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12 jähriger absolut keine Motivation zum lernen

10. Dezember 2007 um 16:07

Hallo ihr Lieben,
ich werde fast verrückt. Mein Sohn geht in die 7. Klasse Realschule. Er war schon immer der Typ, den man zum lernen motivieren musste, oder wenn ein paar Noten hintereinander schlecht waren, merkte er selber, dass er mehr lernen musste und schrieb dann wieder mal Zweier und bügelte dann die 5 oder 6 wieder aus. Er wollte unbedingt auf die Realschule und hat sich in der 4 Klasse selber das Ziel gesetzt es schaffen zu wollen und hat dafür gekämpft. Gut als er dann auf der Realschule war, lernte er nur noch so viel wie eben gerade nötig um das Klassenziel zu erreichen. Ich bin ständig am ermahnen, lerne lerne usw. Ich biete ihm täglich hilfe an z.B. ich frage dich aus, ich erkläre dir usw.
Aber seit Anfang des Schuljahres klappt garnichts mehr. Er will einfach nicht mehr lernen, er sagt selber er hat keine Lust dazu. Er will aber absolut nicht sitzten bleiben und auch nicht von der Schule runter. Und was ich so schlimm finde, er ist absolut nicht blöd, im Gegenteil er würde relativ schnell neues erlernen, wenn er will. Aber er will im moment absolut nicht, er will zwar auch keine schlechte Noten, die ärgern ihn schon, aber er will auch nichts dafür tun das sie besser werden. Er schreibt nur noch 4 bis 6.
Ich habe es schon mit Strafen probiert, nichts geholfen. Ich habe es mit extra viel Zuwendung und Belohnungen probiert, nichts geholfen, ich habe ihm Zugeständnisse gemacht z.B. hatte er jetzt über 1 Jahr seine Play Station nicht mehr, weil er zuviel gespielt hat, ich dachte mir, ich lasse sie ihm wieder, für 1 Std am Tag kann er ja gerne spielen, vielleicht ist es für ihn ein Ansporn:" Mama kommt mir ein Stück entgegen, also werde ich mich bemühen und auch meinen Aufgaben gerecht werden "- aber nichts wieder nichts geholfen. Egal was ich mache, ich rede sehr viel mit ihm, erkläre ihm warum es so wichtig ist zu lernen, erkläre ihm wie toll er sich doch fühlt wenn er eine tolle Note schreibt und das er das tolle Gefühl dann bei jeder guten Noten haben könnte und frage ihn ob ihm das nicht ansporn genug wäre, aber nein. Ich glaube ich rede auch schon zuviel, aber ich meine es doch nur gut und ich weiß doch das er absolut nicht dumm ist sondern wirklich nur faul. Was soll ich tun? Was lässt sich wirklich realsisieren? Soll ich ihn mal richtig "hängen" lassen und zu den Schulleistungen garnichts mehr sagen, ihn nicht mehr zum lernen antreiben (er sitzt ja dann eh nur in seinem Zimmer und tut als ob er lernen würde, aber wenn ich ihn dann ausfrage, wieder nichts im Kopf behalten) kommt er wenn er mal sitzen bleibt selber drauf und wäre dann das Sitzenbleiben ansporn genug oder ist es meine Pflicht als Mutter, auch wenn ich vom vielen reden und hilfe anbieten auch schon ganz leer bin, dass ich ihn soweit bringe das er gerade noch das Schuljahr schafft. Ich glaube wirklich, er schafft erst bessere Noten wenn er von sich aus wieder richtig will, aber wie könnte ich es anstellen das der Knopf aufspringt? Ich merke ja selber das er sich sehr schlecht mit seinen schlechten Noten fühlt, aber er kann sich trotzdem nicht aufraffen zu lernen. Ich gebe ihm viele Tips zu lernen, oder mache ihm Vorschläge z.B. lade dir doch einen MItschüler ein und lernt gemeinsam usw. aber er will nicht.
Er hat auch einen guten Ausgleich zur Schule, er spielt sehr gut Fußball im Verein, er geht Sportschießen und lernt Hackbrett. Also seine Freizeit darf er so gestalten wie er möchte, eben um den Ausgleich zur Schule zu haben. Ich bin mit meinen Nerven einfach am Ende. Vorallem habe ich noch eine Tochter in der 4. Klasse die braucht mich ja auch.
Hat das von euch schon jemand mitgemacht und wenn ja, gibt es eine Lösung oder müssen wir einfach uns noch durch die nächsten Schuljahre kämpfen.
Liebe Grüße
Rachelgeist

