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4Jähriger redet mit uns wie ein Erwachsener

4. Mai 2013 um 10:56

Hallo zusammen!

Ich bin hier langsam echt verzweifelt.
Mein Sohn (4Jahre, im August 5) redet mit uns wie wir mit ihm. Also wenn ich ihm mal Grenzen aufsage, dann sagt er mir sie nach und hört nicht. Er diskutiert mit mir so lange, bis ich echt verzweifel. Ich halte nichts vom "klaps auf dem Po". Heute morgen z.B. räumte er meine Schubladen im Wohnzimmer aus. Ich sagte ihm, dass er das bitte aufräumen soll. Er sagte darauf:"Nö, räum doch selber auf!" Oder ich sage zu ihm, dass er sein Zimmer aufräumen soll, oder oder oder...Egal was ich sage, es wird alles diskutiert und verneint. Ich schicke ihn dann meistens im Zimmer, wenn er nicht hört. Bringt aber auch nichts. Entweder er kloppt so lange vor die Tür und schreit die ganze Zeit oder macht die Tür selber wieder auf, oder er spielt und tut so als ob nichts wäre. Also als ob das jetzt keine "bestrafung" wäre. Wenn ich danach nochmal mit ihm darüber spreche, dann entschuldigt er sich zwar, aber ca 10Min später geht das ganze von vorne los. Von meinem Freund (mit dem ich jetzt 1Jahr zusammen bin) lässt sich mein Sohn GARNICHTS sagen. Er ignoriert es total was er sagt und dann fangen beide das brüllen an, bis ich irgendwann aus dem Raum gehe bzw ins Schlafzimmer und mich vor die Tür setze und heule. Ich bin im moment echt überfordert. JA ICH GEBE ES ZU! Ich bin im 6.Monat schwanger und im moment versuche ich einfach das beste und alles so normal wie möglich zu gestalten, aber mein Sohn macht mich im moment einfach nur fertig. Okay, ich sollte vielleicht auch mal sehen, dass mein Sohn sich auch an die neue Situation gewöhnen muss (bald neues geschwisterchen und mein Freund ist nicht der Papa, der aber auch was zu sagen hat), aber es ist echt anstregend und ich sitze zwischen den Stühlen von meinem Freund und meinem Sohn. Mein Freund will nur helfen, aber mein Sohn macht im moment alles kaputt. Ich weiß nicht, was ich machen soll.
Kennt jemand so eine Situation und weiß wie man sowas erfolgreich lösen kann?

Würde mich sehr über Tipps freuen und BITTE nichts schlecht reden hier. Das brauch ich jetzt nicht auch noch. Wenn jemand nicht weiß, was er dazu sagen soll, dann bitte auch nicht kommentieren. Negatives Nein Danke!!!

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4. Mai 2013 um 20:15


hallo,

ich gebe faydara recht in bezug darauf, dass nicht euer sohn der erzeuger dieser lebenssituation ist, sondern ihr. so wie ich herauslese, muss er euch bedingungslos gehorchen und das wird er wohl, verständlicherweise, nicht einsehen.
allerdings halte ich persönlich nichts von einem belohnungs-/bestrafungssystem.
mein vorschlag wäre, ihn wertungsfrei und bedingungslos und ohne "wenn"s und "aber"s zu fragen und an zu hören, was IHN an eurer gemeinsamen lebenssituation stört. wenn ihr dann auch einfach mal zuhört, vielleicht sogar AKTIV zuhört, dann werdet ihr mit sicherheit herausfinden, wie ihr situationen schaffen könnt, die für EUCH ALLE angenehm sind.

ich möchte dazu einen buchtipp aussprechen

thomas gordon "familienkonferenz"

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6. Mai 2013 um 9:11

Also 1.
würde ich mit einem 4jährigen gar nicht erst anfangen zu diskutieren. wo bitte führt das hin wenn man jetzt schon anfängt mit einem kleinkind zu diskutieren wer was wann und wo aufräumen soll? wenn du als mutter sagst er soll es aufräumen dann muss er es halt machen. stundenlang drum rum reden nutzt da auch nicht viel. meine mutter z.b. hat den selben fehler gemacht mit uns kindern. die hat uns noch mit 16,17 das zimmer aufgeräumt weil wir einfach zu faul dazu waren und meine mutter sich einfach nicht durchsetzen konnte. und was war das resultat? als wir dann ausgezogen sind hatten wir (also mein bruder sowohl auch ich) die erste zeit echte schwierigkeiten ordnung zu halten. bei mir sah es oft aus wie nach einem bombeneinschlag und da war ich schon fast 20! ich musste mir das ordnung halten erst mühsam angewöhnen und manchmal muss ich mich heute noch dazu zwingen aufzuräumen. das kommt dann nämlich dabei raus.

wenn du jetzt dann 2 kinder hast dann wird das ganze ja nur noch schwieriger, also fang lieber heute als morgen damit an einige sachen zu ändern.

dein sohn ist erst 4, dem kannst du es jetzt vielleicht noch anders beibringen. wenn meine tochter z.b. nicht aufräumen möchte dann geh ich hin und sag ihr "wenn du das nicht aufräumst dann kommt es halt weg, so einfach ist das". was glaubst du wie schnell die dann dabei ist aufzuräumen? aber da ist jedes kind auch unterschiedlich, was bei uns klappt muss bei anderen noch lange nicht klappen. das muss jeder für sich selbst rausfinden.

das "stickersystem" fände ich ehrlich gesagt auch nicht schlecht. kauf dir ein stickerbuch und wenn er was richtig gut gemacht hat dann darf er sich einen sticker einkleben. wenn er was nicht gemacht hat dann gibts halt keinen sticker. versuchen kannst du es ja mal.

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6. Mai 2013 um 21:48

@aprilmama2010
stimmt! wo kommen wir denn da hin, wenn wir andere nach ihrer meinung und ihrem gefühlsleben fragen. da müssten wir vielleicht sogar darauf rücksicht nehmen. nein! das geht natürlich nicht. ein 4-jähriger hat absolut nicht das recht, seine meinung zu sagen. er hat zu gehorchen! und wenn er das nicht tut, wird er bestraft!

freie meinungsäußerung ist ein bürgerrecht. ein 4-jähriger hat dieses recht per gesetz ebenfalls!

wenn der unterlegene die oberhand gewinnt, wird er sich rächen. begegnet man sich auf augenhöhe in einem raum, wo jeder die gleiche würde besitzt, wird das nie passieren.

