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6jährige Tochter unheimlich langsam..

13. März 2008 um 13:59 Letzte Antwort: 18. März 2008 um 9:46

Hallo!!

Ich habe 2 Töchter.. Meine grosse wird im Mai 7 und die kleine ist grade 3. Die beiden verstehen sich auch super und spielen immer schön miteinander, obwohl die beiden unterschiedlich sind ohne Ende.
Meine Grosse ist seit letztem Jahr in der Schule und gehört da zu den 4Besten. Also etwas, auf was ich sehr stolz bin. Allerdings bringt sich mich mit ihr Langsamkeit auf die Palme. Sie ist ständig am trödeln und macht alles extrem langsam. Jeden Morgen ist das gleiche Theater beim Anziehen. Wir stehen nun schon 15 Minuten früher auf, damit sie Zeit hat. Aber selbst da, muss ich sie mehrmals ermahnen.
Auch wenn wir z.B. einkaufen gehen, sie steht dann teilweise einfach irgendwo mitten im Weg, Leute wollen an ihr vorbei und sie kapiert nicht, das sie mal nen Schritt zur Seite machen soll. Wenn wir dann nach hause kommen vom einkaufen, sollen beide immer etwas beim ausräumen helfen. Klar, nur leichte Sachen. Aber selbst da, die kleine steht mit am Kofferraum und hilft, die grosse steht an der Haustür und guckt und wartet.
Heute morgen z.B. habe ich ihr gesagt, sie solle Tee für ihre Schwester fertig machen und ihren Kakao, ich mach die Brote. Als ich sie und ihre Schwester gefragt habe, was sie aufs Brot wollen, holt die grosse auf einmal alles an Wurst und Marmelade aus dem Kühlschrank und stellt die Sache vor die Mikrowelle. Ich habe sie dann gefragt, was mit dem Tee und dem Kakao ist, kommt die Antwort: Hab ich vergessen. Sie hatte das dann nur angefangen und dann stehen lassen. Ich habe ihr dann gesagt, sie soll ihren Kakao fertig machen und auch warm machen in der Mikrowelle, daraufhin nimmt sie alle Wurst und Marmelade und räumt die wieder in den Kühlschrank!!!

Ich weiss langsam nicht mehr was ich machen soll, egal was, sie reagiert unheimlich langsam oder gar nicht oder sie macht nichts selbstständig.
Haben wir sie zu sehr verwöhnt als sie klein war?? Oder stimmt irgendetwas mit ihr nicht? Ihre Geburt hat lange gedauert und da der Arzt angst hatte, das sie nur noch schlecht versorgt wird, wurde ein KS gemacht, danach kam sie in eine Kinderklinik weil sie schlecht Luft bekam.

Ich weiss nicht mehr weiter, zumal die kleine unheimlich agil ist. Ich bin auch ein eher unruhiger Mensch und deswegen bringt mich das alles umso mehr auf die Palme.

Ich danke euch für euren Rat

LG
Nicole

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13. März 2008 um 15:38

Liebe Nicole,
ich schreib dir jetzt mal keinen langen Aufsatz, sondern werfe einfach zwei Aspekte in den Raum - zum Weiterdiskutieren:

1) Mir will scheinen, dass du an deine Mitmenschen - konkret an deine Kinder - dieselben Maßstäbe anlegst, die du auch an dich anlegst. Das ist eine Feststellung und kein Vorwurf. Ich ertappe mich dabei auch immer mal wieder. Nur weil du "unruhig" und aktiv bist, muss deine Tochter noch lange nicht so sein. Den Charakter kann man durch Erziehung auch nicht verändern.

