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16 monate - an mama hängen und trotzphase?

6. Februar 2007 um 13:34 Letzte Antwort: 6. März 2007 um 13:06

hallo!
mein sohn ist 16 monate alt und macht glaub ich gerade eine schwierige phase durch. er hängt so extrem an mir, dass ich nicht mal aufs klo gehen kann ohne dass er kreischend vor der tür steht (auch wenn sein papa bei ihm ist!). ich lasse ihn ja nie allein, also kann daher keine angst kommen. er weiss ja auch, dass ich immer wiederkomme, sagt sogar "pipi" wenn ich zum klo gehe, aber er schreit und weint, als würde ich sonstwohin abhauen. neben dieser extremen anhänglichkeit ist er ab und zu auch sehr stur - trotzig - wütend,... nicht oft, aber jeden tag mal eine zeit lang. wenn er bestimmte dinge nicht anfassen soll, schubladen nicht ausräumen soll,... er hat das wort NEIN für sich entdeckt und schreit es laut heraus, wenn ich dann mal nein sage, fängt er an zu kreischen.
meine eltern sagten, ich sollte mal wieder den laufstall aufstellen, nicht um ihn einzusperren, aber um mich mal 2 meter von ihm zu entfernen ohne dass er an meinem bein hängt und auch in sichtbarer nähe bleiben. findet ihr das sinnvoll?
wie geht ihr mit euren kindern um, wenn sie solche phasen durchmachen?

ich bin mir ziemlich sicher, dass es für den kleinen nicht weniger anstrengend und nervenaufreibend ist als für uns eltern. ich will ihm auch nichts vorenthalten und ihn seine erfahrungen machen lassen. er soll lernen, mit frust und wut und auch verboten umzugehen. ich will nur eine klare linie beibehalten und auch mich und meinen mann nicht ausser acht lassen, wir wollen keinen kleinen diktator heranzüchten!
manchmal habe ich mich dabei ertappt, dass ich dann selbst laut werde und eigentlich will ich das nicht und glaube auch nich daran, dass gegenseitiges "lauter-werden" den sinn erfüllt.

villeicht habt ihr ähnliches mit euren kindern erlebt und wisst ein paar tips!?

würd mich freuen, danke fürs lesen! luderli

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6. Februar 2007 um 14:27

.... Wir machen gerade genau das selbe durch....
Hallo Luderli!!!
Jannik ist genau gleich alt (22.09.05) und wenn ich Deine Worte lese, dann schreibst Du mir im Moment genau aus dem Herzen....
Den Laufstall würde ich nicht mehr aufstellen, das wirkt wie eine Bestrafung auf ihn. Ich versuche auch möglichst viel Zeit mit Jannik zu verbringen um seinem Bedürfnis nachzukommen-aber rund um die Uhr geht es einfach nicht... wenn ich unser Mittagessen nur kochen möchte gibt es schon immer ein riesen Theater....
Ich weiss im Moment auch nicht so recht wie ich mit der Trotzphase umgehen soll - vor allem wenn man versucht ruhig zu sagen was er darf - und was nicht... dann schaut er mich oft an und macht es dann erst recht..

Ich konnte Dir jetzt wahrscheinlich nicht wirklich weiterhelfen, aber Dir zumindest mitteilen dass es Dir nicht alleine so geht..

Liebe Grüsse
Andrea

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6. Februar 2007 um 15:32
In Antwort auf teasag_11877843

.... Wir machen gerade genau das selbe durch....
Hallo Luderli!!!
Jannik ist genau gleich alt (22.09.05) und wenn ich Deine Worte lese, dann schreibst Du mir im Moment genau aus dem Herzen....
Den Laufstall würde ich nicht mehr aufstellen, das wirkt wie eine Bestrafung auf ihn. Ich versuche auch möglichst viel Zeit mit Jannik zu verbringen um seinem Bedürfnis nachzukommen-aber rund um die Uhr geht es einfach nicht... wenn ich unser Mittagessen nur kochen möchte gibt es schon immer ein riesen Theater....
Ich weiss im Moment auch nicht so recht wie ich mit der Trotzphase umgehen soll - vor allem wenn man versucht ruhig zu sagen was er darf - und was nicht... dann schaut er mich oft an und macht es dann erst recht..