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7. Mai 2013 um 9:20

...
also im grundsatz ist es für mich schon so, dass du sagen mußt wo es langgeht, manchmal mit erklärung, manchmal ohne, je nach situation. diskutieren in dem alter niemals.

ich würde fast sagen, innerhalb der familie ist es eher diktatorisch und nicht demokratisch. ein 4 jähriger darf seine wünsche mitteilen, aber bestimmen mußt du. kein anderer. wenn er älter ist, siehst die sachlage anders aus.

wenn es darum geht, dass er die schublade nicht ausräumen darf, sag ihm das und gib ihm eine schublade, an der er sich austoben kann.

muss aufgeräumt werden, mach es mit ihm zusammen. sicherlich gibt es 4jährige die schon aufräumen können, aber in der regel ist im kopf dahingehend noch viel chaos und es fehlt natürlich auch die lust. letzteres sollte man natürlich nicht unterstützen (also die unlust!), aber um planvolles aufräumen zu unterstützen wäre es ein maßnahme.

arbeite mit smileys oder stickern, wenn er, sagen wir mal, 5 smileys hat, bekommt er eine kleine belohnung auf die 4jährige stehen ( im 1 euro shop garantiert erhältlich). steck den rahmen nicht zu hoch, denn es muss sinn machen.

diskutier nur nicht. ein kind in dem alter ist nicht in der lage abzuschätzen, wieso er zum beispiel zu einer bestimmten uhrzeit zu bett muss.

ich kann nachvollziehen, dass es manchmal schwierig ist die ruhe zu bewahren, vor allem in deiner situation. leider aber wird es so nicht schöner. du vermittelst deinem kind deine eigene hilflosigkeit und das spürt er.

ansonsten hol dir hilfe. wenn dein zweites kind da ist, wirst du sie noch mehr brauchen. die zeit für ihn wird knapper sein und das kommt dann noch oben drauf.

thalia

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7. Mai 2013 um 10:33


also mein 28 monate alter sohn entscheidet und bestimmt selbst, wann er zu bett geht. er weiß selbst am besten, wann er müde ist und ich persönlich würde mir auch nicht von jemand anderem sagen lassen, wann ich zu schlafen habe.
wir hatten noch nie probleme mit dem zu bett gehen. wenn er müde ist und sich hinlegt, ist er innerhalb von 5 minuten eingeschlafen. niemals würde ich ihm sowas diktieren.

zu den schubladen:
ja, es ist richtig, dass ein anderer nicht an meinen kram zu gehen hat. denn es ist mein kram und es beeinträchtigt meine lebensqualität und verkürzt die spielzeit mit meinem kind, wenn ich sie ständig wieder einräumen muss. und genau so erkläre ich es meinem kind. keine diskussion notwendig

zum aufräumen:
inwiefern beeinträchtigt es die lebensqualität von uns eltern, wenn der privatbereich des kindes unaufgeräumt ist? können wir dann unseren job nicht mehr ausüben? oder kostet uns das geld? können wir dann nicht mehr schlafen oder essen?
wenn es mich stört, dass es unaufgeräumt ist im zimmer meines kindes, dann ist das mein problem und nicht das problem meines kindes. wenn es also mein problem ist, weil es mich scheinbar stört, dann habe ich es weg zu räumen.
wenn es das kind stört, macht es die unordnung schon selbst weg.

belohnungen gibt es bei uns grundsätzlich nicht, denn da mache ich das kind abhängig vom lob anderer. die motivation soll aber aus ihm selbst kommen.

bestrafung ist ungesetzlich und schürt nur den hass gegen die eltern. ich möchte ein leben lang ein gutes und reines verhältnis zu meinem sohn haben.

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7. Mai 2013 um 11:17
In Antwort auf mali_11969606


also mein 28 monate alter sohn entscheidet und bestimmt selbst, wann er zu bett geht. er weiß selbst am besten, wann er müde ist und ich persönlich würde mir auch nicht von jemand anderem sagen lassen, wann ich zu schlafen habe.
wir hatten noch nie probleme mit dem zu bett gehen. wenn er müde ist und sich hinlegt, ist er innerhalb von 5 minuten eingeschlafen. niemals würde ich ihm sowas diktieren.

zu den schubladen:
ja, es ist richtig, dass ein anderer nicht an meinen kram zu gehen hat. denn es ist mein kram und es beeinträchtigt meine lebensqualität und verkürzt die spielzeit mit meinem kind, wenn ich sie ständig wieder einräumen muss. und genau so erkläre ich es meinem kind. keine diskussion notwendig

zum aufräumen:
inwiefern beeinträchtigt es die lebensqualität von uns eltern, wenn der privatbereich des kindes unaufgeräumt ist? können wir dann unseren job nicht mehr ausüben? oder kostet uns das geld? können wir dann nicht mehr schlafen oder essen?
wenn es mich stört, dass es unaufgeräumt ist im zimmer meines kindes, dann ist das mein problem und nicht das problem meines kindes. wenn es also mein problem ist, weil es mich scheinbar stört, dann habe ich es weg zu räumen.
wenn es das kind stört, macht es die unordnung schon selbst weg.

belohnungen gibt es bei uns grundsätzlich nicht, denn da mache ich das kind abhängig vom lob anderer. die motivation soll aber aus ihm selbst kommen.

bestrafung ist ungesetzlich und schürt nur den hass gegen die eltern. ich möchte ein leben lang ein gutes und reines verhältnis zu meinem sohn haben.

