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Abhängig von den Eltern: Wie kann ich mich lösen?

9. Mai 2013 um 15:59

Hallo, ich hoffe ich bin hier richtig?!

Folgendes Problem; meine Eltern!
Natürlich ist das so nicht richtig und ich muss beide Seiten angucken, mich und meine Eltern...
Ich versuche mich kurz zu fassen

Ich bin 20 Jahre alt, habe zwei Geschwister (14/22 Jahre) und alle samt wohnen noch bei meinen Eltern
Schon von klein auf war ich das sog. Sorgenkind, so wie meine Oma mir das heute wieder berichtete
Kurz nach der Geburt hörte ich auf zu atmen, dann bekam ich mit knapp 2 Jahren eine Lungenetzündung an der ich fast verstarb, hatte als Kleinkind Probleme beim Sprechen (ging zur Logopädie), hatte Probleme bei der Feinmotorik, aufgrund meiner Sehschwäche- habe seit dem 2. Lebemsjahr eine Brille
Meine Eltern waren immer für mich da, sind zu sämtlichen Ärzten, Therapeuten usw. gegangen und haben das aus mir gemacht was ich heute bin- eine junge Frau mitten im Leben.
Ich bin ihen wirklich sehr dankbar für das was sie für mich getan habe und liebe sie über alles

aber....

ich hab schon seit längerem das Gefühl mehr ein "Anhängsel" zu sein und das sie mir nichts zutrauen. Beispiel:
Ein leben lang schon wollte ich Ärztin werden, wollte nach meiner mittleren Reife Abitur machen und dann hoffentlich studieren... was wurde aber daraus:
Ich machte meine mittlere Reife, begonn eine Ausbildung und schloß sie dieses Jahr ab (Krankenschwester )
Jetzt habe ich schon mehrfach gesagt das ich das Abitur nachholen möchte und dann studieren, sie blocken aber immer aber und sagen "Mach doch eine Weiterbildung, arbeit erstmal ein Jahr usw." Nehmen mich also gar nicht ernst

Dann nach der Ausbildung, die Frage wohnin soll ich gehen zum arbeiten. Hatte zwei Stellen zur Auswahl, mir wurde ständig die eine Stelle eingeredet und schwupps wo bin ich geladet? Genau da..
Es macht mir kein Saß, ich gehe mit einem ganz schelchten Gefühl zur Arbeit usw.
Wollte mich wo anders bewerben, mir wurde es ausgeredet usw. usf. Ich war auch so doof und hab es nicht gemacht, denke sie zumindest

Hab mich nun umbeworben, ein Vorstellungsgespräch udn hoffe diese Stelle zu bekommen..
Und ich hoffe auch dann endlich ausziehen zu können, in die Stadt wo ich die Arbeitsstelle hätte (ca. 15km von daheim weg) und dann endlich auf eigenen Beinen stehen zu können.

Schon so fot wollte ich ausziehen und immer hieß es, bleib hier, das viel einfach, wir wollen nicht das du gehst usw. aber ehrlich, ich kann mich nicht lösen!
Ich sitze fast jeden Abend bei meiner Mama im Wohnzimmer weil sie sonst alleine dasitzen würde (Papa ist als am PC!), meine Geschwister in den jeweiligen Zimmern... und ich hock bei mir, wegen meinem schlechten Gewissen. Ich könnte gar nicht in mein Zimmer und wenn ich es mal mache, renne ich im 5 Minuten Takt zu ihr und guck was sie macht.
Das gleiche auch wenn ich mal denke endlich hoch gehen zu können kommt der spruch "Dann sitz ich ja wieder alleine hier!"
Und wieder mein schechtes Gewissen und ich bleibe....

.. ich evrsuch es ihnen immer recht zu machen, lebe mein Leben bald nach ihren Vorstellungen und der dank, den sehe ich irgendwie nicht
Ich sehe dann immer nur meine große Schwester. die die wahnsinns Ausbildung macht, bald für ein halbes Jahr nach Amerika geht und meine Eltern sie stetig motivieren weiter zu machen und ich mir so minder vorkomm. Ich hab ein Notendurschnitt von 2,7, meine Schwester eine 1,4 und sie ist mit sich nicht zufrieden...
Es ist ja auch nicht so das meine Eltern nicht gesagt haben stolz auf mich zu sein, im Gegenteil, aber trotzdem wenn Besuch da ist steht sie imme im Mittelpunkt. Ich geh total unter...
Auch sie wird immer nur nach Rat gefragt, bei ihr ist es immer okay wen sich nichts macht, wenn sie zickt usw.

Oh Mann, ich hab jetzt glaub total komisch geschrieben
Mit mir sind nur grad die Gefühle durch und ich heul total hör deswegen auch auf zu schreiben...
Habt ihr denn aber einen Rat für mich, wäre euch sehr dankbar..

LG Blondie

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11. Juni 2013 um 16:15

Hey,
ich glaube, du brauchst zuerst ein bisschen Trost.
Es ist im Leben fast schon eine Regel, dass wenn uns etwas fehlt, irgendjemand um uns ist, der genau das hat, was wir wollen - es fühlt sich ätzend an. Glaube mir, so geht es uns allen - ich glaube fast ausnahmslos...

So ein Neid ist eine super Sache, den sie weist uns den direkten Weg dorthin, wo wir hinwollen und zeigst uns erstmal das, was wir nicht haben, aber haben könnten. Deine Schwester ist insgeheim auch neidisch auf dich. Sachen, die dir total normal vorkommen und du sie nicht mal beachtest, sind vielleicht für sie genau das, was sie gerne hätte. So etwas gibt aber keine so gerne zu.

Du bist sehr klar in dem was du dir wünschst und auch in dem was du nicht willst. Alles was dir fehlt ist ein bisschen Mut und Selbstbewusstsein.

Ich bin ausgewandert um mich dem Einfluss meiner Eltern zu entziehen. 600 km und zwei Länder liegen zwischen uns. Erst dann habe ich mich sicher genug gefühlt um die Dinge so anzupacken, wie ich es wollte. Es war aber alles andere als einfach. Erst jetzt, 13 Jahre später würde ich mir zutrauen in ihrer Nähe zu wohnen und mein Leben trotzdem zu so regeln, wie ich will. (ohne dieses schleche Gewissen).

Es ist eine sehr machtvolle Konditionierung, die dich steuert. Es gibt nur einen Ausweg - WEG DA! Es muss erstmal Stille und Ruhe um dich sein, damit du auf dich hören kannst und nicht bei jeder Entscheidung auch deine Eltern einbeziehen muss. Du musst dir erstmal einen Raum erschaffen, in dem du zum Beispiel nur dann Fernseher guckst, wenn du es willst. Du wirst es in deiner gewohnten Umgebung viel schwieriger haben, es zu ändern - sehr viel schwieriger.

Du weist was du willst und was du nicht willst und ich kann dir wirklich nur zustimmen und dir Mut machen - ziehe es durch, werde selbstständig, lerne dich kennen...

LG S.

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