurde gesagt er habe ADHS und bekomme dafür ritalin! am anfang dachte ich "gott dieses kind ist die ausgeburt der hölle! gut das der was dagegen bekommt" ....
bei genauerem hinsehen fielen mir aber verschiedene dinge auf:
-das kind saß nur vor TV oder spielekonsole (gerade die spielekonsolen und der pc haben ihn sehr agressiv gemacht) *nein es lag nicht an "baller-spielen" er bekam beim spielen nur so einen hohen adrenalinspiegel mit dem er nicht umgehen konnte, verlieren konnte er auch nicht
-wenn andere kinder zu besuch waren wurde im haus gespielt, auch draußen-spiele wie verstecken und fußball
-das kind war ständig allein, die mutter meinte ihre verpasste jugend nachholen zu müssen

für mich das schlimmste:
das kinderzimmer glich einem bunker! das ist mein ernst:
der kleine hatte die kompletten wände mit stiften bemalte, bis hoch zur decke wo ich mich heute noch frage wie er da rauf kam! der teppich war dunkel und voller flecken, spärliche möblierung und ein loch in der wand (der kleine meinte es sei in monster hinter der wand und wollte das mal anschaun!). und natürlich schon mit 8 jahren den eigenen fernseher bekommen
für mich ist klar das in so einer kinderfeindlichen atmosphäre kein "gesunder" kindergeist heranwachsen kann.

erstaunlich war für mich aber immer das der kleine sich sehr wohl benehmen und konzentrieren konnte: ab und an haben wir großen eben auf den kleinen aufgepasst, d.h. ich habe auch mal gekocht. der kleine durfte mir helfen und alles lief glatt und ohne rumhampeln oder ähnlichem.
manchmal konnte er auch mich nerven (weil er es eben genoß mal aufmerksamkeit zu bekommen und ernst genommen zu werden) aber wenn ich ihm ruhig sagte er solle mal einen gang runterfahren oder ähnliches, verstand er das er kein hampelmann SEIN MUSS!

ich sehe es wie meine vorredner:
wenn man seine kinder mit viel liebe, aufmerksamkeit und gedult erzieht gibt es kein ADS/ADHS!
kinder müssen sich draussen austoben und schmutzig machen. dieser mist im fernshen ist auch nichts für kinder mehr also dieser spongebob z.b. ist reine gehirnamputation per TV!

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5. April 2011 um 7:56
In Antwort auf zanina_11894418

Es ist auch zweifelhaft ...
zur erklärung ich bin mit meinem ersten kind schwanger aber kenne viele "ADS-Kinder" und kann daher auch mal ein paar erfahrungen hier posten:

der kleine bruder eines ex-freundes:
ich lernte den kleinen kennen als er 10jahre alt war. mir wurde gesagt er habe ADHS und bekomme dafür ritalin! am anfang dachte ich "gott dieses kind ist die ausgeburt der hölle! gut das der was dagegen bekommt" ....
bei genauerem hinsehen fielen mir aber verschiedene dinge auf:
-das kind saß nur vor TV oder spielekonsole (gerade die spielekonsolen und der pc haben ihn sehr agressiv gemacht) *nein es lag nicht an "baller-spielen" er bekam beim spielen nur so einen hohen adrenalinspiegel mit dem er nicht umgehen konnte, verlieren konnte er auch nicht
-wenn andere kinder zu besuch waren wurde im haus gespielt, auch draußen-spiele wie verstecken und fußball
-das kind war ständig allein, die mutter meinte ihre verpasste jugend nachholen zu müssen

für mich das schlimmste:
das kinderzimmer glich einem bunker! das ist mein ernst:
der kleine hatte die kompletten wände mit stiften bemalte, bis hoch zur decke wo ich mich heute noch frage wie er da rauf kam! der teppich war dunkel und voller flecken, spärliche möblierung und ein loch in der wand (der kleine meinte es sei in monster hinter der wand und wollte das mal anschaun!). und natürlich schon mit 8 jahren den eigenen fernseher bekommen
für mich ist klar das in so einer kinderfeindlichen atmosphäre kein "gesunder" kindergeist heranwachsen kann.

erstaunlich war für mich aber immer das der kleine sich sehr wohl benehmen und konzentrieren konnte: ab und an haben wir großen eben auf den kleinen aufgepasst, d.h. ich habe auch mal gekocht. der kleine durfte mir helfen und alles lief glatt und ohne rumhampeln oder ähnlichem.
manchmal konnte er auch mich nerven (weil er es eben genoß mal aufmerksamkeit zu bekommen und ernst genommen zu werden) aber wenn ich ihm ruhig sagte er solle mal einen gang runterfahren oder ähnliches, verstand er das er kein hampelmann SEIN MUSS!

ich sehe es wie meine vorredner:
wenn man seine kinder mit viel liebe, aufmerksamkeit und gedult erzieht gibt es kein ADS/ADHS!
kinder müssen sich draussen austoben und schmutzig machen. dieser mist im fernshen ist auch nichts für kinder mehr also dieser spongebob z.b. ist reine gehirnamputation per TV!