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11. Dezember 2007 um 15:16

Meiner ist 9..
und hat in etwa das selbe Motivationsproblem. Leider habe ich deine Beitrag gerade erst gesehen, also stell den Link nun einfach mal dazu und hoffe, das man uns hier weiterhelfen kann


http://forum.gofeminin.de/forum/f625/__f5_f625-Was--tun-wenn-ein-Kind-nicht-lernen-mag.html

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11. Dezember 2007 um 16:07
In Antwort auf magiestein

Meiner ist 9..
und hat in etwa das selbe Motivationsproblem. Leider habe ich deine Beitrag gerade erst gesehen, also stell den Link nun einfach mal dazu und hoffe, das man uns hier weiterhelfen kann


http://forum.gofeminin.de/forum/f625/__f5_f625-Was--tun-wenn-ein-Kind-nicht-lernen-mag.html

Keine Motivation
Hallo magiestein,

danke für deinen Beitrag. Ja man könnte verzweifeln wenn man merkt das ein Kind mehr leisten kann als es will. Ehrlich gesagt, wenn es bei meinem nur um die Noten 4 ginge, wäre es mir fast schon egal. Dann soll er sich halt mir 4 ern durch die Realschule schaffen. Aber bei uns geht es augenblicklich wirklich nur noch um 5 und 6 und das heißt wir steuern zielstrebig dem Sitzenbleiben zu und das wirklich nur weil er absolut keine Motivation zum lernen hat, er absolut keine Lust dazu hat und alles andere wichtiger ist. Er ist definitiv nur faul, wenn er möchte und lernen würde, könnte er ohne große Anstrengung seine 2 und 3 schreiben und wenn er noch mehr möchte, ginge es noch besser. Er ist auch ein sehr clevers Kerlchen, aber im moment furchtbar furchtbar faul. Ich erwarte auch keine 1 und 2 er aber so 3 und 4 er wären halt nicht schlecht.

Aber was macht man, soll ich ihn unter Druck setzten damit wir das Schuljahr schaffen oder einfach gehen lassen und ihn einfach ins Sitzenbleiben hineinschlittern lassen. Ich habe schon soviel probiert, nichts hat geholfen.

