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Abnabelung und Angst davor....

19. Februar 2007 um 13:27 Letzte Antwort: 4. März 2007 um 12:10

Ich habe einen fast 17-jährigen Sohn, der nun seit ein paar Monaten voll in der Pubertät steckt. Er belügt mich, schwänzt die Schule, habe nun herausgefunden, dass er auch raucht - es ist heftig. Ich weiss, es gibt viele hier, die viel Schlimmeres erleben. Mein Problem ist, dass ich ihn vermisse. Ich habe solche Angst davor, ihn gehen zu lassen. Ich weiss, er muss sein eigenes Leben leben und seine eigenen Erfahrungen machen. Aber ich habe einfach Angst, dass er mich nicht mehr braucht und ich ihn verliere. Ich zeige ihm nicht, dass ich darüber so traurig bin, dass mir die Abnabelung, das Loslassen solche Probleme bereitet. Ich will ihm ja nicht im Weg stehen, ich weiss nur nicht, wie ich damit klar kommen soll, dass er so schrecklich schnell "erwachsen" wird. In der letzten Zeit kommen mir immer häufiger die Tränen, ich bin so enttäuscht, wenn ich wieder mal herausfinde, dass er mich belogen hat. Es schmerzt so sehr, dabei liebe ich ihn über alles. Ich wünsche mir, dass er später mal im Leben klar kommt, Erfolg hat auch beruflich, aber im Moment bin ich mir da nicht so sicher, ob er seinen Weg finden wird. Er ist nur noch draußen unterwegs mit seinen Freunden. Gestern bin ich nervlich so am Ende gewesen und er hat es leider mitgekriegt. Er nahm mich in den Arm, hat mich getröstet und gesagt, er will mich nie wieder anlügen. Vielleicht versteht ihr mich gerade nicht - weil ich so viele Gedankensprünge mache... Ich will ihn loslassen, ich weiss ich muss. Aber ich vermisse ihn jetzt schon. Ich glaub ich dreh am Rad, wenn er eines Tages ausziehen will. Kann mir denken, dass ihr jetzt den Kopf über mich schüttelt, aber was soll ich nur tun? Geht das vorbei - diese Traurigkeit? Bin Gott sei Dank nicht allein - habe meinen Mann, der mir immer zur Seite steht. Ich würde mich halt sehr freuen, wenn sich jemand hier im Forum angesprochen fühlt und mir einen Rat geben kann, was ich tun soll.

Lieben Dank schon mal an Euch.

Gruß,
codenamelucy

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20. Februar 2007 um 14:42

Weiss nicht weiter...
Vielen lieben Dank erst mal für die Antworten. Hat mir schon geholfen, das aus zwei verschiedenen Perspektiven zu sehen. Bin halt momentan wohl auch wieder in der Pubertät... Mache mir einfach nur solche Sorgen wegen der Schule. Er schwänzt und die Noten gehen in den Keller. Im Sommer soll er seinen Abschluss machen. War die ganzen Jahre über ein Mittlere Reife-Kandidat, jetzt wackelt selbst der Hauptschulabschluss. Bin ich vielleicht zu liberal? Ich lasse ihn schon an der langen Leine, mit gewissen Grenzen natürlich. Wir haben auch sonst ein liebes Verhältnis und können noch miteinander reden. Es ist einfach sehr schwer....