Naja
diese Einzelbeispiele liebe ich. Man kann eben nicht vom Einzelnen auf die Gesamtheit schließen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es Depressionen gibt, dennoch gibt es sie. Alles was psychologisch bedingt ist, ist nicht unbedingt für jeden greifbar. Natürlich gibt es Kinder/Menschen, die nicht richtig erzogen sind. Aber es gibt auch Menschen, bei denen im Kopf nicht alles nach Plan A läuft. Warum seid Ihr nicht froh, dass man solchen Menschen/Kindern mit Therapien helfen kann? Verstehe ich nicht.

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10. April 2011 um 16:07
In Antwort auf flyingkat

Naja
diese Einzelbeispiele liebe ich. Man kann eben nicht vom Einzelnen auf die Gesamtheit schließen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es Depressionen gibt, dennoch gibt es sie. Alles was psychologisch bedingt ist, ist nicht unbedingt für jeden greifbar. Natürlich gibt es Kinder/Menschen, die nicht richtig erzogen sind. Aber es gibt auch Menschen, bei denen im Kopf nicht alles nach Plan A läuft. Warum seid Ihr nicht froh, dass man solchen Menschen/Kindern mit Therapien helfen kann? Verstehe ich nicht.

Das verstehst Du falsch.
Uns ist durchaus bewußt, dass es Menschen gibt, die nun mal anders "ticken". Außerdem ist bei vielen denen ADS bzw. ADHS bescheinigt wurde ein Dopaminüberschuss festgestellt worden. Fakt ist aber auch, dass man - genau wie bei demenziell erkrankten Menschen - viel zu schnell hingeht und diese abstempelt. Nur weil ein Mädchen z. B. keine brav geflochtenen Zöpfchen hat und nicht so still in der Bank sitzt wie die anderen hat es noch lange kein AD(H)S. Genauso wenig wie die 80 jährige Oma die zum 5. Mal nicht weiß, dass die ate Friedrich Castelle Str. nach fast 70 Jahren in die Müllerstr. umbenannt wurde, weil irgendein Politiker in der Vergangenheit von Friedrich Castelle etwas gefunden hat, was mit der Hitlerzeit zusammenhängt und wofür dieser Mann dann gelobt wurde.

Beides Beispiele die ich selbst erlebt habe. Bei dem Kind handelt es sich um meine Tochter mit der ich bei 5 verschiedenen Ärzten und im Uniklikum zum EEG war, um wirklich auf Nummer Sicher zu gehen und AD(H)S ausschließen zu können, bei der Oma handelt es sich um eine Nachbarin, die ansonsten noch ihren kompletten Haushalt allein macht, einschließlich einkaufen, keinen Geburtstag vergißt, aber Schwierigkeiten hat ihre Schwägerin zu besuchen, weil die in ihrem Elternhaus lebt, was in der heutigen Müllerstr., damals Friedrich Castelle Str., steht.

Diesen Menschen dementsprechende Medis zu geben, nur weil man vorschnell urteilt, wäre ein Verbrechen. Ganz besonders bei Kindern, da man den meisten durch gute Verhaltenstherapie und natürichen Beruhigungsmitteln so wie vie Bewegung und auch Ruhephasen besser helfen kann, ohne Angst haben zu müssen, dass die Medis so weit greifen, dass der Körper irgendwann überhaupt kein Dopamin mehr produziert und das Kind später an Parkinson erkrankt.

