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15-jähriger Zuwachs, chaos!!!

26. März 2012 um 10:58

Hallo zusammen
Dies ist mein erster Beitrag seit langer Zeit und ich wusste auch nicht so recht, in welche Sparte er nun gehört, weil sich meine Probleme im Moment wild durcheinandermischen.
Ich bin jetzt seit fast einem Jahr verheiratet, es ging alles ziemlich schnell. zusammenziehen, heiraten, Hund kaufen, alles wunderbar.
Sehr überraschend kam dann vor etwa zwei monaten ein Telefon von der Ex Frau meines Mannes, sie käme mit der Tochter nicht mehr klar usw..Jedenfalls wohnt dieses Früchtchen jetzt seit drei Wochen bei uns. Mein Verhältnis zu ihr ist sehr gut, freundschaftlich und offen. Ich muss dazu sagen, dass ich erst 21 bin und sie 15. Sie benimmt sich soweit auch super und alles, ist halt mitten in der Pubertät und testet ihre Grenzen aus, man muss also schon ein Auge auf sie haben.
Nun zum Problem: Mein Mann hat seine Tochter, bevor sie bei uns eingezogen ist, nur sehr unregelmässig gesehen. Er war also der oberliebe Wochenendpapi, der alles erlaubte und hatte keine grosse Verantwortung.
Wir haben ja jetzt offiziell und schriftlich die Obhut für das Mädchen übernommen, d.h. wir haben die Verantwortung.
Diese scheint mein Mann aber nicht wirklich wahrzunehmen, also ich habe das Gefühl, er sieht es nicht, ist nicht aufmerksam genug. Ich muss ihn zum Beispiel immer dran erinnern, mit ihr eine Zeit abzumachen, wann sie zu Hause sein muss, ich piekse ihn abends um halb elf an, damit er sie daran erinnert, dass es Zeit fürs Bett ist. Wenn es ein Problem gibt oder es ihr merkbar schlecht geht, poche ich bei ihm darauf, dass wir mit ihr reden müssen. Ich mache ihn darauf aufmerksam, dass sie zu frech ist, dass sie beim Essen flucht und all solche Sachen. Klar, ich habe auch eine Verantwortung, aber er ist der Vater und sollte doch eigentlich mindestens genau so sensibel auf solche Sachen eingestellt sein, oder nicht?
Ich muss die ganze Zeit alles managen und für alle mitdenken. Ich komme mir vor wie die totale Meckerziege aber ohne dass ich meinen Mann 3 mal an etwas erinnere, klappt es einfacht nicht. überfordert bin ich eigentlich nicht, aber mich stört die Anteilnahmslosigkeit der anderen (v.a. meines Mannes). Nun sitze ich hier und habe Geburtstag und bin total deprimiert und habe insgesamt bestimmt schon zwei Stunden lang geheult. Weil ich das Gefühl habe, dass ich hier überhaupt nicht geschätzt werde. Ich organsiere überraschungspartys, mache tolle Geschenke etc. Im Gegenzug fällt meinem Mann heute Morgen mal ein, dass er evtl noch ein Geschenk für mich besorgen sollte.
Kann mich irgendjemand verstehen?

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26. März 2012 um 12:54

Ich kann Dich verstehen
Hallo, erst einmal herzlichen Glückwunsch trotz allem!!!!Ich kann verstehen das Du unglücklich bist. Wäre ich in der Situation auch. Mein Ex hat immer die Strategie gehabt wenn er nicht hinsieht und nicht darüber redet dann wird es sich irgendwann von alleine erledigen. Hat es aber nicht. Ich habe das dann immer die Vogel Strauß Methode genannt und es gehasst. Ich habe so den Eindruck dein Mann hat zwar aus Pflichtgefühl seine Tochter aufgenommen, aber über das wie und warum inclsv. Konsequenzen überhaupt nicht nachgedacht. Du sollst es jetzt mal richten und bist ja auch noch sehr jung. Aber gerade darum kannst du zwar eine respekvolle Freundin sein wenn es klappt, aber die Mutter oder Vater kannst du nicht ersetzen. Zumal sie das nicht aktzeptieren würde. Das Schlimme ist nur, du wirst immer unglücklicher werden wenn ihr nicht redet. Das müßt ihr aber tun sonst fängst du irgendwann an zu hassen. Ich habe auch gelernt meistens beinhaltet der Haß auf die Kinder eigentlich oder meistens auch ein Beziehungsproblem. Die Themen mit den Kindern, sind das Vehikel aber das Problem besteht zwischen den Partnern. Da kommt alles dazu, sich verletzt, alleine, nicht verstanden, ausgenutzt zu fühlen einfach keine Wertschätzung zu erfahren. Mach nicht den Fehler und nimmt es einfach so hin. Kläre das mit deinem Mann selbst auf die Gefahr hin das es zum Streit kommt. Denn er hist hier zu 150% gefragt, du kannst maximal begleiten. Er hat dir aber gerade seine Rolle übergebügelt und du hast es in guter Absicht zugelassen. Das merkt das Mädel aber auch. Die Mutter wollte nicht mehr und er will erst überhaupt nicht sich kümmern. Kann eigentlich nur mit Problemen durch sie beantwortet werden. Ja nachdem, wie sie gerade drauf ist mußt du aufpassen das sie nicht aus Eifersucht auf Dich (aus Sicht einer Tochter zum Vater) noch mehr Stress macht. So nach dem Motto um die (Stief) kümmert er sich, aber bei mir meckern nur alle oder machen nichts. Mach das deinem Mann klar und nimm dich zurück was das kümmern, managen und mitdenken angeht. Nimm ihm genau diese Themen nicht ab. Lass ihn machen auch wenn es dann kracht oder was dchief geht.
Ich wünsche Dir viel Kraft.