2)Offenbar ist deine Große, mal platt ausgedrückt, nicht doof. Vielleicht ist sie eben ständig in Gedanken! Das ist nichts Negatives, nur im Alltag manchmal hinderlich Wenn sie dir zu wenig selbstständig ist, obwohl sie vom Intellekt her überblicken könnte, was getan werden muss, dann lass sie doch mal auflaufen. Treib sie morgens einfach nicht an, lass sie ein paar Tage in Folge zu spät in die Schule kommen! (Zur Sicherheit könntest du der Lehrerin ankündigen, dass du sowas planst, sonst wundert sie sich vielleicht.) Mein Mittlerer (wird 9) ist auch so ein Träumer. Eines schönen Tages habe ich ihm erklärt, dass ich mich von nun an nicht mehr darum kümmern werde, wann er in Richtung Schule aufbricht. Und siehe da, von Stund an hat er es allein geschafft. Ich muss nur genügend Gleichmut aufbringen, um auszuhalten, dass er auf den letzten Drücker losrennt (er steht 1 1/2 Stunde zuvor auf!!).

Auf keinen Fall würde ich gleich eine mangelnde Sauerstoffversorgung oder sowas vorschieben, nur weil dein Kind nicht so fix ist, wie du es gern hättest.

So, das waren doch einige Worte mehr... Ich freue mich aufs Diskutieren!

Tiny (meine Kinder sind 10, knapp 9 und knapp 3)

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13. März 2008 um 15:47
In Antwort auf birgit_11892245

Liebe Nicole,
ich schreib dir jetzt mal keinen langen Aufsatz, sondern werfe einfach zwei Aspekte in den Raum - zum Weiterdiskutieren:

1) Mir will scheinen, dass du an deine Mitmenschen - konkret an deine Kinder - dieselben Maßstäbe anlegst, die du auch an dich anlegst. Das ist eine Feststellung und kein Vorwurf. Ich ertappe mich dabei auch immer mal wieder. Nur weil du "unruhig" und aktiv bist, muss deine Tochter noch lange nicht so sein. Den Charakter kann man durch Erziehung auch nicht verändern.

2)Offenbar ist deine Große, mal platt ausgedrückt, nicht doof. Vielleicht ist sie eben ständig in Gedanken! Das ist nichts Negatives, nur im Alltag manchmal hinderlich Wenn sie dir zu wenig selbstständig ist, obwohl sie vom Intellekt her überblicken könnte, was getan werden muss, dann lass sie doch mal auflaufen. Treib sie morgens einfach nicht an, lass sie ein paar Tage in Folge zu spät in die Schule kommen! (Zur Sicherheit könntest du der Lehrerin ankündigen, dass du sowas planst, sonst wundert sie sich vielleicht.) Mein Mittlerer (wird 9) ist auch so ein Träumer. Eines schönen Tages habe ich ihm erklärt, dass ich mich von nun an nicht mehr darum kümmern werde, wann er in Richtung Schule aufbricht. Und siehe da, von Stund an hat er es allein geschafft. Ich muss nur genügend Gleichmut aufbringen, um auszuhalten, dass er auf den letzten Drücker losrennt (er steht 1 1/2 Stunde zuvor auf!!).

Auf keinen Fall würde ich gleich eine mangelnde Sauerstoffversorgung oder sowas vorschieben, nur weil dein Kind nicht so fix ist, wie du es gern hättest.

So, das waren doch einige Worte mehr... Ich freue mich aufs Diskutieren!

Tiny (meine Kinder sind 10, knapp 9 und knapp 3)

Nun
ich war auch so, wie Deine Große... ich hab das damals gemacht, um die Grenzen bei meinen Eltern abzustecken... ich wollte damit bewusst provozieren.... andere machen das indem sie einfach trotzig sind oder in anderer Weise ständig auffallen!

Blöd scheint Deine Große auf keinen Fall zu sein. Ich gebe meiner Vorrednerin recht. Lass sie mal alleine dafür verantwortlich sein, ob sie pünktlich in der Schule ankommt oder nicht...

LG

Sibylle mit Marcel (4 1/2 Monate)

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14. März 2008 um 11:51
In Antwort auf ciel_12775496

Nun
ich war auch so, wie Deine Große... ich hab das damals gemacht, um die Grenzen bei meinen Eltern abzustecken... ich wollte damit bewusst provozieren.... andere machen das indem sie einfach trotzig sind oder in anderer Weise ständig auffallen!

