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17jähriger Bruder rastet total aus HILFE!

31. Oktober 2008 um 23:29 Letzte Antwort: 6. November 2008 um 13:02

hallo ihr lieben,
ich habe einen bruder (17) mit dem ich mich immer gut verstanden habe, auch nachdem ich von zuhause ausgezogen bin.
er war schon im kindergarten nicht einfach, wir haben familien- und einzeltherapie hinter uns, es gab phasen der besserung doch alles in allem war er immer schon schwierig. mit 13 machte er dann erste erfahrungen mit alkohol & kiffen und seit da nahm da unglück seinen lauf. vom gymnasium auf realschule, dort dann wiederholt, schulwechsel, dieselbe klasse zum 2. mal nicht geschafft, wieder von der schule geflogen und dann hat er gerade mal einen hauptschulabschluss (extern) gemacht, zwar immerhin mit 2,0 (wir haben schon das schlimmste befürchtet, da er sich überhaupt nicht vorbereitet hat) aber mit dem überdurchschnittlich hohen iq, den er nachgewiesener maßen besitzt hätte mehr drin sein können. mittlerweile sammeln sich seine straftaten (verstoß gegen btmg, roller klauen, fahrräder klauen), seit er 13 ist ist sein drogenkonsum stetig angestiegen auch wenn er immer noch behauptet es gehe nur um gelegentliches ziehen an einem joint am wochenende. wir wissen alle, dass er fast täglich kifft und er sieht manchmal total schlimm aus. leichenblass, mit heftigen augenringen und er ist auch schrecklich dünn, da er tagelang nicht heimkommt, sonstwo übernachtet, keine geregelten mahlzeiten zu sich nimmt - er läuft völlig aus dem runder!
seine zukunft ist ihm auf deutsch gesagt scheißegal. er hat keine lehrstelle gefunden da er sich überhaupt nicht bemüht hat obwohl ich ihm so sehr geholfen habe bewerbungen zu schreiben, ihn für vorstellungsgespräche zu coachen usw. usf. und auch meine mutter hat nichts unversucht gelassen.
jetzt hängt er jedenfalls nur rum den ganzen tag, meine eltern haben ihn auf einer schule angemeldet aber da geht er eben einfach nicht hin - was soll man machen? er kommt und geht wie er will. und in letzter zeit wenn ich bei meinen eltern bin fällt mir verstärkt auf, dass mehrmals leute kommen, in sein zimmer verschwinden und da wird dnan ganz leise was geredet und dann gehen die leute wieder. so geht das mehrmals. und da mein bruder immer knapp bei kasse war und meine eltern immer versucht hat anzupumpen und das in letzter zeit überhaupt nicht mehr tut obwohl er weniger taschengeld als sonst bekommt (da er sachen im haushalt meiner eltern während eines wutanfalls demoliert hat) vermute ich sehr stark, dass er dealt. ich habe auch schon 2 teilwagen in seinem zimmer gesehen und kleine plastiktütchen, für mich spricht einfach alles dafür.
er rastet mittlerweile täglich aus, bezeichnet meine mutter als dumme ... und andere unsägliche dinge, schließt sich ein und demoliert sache und geht immer so bedrohlich auf meine mutter zu, dass sie angst hat er wird sie irgendwann in seiner rage sogar schlagen. meine mutter leidet an fibromyalgie und kann so langsam die kraft einfach nicht mehr aufbringen in diesem kampf, der ohnehin gegen windmühlen ist. abgesehen davon macht es sie natürlich psychisch völlig fertig und wenn sie mich und meine familie besucht habe ich manchmal das gefühl, dass sie regelrecht "zuflucht" sucht. mir tut es im herzen so weh wenn ich sehe wie sie leidet und sich mein bruder das leben verbaut.
ich komme auch kaum mehr an ihn heran, da er mich mittlerweile irgendwie ablehnt. zu meiner mutter meinte er mal, dass meine eltern mich ja eh viel lieber hätten und ich ja die tolle sei, die ihr leben im griff hat und die perfekt ist usw. er ist enttäuscht von sich selbst und will nicht mit mir verglichen werden, jedenfalls lässt er sich von mir schon lange nichts mehr sagen.