Ich konnte Dir jetzt wahrscheinlich nicht wirklich weiterhelfen, aber Dir zumindest mitteilen dass es Dir nicht alleine so geht..

Liebe Grüsse
Andrea

Wir auch
Hallo ihr zwei,

unsere Kleine wird grad ein Jahr, passt aber genau auf Eure Beschreibung. Sie hängt mir am "Rockzipfel" wie nichts gutes. Papa wird teilweise ignoriert. Sie bockt und zickt wie ne große, wenn sie was nicht darf. Sie kann zwar noch nicht sprechen, weiß aber halt genau was passiert.

Ich versuche es mit konsequenz. Sie bekommt nie ein "Ja", wenn ich ein "Nein" gesagt habe. Nach dem dritten "Nein" wirds richtig laut. Da ignorier ich sie dann mit dem Vorsatz, dass sie auch bocken kann und es trotzdem beim Nein bleibt. Dann schweig ich, bis sie sich beruhigt hat. Danach rede ich wieder ganz normal mit ihr und erzähl ihr, dass sie viel mehr erreicht, wenn sie lieb ist und wir uns dann um besseres kümmern können. (spielen anstatt schränke ausäumen). Das schont unsere nerven. Wir können uns dadurch nicht hochschaukeln. Das wiederholen wir natürlich öfters am Tag bei allem was sie nicht darf und das dann auch an jedem neuen Tag. Es ist schwer, aber ich denke, das wichtigste ist liebevolle konsequenz. Nicht heute ja und morgen nein sondern immer nein. Bis jetzt funktioniert es wunderbar. Bei einigen Dingen hat sie es sogar schon aufgegeben. Ich denke zwar, dass es wiederkommen wird, aber dann fangen wir von vorne an. Sie versteht mich natürlich noch nicht wirklich, wenn ich erzähle, aber es funktioniert meistens. Wenn nicht, dann fange ich an sie abzulenken mit irgendwas anderem was sie interessiert. Das hilft dann auf jedenfall. Ich denke, in nem halben Jahr, wird es schlimmer werden, wenn es bei Euren jetzt so ist. Und vorallem schwerer.

Ich drücke euch die Daumen, auf schnelle "Heilung".

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6. Februar 2007 um 17:58

Ich denke
auch, dass liebe Konsequenz das wichtigste ist!! Denn das zahlt sich auch aus. Wenn ein Kind schreit, weil es etwas haben möchte (nur um den Willen durchzu kriegen), gibts erst recht nichts. Mit 16 Monaten wird er ausprobieren, wie weit er gehen kann und wie stark der Kleine sie beanspruchen kann. Wichtig ist, dass sie mit Ihrem Mann zusammen Konsequent sind, denn wenn es unterschiedlich ist, merkt es ein Kind schnell und es wird noch Komplizierter. Geben sie ihm Aufmerksamkeit, wenn er nicht schreit. Wenn er anfängt zu schreien, z. B. wenn sie sagen, sie gehen jetzt auf toilette, dann ignorieren sie ihn.
Sobald er merkt, ''wenn ich hier meinen Aufstand mache, wird drauf Rücksicht genommen und bekomme ich, was ich möchte,'' dann wirds noch viel schlimmer. Aber viele Eltern halten das nicht durch, weil sie irgendwann keine Nerven mehr haben. Aber man muss sich vorstellen, wenn mans nicht durch hält, wirds extremer. Und wenn man konsequent bleibt, merken Kinder recht schnell, oke damit komm ich nicht weiter. Die Phase wird zwar nicht die letzte sein, aber wenn Sie Konsequent sind, haben sie weniger Diskussionen mit Ihrem Kind, desto älter es wird.
Den Laufstall würde ich nicht aufstellen, er muss lernen, dass er sie nicht immer Beanspruchen kann, wenn er schreit.
Und wenn er im Laufstall ist, kann er nicht wirklich spielen und dann ist es auch kein Wunder, dass er erst recht Ihre Aufmerksamkeit haben will. Es wäre ein bisschen zuviel verlangt von einem Kleinkind zu erwarten, dass wenn es die Mutter in den Laufstall setzt wo es nicht viel machen kann, ruhig da sitzt oder gar erkennt, oh, die Mama geht ja nicht weg. Dafür ist er noch zu klein. Kleinkinder verstehen es eher, wenn Sie regelmäßig auch mal getrennt sind (z.B. wenn Sie arbeiten gehen und auch mal so weg wollen , sagen sie ruhig, sie gehen arbeiten, also bei einem Kleinkind würde ich, wenn ich regelmäßig auch mal getrennt bin immer das gleiche sagen), denn dann wissen die Kinder meist schnell, oke, Mama ist weg, kommt aber wieder.
Aber wenn Sie sich im Haus befinden, wird das Kind nicht verstehen, warum Sie jetzt nicht mit Ihm spielen und vor allem kann er sich auch nichts selber zum spielen suchen, da er ja ''eingesperrt'' ist.LG