Blöd scheint Deine Große auf keinen Fall zu sein. Ich gebe meiner Vorrednerin recht. Lass sie mal alleine dafür verantwortlich sein, ob sie pünktlich in der Schule ankommt oder nicht...

LG

Sibylle mit Marcel (4 1/2 Monate)

Danke!
Danke erstmal für eure Antworten...

Also mit dem Erwartungsdruck kann ich so nicht bestätigen. Es ist eben einfach nur, das wenn eine von meinen Töchtern "quer spielt" verläuft der Rest des Tages auch so.
Ich habe 2 Nebenjobs, 2 Kinder, 1 Mann, 2 Kater und einen Hund hier rumspringen. Alles muss ich irgendwo regeln. Es klappt meistens auch, nur wenn Madame dann ewig trödelt dann klappt nix.
Ich weiss nicht, ob es ihre Art ist, auf sich aufmerksam zu machen. Keine Ahnung. Sie bringt mich manchmal nur wirklich zu Weissglut.
Dum ist sie weissgott nicht. Sie ist sehr intelligent.
Feinmotorik oder Kreativität eher weniger. Sie merkt sich sehr gut Sachen, kann sehr gut schreiben, rechnen usw.
Mir kam gestern die Idee, ob sie nicht vielleicht unterfordert sein könnte? Sie gehört zu den Klassenbesten, obwohl wir sie vorher nicht sonderlich gedrillt haben oder sowas.
Bei mir wurde mal ein IQ-Test gemacht und ich hatte einen IQ von 138. Bei mir war es auch immer das Mathematische Verständis, Kreativ war ich noch nie, hatte auch nie wirklich die Ruhe dabei .
Naja, nächste Woche sind Ferien und mein Mann hat auch frei, da habe ich dann etwas Unterstützung.
Vielleicht bin ich auch einfach nur ausgelaugt und deswegen so reizbar..
Ich wünsche euch Frohe Ostern!!

LG
Nicole

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14. März 2008 um 14:05
In Antwort auf an0N_1266303199z

Danke!
Danke erstmal für eure Antworten...

Also mit dem Erwartungsdruck kann ich so nicht bestätigen. Es ist eben einfach nur, das wenn eine von meinen Töchtern "quer spielt" verläuft der Rest des Tages auch so.
Ich habe 2 Nebenjobs, 2 Kinder, 1 Mann, 2 Kater und einen Hund hier rumspringen. Alles muss ich irgendwo regeln. Es klappt meistens auch, nur wenn Madame dann ewig trödelt dann klappt nix.
Ich weiss nicht, ob es ihre Art ist, auf sich aufmerksam zu machen. Keine Ahnung. Sie bringt mich manchmal nur wirklich zu Weissglut.
Dum ist sie weissgott nicht. Sie ist sehr intelligent.
Feinmotorik oder Kreativität eher weniger. Sie merkt sich sehr gut Sachen, kann sehr gut schreiben, rechnen usw.
Mir kam gestern die Idee, ob sie nicht vielleicht unterfordert sein könnte? Sie gehört zu den Klassenbesten, obwohl wir sie vorher nicht sonderlich gedrillt haben oder sowas.
Bei mir wurde mal ein IQ-Test gemacht und ich hatte einen IQ von 138. Bei mir war es auch immer das Mathematische Verständis, Kreativ war ich noch nie, hatte auch nie wirklich die Ruhe dabei .
Naja, nächste Woche sind Ferien und mein Mann hat auch frei, da habe ich dann etwas Unterstützung.
Vielleicht bin ich auch einfach nur ausgelaugt und deswegen so reizbar..
Ich wünsche euch Frohe Ostern!!