LG
Rachelgeist

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13. Dezember 2007 um 8:52

Hallo Franz Josef Neffe
Danke für deinen Beitrag,
ich mach mir in letzter Zeit immer mehr Gedanken und Sorgen über mich selber. Denn ich bin sehr sicher das vorallem ich sehr viel falsch mache. Denn meine Tochter 4. Klasse hat schon seit der ersten Klasse weg Schwierigkeiten in der Schule. Bei ihr würde ich es eher nicht als "faul" bezeichnen, sie sitzt wirklich da und will lernen sie gibt sich alle größte mühe, passt super im Unterricht auf, aber es geht nichts. Sie hat wahnsinnige Schwierigkeiten sich etwas zu merken und vorallem das Gelernte umzusetzten. Sie ist kann fast die einfachsten Minusaufgaben nicht rechnen, von Textaufgaben ganz zu schweigen, Lernwörter kann sie sich nicht merken. Obwohl sie sich außerhalb der Schule alles merken kann uns sehr "wief" ist. Wer sie nur Privat kennt würde sich nie im Traum denken das sie in der Schule so schlecht ist.
Bei ihr wurde im SPZ Dyskalkulie diagnostiziert.
Mein Sohn und meine Tochter beide, also das kann doch kein Zufall sein, also ich denke schon das ich irgendetwas vom Grundsatz her falsch mache.
Deshalb habe ich mich ja an dieses Forum gewendet.
Wie kann ich meinen Kindern denn nun wirklich helfen, Franz Josef?
Kannst du mir dann Tips für den gemeinsamen Alltag geben, wie mit den Kindern lernen? Sie sich ihnen selbst überlassen, hilfe anbieten und wie sieht es konkret aus?
Zum einen muß ich noch sagen, meine Tochter wird nie wegen schlechter Noten geschimpft, ich baue sie immer vom Selbstwertgefühl her auf, bei einer 5 loben wir sie schon und wir sehen in ihr nur das Positive. Sie merkt ja selbst das sie nicht gut ist und damit hat sie selber zu kämpfen. Der Lehrer sieht unsere Kleine total super, er erkennt das ihr Problem nicht darin liegt, dass sie einfach dumm ist, sondern das sie auch durch die schlechten Noten sehr wenig Selbstvertrauen hat, er sowie wir wollen ihr Selbstvertrauen stärken, er lobt sie auch sehr viel. Er glaubt sie ist in einem Teufelskreis, sie hat schon Bauchschmerzen vor einer Probe. Er glaubt wenn sie erstmal über einige Zeit gute Notren schreiben würde, wäre ihr Problem behoben. Aber wie bekommen wir sie aus diesem Angst-vorm-Versagen Teufelskreis raus. Wirklichk, sie bekommt von keiner Seite Druck ausgesetzt.
Bei meinem Sohn muß ich gestehen, habe ich wirklich zuviel Druck ausgeübt, aber wie soll ich es sonst anstellen, dass der Sohn nicht nur vorm Fernseher sitzt und Fußball spielt?
Ich bin wirklich für jeden Beitrag und Ratschläge sehr dankbar.
Gruß
Rachelgeist

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14. Dezember 2007 um 6:16

Fernsehen
Ja mit Fernehen aus, hast du schon Recht. Aber wir haben halt einen Fernseher im Wohnzimmer stehen, weil ich ihn Abends auch mal gerne einschalte. Tagsüber brauche ich selber ihn überhaupt nicht,weil ich sehr wenig fernsehe.
So aber jetzt was machen, wenn ich mal einkaufen gehe, oder sonst wo bin, ich weiß genau ich bin draußen und der erste Griff meines Sohnes geht zu Fernbedienung. Ich lasse ich ja eh eine Sendung am Tag von Haus aus schauen, aber das Theater und Unverständnis wenn ich dann wieder sage, Fernseher aus! Das ist enorm. Ich sage ja nicht er schaut den ganzen Tag, er würde wenn ich ihn lassen würde den ganzen Tag schauen, so würde sein Tagesablauf aussehen wenn ich ihn nicht daran hindern würde, ich meinte das so, zu Fernsehen und Fußball hat er Lust zu nichts anderes nicht.
Gruß
Rachelgeist

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10. September 2008 um 14:34

Lerntechnicken die Spaß machen
Hallo Rachelgeist,

ich selbst war in meiner Schulzeit nie besonders gut! Trotzdem habe ich es irgendwie auf die FH geschafft. Zufällig habe ich dann mal ein Buch mit dem Thema "Lernen und Gedächtnis" in die Finger bekommen. In dem Buch geht es um Techniken, mit denen man sehr gut Informationen abspeichern kann. Diese Techniken zeigten mir auch, dass lernen nicht immer mit viel Anstrengung verbunden ist, sondern auch Spaß machen kann. Früher habe ich Lesen und alles was mit lernen zu tun hat gehasst, jetzt lese ich jede Woche ein Buch! Ich habe Gefallen daran gefunden Zahlen und Geschichtsdaten zu lernen...

Schau dir doch einfach mal eines der Bücher an

ISBN 978-3-442-39112-7

Ich hoffe es hilft euch weiter!