...
"also mein 28 monate alter sohn entscheidet und bestimmt selbst, wann er zu bett geht. er weiß selbst am besten, wann er müde ist und ich persönlich würde mir auch nicht von jemand anderem sagen lassen, wann ich zu schlafen habe.
wir hatten noch nie probleme mit dem zu bett gehen. wenn er müde ist und sich hinlegt, ist er innerhalb von 5 minuten eingeschlafen. niemals würde ich ihm sowas diktieren."

ist es dein erstes und einziges kind?

natürlich kann man einem kind nicht diktieren, wann es die augen zumacht und einschläft. versteht sich irgendwie von selbst. aber man kann dem kind die ruhephasen verschaffen, die es braucht, wenn es sich die nicht selbst nehmen will. ja, soll es tatsächlich geben. unglaublich vermutlich in deinen augen, aber durchaus wahr.
und ruhephase heißt für mich nicht, dass das kind sofort mucksmäuschenstill zu sein hat, sondern einfach sich bettfertig macht und das allabendliche ritual, ne runde schnacken, eine geschichte eventuell noch ein hörspiel an, lichterkette an und gut ist. in der regel sind kinder dann sehr glücklich.

"zu den schubladen:
ja, es ist richtig, dass ein anderer nicht an meinen kram zu gehen hat. denn es ist mein kram und es beeinträchtigt meine lebensqualität und verkürzt die spielzeit mit meinem kind, wenn ich sie ständig wieder einräumen muss. und genau so erkläre ich es meinem kind. keine diskussion notwendig"

du hast ja ein super braves kind. geh doch aber mal einfach davon aus, dass nicht alle kinder so sind.

"inwiefern beeinträchtigt es die lebensqualität von uns eltern, wenn der privatbereich des kindes unaufgeräumt ist? "

tut es, wenn der weg des kinderzimmers zum fenster nicht mehr zu sehen ist und nicht mehr gelüftet werden kann. und nein. nicht alle kinder haben viel spielzeug, aber auch mit dem wenigen kann es zugemüllt werden.

" können wir dann unseren job nicht mehr ausüben? "

schwachsinn.

"oder kostet uns das geld? "

wenn man das fenster nicht öffnen kann, dann schimmelts. irgendwann kostet es geld.

"können wir dann nicht mehr schlafen oder essen?"

schwachsinn.

"wenn es mich stört, dass es unaufgeräumt ist im zimmer meines kindes, dann ist das mein problem und nicht das problem meines kindes. wenn es also mein problem ist, weil es mich scheinbar stört, dann habe ich es weg zu räumen.
wenn es das kind stört, macht es die unordnung schon selbst weg."

schwachsinn.

kinder müssen lernen aufzuräumen. das gelingt in der regel, wenn man ein gutes vorbild ist. dennoch müssen kinder auch dazu angehalten werden regelmäßig und wenn es nur einmal im monat ist ihr zimmer zumindest begehbar zu machen.

kinder, die nicht gelernt haben auf andere rücksicht zu nehmen und ihren kram überall liegen lassen begegne ich in der schule zuhauf, einige davon kleine egoisten von den eltern antrainiert.

die schule darf das wieder in ordnung bringen, was die eltern nicht schaffen aufgrund von faulheit, desinteresse und unvermögen.

na danke auch!

" die motivation soll aber aus ihm selbst kommen."

wie das? wenn das kind nur auf sich selbst rücksicht nehmen muss?

"bestrafung ist ungesetzlich und schürt nur den hass gegen die eltern."

wer sprach von bestrafung? lesen.... verstehen....!

" ich möchte ein leben lang ein gutes und reines verhältnis zu meinem sohn haben."

gute beziehung haben heißt nicht alles dem kind zu überlassen.

eine gute beziehung zum kind zu bekommen heißt sich gegenseitig liebe zu geben, kompromisse zu schließen und anfangs dem kind gewisse werte wie rücksichtnahme etc. beizubringen. das geht im kleinkindalter mit liebe, aber auch klarstellung.

ich habe zwei kinder, wesentlich älter als deines (13 und 10 jahre alt) und wir lieben uns heiß und innig. aber wir haben eine mutter/töchter-beziehung und zusätzlich pflegen wir eine immer stärker werdende freundschaftliche beziehung, zumindest ist das so bei meiner älteren tochter. bei der kleinen wird es auch immer mehr. ich denke das steigt mit dem alter und wie man zu seinen kindern ist. liebe und respekt muss man sich verdienen und das tut man nicht indem man seine kinder einfach gewähren lässt. das nennt sich dann einfach erziehung.
meine große tochter regelt inziwschen alles allein, weil sie es kann. sie weiß, wenn sie am abend bis in die puppen ihre bücher liest, dass sie totmüde am nächsten morgen in der schule sitzt. ihr problem. sie kann dann ja entscheiden, ob sie am nächsten tag früher ins bett will. sie ist alt genug um zu merken, was für konsequenzen in der schule folgen. so ist das leben!

ich halte nichts von autoritärer erziehung, ich halte auch nichts von antiautoritärer erziehung. irgendwas dazwischen gepaart mit gesundem menschenverstand ist mir lieber.

thalia
















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7. Mai 2013 um 11:39
In Antwort auf thalia1908

...
"also mein 28 monate alter sohn entscheidet und bestimmt selbst, wann er zu bett geht. er weiß selbst am besten, wann er müde ist und ich persönlich würde mir auch nicht von jemand anderem sagen lassen, wann ich zu schlafen habe.
wir hatten noch nie probleme mit dem zu bett gehen. wenn er müde ist und sich hinlegt, ist er innerhalb von 5 minuten eingeschlafen. niemals würde ich ihm sowas diktieren."

ist es dein erstes und einziges kind?

natürlich kann man einem kind nicht diktieren, wann es die augen zumacht und einschläft. versteht sich irgendwie von selbst. aber man kann dem kind die ruhephasen verschaffen, die es braucht, wenn es sich die nicht selbst nehmen will. ja, soll es tatsächlich geben. unglaublich vermutlich in deinen augen, aber durchaus wahr.
und ruhephase heißt für mich nicht, dass das kind sofort mucksmäuschenstill zu sein hat, sondern einfach sich bettfertig macht und das allabendliche ritual, ne runde schnacken, eine geschichte eventuell noch ein hörspiel an, lichterkette an und gut ist. in der regel sind kinder dann sehr glücklich.