LG
Nicole

Also da muss ich mal grinsen
Hallo Nicole,

oh doch, ich glaube sehr wohl, euer Problem ist, dass deine Tochter sich nicht so verhält, wie du es von dir gewohnt bist. Geh mal nicht gleich in Abwehrhaltung Ich selbst habe viele Jahre gebraucht, um mir dessen bewusst zu werden. Ich arbeite als Freiberufler, was oft einen enormen Terminstress verursacht, habe drei (relativ "schwierige" und anspruchsvolle) Kinder und so gut wie den ganzen Haushalt am Halse. Ich bin ein selbstdisziplinierter, organisierter und auch durchaus nicht dummer Mensch. Ich versteh dich deshalb schon: DEIN Tag muss einfach "klappen", so, wie DU es GEPLANT hast, und wenn sich jemand gegen diese PLANUNG stellt, dann "bringt es dich zur Weißglut" (ich zitiere). NUR ERREICHEN tust du damit gar nichts:

- Wenn deine Tochter das mit Absicht macht, sozusagen aus Oppositionsgeist, dann ist sie zufrieden, wenn du ausrastest, denn das war ja das Ziel der Übung.

- Wenn sie dich aber gar nicht ärgern will, sondern geistesabwesend ist, weil sie einfach an was anderes denkt (zum Beispiel im Gehirn den Misthaufen der in der letzten Stunde empfangenen Eindrücke sortiert), dann fühlt sie sich zu Unrecht angegriffen und du wirst sie mit den Ausrastern auch nicht ändern.

Stell dich darauf ein, dass dein Kind anders ist als du. Lass ihr ihr eigenes Tempo, wo auch immer es geht. Erklär ihr dein Problem und trefft Vereinbarungen: Sie bemüht sich um Eile, wenn es WIRKLICH wichtig ist (worunter ich nicht den rechtzeitigen Aufbruch zur Schule verstehe), ansonsten lässt du sie. Gute Dienste leistet meinem Träumersohn sein Kurzzeitwecker: "Wenn es piept, bist du fertig gewaschen im Bett", "wenn es piept, hast du die Hausaufgaben fertig" und so weiter.

@maralea: Von meinem Sohn (knapp 9) weiß ich, dass er tatsächlich immer über irgendwas nachgrübelt. Nach besonders zähen Tagen kommt er dann auch oft mit einer bahnbrechenden Frage rum, zum Beispiel, warum ihn die Atmosphäre nicht erdrückt, wenn der Luftdruck noch oben geht (gestern). Ich schätze, solche Fragen sind wohl das Resultat längerer Denkprozesse. Aber ich will nicht verschweigen, dass es mich auch gelegentlich ank..., ständig der Kameltreiber zu sein. Ich kann es aber aushalten

Noch zum Thema Unterforderung: Das kann natürlich auch immer sein, aber es ist nicht die Ursache fürs Trödeln beim Anziehen und In-die-Luft-gucken beim Autoauspacken. Wenn dich das Thema so beschäftigt, lass sie doch mal testen. Fragen dazu beantworte ich gern, mindestens 2 meiner Kinder haben einen sehr hohen IQ.

Dir auch frohe Ostern!

Tiny

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15. März 2008 um 0:12

Hey du,
also ich kenne das bei meiner Kleinen auch in ähnlicher Weise. Sie ist von der Entwicklung sehr weit, aber wirkt oft verträumt und ich habe den Eindruck manche alltäglichen Sachen interessieren sie gar nicht. So kannst du es sehen. Sei froh, wenn sie schlau ist. Der Zeitdruck hemmt das Lernen oder zumindest die Aufnahmefähigkeit.

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16. März 2008 um 10:23

Hallo Nicole,
mein Großer ist acht und auch so langsam...
Auch er gehört in der Schule zu den Besten, aber sein "Arbeitsverhalten" lässt ganz arg zu wünschen übrig...
Wenn ich Deinen Bericht lese, sehe ich immer meinen Sohn vor mir

Es fällt mir schwer, ihn in seinem Tempo zu belassen, zumal er dann die Dinge, die erledigt werden sollen, liegen lässt... Wir haben alles Mögliche versucht - Belohnungen, Bestrafungen, Ermahnungen, Lob, Drohungen... - nichts hilft...