Liebe Grüße



Sticman

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21. April 2011 um 15:03

Alles ist einfach - wenn man weiß, wie es geht
Liebe Rachelgeist,

ich darf Dir versichern, Du bist alles andere als allein und es gibt jede Menge Hilfe, die wirkt

5 Schlüssel für dauerhafte Motivation.

Eine wahre Geschichte zum Thema motiviertes Lernen und wie wir Lernmotivation tatsächlich dauerhaft verankern bei uns selbst wie auch bei unseren Kindern

Schlüssel 1 Klare Ziele:
Wer von uns kennt das folgende Zitat nicht?
Wenn Du ein Schiff bauen willst,
dann rufe nicht die Menschen zusammen, um Holz zu sammeln,
Aufgaben zu verteilen, und die Arbeit einzuteilen,
sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem großen, weiten Meer.
Antoine de Saint-Exupéry

Meine Mutter hat während meiner Schulzeit 10 Jahre lang nach den Schlüsseln meiner Motivation zum Thema Lernen gesucht. Hierbei wurden Lehrer wie Eltern nicht müde, mir ständig zu erklären, dass ich sehr talentiert sei und mir die Dinge eigentlich nur so zufliegen, ich deshalb in einer besonders guten Position bin usw. Das alles hat mich nicht begeistern können und mich auch nicht dazu gebracht, in der Schule auch nur ein Jota mehr zu tun, eher im Gegenteil
Erst als ich in der 10ten Klasse im ersten Halbjahr gleich drei fünfen auf dem Zeugnis heebracht habe, habe ich mir gesagt, dass ich die Schule nicht so verlassen will schließlich habe ich keinen Moment an meiner Intelligenz gezweifelt, sondern lediglich keine Lust gehabt, den Erwartungen anderer zu entsprechen Was soll ich sagen, nur weil ich auf meinem Abschlusszeugnis keine 5 haben wollte, habe ich den Schulabschluss inkl. Zulassung zum Abitur geschafft (natürlich ohne eine 5). Das Beste es hat mich keine Mühe gekostet!
Was war passiert? Damals war es mir nicht wirklich bewusst, aber heute weiß ich: Ich hatte ein klares Ziel nämlich ein einigermaßen vernünftiges Abschlusszeugnis meiner mittleren Reife. Allein schon die Tatsache, dass ich ein besseres Zeugnis wollte, hat mich also zum Lernen motiviert. Gut und schön, bleibt die Frage, wie man zu einem klaren Ziel kommt, werden Sie jetzt vielleicht denken und ich verspreche Ihnen, das ist einfacher, als man glaubt alles was man braucht sind 3 Stunden Zeit, einen Block, einen Stift und die Bereitschaft zu träumen. Seit ihrem 12ten Lebensjahr schreiben meine Söhne (26,20, 18 Jahre) alle 2 Jahre einen mehrseitigen Aufsatz zum Thema Mein Leben in 10 Jahren Hierbei sind sie eingeladen, sich vorzustellen und zu erträumen, wie sie von heute ab gerechnet in 10 Jahren leben wollen. Welchen Beruf sie ausüben, ob sie verheiratet sind, wo sie leben, welches Auto sie fahren usw Da war dann unser Jüngster mit seinem Gerechtigkeitssinn und seinem Drang gute Ratschläge verteilen zu müssen, in seiner Phantasie schnell Dr. der Psychologie. (Ein Ziel, welches er übrigens auch heute, 6 Jahre später immer noch verfolgt und welches wohl auch für seinen 1er-Schnitt in der Oberstufe verantwortlich ist denn der Numerus Clausus für das Studium der Psychologie liegt derzeit in Deutschland bei 1,4)
Ein klares Ziel vor Augen ist also ein sehr wichtiger Baustein für dauerhafte Lernmotivation, denn erst wenn wir eine klare Antwort auf das WARUM hinter unseren Zielen haben, sind wir bereit, auch Dinge zu tun, die wir ansonsten eher als lästig oder anstrengend empfinden. (Bitte beachten Sie hierbei aber, dass es nur dann funktioniert, wenn es wirklich die eigenen Ziele sind gutgemeinte Hinweise von besorgten Eltern oder Freunden, dass man mit guten Noten bessere Berufschancen hat, helfen wenig bis gar nicht).