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20. Februar 2007 um 17:26

Hallo Leidensgenossin
da können wir uns ja die Hand reichen...mir gehts im Moment genau so wie dir. Ich bin genau so traurig wie du. Vielleicht hast du meinen Beitrag ja auch schon gelesen. Mein Sohn ist vor einer Woche ausgezogen,lebt jetzt mit zwei Freunden zusammen. Die Wohnung ist ein einziger Saustall ( tut mir leid, anders kann ich es nicht nennen ). Er hat schon immer seinen eigenen Kopf, aber ich habe es anders für ihn vorgestellt. Dachte, naja, vielleicht wenn er in der Lehre ist, eine Freundin hat, kleine Wohnung und ich kann ihm dabei helfen. Aber so? Ich kenne ja meinen Sohn, so wie du deinen, wie kein anderer. Er ist der Typ Mensch, den man immer an die Hand nehmen muss und sagen muss: nun mach doch mal!!! Er war in der Schule nicht sonderlich gut und hat jetzt wirklich nach langem Kampf das Glück auf eine einjährige Ernährungsschule gelangt zu sein und dann in einen Betrieb zu wechseln um dort eine Lehre zu machen. Ich habe solche Angst das er jetzt unter dem Einfluss seiner Freunde steht und ihm alles egal wird. Vielleicht täusche ich mich ja auch in ihm. Aber du und ich wir können eigentlich nicht viel machen ausser es zu akzeptieren. Ich habe ihm gesagt das unsere Tür immer für ihn offen ist und er jederzeit zurück kommen kann...mehr kann man glaube ich nicht tun...so schwer es auch fällt. Ich wünsche dir alles,alles gute.Mit der Zeit werden wir bestimmt lernen, damit zu leben.Und dann sind wir vielleicht stolz auf unsere Söhne, das sie es ganz allein zu etwas gebracht haben.
Liebe Grüße
kleinerteufel

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21. Februar 2007 um 7:31
In Antwort auf msr_12288827

Hallo Leidensgenossin
da können wir uns ja die Hand reichen...mir gehts im Moment genau so wie dir. Ich bin genau so traurig wie du. Vielleicht hast du meinen Beitrag ja auch schon gelesen. Mein Sohn ist vor einer Woche ausgezogen,lebt jetzt mit zwei Freunden zusammen. Die Wohnung ist ein einziger Saustall ( tut mir leid, anders kann ich es nicht nennen ). Er hat schon immer seinen eigenen Kopf, aber ich habe es anders für ihn vorgestellt. Dachte, naja, vielleicht wenn er in der Lehre ist, eine Freundin hat, kleine Wohnung und ich kann ihm dabei helfen. Aber so? Ich kenne ja meinen Sohn, so wie du deinen, wie kein anderer. Er ist der Typ Mensch, den man immer an die Hand nehmen muss und sagen muss: nun mach doch mal!!! Er war in der Schule nicht sonderlich gut und hat jetzt wirklich nach langem Kampf das Glück auf eine einjährige Ernährungsschule gelangt zu sein und dann in einen Betrieb zu wechseln um dort eine Lehre zu machen. Ich habe solche Angst das er jetzt unter dem Einfluss seiner Freunde steht und ihm alles egal wird. Vielleicht täusche ich mich ja auch in ihm. Aber du und ich wir können eigentlich nicht viel machen ausser es zu akzeptieren. Ich habe ihm gesagt das unsere Tür immer für ihn offen ist und er jederzeit zurück kommen kann...mehr kann man glaube ich nicht tun...so schwer es auch fällt. Ich wünsche dir alles,alles gute.Mit der Zeit werden wir bestimmt lernen, damit zu leben.Und dann sind wir vielleicht stolz auf unsere Söhne, das sie es ganz allein zu etwas gebracht haben.
Liebe Grüße
kleinerteufel

Hallo zurück...
Tut gut zu wissen, dass man nicht allein ist... Ich habe auch die Hoffnung, dass er bald wieder etwas "normaler" tickt und zumindest die Schule vernünftig macht. Mehr kann man glaube ich auch gar nicht erwarten. Wenn das laufen würde, wäre mir schon leichter ums Herz. Nun mache ich mir auch noch Gedanken darüber, wie er seine Zigaretten finanziert. Er bekommt nur ein kleines Taschengeld.... Er ist wirklich ein cleveres Kerlchen, könnte so viel erreichen, wenn er sich nur ein bißchen mehr auf sich selbst konzentrieren würde. Ach was rede ich, das wissen wir ja schließlich alle. Da habe ich selbst das Rauchen aufgegeben, jetzt fängt der Kerl damit an. Ich könnte Bücher über meine Gefühle schreiben - ehrlich...