Wir warten einfach, dass sich etwas ändert. Das nervt!
Ich weiß auch nicht weiter...

Vielleicht können wir uns ja mal über PN austauschen, immerhin haben wir auch schon psychologische Diagnostik hinter uns...

Liebe Grüße, Rebecca

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16. März 2008 um 11:10
In Antwort auf pala_877319

Hallo Nicole,
mein Großer ist acht und auch so langsam...
Auch er gehört in der Schule zu den Besten, aber sein "Arbeitsverhalten" lässt ganz arg zu wünschen übrig...
Wenn ich Deinen Bericht lese, sehe ich immer meinen Sohn vor mir

Es fällt mir schwer, ihn in seinem Tempo zu belassen, zumal er dann die Dinge, die erledigt werden sollen, liegen lässt... Wir haben alles Mögliche versucht - Belohnungen, Bestrafungen, Ermahnungen, Lob, Drohungen... - nichts hilft...

Wir warten einfach, dass sich etwas ändert. Das nervt!
Ich weiß auch nicht weiter...

Vielleicht können wir uns ja mal über PN austauschen, immerhin haben wir auch schon psychologische Diagnostik hinter uns...

Liebe Grüße, Rebecca

Eure Kinder
sind ganz normal! Sie wollen eben nicht so, wie ihr wollt. Ganz einfach. Alles was ich hier lese ist extrem positiv für eure Kinder, aber negativ für die Gesellschaft und für euch. Da ich selbst zu diesen Kindern gehört habe, knn ich nur sagen: Lasst sie machen, nicht alles, aber das Meiste! Diese wissen nämlich im Ernstfall ganz genau worauf es ankommt.
Das Problem, das ihr beschreibt, ist ein Gesellschaftsproblem. Kinder haben erst ab einem gewissen Alter ein Zeitgefühl und das ist auch gut so!

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16. März 2008 um 21:13
In Antwort auf an0N_1266303199z

Danke!
Danke erstmal für eure Antworten...

Also mit dem Erwartungsdruck kann ich so nicht bestätigen. Es ist eben einfach nur, das wenn eine von meinen Töchtern "quer spielt" verläuft der Rest des Tages auch so.
Ich habe 2 Nebenjobs, 2 Kinder, 1 Mann, 2 Kater und einen Hund hier rumspringen. Alles muss ich irgendwo regeln. Es klappt meistens auch, nur wenn Madame dann ewig trödelt dann klappt nix.
Ich weiss nicht, ob es ihre Art ist, auf sich aufmerksam zu machen. Keine Ahnung. Sie bringt mich manchmal nur wirklich zu Weissglut.
Dum ist sie weissgott nicht. Sie ist sehr intelligent.
Feinmotorik oder Kreativität eher weniger. Sie merkt sich sehr gut Sachen, kann sehr gut schreiben, rechnen usw.
Mir kam gestern die Idee, ob sie nicht vielleicht unterfordert sein könnte? Sie gehört zu den Klassenbesten, obwohl wir sie vorher nicht sonderlich gedrillt haben oder sowas.
Bei mir wurde mal ein IQ-Test gemacht und ich hatte einen IQ von 138. Bei mir war es auch immer das Mathematische Verständis, Kreativ war ich noch nie, hatte auch nie wirklich die Ruhe dabei .
Naja, nächste Woche sind Ferien und mein Mann hat auch frei, da habe ich dann etwas Unterstützung.
Vielleicht bin ich auch einfach nur ausgelaugt und deswegen so reizbar..
Ich wünsche euch Frohe Ostern!!