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26. März 2012 um 13:15
In Antwort auf jyoti_12823638

Ich kann Dich verstehen
Hallo, erst einmal herzlichen Glückwunsch trotz allem!!!!Ich kann verstehen das Du unglücklich bist. Wäre ich in der Situation auch. Mein Ex hat immer die Strategie gehabt wenn er nicht hinsieht und nicht darüber redet dann wird es sich irgendwann von alleine erledigen. Hat es aber nicht. Ich habe das dann immer die Vogel Strauß Methode genannt und es gehasst. Ich habe so den Eindruck dein Mann hat zwar aus Pflichtgefühl seine Tochter aufgenommen, aber über das wie und warum inclsv. Konsequenzen überhaupt nicht nachgedacht. Du sollst es jetzt mal richten und bist ja auch noch sehr jung. Aber gerade darum kannst du zwar eine respekvolle Freundin sein wenn es klappt, aber die Mutter oder Vater kannst du nicht ersetzen. Zumal sie das nicht aktzeptieren würde. Das Schlimme ist nur, du wirst immer unglücklicher werden wenn ihr nicht redet. Das müßt ihr aber tun sonst fängst du irgendwann an zu hassen. Ich habe auch gelernt meistens beinhaltet der Haß auf die Kinder eigentlich oder meistens auch ein Beziehungsproblem. Die Themen mit den Kindern, sind das Vehikel aber das Problem besteht zwischen den Partnern. Da kommt alles dazu, sich verletzt, alleine, nicht verstanden, ausgenutzt zu fühlen einfach keine Wertschätzung zu erfahren. Mach nicht den Fehler und nimmt es einfach so hin. Kläre das mit deinem Mann selbst auf die Gefahr hin das es zum Streit kommt. Denn er hist hier zu 150% gefragt, du kannst maximal begleiten. Er hat dir aber gerade seine Rolle übergebügelt und du hast es in guter Absicht zugelassen. Das merkt das Mädel aber auch. Die Mutter wollte nicht mehr und er will erst überhaupt nicht sich kümmern. Kann eigentlich nur mit Problemen durch sie beantwortet werden. Ja nachdem, wie sie gerade drauf ist mußt du aufpassen das sie nicht aus Eifersucht auf Dich (aus Sicht einer Tochter zum Vater) noch mehr Stress macht. So nach dem Motto um die (Stief) kümmert er sich, aber bei mir meckern nur alle oder machen nichts. Mach das deinem Mann klar und nimm dich zurück was das kümmern, managen und mitdenken angeht. Nimm ihm genau diese Themen nicht ab. Lass ihn machen auch wenn es dann kracht oder was dchief geht.
Ich wünsche Dir viel Kraft.

Danke für Deine Antwort
Es beruhigt mich, dass du mich verstehst und gibt mir eine gewisse Bestätigung in meinem Denken.
Ja dass das Problem eigentlich zwischen mir und meinem Mann liegt weiss ich. Es war auch schon bevor seine Tochter zu uns kam so, dass ich quasi unser Leben leite, alles bestimme und Entscheidungen treffe, Pläne schmiede und so weiter. Ich fühle mich sehr alleinegelassen, so als müsste ich für einen unmündigen (mein Mann) sorgen. Ich bin nicht diejenige, die alles an sich reisst, es wird mir wirklich einfach alles überlassen.
Ich habe schon oft mit meinem Mann darüber gesprochen und es hat sich rauskristallisiert, dass er Angst hat etwas zu bestimmen. Weil mir etwas nicht passen könnte, es könnte zum Streit kommen, nur schon diskutieren fällt ihm sehr schwer. Also einerseits würde ich sagen typisch Mann (,,man muss nicht alles zu tode diskutieren") andererseits hat er auch einfach grosse Verlustängste.
Es gibt mit der kurzen absolut keine Probleme (ausser eben "normale" Teenagerprobleme), wir sind eigentlich fast eine süsse kleine Familie. Wir haben zusammen Regeln aufgestellt, an die sie sich hält und es ist sehr harmonisch im Zusammenleben, im normalen Alltag halt. Nur warum mein Mann nicht endlich die Finger aus dem A***** nimmt, weiss ich auch nicht. Ich hab ihm schon tausend mal gesagt, dass ich ihn nicht gleich sitzenlasse, wenn mir was nicht passt, was er macht. Aber es tut sich nichts...

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26. März 2012 um 13:37

Das kenne ich
Ich habe mich 30 Jahre bei meinem Ex und Familie um alles gekümmert und auch immer gewartet das er sich ändert. Leider nein. Von den 30 Jahren haben wir dann am Ende 10 wie in einer WG gelebt bis ich die Konsequenz gezogen habe. Bin nun mit Ende 40 geschieden (Kinder 25, 30) und lebe in einer Patchworkfamilie (Kinder 8, 11) die natürlich auch diverse Probleme hat. Daher kann ich das nachfühlen. Eigentlich hast du zwei Kinder! Du wirst entweder noch viele Tage wie heute erleben oder du muß auf die Bremse treten. So wie er mit Problemen umgeht, tippe ich mal ihm sind auch von der Mutter alle Entscheidungen abgenommen worden so das er es nie gelernt hat. Du seine Partnerin passt in das gleiche Chema. Ändern wird er sich nicht mehr (zu Alt) evtl. hier und da umdenken, aber sicher nur durch einen Aha-Effekt. Nicht falsch verstehen, aber nur Du kannst den Effekt auslösen. Den du leidest nicht er. Ich wünsche Dir alles Gute!!!!!!!!

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