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2 Fragen : Adoption oder lieber behalten / Vaterschaft anerkennen

21. Dezember 2006 um 18:57

Hallo,

Hier meine geschichte ganz zu erzählen würde den Rahmen sprengen ich werde versuchen mich auf das wesentliche zu beschränken.

Am 12. Dezember ist mein Sohn auf die Welt gekommen. Das Problem hierbei war das meine Freundinn bis 2 Tage vor der Entbindung nichts davon wusste das sie überhaupt schwanger war. Sie hatte ihre Tage ganz normal weiter bekommen und hat auch kaum einen Bauch gehabt.

Das Kind ist sehr gesund zur Welt gekommen es geht ihm einfach nur Super. Perfektes Gewicht größe, gesund etc. Das ist ja auch die Hauptsache.

Nun es passierte alles sehr unvorbereitet. Keiner wusste davon und nun gilt es eine Entscheidung zu treffen. Es ist die Frage ob hier eine Adoption evtl in Frage kommt warum möchte ich euch mal erklären.

Ich und meine damalige Freundinn sind 20 Jahre alt ich gehe wieder zur schule und will Studieren. Sie ist gerade mit ihrem Studium angefangen. Es ist keiner bei uns zuhause der sich um das Kind kümmern kann. Das sind die ersten Probleme. Finanziel nagut das sieht nicht perfekt aus aber das kriegen wir hin.
Das Kind wegzugeben ist eine sehr sehr schwere entscheidung wir sind dann zu dem Entschluss gekommen das Kind zu behalten. Das Problem ist hier dann aber auch wo wird es dem Kind besser gehen ? Wenn es in eine Familie kommt wo das Kind wirklich rund um die Uhr seine Mutter hat oder dann doch lieber die leibliche Mutter aber dann teilweise bei Pflegeeltern usw leben muss.
Das Jugendamt hat sich ausgiebig mit ihr unterhalten und das Jugendamt hat uns ein Angebot gemacht und sagte uns das sie das Kind für ein paar Wochen in eine andere Familie geben möchten. Und wir uns in der Zeit entscheiden können. Grundsätzlich wird es uns aber empfohlen das Kind zu behalten. Der Wille ist ja da es fehlt nur die Zeit und wir wollen nur das beste für das Kind.

Das ist meine erste Frage was meint ihr dazu ? In soeinem Falle ... Abgeben oder behalten. Als das Kind gestern Abgegeben wurde gings mir so schlecht wie noch nie zuvor. Irgendwo war das Gefühl da das es keine Großen Probleme bereitet das Kind abzugeben weil man es nur ein paar Tage kennt. Als es dann aber soweit war ist es einfach nur ein Gefühl als wenn einer versucht das Herz bei lebendigem Leibe hinauszureissen. Es hat mich verdammt fertig gemacht. Und mir gehts immernoch nicht besser genauso wie ihr.


Und zu meiner 2. Frage :

Ich bin nicht als Vater eingetragen sie lag im krankenhaus und musste das Kind per Kaiserschnitt entbinden. Sie musste jedoch auch direkt Daten angeben und hat mich dann ersteinmal nicht eingetragen gehabt. Das hat seine Gründe.

Ich bin aber der Vater und wenn das Kind bei uns bleibt dann werde ich mich auch mit allem was ich habe um das Kind kümmern.
Und ich möchte als Vater anerkannt sein. Was muss ich da machen das ich offiziel der leibliche Vater dieses Kindes bin ?

Und was passiert wenn ich es jetzt nicht mache ? Sondern irgendwann in der Zukunft geht das ohne Probleme ? Also wenn ich das Zum Beispiel mache wenn er älter ist. Geht das dann genauso ?

Ich möchte mich dann im Vorraus recht herzlich bei euch bedanken.

grüße
Andre

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22. Dezember 2006 um 12:11

Hmmm.....
...ich kann mir garnicht vorstellen, wie man nicht bemerken kann, dass man schwanger ist, auch wenn man nur einen kleinen Bauch hat und weiterhin seine Periode bekommt. Das Kind bewegt sich ja auch, die Brüste werden grösser etc.
Vielleicht wollte deine Freundin auch einfach nicht wahrhaben, dass sie schwanger ist und hat die Anzeichen für eine Schwangerschaft verdrängt.

Als ich mit meinem ersten Kind schwanger wurde, ging es mir ähnlich wie euch. Ich ging noch zur Schule,war gerade dabei mein Abitur zu machen und wusste auch schon wo und was ich anschliessend studieren würde. Mein Freund war zu der Zeit noch in der Ausbildung.

Ich habe die Schule dann abgebrochen, habe nicht studiert, da ich keine Möglichkeit hatte mein Baby bei Verwandten oder Freunden unterzubringen, wenn ich nicht da war.

Klar stell ich mir ab und an die Frage, was wohl wäre, wenn ich kein kind bekommen hätte und ein abgeschlossenes Studium in der Tasche hätte. Aber um nicht in der Welt hätte ich mein Kind abgegeben.

Es gibt immer einen Weg, sein Kind zu behalten.Sicherlich gibt es auch bei euch Tagesmütter. Wenn ihr das finanziell nicht tragen könnt, dann wird euch eine Tagesmutter vom Jugendamt gestellt.

Ich kann euch nur raten, euer Kind nicht weg zu geben. Gerade so ein kleiner Wurm braucht seine Mama und seinen Papa.
Es wird eine anstrengende, belastende und schwere Zeit für euch werden, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es noch schlimmer für euch sein wird, zu wissen, dass ihr ein Kind habt, welches jetzt in einer anderen Familie lebt.
Ich könnte das nicht ertragen.

Auch finanziell gibt es immer Möglichkeiten. Fragt bei Ämtern nach, erkundigt euch bei caricativen Einrichtungen. Und macht euch bei der Stiftung "Mutter & Kind" schlau.Schliesslich leben wir in einem sogenannten "Sozialstaat". Der Staat ist also verpflichtet euch zu helfen.

Zu deiner Frage, mit der Vaterschaftsanerkennung.....
Die kannst du zum Beispiel dann machen, wenn ihr das Kind beim Standesamt eurer Stadt anmeldet. Du musst deine Abstammungsurkunde und deinen Personalausweis mitbringen.
Normalerweise kannst du die Vaterschaftsanerkennung auch zu einem späteren Zeitpunkt machen.
Da weiss ich allerdings nicht genau, ob du sie dann beim Jugendamt oder auch beim Standesamt ablegen musst.

Ich wünsche euch und eurem Baby alles Gute. Schreib hier nochmal wenn sich etwas neues ergeben hat.

Einen lieben Gruss, Lovys


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30. Dezember 2006 um 8:52

Hallo
Andre,

auch finde es sehr komisch, dass deine Freundin nicht merkte dass sie schwanger war. Seid ihr noch zusammen? Studieren kann man auch mit Kind, würde ich sagen. Soll sie einfach etwas aussetzen, es gibt ja staatliche Unterstützung. Ein Studium kann ja zum Glück auch später fortsetzen. Sucht euch eine Tagesmutter. Das wird schon werden. Aber weggeben? Könnte ich auf keinen Fall! Meinen ersten Sohn bekam ich mit 18 Jahren, ich habe das Abi geschmissen und als er 1,5 Jahre alt war angefangen zu lernen. Hat alles gut geklappt, ich hatte auch keine zeitliche Hilfe von der Familie, nur am Wochenende! Also holt euch euer Kind, nur Mut! Es gibt so viele Hilfen!!

Alles Gute!

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