Schlüssel 2 für die richtige Motivation zum Lernen Stärkung des konstruktiven Selbstbildes

Spitzensportler erleben sie immer wieder die Niederlage. Wir alle wissen, dass das Leben nicht nur aufwärts geht und wir manchmal auch einstecken müssen. Aber wie gehe ich selbst mit Niederlagen um? Wie verkrafte ich diese? Was hilft mir, eine Niederlage zu überwinden und im nächsten Moment wieder Vollgas geben zu können?
Gerade im Bereich des Spitzensports, wo die Differenz über Sieg und Niederlage oftmals nur von 10tel Sekunden abhängt, braucht man eine Technik, mit deren Hilfe man Niederlagen wegsteckt und ganz im Sinne Sepp Herbergers sagen kann: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel!
Erfolgreiche Sportpsychologen setzen bei der Betreuung ihrer Sportler deshalb schon seit Jahrzehnten auf das Erfolgstagebuch. Täglich schreiben wir hier drei Dinge hinein, die uns an diesem Tag geglückt sind. Das kann das Lob für das gelungene Selbstportrait ebenso sein, wie das gesprochene Lob des Lehrers über eine mündliche Antwort im Geschichtsunterricht. Dieses Erfolgstagebuch sollten wir immer abends, kurz vor dem Zubettgehen schreiben, denn dann sind die letzten Gedanken, die uns in den Schlaf begleiten garantiert motivierend. Dies stimuliert unser Unterbewusstsein und lässt uns abends bereits wieder auf das Morgen freuen. Fragen Sie als Mutter oder Vater ihre Kinder abends, was ihnen an diesem Tag ganz besonders gut gelungen ist. Lassen Sie Ihre Kinder erzählen und das Erlebnis so facettenreich wie möglich beschreiben.

Schlüssel 3 für die richtige Lernmotivation: Auf die Werkzeuge kommt es an!
Jeder, der schon einmal einen Lattenrost mit Hilfe eines Schraubenziehers befestigt hat, weiß um den Spaß, den diese Arbeit mit sich bringt in der Regel nämlich keinen Ganz anders hingegen sieht es aus, wenn man die Schrauben in alter John Wayne-Manier locker aus der Hüfte mit dem Akkuschrauber in den Rost jagt plötzlich macht die Arbeit Spaß und man bittet schon fast um den nächsten Rost
Nun gibt es auch sehr erfolgreiche Lernwerkzeuge mit denen das Lernen plötzlich nicht nur viel einfacher gelingt, sondern darüber hinaus auch noch sehr viel Spaß macht und uns damit stark motiviert. Wissenschaftlich fundierte Techniken wie Mindmapping, assoziatives Denken oder auch Pareto-Lernen und lernendes Lesen helfen dabei, das Lernen drastisch zu vereinfachen und uns dafür zu begeistern. Wie würden Sie sich fühlen, wenn Sie nach nur einem Tag Training in der Lage sind, 25 einmal gehörte Begriffe fehlerfrei wiedergeben zu können, oder Sie sich die 27 Mitgliedsstaaten unseres Europas in nur 10 Minuten dauerhaft und fehlerfrei einprägen könnten?
D
och aufgepasst: Gerade wenn es darum geht, Kinder zum Lernen zu motivieren, ist es sehr hilfreich, wenn die beiden großen Vorbilder, nämlich Mama und Papa, selbst auch Lernfreude haben und diese Techniken ebenfalls kennen und auch nutzen. (Deshalb drücken bei z.B. LIFESCOOL Mütter und Väter und eben nicht die Kinder die Schulbank denn nichts motiviert unsere Kinder mehr, als uns, den Eltern nachzueifern!)