LG
Nicole

Hallo,
...bei uns ist es absolut ähnlich. Mein Sohn (6 Jahre) ist hoch intelligent (IQ 126), in der Schule total unterfordert, immer irgendwie unruhig aber doch total verträumt. Den Satz "hab ich vergessen..." hör ich jeden Tag etliche Male. Ich sag immer, er lebt in seiner eigenen Welt. Ich will Dich jetzt nicht beunruhigen, aber hast du schon mal an ADS gedacht? Das ist es bei unserem Sohn, laut Kinderarzt und Schulpsychologe.

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17. März 2008 um 12:09

Ja, das kenn ich!!
Meine Tochter ist auch so eine Trödlerin (wobei das schon das falsche Wort ist, denn es unterstellt ja, dass die Kinder absichtlich langsam wären?!?)

Und bei Ihr war es schon so als sie noch ganz klein war. Plötzlich saß sie still starrte vor sich hin und reagierte kaum. Oder sie braucht für irgendwas ewig lange!

Und wir waren als sie zwei war mal beim Neurologen, mit Verdacht auf Absenzen, eine Art Epilepsie. Und was sagte der zu mir (nach ausführlicher Untersuchung mit EEG und co):

Lassen Sie das Kind einfach in Ruhe. Sie braucht Zeit alles im Gehirn zu organisieren und ordnen. Das ist bei manchen eben so, die Kinder nehmen sich eine "Auszeit" und verarbeiten das gerade Erlebte, Gehörte oder gehen einem Gedanken nach. Diese Kinder sind meistens besonders schlau und feinfühlig. Oft ligt es auch daran, dass sie irgendetwas beschäftigt, emotional gesehen, dass sie nicht ausdrücken können. Und in solchen Momenten ist schimpfen ja ganz falsch, weil es noch mehr aufwühlt.
Die andere Seite ist, dass sie dafür so gut wie keine Albträume oder aufregende Träume hat, weil sie ja alles schon "zwischendurch" verarbeitet und dadurch nachts ruhiger ist (trifft bei meiner kleinen absolut zu, sie schläft von klein auf durch und wir hatte nie irgendwelche Probleme mit Ein- oder Durchschlafen)

Also kurz gesagt: damit musst du leben! Sie ist nunmal so, hat bestimmt auch Stärken die dir event. noch gar nicht aufgefallen sind. Am besten ist immer ein wenig Reservezeit einplanen und deine Tochter so weit wie möglich allein bestimmen lassen wann sie was wie schnell macht.

Geht bei uns sehr gut, und ich muss sagen, mittlerweile hat sie auch verstanden, dass es mich einfach nervt wenn sie so lange braucht und beeilt sich beim Anziehen oft richtig, und ist schneller fertig wie ich!!

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17. März 2008 um 16:47

Hallo Mädels
wollte auch noch was dazu sagen.
Meine Tochter ist von der Auffassungsgabe auch sehr schnell- allerdings hat sie die Ruhe weg, wenn ich im Stress bin... Ich höre hier oft raus, dass "ihr" ebenfalls einen stressigen Tag habt. Ich glaube, dass Stress im Großen und Ganzen schlecht ist für Kinder. Sie fühlen sich wie eine Last, weil alles schnell gehen muß, sie bekommen keine Aufmerksamkeit etc.
Seitdem ich diesem auf die Schliche gekommen ist (also meinem hohem Stressfaktor) habe ich mich etwas zurückgenommen und konzentriere mich aufs Wesentliche. Meine Tochter dankts mir!