"zu den schubladen:
ja, es ist richtig, dass ein anderer nicht an meinen kram zu gehen hat. denn es ist mein kram und es beeinträchtigt meine lebensqualität und verkürzt die spielzeit mit meinem kind, wenn ich sie ständig wieder einräumen muss. und genau so erkläre ich es meinem kind. keine diskussion notwendig"

du hast ja ein super braves kind. geh doch aber mal einfach davon aus, dass nicht alle kinder so sind.

"inwiefern beeinträchtigt es die lebensqualität von uns eltern, wenn der privatbereich des kindes unaufgeräumt ist? "

tut es, wenn der weg des kinderzimmers zum fenster nicht mehr zu sehen ist und nicht mehr gelüftet werden kann. und nein. nicht alle kinder haben viel spielzeug, aber auch mit dem wenigen kann es zugemüllt werden.

" können wir dann unseren job nicht mehr ausüben? "

schwachsinn.

"oder kostet uns das geld? "

wenn man das fenster nicht öffnen kann, dann schimmelts. irgendwann kostet es geld.

"können wir dann nicht mehr schlafen oder essen?"

schwachsinn.

"wenn es mich stört, dass es unaufgeräumt ist im zimmer meines kindes, dann ist das mein problem und nicht das problem meines kindes. wenn es also mein problem ist, weil es mich scheinbar stört, dann habe ich es weg zu räumen.
wenn es das kind stört, macht es die unordnung schon selbst weg."

schwachsinn.

kinder müssen lernen aufzuräumen. das gelingt in der regel, wenn man ein gutes vorbild ist. dennoch müssen kinder auch dazu angehalten werden regelmäßig und wenn es nur einmal im monat ist ihr zimmer zumindest begehbar zu machen.

kinder, die nicht gelernt haben auf andere rücksicht zu nehmen und ihren kram überall liegen lassen begegne ich in der schule zuhauf, einige davon kleine egoisten von den eltern antrainiert.

die schule darf das wieder in ordnung bringen, was die eltern nicht schaffen aufgrund von faulheit, desinteresse und unvermögen.

na danke auch!

" die motivation soll aber aus ihm selbst kommen."

wie das? wenn das kind nur auf sich selbst rücksicht nehmen muss?

"bestrafung ist ungesetzlich und schürt nur den hass gegen die eltern."

wer sprach von bestrafung? lesen.... verstehen....!

" ich möchte ein leben lang ein gutes und reines verhältnis zu meinem sohn haben."

gute beziehung haben heißt nicht alles dem kind zu überlassen.

eine gute beziehung zum kind zu bekommen heißt sich gegenseitig liebe zu geben, kompromisse zu schließen und anfangs dem kind gewisse werte wie rücksichtnahme etc. beizubringen. das geht im kleinkindalter mit liebe, aber auch klarstellung.

ich habe zwei kinder, wesentlich älter als deines (13 und 10 jahre alt) und wir lieben uns heiß und innig. aber wir haben eine mutter/töchter-beziehung und zusätzlich pflegen wir eine immer stärker werdende freundschaftliche beziehung, zumindest ist das so bei meiner älteren tochter. bei der kleinen wird es auch immer mehr. ich denke das steigt mit dem alter und wie man zu seinen kindern ist. liebe und respekt muss man sich verdienen und das tut man nicht indem man seine kinder einfach gewähren lässt. das nennt sich dann einfach erziehung.
meine große tochter regelt inziwschen alles allein, weil sie es kann. sie weiß, wenn sie am abend bis in die puppen ihre bücher liest, dass sie totmüde am nächsten morgen in der schule sitzt. ihr problem. sie kann dann ja entscheiden, ob sie am nächsten tag früher ins bett will. sie ist alt genug um zu merken, was für konsequenzen in der schule folgen. so ist das leben!

ich halte nichts von autoritärer erziehung, ich halte auch nichts von antiautoritärer erziehung. irgendwas dazwischen gepaart mit gesundem menschenverstand ist mir lieber.

thalia

















wo habe ich geschrieben, dass ich meinem kind alles durchgehen lasse?
lesen...verstehen...

wenn die dinge, die mein sohn tut, meine lebensqualität beeinträchtigen, dann erkläre ich ihm das und er lässt es bleiben. DAS ist rücksichtnahme!
rücksichtnahme bringt man seinem kind nicht bei. das kind muss das empfinden, aus sich selbst heraus. es muss seine überzeugung sein.
mir da desinteresse zu unterstellen, finde ich schon sehr vermessen. ich bin nur kein domteur. erziehung passiert von allein, alles andere ist dressur.

und ja, es ist schwachsinn, was ich geschrieben habe. mit absicht! damit du verstehst, was es heißt, das lebensqualität beeinträchtigt ist. ein unaufgeräumtes kinderzimmer hält uns eltern nicht davon ab, zu leben.

den kontext zwischen guter beziehung und dem kind alles durchgehen lassen, verstehe ich nicht. das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

ich halte von erziehung an sich nichts. ich bin lieber in beziehung zu meinem kind.

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7. Mai 2013 um 11:54

Bestrafung: Falsche Lösung
Du bist das Vorbild, dein Kind ist genau so zu dir, wie du zu ihm. Ein Kind möchte genau so viel Respekt und Achtung, wie ein Erwachsener. Bestrafungen sind keine Lösung. Wenn das Kind rebelliert oder etwas kaputt macht, will es deine Aufmerksamkeit, es will dir etwas sagen. Ein Kind kann mit seinen Emotionen nicht so umgehen wie du als Erwachsene. Statt das Kind zu bestrafen und dadurch zu entmutigen, sollte man helfen dem Kind beizubringen, mit seinen Gefühlen umzugehen. Ich weiß nicht welcher Mensch jemals auf die Idee kam, Kinder zu bestrafen. Bestrafungen säen Schuldgefühle in das Bewusstsein und legen den Boden für ein schlechtes Selbstwertgefühl.

Was will ein Kind am meisten von seinen Eltern? Ganz genau: Liebe, bedingungslose Liebe.

Statt gegen dein Kind zu kämpfen, nimm dir in Stille Zeit, gib ihm deine volle Aufmerksamkeit, sei Liebevoll und ruhig, und frage ihm warum er das macht und was er will. Er macht das nicht Grundlos, irgend etwas will er dir sagen - das ist die Art wie Kinder kommunizieren. Kinder wollen auch ihre eigenen Grenzen testen.