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10. April 2011 um 21:07

Kann ich leider nicht ganz zustimmen
wenn ein Kind Hyperaktive ist muss es nicht unbedingt an den Umfeld legen. Jeder Mensch ist anders. Das merkt man schon in Familien wo nur ein Kind diese Diagnose hat.. Mein Sohn war schon in sehr kleinen Alter auffällig, er ist manchmal so gefallen beim spielen dass er in ummacht fiel von den Schock. Wir mussten alle Fenster und Türgriffen weg machen, weil er ständig am Fenster kletterte oder aus den Haus rannte mit zwei. Ich habe von mehrere Ärzte die Diagnose ADHS bekommen. Ich habe mich aber für Therapien und konsequente Erziehung entschlossen statt Medikamente. Es war ein sehr langer, harter Kampf aber es hat sich gelohnt. Ich würde mein Kind niemals Medikamente geben wollen aber kann niemand verurteilen der es nicht aushalten kann. Diese Kinder sind anstrengend nicht nur für Eltern sondern auch für andere Geschwister und ich musste die andere Kinder mit einbeziehen damit es klappte. Ich musste auch sehr intensive mit die Lehrerin arbeiten. Ständige Gespräche usw. Fast zwei Jahren musste ich die meiste Schularbeit zuhause nacharbeiten, weil er nicht in der Lage war es in der Schule zu machen. Ich hatte sehr viel Glück dass die Lehrerin mit machte und auch dafür war das es ohne Mediamente klappen kann. Ich muss auch sagen dass man mich unter sehr viel Druck gesetzt hat. Die Schulleiterin wollte dass ich Medikamente benutzte, als ich weigerte wollte sie ihm gleich auf eine Erziehungsschule schicken. Was Fernsehen betrifft. will ich nur kommentieren das ein Kind der Hyper ist nicht einmal sehr lange an Pc bleibt oder Fernseher. Heute ist mein Sohn 10 und ich bin sehr zufrieden. Er bringt mir auch sehr viel Freude und ich bin froh dass ich keien Medikamente eingesetzt habe obwohl ich manchmal echt in Versuchung kam.

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11. April 2011 um 10:38
In Antwort auf anneka_12500193

Kann ich leider nicht ganz zustimmen
wenn ein Kind Hyperaktive ist muss es nicht unbedingt an den Umfeld legen. Jeder Mensch ist anders. Das merkt man schon in Familien wo nur ein Kind diese Diagnose hat.. Mein Sohn war schon in sehr kleinen Alter auffällig, er ist manchmal so gefallen beim spielen dass er in ummacht fiel von den Schock. Wir mussten alle Fenster und Türgriffen weg machen, weil er ständig am Fenster kletterte oder aus den Haus rannte mit zwei. Ich habe von mehrere Ärzte die Diagnose ADHS bekommen. Ich habe mich aber für Therapien und konsequente Erziehung entschlossen statt Medikamente. Es war ein sehr langer, harter Kampf aber es hat sich gelohnt. Ich würde mein Kind niemals Medikamente geben wollen aber kann niemand verurteilen der es nicht aushalten kann. Diese Kinder sind anstrengend nicht nur für Eltern sondern auch für andere Geschwister und ich musste die andere Kinder mit einbeziehen damit es klappte. Ich musste auch sehr intensive mit die Lehrerin arbeiten. Ständige Gespräche usw. Fast zwei Jahren musste ich die meiste Schularbeit zuhause nacharbeiten, weil er nicht in der Lage war es in der Schule zu machen. Ich hatte sehr viel Glück dass die Lehrerin mit machte und auch dafür war das es ohne Mediamente klappen kann. Ich muss auch sagen dass man mich unter sehr viel Druck gesetzt hat. Die Schulleiterin wollte dass ich Medikamente benutzte, als ich weigerte wollte sie ihm gleich auf eine Erziehungsschule schicken. Was Fernsehen betrifft. will ich nur kommentieren das ein Kind der Hyper ist nicht einmal sehr lange an Pc bleibt oder Fernseher. Heute ist mein Sohn 10 und ich bin sehr zufrieden. Er bringt mir auch sehr viel Freude und ich bin froh dass ich keien Medikamente eingesetzt habe obwohl ich manchmal echt in Versuchung kam.

Herzlichen Glückwunsch,
das ist genau das, was ich und auch einige andere Leute hier meinen. Erst mal mit viel Geduld, Konsequenz, Therapeutischer Hife und vor allem LIEBE arbeiten. Erst wenn gar nichts mehr geht würde ich Medikamente einsetzen.

Klasse, dass Du Dich so durchgesetzt hast. Es wäre aber sicherlich einfacher für Dich gewesen, wenn es Schulen gäbe, die die Fähigkeiten der Kinder unterstützen, statt herauszuarbeiten was sie nicht können, um dann wie die Rektorin an der Schule Deines Kindes zu fordern, dem Kind Medikamente zu verabreichen.
Bzgl. Fernseher und PC muß ich Dir Recht geben. Ein Kind das so schon Schwierigkeiten hat sich auf eine Sache längere Zeit einzulassen, ist gar nicht in der Lage stundenlang vor diesen Dingern zu sitzen.

LG

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