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24. Februar 2007 um 9:18

Hallo!!!
Danke für deine Mail. Ich wollte dir Antworten,aber er zeigt mir immer Fehler auf der Seite an wenn ich auf senden gehe....hmmmm??? Ich kopiere jetzt mal den Text hier rein. Hast du vielleicht noch eine ander e-mail Adresse ausser bei gofeminin? Vielleicht klappts ja da!

Hallo codenamelucy,

würde sehr gerne mit dir in Kontakt bleiben. Mit den meisten in meinem Umfeld ist es schwer zu reden, da sie eben nicht in dieser Situation sind oder keine Kinder haben. Ich habe diese Woche ein paar mal bei meinem Sohn angerufen. Wollte ich ja eigentlich nicht, aber es ging ums Kindergeld, welches jetzt wo er 18 ist, weiter beantragt werden muss. Ich sagte ihm das er mir eine Schulbescheinigung besorgen muss. Also muss er ja auf jeden Fall zur Schule und sie besorgen. Ich werde sehen was passiert. Heute hole ich ihn ab zu mir und dann will ich in ruhe noch mal mit ihm darüber reden. Wenn er sie nicht besorgt dann weiss ich ja das er nicht zu Schule geht. Dann ist aber auch das Geld weg. Er war auch am Donnerstag nicht im Betrieb. Er sagte, er war krank und hatte Fieber. Ich sagte, dann muss er zum Arzt, aber gegangen ist er dann trotzdem nicht. Er war so genervt am Telefon und alles ist ihm egal. Ich versteh das einfach nicht. Er will meine Hilfe gar nicht und das tut so weh. Ich frag mich immer was ich falsch gemacht haben könnte. Er durfte alles, hab immer alles für ihn gemacht. Aber vielleicht war das grade nicht richtig. Vielleicht hätte er eine härtere Hand und Regeln gebraucht. Im Grunde ist er ein so lieber Kerl. Er hat mich eigentlich nie so richtig angelogen oder Mist gebaut. Auch hat er immer angerufen wenn er irgendwo war und es später wurde. Aber ich denke es ist der Einfluss von draussen. Ich fahre immer mit dem Zug zur Arbeit und morgens stehen viele Jugendlich dort. Wenn ich dann höre wie die über zu Hause reden könnte ich echt zu viel kriegen. Alles Scheisse daheim, kein Bock auf Schule, am Wochenende gehen wir wieder saufen...usw. Was ist das nur für eine Jugend. Ich habe früher immer selber geflucht wenn mir das die Älteren gesagt habe...die Jugend heut zu Tage...aber echt...bei mir war das früher wirklich anders. Ich komme da einfach nicht mehr mit mit dieser Scheissegalhaltung. Aber jetzt mal zu dir: hat dein Sohn denn schon mal angedeutet das er ausziehen will? Und was macht er denn wenn er die Schule schwänzt? Gammelt er dann irgenwo rum? Beteiligt er sich noch am Familienleben? Das hat mein Sohn nicht mehr gemacht. Hat sich nur im Zimmer verkrochen. Oh man..ich könnte einen Roman schreiben, so viele Dinge gehen mir durch den Kopf. Einerseits bin ich traurig und dann wechselt es immer in Verzweiflung und dann Wut. Wenn ich dann wütend auf ihn bin gehts mir zeitweise manchmal besser ( klingt blöd, oder?)aber dann denke ich, wenn er es so will,bitte,soll er doch sehen wie er klar kommt. Aber meistens hält das Gefühl nicht lange. Dann kommt die Angst wieder. So, jetzt hab ich dich glaub ich erst mal genug zugetextet. Wäre schön zu hören wie es bei dir so läuft.

Alles liebe!!!

kleinerteufel

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4. März 2007 um 12:10

Hab dich nicht vergessen!!!
Hallo,

hab dich nicht vergessen, wollte dir gerade zurück schreiben, aber irgendwie klappts hier mal wieder nicht, aber ich arbeite dran .

Gruss kleinerteufel

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