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6. März 2007 um 13:06
In Antwort auf anca_12881714

Wir auch
Hallo ihr zwei,

unsere Kleine wird grad ein Jahr, passt aber genau auf Eure Beschreibung. Sie hängt mir am "Rockzipfel" wie nichts gutes. Papa wird teilweise ignoriert. Sie bockt und zickt wie ne große, wenn sie was nicht darf. Sie kann zwar noch nicht sprechen, weiß aber halt genau was passiert.

Ich versuche es mit konsequenz. Sie bekommt nie ein "Ja", wenn ich ein "Nein" gesagt habe. Nach dem dritten "Nein" wirds richtig laut. Da ignorier ich sie dann mit dem Vorsatz, dass sie auch bocken kann und es trotzdem beim Nein bleibt. Dann schweig ich, bis sie sich beruhigt hat. Danach rede ich wieder ganz normal mit ihr und erzähl ihr, dass sie viel mehr erreicht, wenn sie lieb ist und wir uns dann um besseres kümmern können. (spielen anstatt schränke ausäumen). Das schont unsere nerven. Wir können uns dadurch nicht hochschaukeln. Das wiederholen wir natürlich öfters am Tag bei allem was sie nicht darf und das dann auch an jedem neuen Tag. Es ist schwer, aber ich denke, das wichtigste ist liebevolle konsequenz. Nicht heute ja und morgen nein sondern immer nein. Bis jetzt funktioniert es wunderbar. Bei einigen Dingen hat sie es sogar schon aufgegeben. Ich denke zwar, dass es wiederkommen wird, aber dann fangen wir von vorne an. Sie versteht mich natürlich noch nicht wirklich, wenn ich erzähle, aber es funktioniert meistens. Wenn nicht, dann fange ich an sie abzulenken mit irgendwas anderem was sie interessiert. Das hilft dann auf jedenfall. Ich denke, in nem halben Jahr, wird es schlimmer werden, wenn es bei Euren jetzt so ist. Und vorallem schwerer.

Ich drücke euch die Daumen, auf schnelle "Heilung".

Haben wir überstanden
Hallo,

unser Sohn ist jetzt 22 Monate alt. Wir hatten auch die gleiche Situation. Selbst wenn wir bei oma zu Besuch waren, durfte ich nicht aus dem Zimmer gehen. Zuhause habe ich dann versucht, ihm nicht meine volle Aufmerksamkeit zu geben. Klingt hart, ist aber wirkungsvoll. Er kann sich besser alleine beschäftigen und wenn Papa abends nach Hause kommt, muss er sofort mit ins Kinderzimmer spielen. Bislang hatte sich unser Sohn lediglich gefreut wenn Papa da ist, und das war für unseren Kleinen auch ausreichend. Mittlerweile ist Papa endlich ein guter Spielkamerad geworden. Darüber sind wir alle sehr glücklich. Natürlich beschäftige ich mich tagsüber mit unserem Sohn, jedoch muss er auch lernen, dass es genügt, dass die Mama nicht direkt neben ihm sitzt sondern auch etwas anderes in unmittelbarer Nähe erledigen kann. Viel Glück.

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