Da viele Eltern selbst von ihren damaligen Eltern falsch erzogen wurden, geben sie dies an ihre Kinder weiter. Doch man sollte die Fehler nicht mitnehmen, und es anders machen.

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7. Mai 2013 um 12:23
In Antwort auf mali_11969606


wo habe ich geschrieben, dass ich meinem kind alles durchgehen lasse?
lesen...verstehen...

wenn die dinge, die mein sohn tut, meine lebensqualität beeinträchtigen, dann erkläre ich ihm das und er lässt es bleiben. DAS ist rücksichtnahme!
rücksichtnahme bringt man seinem kind nicht bei. das kind muss das empfinden, aus sich selbst heraus. es muss seine überzeugung sein.
mir da desinteresse zu unterstellen, finde ich schon sehr vermessen. ich bin nur kein domteur. erziehung passiert von allein, alles andere ist dressur.

und ja, es ist schwachsinn, was ich geschrieben habe. mit absicht! damit du verstehst, was es heißt, das lebensqualität beeinträchtigt ist. ein unaufgeräumtes kinderzimmer hält uns eltern nicht davon ab, zu leben.

den kontext zwischen guter beziehung und dem kind alles durchgehen lassen, verstehe ich nicht. das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

ich halte von erziehung an sich nichts. ich bin lieber in beziehung zu meinem kind.

...
"wo habe ich geschrieben, dass ich meinem kind alles durchgehen lasse?
lesen...verstehen..."

ja, richtig, lesen... verstehen, scheinbar eine schwierige sache für dich.

"wenn die dinge, die mein sohn tut, meine lebensqualität beeinträchtigen, dann erkläre ich ihm das und er lässt es bleiben. DAS ist rücksichtnahme!"

ob die lebensqualität beeinträchtigt wird, liegt ja bei jedem anders. wenn er es "auf kommando" bleiben läßt, muss er ja ein super braves kind sein. herzlichen glückwunsch. sollte das tatsächlich der wahrheit entsprechen, dann kann jede erzieherin/lehrerin froh sein ein derartig angepaßtes kind im kindergarten/in der schule zu haben! halleluja!

"rücksichtnahme bringt man seinem kind nicht bei. das kind muss das empfinden, aus sich selbst heraus. es muss seine überzeugung sein. "

natürlich bringt man seinem kind rücksichtnahme bei. es gibt kinder die sensibel sind und es sogleich bemerken, viele jedoch nicht.

"mir da desinteresse zu unterstellen, finde ich schon sehr vermessen."

ich habe auch von faulheit und unvermögen gesprochen, desinteresse unterstelle ich dir nicht. unvermögen sicher!

" ich bin nur kein domteur. erziehung passiert von allein, alles andere ist dressur."

sieh an, ich auch nicht. ich bin verantwortlich für meine kinder und versuche eine gewisse struktur mitzugeben, damit sie ihr leben so leicht und glücklich leben können wie möglich.

"erziehung passiert von allein, alles andere ist dressur."

schwachsinn.

"und ja, es ist schwachsinn, was ich geschrieben habe. mit absicht! damit du verstehst, was es heißt, das lebensqualität beeinträchtigt ist. ein unaufgeräumtes kinderzimmer hält uns eltern nicht davon ab, zu leben."

doch, wenn das kinderzimmer so unaufgeräumt ist, dass das kind nicht mehr darin spielt, weil es nichts findet. natürlich, macht dein kleiner nicht, weil er ja sogleich aufräumt, wenn du ihn lieb drum bittest. sicher.

"den kontext zwischen guter beziehung und dem kind alles durchgehen lassen, verstehe ich nicht. das eine hat mit dem anderen nichts zu tun."

versuche es mal mit lesen.

"ich halte von erziehung an sich nichts. ich bin lieber in beziehung zu meinem kind."

die frage ist in welcher beziehung du zu deinem kind bist.

ich bevorzuge eine liebe- und respektvolle beziehung zu meinen kindern. das tollste kompliment, welches mir meine tochter letztens erst gemacht hat, war dieses: mama, ich find dich cool. ich will auch mal so werden wie du.

was du bevorzugst, wage ich nicht mal ansatzweise zu spekulieren.

aber, nein, du brauchst mir darauf nicht zu antworten. eine diskussion mit dir bringt nichts, da du nur schwarz-weiß denken kannst.

meine meinung habe ich hier kundgetan und werde dir darauf auch nicht mehr antworten bzw. es lesen. lohnt nicht!

thalia





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7. Mai 2013 um 12:40
In Antwort auf thalia1908

...
"wo habe ich geschrieben, dass ich meinem kind alles durchgehen lasse?
lesen...verstehen..."

ja, richtig, lesen... verstehen, scheinbar eine schwierige sache für dich.

"wenn die dinge, die mein sohn tut, meine lebensqualität beeinträchtigen, dann erkläre ich ihm das und er lässt es bleiben. DAS ist rücksichtnahme!"

ob die lebensqualität beeinträchtigt wird, liegt ja bei jedem anders. wenn er es "auf kommando" bleiben läßt, muss er ja ein super braves kind sein. herzlichen glückwunsch. sollte das tatsächlich der wahrheit entsprechen, dann kann jede erzieherin/lehrerin froh sein ein derartig angepaßtes kind im kindergarten/in der schule zu haben! halleluja!

"rücksichtnahme bringt man seinem kind nicht bei. das kind muss das empfinden, aus sich selbst heraus. es muss seine überzeugung sein. "

natürlich bringt man seinem kind rücksichtnahme bei. es gibt kinder die sensibel sind und es sogleich bemerken, viele jedoch nicht.

"mir da desinteresse zu unterstellen, finde ich schon sehr vermessen."

ich habe auch von faulheit und unvermögen gesprochen, desinteresse unterstelle ich dir nicht. unvermögen sicher!

" ich bin nur kein domteur. erziehung passiert von allein, alles andere ist dressur."

sieh an, ich auch nicht. ich bin verantwortlich für meine kinder und versuche eine gewisse struktur mitzugeben, damit sie ihr leben so leicht und glücklich leben können wie möglich.

"erziehung passiert von allein, alles andere ist dressur."

schwachsinn.

