Home / Forum / Meine Familie / 4 Kinder und arbeiten

4 Kinder und arbeiten

14. Januar 2013 um 6:32

Hallo,

ich habe 4 Kinder. Die Große ist 11, Zwillinge mit 9 und unser kleiner Mann ist 2 Jahre alt.

Ich geh 2 Vormittage arbeiten.

Nun hab ich ein Angebot für eine Putzstelle erhalten. Das wären nochmal 6 Stunden in der Woche zusätzlich. Nun die Frage: ist das zu schaffen?

Ich muss dazu sagen, wir wohnen in einem Ort, wo wir wirklich sehr schlechte Busverbindungen haben. Dadurch muss ich meine Große in die Schule fahren (sie geht in die Realschule in einen anderen Ort). Bin ich tätlich zusammengerechnet 1 1/2 Stunden unterwegs.

Jetzt meine Frage: würdet ihr noch zusätzlich putzen gehen?

Ich will ja nicht faul erscheinen, aber irgendwie hab ich das Gefühl, ich schaff das nicht alles unter einen Hut zu bringen.

Großer Garten, 4 Kinder, einen Hund, Hausaufgaben ......

Ich les immer von anderen, die das alles so gut meistern aber irgendwie läufts bei mir nicht so rund wie bei Anderen. Vielleicht mach ich was falsch?

Um eure Meinungen wäre ich euch sehr dankbar.

LG

Mehr lesen

14. Januar 2013 um 18:11

Ist die Putzstelle so wichtig?
Hallo Flower,

ist der zusätzliche Verdienst, den dir die Putzstelle bringen kann, denn so wichtig?

Falls nein, würde ich nur dann eine zusätzliche Stelle annehmen (und dafür Stress und Hektik in Kauf nehmen), wenn mich die Stelle beruflich weiter bringen würde, d. h. sich auch für spätere Zeiten gut in meinem Lebenslauf machen kann. Das kann ich mir bei einer Putzstelle nicht so recht vorstellen. Putz- und Hauswirtschaftserfahrung kannst du auch in deinem eigenen Haushalt reichlich sammeln, das würde dir auch später jeder Arbeitgeber ohne weiteres glauben. Neue Erfahrungen und interessantes Begegnungen kannst du bei der Putzstelle vermutlich auch nicht erwarten.

Wenn es sich um eine attraktivere Stelle handeln würde, würde ich mir vielleicht Gedanken darüber machen, wie alles unter einen Hut zu bringen ist. Wegen einer Putzstelle aber mich selbst und die Kinder einer größeren Hektik auszusetzen, nö... (bzw. nur bei akuter Geldnot).

Gerade dein Jüngster profitiert doch sicher von einer weniger gestressten Mama und die anderen brauchen vielleicht eher eine Mama, die Ruhe für die Hausaufgaben hat als eine, die schon wieder auf dem Sprung zum Putzen ist. Und was den Fleiß angeht: Seien wir doch mal ehrlich, diejenigen, die einen umfangreichen Job neben der Familie schaffen, haben meistens nur ein Kind oder höchstens zwei. Bei drei Kindern wird's schon schwierig... und wer einen Vollzeit- oder mehrere Teilzeitjobs neben vier Kindern hinbekommt, hat wahrscheinlich zu Hause eine zuverlässige Haushaltshilfe und Kinderfrau, die täglich kommt (vielleicht aus der Verwandtschaft oder eben bezahlt). Also mach dir keinen Kopf... du kannst noch lang genug viele Stunden arbeiten (eben auch putzen), wenn deine Kinder etwas größer sind und schon mehr (als jetzt) ihre eigenen Wege gehen.

Viele Grüße

Gefällt mir

2. Februar 2013 um 15:44

Kommt auf die Putzstelle an
Wahrscheinlich muss man unterscheiden zwischen privaten Putzstellen und solchen in Fabriken, Bürogebäuden, öffentlichen Einrichtungen... Bei letzteren sind die Reinigungskräfte oft zu Zeiten im Einsatz, wenn sonst niemand mehr zugegen ist. Folglich finden keine Kontakte statt (insbesondere wenn die Reinigungskraft ohne sonstige Kollegen oder Kolleginnen im jeweiligen Gebäude arbeitet). Die Putzkraft arbeitet dann eben die vorgegebenen Räume in einer vorbestimmten Zeit ab und geht dann wieder. Bei privaten Putzstellen kann das natürlich anders aussehen und ich kann mir auch vorstellen, dass sie übers reine Putzen hinaus noch andere Aufgaben beinhalten und somit auch abwechslungsreicher sind.

Eine Herablassung war von mir nicht beabsichtigt, sondern ein nüchterner Blick auf die Tätigkeit selbst und auf den Stellenwert, den eine Putztätigkeit für spätere Bewerbungen (in anderen Bereichen) im Lebenslauf haben kann - eben wenn neben der Familie für diese Zeit ja bereits ein anderer Nebenjob genannt werden kann (also ja keine Gefahr für eine "Lücke" im Lebenslauf besteht).

Im Grunde kommt es auf die Motivation der TE an: Wenn es ihr schlicht um eine weitere Einnahmequelle geht, gut, warum nicht. Wenn die TE Wert legt auf eine bessere Absicherung fürs Alter, müsste man nachfragen, ob sie bei der ausgeschriebenen Putzstelle denn sozialversicherungspflichtig angestellt ist. Wenn die TE neben Kindern und Haushalt etwas zusätzliche "Abwechslung" haben möchte, würde ICH ihr gerade nicht zu einem Putzjob raten, sondern zu einer Tätigkeit, die andere Anforderungen stellt und andere Erfahrungen erlaubt. (Bei einer sechsköpfigen Familie fällt wohl schon genügend Putz- und Aufräumbedarf im eigenen Haushalt an, was oft auch heutzutage noch zu großen Teilen an der Frau und Mutter hängen bleibt.) Wenn die TE als besonders "aktiv" dastehen möchte (auch im Hinblick auf spätere Bewerbungen: "Sehen Sie mal, was ich alles neben meinen Kindern noch geschafft habe..."), würde ich ebenfalls eine andersartige Tätigkeit vorziehen, um potentiellen Arbeitgebern eine größere Vielseitigkeit zeigen zu können. Falls die TE aber leidenschaftlich gerne putzt und ihre Zukunft (auch wenn die Kinder größer sind) in der Reinigungsbranche oder in verwandten hauswirtschaftlichen Dienstleistungen sieht, dann kann sie mit der neuen Putzstelle nichts falsch machen. (Ich würde mir aber dennoch überlegen, ob ein weiterer Job momentan wirklich sein muss oder ob frau nicht noch ein, zwei Jahre warten könnte... die Unterstützung und Ruhe, die sie ihren eigenen Kindern derzeit geben kann, sind eben auch unwiederbringlich.)

Gefällt mir

Frühere Diskussionen
Diskussionen dieses Nutzers
Noch mehr Inspiration?
pinterest

Das könnte dir auch gefallen