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11jähriger - Verhalten wie ein Kindergartenkind

2. November 2011 um 17:20

Hallo, wir sind eine Patchworkfamilie.

Der Sohn meines Partners ist verhaltensauffällig :
1. Er ist sehr ungeduldig, kann kaum abwarten aufzustehen, wenn wir alle beim Essen sind.
2. Lässt einen nicht ausreden. Quatscht einfach dazwischen.
Wenn man im Gespräch ist, versucht er einen anzusprechen, sogar wenn man telefoniert ( nicht lange ).
3. Er will über sich ausgiebig erzählen, hat aber kein Interesse, anderen zuzuhören.
4. Kann sich nicht in andere hineinversetzen und sich entsprechend verhalten, dadurch verletzt er andere und zeigt kaum Mitleid.
5. Es scheint, als wenn sich bei ihm alles um sein eigenes Leben dreht und er in seiner Welt ist.
6. Nimmt nicht wahr, wenn ein anderer ihm einen Gefallen tut.Sieht nicht, wenn andere für ihn unbequeme Dinge in Kauf nehmen.Es ist für ihn selbstverständlich, dass man es tut.
7. Erwartung, dass alle Personen ( 2 Erwachsene und ausser ihm noch 2 andere Jugendliche , 1 und 2 Jahre älter als er ) sich zum Beispiel bei der Urlaubsplanung nach ihm richten.
8.Er hat wenig Tischmanieren. Er schmatzt, spießt ein ganzes Schnitzel auf und knabbert es dann von der Gabel, schlürft, kippelt u.s.w.

Ansonsten geht er auf Gymnasium und macht dort zum Glück keine Probleme, doch die Familiensituation ist unerträglich.

Was kann ich machen? Wie soll ich mich verhalten?
Ich fühle mich zuhause nicht mehr wohl und auch meine Kinder kennen so ein Verhalten nicht und streiten viel mit dem Sohn meines Partners. Er wohnt seit 2 Jahren bei uns, 4 Jahre bin ich mit meinem Partner zusammen.

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4. November 2011 um 22:32

VIELLEICHT...
Vielleicht sucht er mehr aufmerksamkeit!!!!
Oder kommt mit der aktuellen Situatsion nicht klar!!!
Reden Sie mal offen mit ihm!

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21. Dezember 2011 um 2:17

???
Eigentlich ist doch alles wunderbar,der Schuldige für die Familienprobleme ist identifiziert und sein Verhalten kann altersbeding auf die Pubertät geschoben werden. Deine Kaffeekranzfreundinnen werden dich am besten noch bemitleiden ob deiner schlimmen schlimmen Situation... Aber beschreibe doch mal näher,unter welchen Umständen seine vorherige Familie auseinander brach? Meinst du,dass jemand in dem Alter die Verunsicherung,die er angesichts dessen,dass sein Plan vom Leben (Mama und Papa gehören zusammen und zu mir) gescheitert ist,einfach so hinter sich lässt,um
mit einer ihm fremden "Zweitmutter" freundlich am Sonntagstisch zu schmatzen? Erzähle uns doch auch,wie du reagierst,wenn der Junge seine alten Lebenszusammenhänge,die Zeit,in der er seinen Vater nicht teilen musste, für sich beansprucht. Ich kann das von hier schlecht beurteilen aber die meisten Eltern,die ihren Kindern eine verhaltensauffällige Lebensweise attestieren,sind selbst emotional und verhaltenstechnisch gestört. Da der Sohn deines Lebensgefährten offensichtlich in der Lage ist, sich in den sozialen Rahmen in der Schule einzupassen,scheint es nicht pathologisch zu sein. Und die Hardcore-Linie,die von der Petagegnerin vertreten wird, ist erziehungspsychologisch überholt und nicht zu empfehlen. Die Qualität einer Familie definiert sich durch die Fähigkeit,gemeinsam den Bedürfnissen der einzelnen Mitglieder gerecht zu werden,ohne zu zerbrechen. Die Lokalisation von Störeffekten ist dabei so sinnvoll,wie die sinnlose Restitution von Macht im Sinne von "ich habe das letzte Wort" oder "du isst auf dem
Zimmer"! Siehe da,vielleicht ist dein Stiefsohn genauso unglücklich mit dir wie du mit ihm und du würdest ihm eine Freunde bereiten,ihn auf sein Zimmer zu schicken. Wie kommen die "Erwachsenen" nur darauf,dass es Kindern nicht erlaubt sein darf,andere Menschen nicht zu mögen. Wenn wir jemanden nicht leiden können,wollen wir auch nicht mit ihm zusammen wohnen und in seinem Alter ist Deliquententum nunmal die einzige Verhaltensoption, dieser Unzufriedenheit Ausdruck zu verleihen. Interessant wäre auch zu erfahren,welche Rolle dein Herzallerliebster in dieser Konstallation einnimmt. Die meisten Männer haben kein Rückgrat und benehmen sich wie "Wendehälse",überlassen die Verantwortung und Probleme der Frau und verhalten sich dem Kind über unangemessen solidarisch.
Anbei geb ich dir eine lesenwerte Quelle an die Hand:
Helmuth Figdor: Lästige Kinder.12 Thesen,in:Praxis der psychoanalytischen Pädagogik,Band 1, 2002,Seite 181-191.

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19. Januar 2012 um 1:25

Verstehe nicht warum du dich aufregst?!
Der Junge ist ganz normal !!!!
Versuche mal über deine Aufregung und deine Antipathie gegenüber deinem Stiefsohn nachzudenken.Das wäre erst mal der Anfang und weitaus besser als irgendeine Bestrafung.
Du lehst dieses Kind ab und das liest man aus jeder jeder Zeile.Du solltest dich als erwachsene Frau schämen.Du willst den Vater dieses Kindes aber sein Kind nicht.
Das was der Junge macht ,sind Trotz und er erfreut sich über deine Aufmerksamkeit.
Das Beste wäre, wenn du mit dem Vater von dem Kind vereinbaren würdest, dass ein Tag nur für ihn und seinem Jungen
bestimmt ist.Dann könnten die beiden sich aussprechen vertrauen sammeln und miteinander Spass haben.
Freue dich lieber darüber ,dass dein Stiefsohn es gut hat und dass ER glücklich ist.
Alles andere Rumgeschimpfe, Nörgeln ,Bestrafung u.s.w.geht nach hinten los.
Es wird nie besser nur schlimmer!
Denke mal darüber nach .Ich kenne dich nicht persönlich,es ist nur meine neutrale Vermutung und die geht Zugunsten des Kindes, nicht zu dir als (hoffentlich !!!)erwachsene Frau.
Fragt sich für mich ,wo ist hier der Kindergarten !
Schönen Tag noch.

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