Schlüssel 4 für nachhaltig motiviertes Lernen: Der ressourcenorientierte Blick
Wir leben in Europa in einer Gesellschaft, in der mehr das Negative beachtet wird, als das Positive. Denken wir zum Beispiel an die Nachrichten, so wird dort sicher der Mörder gezeigt, der Retter aber, der einen Selbstmörder erfolgreich davon abgehalten hat, vom Dach zu springen, wird nicht erwähnt Ähnlich ergeht es auch Politikern, die ganze Welt stürzt sich auf sie, wenn sie einen Fehler machen aber das was gut ist, findet kaum Beachtung. Und auch, wer sich schon einmal ehrenamtlich engagiert hat, wird feststellen, dass die Kritiker deutlich lauter sind Mütter sehen mehr die Schwächen, wie das unaufgeräumte Zimmer als die Höchstleistung, 50 SMS in der Stunde schreiben zu können
Bereits in der Schule nimmt dieses Verhalten seinen Lauf, denken wir nur an das Diktat als Klassenarbeit was fällt auf? Richtig, die gemachten Fehler sind alle rot gekennzeichnet. Und wenn jetzt z.B. der Max in der dritten Klasse beim Diktat mit 15 Fehlern und einer 4 nach Hause kommt, konzentrieren sich viele sogleich auf die Fehler mit der Folge, dass das schlechte Gewissen und das Gefühl einfach schlecht gewesen zu sein, deutlich im Vordergrund stehen. Keine gute Basis für motiviertes Lernen
Wie wäre es denn stattdessen, wenn Mama oder Papa mal hingehen und alle Wörter, die der Max richtig geschrieben hat, mit einem grünen Häkchen versehen? Und dann gemeinsam durchzählen dann bleibt am Ende die Aussage, dass der Max 99 Wörter richtig geschrieben hat und nur noch die letzten 15 zu lernen braucht. Spüren Sie, wie sich allein hierdurch schon die ganze Haltung zu einem ausreichend verändert die vier wird dadurch zwar nicht besser, aber Max hat ganz sicher das Gefühl, es beim nächsten Mal besser machen zu können und allein schon das sorgt für deutlich mehr Lernmotivation garantiert!

Schlüssel 5 für motiviertes Lernen: Dem Lerntyp gerecht werden.
Nicht von sich auf andere schließen wie oft habe ich diesen Satz in meiner Kindheit gehört und dabei nicht verstanden, was er eigentlich bedeutet!? Es war ein Seminar zum Thema Lern- und Arbeitstechniken, in welchem ich zum ersten Mal von der Motivatorenanalyse gehört habe. Bis dahin bestand mein Weltbild unter anderem aus der Gewissheit, dass es bis auf eineiige Zwillinge keine exakt gleichaussehenden Menschen auf diesem Planeten gibt ebenso wenig wie es einen Fingerabdruck zweimal gibt. Gleichzeitig aber bin ich immer davon ausgegangen, dass das, was mich motiviert, auch alle anderen motivieren würde
Dieses Verhalten findet man im Übrigen auch unbewusst bei sehr vielen Eltern wenn z.B. der Papa am besten lernen kann, wenn er sich den Lernstoff allein in seinem verschlossenen Zimmer erarbeitet, wird er häufig auch dazu neigen, seinen Kindern ein vergleichbares Umfeld zu verschaffen. Das ist so lange kein Problem, wie die Motivatoren und der Lerntyp seiner Kinder kompatibel zu den eigenen Präferenzen ist. Hat Papa aber den Motivator Herausforderung und Sohnemann ist ein Teamplayer, ist der Krach und die (in der Regel sogar dauerhafte) Lern-Unlust quasi vorprogrammiert. Kenne ich als Elternteil die Haupt-Motivatoren und den Lerntyp meiner Kinder, so kann ich sie entsprechend fördern. Den Teamplayer entsende ich z.B. nicht mehr auf sein Zimmer, sondern sorge dafür, dass am Abend vor einer wichtigen Klassenarbeit möglichst viele Kumpels anwesend sind, mit denen er seine Sorgen & Ängste in Bezug auf die morgige Aufgabenstellung diskutieren kann. Dem Filius mit dem Hauptmotivator Herausforderung rufe ich im Vorbeigehen einfach zu: Du übst für Mathe!? Kannst Du auch seinlassen, lohnt doch eh nicht bei unserem Jüngsten hat diese Strategie während der gesamten Schulzeit sehr gut funktioniert.