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18. März 2008 um 9:46
In Antwort auf birgit_11892245

Also da muss ich mal grinsen
Hallo Nicole,

oh doch, ich glaube sehr wohl, euer Problem ist, dass deine Tochter sich nicht so verhält, wie du es von dir gewohnt bist. Geh mal nicht gleich in Abwehrhaltung Ich selbst habe viele Jahre gebraucht, um mir dessen bewusst zu werden. Ich arbeite als Freiberufler, was oft einen enormen Terminstress verursacht, habe drei (relativ "schwierige" und anspruchsvolle) Kinder und so gut wie den ganzen Haushalt am Halse. Ich bin ein selbstdisziplinierter, organisierter und auch durchaus nicht dummer Mensch. Ich versteh dich deshalb schon: DEIN Tag muss einfach "klappen", so, wie DU es GEPLANT hast, und wenn sich jemand gegen diese PLANUNG stellt, dann "bringt es dich zur Weißglut" (ich zitiere). NUR ERREICHEN tust du damit gar nichts:

- Wenn deine Tochter das mit Absicht macht, sozusagen aus Oppositionsgeist, dann ist sie zufrieden, wenn du ausrastest, denn das war ja das Ziel der Übung.

- Wenn sie dich aber gar nicht ärgern will, sondern geistesabwesend ist, weil sie einfach an was anderes denkt (zum Beispiel im Gehirn den Misthaufen der in der letzten Stunde empfangenen Eindrücke sortiert), dann fühlt sie sich zu Unrecht angegriffen und du wirst sie mit den Ausrastern auch nicht ändern.

Stell dich darauf ein, dass dein Kind anders ist als du. Lass ihr ihr eigenes Tempo, wo auch immer es geht. Erklär ihr dein Problem und trefft Vereinbarungen: Sie bemüht sich um Eile, wenn es WIRKLICH wichtig ist (worunter ich nicht den rechtzeitigen Aufbruch zur Schule verstehe), ansonsten lässt du sie. Gute Dienste leistet meinem Träumersohn sein Kurzzeitwecker: "Wenn es piept, bist du fertig gewaschen im Bett", "wenn es piept, hast du die Hausaufgaben fertig" und so weiter.

@maralea: Von meinem Sohn (knapp 9) weiß ich, dass er tatsächlich immer über irgendwas nachgrübelt. Nach besonders zähen Tagen kommt er dann auch oft mit einer bahnbrechenden Frage rum, zum Beispiel, warum ihn die Atmosphäre nicht erdrückt, wenn der Luftdruck noch oben geht (gestern). Ich schätze, solche Fragen sind wohl das Resultat längerer Denkprozesse. Aber ich will nicht verschweigen, dass es mich auch gelegentlich ank..., ständig der Kameltreiber zu sein. Ich kann es aber aushalten

Noch zum Thema Unterforderung: Das kann natürlich auch immer sein, aber es ist nicht die Ursache fürs Trödeln beim Anziehen und In-die-Luft-gucken beim Autoauspacken. Wenn dich das Thema so beschäftigt, lass sie doch mal testen. Fragen dazu beantworte ich gern, mindestens 2 meiner Kinder haben einen sehr hohen IQ.

Dir auch frohe Ostern!

Tiny

Danke!!
Danke für eure zahlreichen Antworten.. Habs grade erst gesehen..

Ich habe bei meiner grossen Tochter einfach immer Angst etwas falsch zu machen.. sie hat ihren leiblichen Vater nicht mehr und ihr "Stief-"Papa kümmert sich liebevoll um sie, trotzdem habe ich immer Angst, sie könnte sich nicht genug geliebt fühlen. Es ist auch einfach schwer, ich habe 2 so unterschiedliche Kinder.. während die eine so "langsam" ist, ist die andere sehr aktiv und unruhig. Vielleicht ist es wirklich so, das wenn ich stress habe, sie noch "schlimmer" wird. Stimmt auch, wenn ich so nachdenke. Ich denke sie fühlt sich dann noch mehr unter druck gesetzt und vielleicht auch unsicher. Ich denke ich bin derzeit zu überlastet und empfand es deshalb als schlimm und hatte Angst, es verbirgt sich schlimmeres dahinter. Ich habe leider keinerlei Entlastung, was Haushalt, Arbeit oder Kinder angeht. Ich denke da sollte ich anfangen, denn wenn ich entspannter bin, sind es meine Kinder wohl auch.

Danke euch nochmal!
Nicole

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