"und ja, es ist schwachsinn, was ich geschrieben habe. mit absicht! damit du verstehst, was es heißt, das lebensqualität beeinträchtigt ist. ein unaufgeräumtes kinderzimmer hält uns eltern nicht davon ab, zu leben."

doch, wenn das kinderzimmer so unaufgeräumt ist, dass das kind nicht mehr darin spielt, weil es nichts findet. natürlich, macht dein kleiner nicht, weil er ja sogleich aufräumt, wenn du ihn lieb drum bittest. sicher.

"den kontext zwischen guter beziehung und dem kind alles durchgehen lassen, verstehe ich nicht. das eine hat mit dem anderen nichts zu tun."

versuche es mal mit lesen.

"ich halte von erziehung an sich nichts. ich bin lieber in beziehung zu meinem kind."

die frage ist in welcher beziehung du zu deinem kind bist.

ich bevorzuge eine liebe- und respektvolle beziehung zu meinen kindern. das tollste kompliment, welches mir meine tochter letztens erst gemacht hat, war dieses: mama, ich find dich cool. ich will auch mal so werden wie du.

was du bevorzugst, wage ich nicht mal ansatzweise zu spekulieren.

aber, nein, du brauchst mir darauf nicht zu antworten. eine diskussion mit dir bringt nichts, da du nur schwarz-weiß denken kannst.

meine meinung habe ich hier kundgetan und werde dir darauf auch nicht mehr antworten bzw. es lesen. lohnt nicht!

thalia






du hast recht. ein diskussion zwischen uns bringt rein gar nichts.
ich vertrete eine neue form der begleitung zwischen eltern und kind, frei von belohnung und bestragung, frei von wertung, frei von sieg und niederlage.

du hingegen "erziehst".

nicht ich bin die schwarz/weiß denkende. ich sehe mein kind, wie es ist, und nicht wie es werden soll. angenehm für mich und die "gesellschaft".
mein kind ist nicht angepasst, es darf seine meinung sagen. die erzieherinnen freut das gar nicht, denn mein sohn sagt auch in der kita seine meinung. ich unterstütze das.
in diesen situationen hat nicht er das problem, sondern die erzieher, die nicht damit umgehen können.

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7. Mai 2013 um 15:46

@faydara
du hast recht. es gibt bei mir keine bewusste erziehung, hab ich ja bereits geschrieben und werd ich auch immer wieder schreiben. und was du in meinen text reininterpretierst, ist deine sache. aber ich überlasse mein kind sicher nicht sich selbst. ich stehe in beziehung zu ihm.
ich bin der überzeugung, dass ihr euren kindern zu wenig zutraut, deshalb müsst ihr sie ja auch rumkommandieren und ihnen sagen, was sie zu tun und zu lassen haben.

ich habe mich sehr wohl mit der entwicklung von kindern, ja menschen, beschäftigt. ich kenne die bindungstheorie nach ainsworth und bowlby, habe thomas gordon gelesen, sowie jesper juul und bin ein großer anhänger von rüdiger posth.
und ja, auch ein 28 monate alter junge versteht, wenn ich sage, dass er sein marmeladenbrot bitte nicht auf den boden wirft, weil ich das ekelig finde und wegmachen muss und die zeit zum spielen mit ihm dann fehlt.

und warum sollte ich die zubettgeh-geschichte anders sehen, wenn ich zwei kinder habe? versteh ich nicht...
unterschiedliche menschen haben unterschiedliches schlafpensum nötig und unterschiedliche zubettgeh-zeiten. das ist dann einfach so. mein sohn geht nicht jeden tag zur selben zeit ins bett und macht sich sowieso nicht selbst bettfertig. wie kommst du darauf? er sagt, dass er ins bett möchte und wird dann bettfertig gemacht. dauert alles 15 minuten. ein ritual haben wir nicht nötig.

und nein, mein kind wird nicht belohnt, wenn es etwas völlig alltägliches macht. das setzt falsche signale. irgendwann verlangt er noch nach geld, wenn ich ihn bitte, den müll runter zu bringen.
aber ebenso wenig wird er bestraft.
eine von den eltern herbeigeführte konsequenz, wie das weglassen einer vergünstigung oder bspw der stille stuhl, ist nichts anderes, als eine bestrafung.
konsequenz ist nur ein schöneres wort für strafe.

ich habe das gefühl, dass du denkst, nur weil mein kind 28 monate alt ist, habe ich keine ahnung. wann fängt denn die ahnung an?
ich weiß nicht, warum man hier so angegriffen wird, nur weil man einen anderen weg mit seinen kindern geht. ohne belohnung, ohne bestrafung, ohne sieg und niederlage. mit viel respekt von anfang an. mit viel vertrauen in das wesen des eigenen kindes.
ihr geht den traditionellen weg, der mit sicherheit und bewiesenermaßen meistens fehlschlägt. in der pubertät wird sich zeigen, ob eure kinder euch vertrauen und mit allen problemen zu euch kommen. oder ob sie euch noten verheimlichen, die erste zigarette oder den von euch nicht akzeptierten jungen. oder das make up, welches sie mit 13 nicht tragen dürfen. es aber dennoch in der schule auflegen und vor dem heimkommen wieder abwaschen.

ich versuche es einfach mal anders.