Ich hoffe, das konnte helfen - weitere Infos auch unter www.lifescool.de

Beste Grüße

Neo1703

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15. Mai 2011 um 13:28

Wirklich mitreden kann ich nicht
jedoch sehe ich gleiches Phänomen bei meinem Neffen. Bei ihm ist es so, dass ihm nichts zufällt. Er muss sich alles hart erarbeiten, muss mehr und länger lernen, bis ein Thema sitzt und am Ende seiner Mühen kommt doch nur ein "ausreichend" heraus. Zudem ganzen hat er noch Nachhilfeunterricht. Dieses "abstrampeln müssen" hat nun dazu geführt, dass der Junge einfach müde ist.

Hinzu kommen aber auch noch zwei andere Faktoren. Einerseits die Pubertät. In dieser Zeit erhalten viele Dinge einen ganz anderen Wert. Vielfach stehen sich die Kids da selber im Weg, weil sich die Welt plötzlich ein bißchen anderes zu drehen scheint und sie mit ganz anderen Emotionen umzugehen lernen müssen.

Andererseits sind es auch Freunde, die auf das Verhalten Einfluss nehmen. Es ist doch klar, dass es viel schöner ist mit Freunden abzuhängen, anstatt am Schreibtisch zu versauern.

Nun, wie die Situation entschärfen? Bestrafen ist keine Option. Aber vor Augen führen, wohin das führen kann. Meinem Neffen hat es geholfen, sich mal etwas intensiver in der Innenstadt auf zu halten. Er ist dort Jugendlichen begegnet, die das schulische Dasein ganz aufgegeben haben, die aber auch jegliche Chance auf einen Schulabschluss und einer vernünftigen Ausbildungsstelle vertan haben. So wollte mein Neffe nicht enden.

Nachwievor muss er immer wieder motiviert werden und er braucht auch seine Anerkennung, dass man seine Mühen erkennt und akzeptiert, dass mehr als eine 4+ nicht rauszuholen war.

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11. Mai 2012 um 10:04

Keine Motivation
Hallo,

ihr Beitrag ist schon einige Jahre alt, aber vielleicht bringt mir das ja was. Unser Sohn ist 10 J geht in die 5 Klasse Gymnasium hatte bisher nur 1-3 en und jetzt der totale Absturz - kein Bock zu gar nichts. Lernt nicht ist nur noch faul. Bisher mußte er nicht lernen, jetzt kann und will er nicht. Was ist aus Ihrem Sohn geworden. Haben Sie die Kurve gekriegt, wenn ja wie ? Für eine Rückmeldung wäre ich Ihnen sehr dankbar. Ich bin genau so verzweifelt wie Sie damals. Man will nur helfen, ein glückliches Kind haben, weiß dass er es könnte, wenn er nur wollte und redet sich den Mund fusselig ... Ich habe genau wie Sie alles ausprobiert, loben, unterstützen, belohnen, ermahnen, strafen motivieren locken und und und ... Danke und Gruß

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1. Oktober 2014 um 18:22

Motivation
Hallo,
Ich selber kenne das sehr gut und kann mich noch an die ziemlich gut an die Zeit erinnern als es mir soging. Irgendwann ist mir klar geworden, dass es so nicht weiter geht und wenn ich meine Träume erfüllt haben möchte muss ich auch gute Noten haben. Also habe ich mir ein Ziel überlegt was ich erreichen muss und mich so von ganz schlecht wieder nach vorne gearbeitet. Die Arbeit an sich ist auch nicht wirklich schwer, sondern viel mehr fehlt die Motivation.

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15. März 2016 um 12:54

Erst heute
Leider habe ich erst heute Deinen Aufruf gelesen. Nun sind schon so viele Jahre vergangen, mich interessiert doch, was hast Du gemacht und wie ist es ausgegangen?
Liebe Grüße
Andrea

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7. Juni 2016 um 13:19

Lernen
Ist so etwas dummes

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