meine mutter trägt sich schon lange mit dem gedanken einer sog. fremdunterbringnung, beschäftigt sich damit was das richtige für ihn sein könnte. sie konnte sich nie durchringen, doch jetzt ist es so akkut, dass sie erkannt hat, dass es keinen sinn mehr macht.
nun ist da folgendes problem: einrichtungen für probelmatische jugendliche lehnen einen jugendlichen sofort ab, wenn sie erfahren, dass drogen im spiel sind. einrichtungen für jugendliche mit drogenproblem verlangen, dass der jugendliche auf eigenen wunsch kommt und nehmen keinen gegen seinen willen auf. ich habe angst, dass er in den jugendknast muss, demnächst ist ein prozess indem es um sachbeschädigung geht, kurz darauf einer indem es um fahren ohne fahrerlaubnis, diebstahl, gefährlichen eingriff in den straßenverkehr und verstoß gegen das btmg geht. die dame von der jugengerichtshilfe meinte, dass zwar mit einem jugendarrest zu rechnen seie, mehr jedoch nicht. aber wenn er so weiter macht wird es nicht mehr lange dauern bis er wirklich in's gefängnis kommt. und der gedanke daran zerreißt mir echt fast das herz.
hat jemand eine idee, an welche einrichtung man sich wenden kann? das jugendamt und die jugendgerichtshilfe konnten uns aufgrund besagter probleme bezüglich der einrichtungen nicht weiterhelfen.
ich bin wirklich vollkommen ratlos... bitte wirklich dringend um hilfe!!!

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3. November 2008 um 8:10


leider nein, ich wüsste auch keine einrichtung , wenn die JA und und andere Stellen nicht wieterhelfen wer dannn? Mir tun deine Eltern unendlich leid, wie schlimm muss es sein, sein eigenes Kind auf dem Weg nach unten zu sehen ohne eingreifen zu können.

wenn dein bruder 18 ist, ist der Zug fast abgefahren, dann ist die Jugendwohlfart nicht mehr für ihn vernatwortlich.

oft muss ein mesnch ganz unten sein, damit er sich helfen lässt, vlt einen leisen Vorwurf meinerseits : deine Eltern hätten schon viel früher eingreifen sollen, wenn er seit 13 kifft und Alkohol zu sich nimmt, was wurde bisher getan ?

allerdings wie gesgat nur ein sehr leiser Vorwurf, da man nie weiß was wirklich in der Familie abging, oft sind da die Eltern wirklich ohnmächtig.

alles alles gute für euch

glg

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6. November 2008 um 13:02
In Antwort auf sofiya_11916295


leider nein, ich wüsste auch keine einrichtung , wenn die JA und und andere Stellen nicht wieterhelfen wer dannn? Mir tun deine Eltern unendlich leid, wie schlimm muss es sein, sein eigenes Kind auf dem Weg nach unten zu sehen ohne eingreifen zu können.

wenn dein bruder 18 ist, ist der Zug fast abgefahren, dann ist die Jugendwohlfart nicht mehr für ihn vernatwortlich.

oft muss ein mesnch ganz unten sein, damit er sich helfen lässt, vlt einen leisen Vorwurf meinerseits : deine Eltern hätten schon viel früher eingreifen sollen, wenn er seit 13 kifft und Alkohol zu sich nimmt, was wurde bisher getan ?

allerdings wie gesgat nur ein sehr leiser Vorwurf, da man nie weiß was wirklich in der Familie abging, oft sind da die Eltern wirklich ohnmächtig.

alles alles gute für euch

glg

Hey
verstehe deinen einwurf.
kann meinerseits dazu sagen, dass meine eltern da schon reagiert haben - jugendamt, familientherapie, einzeltherapie, drogenberatungsstelle... sie haben tausend sachen unternommen... aber oft wurden meine eltern auch abgehandelt (war selbst bei verschiedenen gesprächen dabei und habe es mitbekommen) a la "das ist normal, jugendliche probieren das heutzutage halt immer früher aus", "das ist nur eine probierphase" usw. usf.
das ist eben das, was ich nicht verstehe. keiner hilft einem wenn einer auf dem weg in den abgrund ist, niemand unternimmt präventiv etwas. jugendliche müssen erst abhängig von irgendeinem teufelszeug sein, dass man sie zwangseinweisen lassen kann - vorher hilft wohl niemand...

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