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7. Mai 2013 um 17:21


ich weiß gerade nicht, ob du es wirklich nicht verstehst, oder nicht verstehen willst...du begreifst einfach meinen ansatz nicht.

selbstverständlich stelle ich die würde eines jeden menschen auf die gleiche stufe. und etwas anderes habe ich niemals gesagt!!!!!
und ja, mein sohn soll sich immer für die dinge die ihm wichtig sind, einsetzen und sich nicht angewöhnen zu folgen wie ein hund. ob es die kita ist, die schule oder später in der arbeitswelt. denn nur so ist man authentisch.

erstmal geht er in die kita weil wir arbeiten. und wie soll er sich denn ausprobieren, wenn da niemand ist, an dem er sich ausprobieren kann? es geht mir sogar nicht mal ums diskutieren, sondern ums argumentieren. das hat nichts damit zu tun, seinen willen durchzusetzen.
in kitas und schulen in deutschland herrscht autorität. ich möchte, dass er sich dagegen stellt und als gleichwürdig betrachtet wird.

ich bin eben nicht der meinung, dass sich kinder an vorgegebene regeln halten müssen. ich bin der meinung, dass regeln gemeinsam ausgehandelt werden müssen und jeder der verhandlungspartner die verantwortung besitzt, das dann auch umzusetzen. wird es aus irgendeinem grund nicht umgesetzt, muss neu verhandelt werden, bis es für alle beteiligten passt.
in einigen dänischen schulen wurde das experiment durchgeführt, die kinder bei den hausregeln mitentscheiden zu lassen. diese schulen funktionieren am besten und das system wurde beibehalten und von vielen anderen schulen übernommen.
leider sind die deutschen noch nicht so weit, dass zu begreifen.

zur belohnung: der chef macht seine angestellten mit solchen belohnung emotional von sich abhängig. du sagst, die gehaltserhöhung treibt dich an und hast mich damit bestätigt. ich möchte nicht, dass er von so etwas abhängig ist.
in meinem job ist es tatsächlich so, dass ich auf meinem gebiet mehr ahnung habe, als mein chef. könnte er das selbst machen, würde er es tun und sich ein gehalt sparen. kann er aber nicht und stellt mich ein.

was du nun aber wirklich nicht verstehst, ist, dass ich diese mutter/kind-sache nicht dem zufall überlasse. ich bin sehr aktiv mit meinem kind, höre ihm aktiv zu. und auch das ist bei so einem kleinen kind möglich und nötig.
alles andere ist im miteinander einfach nicht akzeptabel.

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7. Mai 2013 um 18:35


mensch!!!! VORGEGEBENE, NICHT VERHANDELBARE regeln sind für mich nicht in ordnung. das ist diktatur.
und tatsächlich darf mein kind sein essen zu sich nehmen, wie er möchte. ob mit den händen oder mit besteck obliegt seiner entscheidung.

sicherlich ist die kita meines sohnes auch meine wahl gewesen. aber ALLE kitas, die wir uns anschauten, sind autoritär.
bei manchen dingen dürfen kinder mitentscheiden. toll!!!!
warum nicht bei allen? und um das unmissverständlich klarzustellen...ich rede von hausregeln wie rennen im flur oder eben betreten der turnhalle. all das ist VERHANDELBAR und das ist auch für kitakinder zu verstehen.
es ist alles verhandlungssache. das bedeutet NICHT, dass alle machen, was sie wollen. es bedeutet, dass eine für alle beteiligten annehmbare lösung gefunden wird.
DAS ist mein ansatz.
verstehst du es jetzt???
bitte versuche nicht, mich irgendwie zu überzeugen. diktatur hat sich bis heute nicht bewährt.

und verteufelt habe ich die kita nicht. bitte höre auf, mir dinge in den mund zu legen, die ich nicht gesagt habe. dich darauf hinzuweisen ist anstrengend.

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7. Mai 2013 um 18:55


also ehrlich gesagt, wird MIR hier das gefühl vermittelt, dass meine art, mein kind zu begleiten, die falsche ist und ich muss das verteidigen.

und ja: eine richtige verhandlung ist immer eine win-win-situation. alle sind mit der lösung zufrieden.
das, was du meinst, ist eine sieg-niederlage-situation und für mich eben nicht in ordnung.
ich kenne tatsächlich nur familien, die diktatorisch leben. die eltern geben vor, die kinder haben sich an die von den eltern vorgegebenen regeln zu halten. DAS ist eine diktatur.
ist das bei dir etwa anders?

interessant, dass du dich für die klügere hälst. bestätigt das von mir oben genannte.

für mich ist hier ende, denn eine diskussion ist mit dir ebenfalls nicht möglich. deine erziehungsmethode ist die einzig wahre und alles, was neben diesem weg läuft, ist nicht möglich. gleichwürdigkeit hat für dich keinen wert und ich wähle hier mit absicht du-botschaften. aber das ist das, was du mir vermittelt hast.

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7. Mai 2013 um 19:21

...
@faydara: ich kann dir bezüglich deiner posts nur in allem zustimmen.

ich denke wir haben dieselben ansätze.

schön zu lesen!

thalia

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8. Mai 2013 um 9:24

...
@faydara und lenadommen:

wenn ich euch richtig verstanden habe, sind wir da doch alle einer meinung.

und ganz ehrlich, es geht doch nicht darum, was für klamotten meine kinder anziehen oder welche marmelade sie aufs brot haben wollen oder ihre pfannkuchen mit den fingern essen (tun sie übrigens heute auch immer noch), welche musik sie hören, ob sie ihr zimmer quietschrosa streichen wollen etc.

außerdem dürfte ich mich was klamotten oder piercings betrifft gar nicht beschweren. ich bin ab teenageralter mit kutte, totenkopf, schwarz gefärbten haaren und zerissener kleiung rumgelaufen. meine eltern hats natürlich immens gestört. für damalige verhältnisse ein riesenbohei um rein gar nichts!

mir geht es darum, dass meine kinder einen verantwortungsvollen umgang mit sich selbst, aber auch mit ihrer umgebung lernen. sie sollen ihre ziele, die sie selbst erreichen wollen nicht aus den augen verlieren, aber ihre umwelt auch nicht vergessen. das, was wir nämlich oft in der schule haben sind egoshooter, die ganz klar nichts außer sich selbst sehen. auch vernünftige argumentation bringt da selten was. und die eltern fallen dann aus sämtlichen wolken und verstehen gar nicht, dass ihr kind, sich in gesellschaft befindet und nicht das einzige kind im klassenraum ist.

bsp.: wenn die erzieherin im kiga sagt, die kinder dürfen allein nicht draußen spielen wegen verletzungsgefahr des auf dem hof befindlichen spielplatzes (und es ist ein tüvabgenommener spielplatz!), dann haben meine kinder sich daran zu halten. ende! ich als mutter würde halt darauf drängen, dass die gruppe täglich spielzeit draußen hat. (was ja sowieso normal ist, ich kenne das gar nicht anders!)
wenn sich dann nämlich ohne aufsicht ein kind verletzt, ist das geschrei wegen mangelnder aufsichts- und fürsorgepflicht riesig.

meine tochter, die sich in der pubertät befindet, wußte schon immer genau, was sie wollte. sie hat es nicht immer sofort ausgesprochen, weil sie sich erst mal angeschaut hat, wie die dinge laufen und danach hat sie gesagt, will ich oder nicht. auch in der schule sagt sie den lehrern, was sache ist, im angemessenen ton natürlich und abwägend, wie wichtig oder gravierend die sache ist (man muss nicht aus jeder maus einen elefanten machen!). dafür sind ihre verhaltenskreuzchen nicht immer gaaaanz vorne, manches auch mal mittig. dazu steht sie und das unterstütze ich voll. duckmäuser zu sein ist auch scheisse!

aber, der ton macht die musik und es muss eben auch der situation angemessen sein.

thalia

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8. Mai 2013 um 10:55


also jetzt muss ich doch nochmal was dazu schreiben, denn ihr habt es wirklich nicht begriffen.

es geht mir nicht darum, dass man sich über alles hinwegsetzt, was sinn ergibt, wie bspw. verkehrsregeln.
genauso ist mir der höfliche umgang im miteinander wichtig. aber sowas bringt man einem kind nicht bei, sowas schaut sich ein kind von den eltern ab. und manche eltern predigen wasser, trinken aber wein und wundern sich, dass ihre kinder unhöflich zu anderen sind.

ich sage, dass alles verhandlungssache ist.
nehmen wir das beispiel des aussenbereiches der kita und dem tüvgeprüfter spielplatz.
die kinder wollen draussen spielen. das ist ihr bedürfnis. den erziehern ist das zu gefährlich, da sich jemand verletzen könnte. also wird MIT DEN KINDERN ZUSAMMEN ausgehandelt, dass sie draussen spielen dürfen, wenn ein erzieher dabei ist. die zeit dazu wird ebenfalls ZUSAMMEN ausgehandelt. das gemeinsame ist das, was ich anstrebe. versteht ihr?
ich bin der festen überzeugung, dass sich die kinder viel lieber an regeln halten, wenn sie sie selbst mitbestimmen durften. und das ist dann eine win-win-situation. jeder bekommt das, was er will und übernimmt dafür die verantwortung. niemand wird benachteiligt.
ich glaube, dass eine gemeinschaft so am besten funktioniert.
und die kleinste einheit eines staates, die familie, sowieso.
darum geht es mir. man kann es auch anarchie nennen. ein staat, der ohne obrigkeit funktioniert.

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8. Mai 2013 um 23:20

Boah...
Da hab ich ja mal eine Diskussion ausgelöst Also ich werde es auf jeden Fall mal probieren mit diesen "Sonne/Wolke Stickern" und bin sehr gespannt wie mein Sohn das findet.Danke euch trotzdem für die Antworten.Lese im HG weiter

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9. Mai 2013 um 7:31
In Antwort auf mali_11969606

@aprilmama2010
stimmt! wo kommen wir denn da hin, wenn wir andere nach ihrer meinung und ihrem gefühlsleben fragen. da müssten wir vielleicht sogar darauf rücksicht nehmen. nein! das geht natürlich nicht. ein 4-jähriger hat absolut nicht das recht, seine meinung zu sagen. er hat zu gehorchen! und wenn er das nicht tut, wird er bestraft!

freie meinungsäußerung ist ein bürgerrecht. ein 4-jähriger hat dieses recht per gesetz ebenfalls!

wenn der unterlegene die oberhand gewinnt, wird er sich rächen. begegnet man sich auf augenhöhe in einem raum, wo jeder die gleiche würde besitzt, wird das nie passieren.

Du gibst da so einen schwachsinn von dir!
jetzt mal ganz ehrlich, eltern sind dafür da ihre kinder zu erziehen, schonmal was von dem wort gehört? dazu gehört es auch das man seinen kindern beibringen muss auf seine eltern zu hören!! da kommst du auch mit deinen menschenrechten nicht sehr weit. wenn du dein kind nicht erziehst dann wird er/sie dir irgendwann eine mitten in die f.r.e.s.s.e. hauen weil er keinen respekt vor dir hat, was ist denn dann mit deinen menschenrechten? gehst du dann zu deinem kind und sagst "mein lieber sohn, warum haust du mich? ich hab doch menschenrechte! ich hab dir doch damals als du 4 warst schon beigebracht was für rechte du hast. du du du, gleich geh ich zu amnasty international"

wenn leute mit einem 4jährigen jungen anfangen stundenlang zu diskutieren dann sind sie selbst schuld wenn einem das kind dann auf der nase rumtrampelt, wie es ja in dem fall der TE wohl der fall ist!

ICH jedenfalls habe meinem kind von anfang beigebracht das sie auf mich zu hören hat. ich mama, sie kind! so einfach ist das!! wenn du deinem kind die chefrolle zusprechen möchtest, bitte... wir sprechen dann in 20 jahren mal weiter!

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13. Mai 2013 um 9:34

4 jähriger redet mit uns wie ein Erwachsener
Also wenn ich das so lese denke ich, dass sich dein Sohn momentan einfach in so einem Mix aus Trotzphase und ich will Mamas Aufmerksamkeit haben, befindet. Er spürt ganz sicher, dass sich wenn das neue Geschwisterchen da ist sich einigs ändern wird.
Was denke ich auch wichtig ist, ist dass du nicht immer mit ihm alles ausdiskutierst und einfach "bestrafst".
Schwierig ist natürlich auch in zu bestrafen, wenn er das in einem Raum ausbaden muss in dem er seine Spielsachen zur Verfügung stehen hat. Du solltest ihn vielleicht auch anders bestrafen. Wenn er den Kram schon nicht selbst we räumt, dann soll er ihn mit dir gemeinsam wieder weg räumen, oder eben Wäsche zusammen legen. Irgendeine Hausarbeit die er nicht gerne macht und als Bestrafung ansieht. Klar wird erstmal die Hürde dabei bestehen ihn soweit zu kriegen, dass er das auch wirklich macht, aber wenn du ihm keine andere Wahl lässt müsste das doch eigtl funktionieren !
Viel Erfolg!

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